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Gnadental (Andrejewka), Aulie Ata Kolonie

Von Elena Klassen.

Aulie-Ata Kolonie mit einer interaktiver Karte.

 

Ortsname: Gnadental
Weitere Ortsnamen: Gnadenthal, Гнаденталь, Andreyevka, Andrejewka (1893-1931), ТОЗ "Заветы Ильича” (bis 1931), колхоз "Ударник” ab 1931), Leninpol, Ленинполь (1931-1992), Bakaiata, Бакайата (seit 1992).

Ortsnummer: D0234
Kolonie (menn.): Aulie Ata
Mutterkolonie: Molotschna
Admin. Zuordnung:
Kirgistan/ Talas (Orlowo), Usbekistan/Oblastj Taschkent.  до 1917 – Сыр-Дарьинская обл., Аулиеатинский у., Николайпольская (Павловская) вол.; в сов. периодКиргизская ССР, Фрунзенская обл., Ленинпольский/ Таласский р-н.
Gründungsjahr: 1882
Topografische Lage: [31 E4]; [69]; [234]; [235]; [237]; [238]
Landfläche:
Einwohnerzahl: 94 (1891), 114 (1897), 152/152 нем. (1911), 120/ 342(1926), 357/357 нем. (1926).
Konfession: mennonitisch/MBG

Industrie und Handel: 2 Betriebe. Käserei und Molkerei Jakob Reimer; Käserei in den Bergen Kornelius Epp und Jakob Reimer. [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 16 Mennoniten, die in Gnadental, Aulie Ata und 4 Mennoniten, die in Andreyevka, Aulie Ata geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 20 km im SO von Dshambul. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet. Die Kolonisten gehörten zu den Mennoniten, die sich nach der Aufhebung der Privilegien für die Russlanddeutschen einer religiösen Bewegung anschlossen, die das Nahen des Antichristen voraussagte und die die Losung „Weiter nach Osten“ vertrat. Der deutsche Name der Kolonie blieb zwar unter den deutschen Siedlern im Talas-Tal weiter gebräuchlich, er wurde aber von der russischen Regierung nicht akzeptiert. Auf den russischen Landkarten aus dem Jahr 1893 taucht bereits der russische Ortsname auf. Die klimatischen Bedingungen im Siedlungsgebiet (extrem heiße Sommer) und die Bodenqualität forderten für eine ertragreiche Landwirtschaft regelmäßige Bewässerung und Düngung. Bei der Bewässerung des Landes waren die Kenntnisse der kirgisischen Bevölkerung sehr hilfreich. Bei ihrer Ansiedlung erhielt jede Familie 10 Desjatinen Land, 10 Pud Weiszen als Saatgetreide, Bauholz und 25 Rubel als unverzinsliches Darlehen, dass nach 4 Jahren zurückzuzahlen war. Die Viehwirtschaft, insbesondere die Milchwirtschaft war dagegen ergiebiger. Für diese Produkte boten auch die nahen Städte einen günstigen Absatzmarkt. In Gnadental entstand um 1900 eine Käserei und Molkerei („Käserei Reimer“). Mit Erlaubnis des damaligen Zaren Alexander II. zogen 1880 insgesamt 400 Mennoniten aus dem Wolgagebiet und aus der Molotschna über Uralsk, Aktjubinsk, Aralsk und Turkestan nach Taschkent. Dort traf der Zug 1881 ein. Ein Teil der Mennoniten zog unter der Losung „Auf nach Samarkand“ weiter. Der größere Teil blieb aber in der Umgebung von Taschkent und gründete 1882 die Kolonien Köppental, Nikolaipol, Gnadental und Gnadenfeld. Die vier Siedlungen bestanden insgesamt aus 95 Höfen auf 2.013 Desj. Land. Zu den vier genannten Siedlungen kamen in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts noch Orlowskoje und Konstantinowka hinzu. Die Gründung der Kolonie Akdschar im Jahre 1911 bildete den Abschluss. ТОЗ "Заветы Ильича”, председатель Гер- ,
гард Мантлер (bis 1931). В 1931 году ТОЗы слились в один колхоз "Ударник”, первым председателем которого был Герман Генрихович Нейман. 1931 wurden Köppental (Romanowka), Gnadental (Andreewka), Gnadenfeld (Wladimirowka) und  Nikolaipol unter dem Namen Leninpol vereinigt.
Quellen: [1];  [2 1964, S. 15, 90]; [4]; [11]; [12 S. 74]; [26]; [112]; [240]

Buch: 1. Auf den Spuren der Ahnen. 1882-1992. Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien,  Robert Friesen. Minden, 2000. S. 79.

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

12. Auf den Spuren der Ahnen. 1882-1992. Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien,  Robert Friesen. Minden, 2000.

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

31. Karte der deutschen Siedlungen bzw. Siedlungsgebiete im asiatischen der Sowjetunion: Nord- (sibirien) und Mitteasien. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

69. Karte “Weg nach Mittelasien 1880“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

234. Karte Turkestan 1905. Mit Aulie-Ata Kolonie. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

235. Topografische Karte Aulie-Ata und Umgebung 1906. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

237. Карта Сыр-Дарьинского переселенческого района Н. Гаврилова, 1910. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

238. Карта Сыр-Дарьинского переселенческого района 1913. Mit Aulie-Ata, Kaplambeck und Alexejewka. (russisch) mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.

240. Село Ленинполь: вехи истирии. К 110-летию со времени основания. Г. К. Кронгардт. "ЦДК" 1992, номер 11, с. 12.

   
 

Dorfplan Gnadental (Andrejewka), Aulie-Ata, Turkestan 1920-29

 

Dorfplan vergrößern.

Dorfplan Nikolaipol, Aulie-Ata, Turkestan 1920-29. Gezeichnