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Nikolaipol, Aulie Ata Kolonie

Von Elena Klassen.

 

Aulie-Ata Kolonie mit einer interaktiver Karte.

Ortsname: Nikolaipol
Weitere Ortsnamen: Николайталь, Nikolaital, Павловка, Nikolaipolskoje (1893-1931), Николай-поле, Николайполь, Николай-поль (1905), Leninpol, Ленинполь (1931-1992), Бакай-Ата, Bakaiata, Бакайата (seit 1992).

Ortsnummer: D0233
Kolonie (menn.): Aulie Ata
Mutterkolonie: Molotschna
Admin. Zuordnung:
Kirgistan/ Talas (Orlowo), Oblastj Taschkent, Rayon Talas.  до 1917 – Сыр-Дарьинская обл., Аулиеатинский у., Николайпольская (Павловская) вол.; в сов. периодКиргизская ССР, Фрунзенская обл., Ленинпольский/Таласский р-н; в наст. времяРеспублика Кыргызстан, Таласская обл., Бакай-Атинский р-н.
Gründungsjahr: 1882
Topografische Lage: [31 E4]; [69]; [234]; [235]; [236]; [237]
Landfläche: 2013 дес. (1882).
Einwohnerzahl: 158 (1891), 212 (1897), 275/275 нем. (1911), 471/471 нем. (1926), 500(1926), 501 (1926), 500 (1928), 2487/1522 нем. (1939), 3818 (1959).
Konfession: mennonitisch/MBG

Industrie und Handel: 5 Betriebe. Käserei Hermann Kornelius Epp; Wassermühle Kornelius Kornelius Wall; Kleine Schrotmühle mit Wasserantrieb Jakob Wall; Laden Koop... [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 13 Mennoniten, die in Nikolaipol, Aulie Ata und 10 Mennoniten, die in Nikolaipol, Turkestan geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 50 km im W von Frunse. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet. 1884 wurde eine Wassermühle in Betrieb genommen. Das für den Betrieb der Mühle erforderliche Wasser wurde über eine 6 km lange Rohrleitung zugeführt. Ständig gewartet und modernisiert arbeitete diese Mühle noch Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. 1909 wurde im Ort vom Ehepaar Bohn ein Krankenhaus aufgebaut, das bis 1922 von der Gemeinde finanziert wurde. Die Kolonisten gehörten zu den Mennoniten, die sich nach der Aufhebung der Privilegien für die Russlanddeutschen einer religiösen Bewegung anschlossen, die das Nahen des Antichristen voraussagte und die die Losung „Weiter nach Osten“. Mit Erlaubnis des damaligen Zaren Alexander II. zogen 1880 insgesamt 400 Mennoniten aus dem Wolgagebiet und aus der Molotschna über Uralsk, Aktjubinsk, Aralsk und Turkestan nach Taschkent. Dort traf der Zug 1881 ein. Ein Teil der Mennoniten zog unter der Losung „Auf nach Samarkand“ weiter. Der größere Teil blieb aber in der Umgebung von Taschkent und gründete 1882 die Kolonien Köppental, Nikolaipol, Gnadental und Gnadenfeld. Die vier Siedlungen bestanden insgesamt aus 95 Höfen auf 2.013 Desj. Land. Zu den vier genannten Siedlungen kamen in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts noch Orlowskoje und Konstantinowka hinzu. Die Gründung der Kolonie Akdschar im Jahre 1911 bildete den Abschluss. Die klimatischen Bedingungen im Siedlungsgebiet (extrem heiße Sommer) und die Bodenqualität forderten für eine ertragreiche Landwirtschaft regelmäßige Bewässerung und Düngung. Bei ihrer Ansiedlung erhielt jede Familie 10 Desjatinen Land, 10 Pud Weiszen als Saatgetreide und 25 Rubel als unverzinsliches Darlehen, dass nach 4 Jahren zurückzuzahlen war. Die Viehwirtschaft, insbesondere die Milchwirtschaft war dagegen ergiebiger. Für diese Produkte boten auch die nahen Städte einen günstigen Absatzmarkt. В селе Николайполь (иначе Николай-поле) возникло несколько ТОЗов. В 1931 году ТОЗы слились в один колхоз
"Ударник”, первым председателем которого был Герман Генрихович Нейман. 1931 wurden Köppental (Romanowka), Gnadental (Andreewka), Gnadenfeld (Wladimirowka) und  Nikolaipol unter dem Namen Leninpol vereinigt.
Quellen: [1];  [2 1964, S. 94]; [4]; [11]; [12 S. 74, 122, 157]; [26]; [112]; [240]

Buch: 1. Auf den Spuren der Ahnen. 1882-1992. Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien,  Robert Friesen. Minden, 2000.

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

12. Auf den Spuren der Ahnen. 1882-1992. Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien,  Robert Friesen. Minden, 2000.

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

31. Karte der deutschen Siedlungen bzw. Siedlungsgebiete im asiatischen der Sowjetunion: Nord- (sibirien) und Mitteasien. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

69. Karte “Weg nach Mittelasien 1880“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

234. Karte Turkestan 1905. Mit Aulie-Ata Kolonie. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

235. Topografische Karte Aulie-Ata und Umgebung 1906. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

236. Karte Nikolaipol, Aulie-Ata und Umgebung 1909. (russisch) von Viktor Petkau.

237. Карта Сыр-Дарьинского переселенческого района Н. Гаврилова, 1910. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

240. Село Ленинполь: вехи истирии. К 110-летию со времени основания. Г. К. Кронгардт. "ЦДК" 1992, номер 11, с. 12.

   
 

Dorfplan Nikolaipol, Aulie-Ata, Turkestan 1920-29

Gezeichnet und zugeschickt von Andreas Pauls

Dorfplan vergrößern.

Dorfplan Nikolaipol, Aulie-Ata, Turkestan 1920-29. Gezeichnet und zugeschickt von Andreas Pauls (Email), alle seine Berichte.

 

4 Dorfpläne Gnadenfeld (Wladimirowka), Gnadental (Andrejewka), Köppental (Romanowka) und Nikolaipol, alle Aulie-Ata, Turkestan ca. 1920 auf einer Karte. Ab1931 als Lenipol zusammengeschlossen

 

Dorfplan vergrößern.

4 Dorfpläne Gnadenfeld (Wladimirowka), Gnadental (Andrejewka), Köppental (Romanowka) und Nikolaipol, alle Aulie-Ata, Turkestan ca. 1920 auf einer Karte. Ab1931 als Lenipol zusammengeschlossen. Gezeichnet und zugeschickt von Andreas Pauls (Email), alle seine Berichte.

 

Bilder und Fotos Nikolaipol, Aulie-Ata Kolonie.

Asien. Rechenschaftsbericht über die Spende, Suchanzeige von Andreas Buller aus Nikolaipol, Auskunft und eine Quittung in der "Mennonitische Rundschau" vom 26. Dezember 1883. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Janzen aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 5 vom 30. Januar 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Janzen aus Nikolaipol, Asien und eine Quittung über eingegangenen Spenden in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 11 vom 12. März 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von einem Unbekannten aus Nikolaipol, Asien, und eingegangenen Spenden in "Mennonitische Rundschau" vom 2. April 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J. Janzen aus Nikolaipol, Turkestan und eine Quittung von J. F. Harms über Spende in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 20 vom 14. Mai 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Kornelius Dück aus Nikolaipol, Asien, eine Quittung über eingegangenen Spenden und eine Auskunft in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 24 vom 11. Juni 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von H. J. aus Nikolaipol, Asien und eingegangenen Spenden in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 40 vom 1. Oktober 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Zwei Briefe von Kornelius und Jakob Funk aus Nikolaipol, Asien und eine Suchanzeige in der "Mennonitische Rundschau" vom 12. November 1884. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Janzen aus Nikolaipol, Asien und eine Quittung über Sammelgeld für die Auswanderer in der "Mennonitische Rundschau" vom 28. Januar 1885. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Nikolaipol, Asien und ein Bescheid über Sammelgeld für die Auswanderer nach Canada in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 32 vom 12. August 1885. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Abram Koop aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 41 vom 14. Oktober 1885. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Briefauszug von Jakob Janzen aus Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 4 vom 27. Januar 1886 und ein Brief von Cornelius Dück aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 13 vom 31. März 1886. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Abraham Koop aus Nikolaipol, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 29 vom 21. Juli 1886. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Abraham Koop aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 22 vom 1. Juni 1887. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Martin Janzen aus Nikolaipol in der „Mennonitische Rundschau“, 11 Januar 1888. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 15. Februar 1888. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Zwei Briefe von Martin Janzen aus Nikolaipol in der „Mennonitische Rundschau“, Nr. 28, 9 Juli 1890. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Martin Janzen aus Nikolaipol, Aulieata in der „Mennonitische Rundschau“, Nr. 52, 24 Dezember 1890. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Martin Janzen aus Nikolaipol, Aulieata in der „Mennonitische Rundschau“, Nr. 19, 13 Mai 1891. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Janzen aus Nikolaipol, Aulieata in der „Mennonitische Rundschau“ vom 5 August 1896. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Abraham und Justina Koop aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 24. Januar 1900. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J. M. Wedel aus Nikolaipol, Asien in "Mennonitische Rundschau" vom 12 September 1900. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Abraham uns Justina Koop aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 19. September 1900. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob und Helena Kröker aus Nikolaipol, Aulie Ata in "Mennonitische Rundschau" vom 13 März 1901. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Johann Janzen aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 28. April 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von H. Janzen aus Nikolaipol, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 25. September 1907. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Janzen aus Aulie-Ata. Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 10. März 1909 und Brief von Heinrich und Maria Janzen aus Nikolajpol, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 31. März 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Johann Janzen aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 28. April 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich und Maria Janzen aus Nikolaipol, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 27. April 1910, Seite 15. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Helena Kröker aus Nikolaipol, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 22. November 1922. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Janzen aus Nikolaipol in der „Friedensstimme“, Nr. 36, 9 Mai 1912. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Bericht von P. Pauls aus Nikolaipol, Turkestan in "Unser Blatt" Nr. 10 vom Juli 1926. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius C. Wall aus Nikolaipol, Turkestan in "Der Praktische Landwirt" Nr. 4-5 vom 1. Oktober 1925. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von der Verwaltung des Nikolaipoler A.M.L.V. (Allrussischer Mennonitischer Landwirtschaftlicher Verein – E.K.) aus Nikolaipol, Turkestan in "Der Praktischer Landwirt" Nr. 6-7 (13-14) vom Juni-Juli 1926. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Plan und Reihenfolge der Wirtschaften in Nikolaipol 1930. Zusammengestellt von Hermann Janzen und Liese Wiebe (geb. Bergen). Im Buch: Auf den Spuren der Ahnen (1882-1992), Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien. Robert Friesen. Minden. 2000. S. 78.

   
Zuletzt geändert am 5 April 2017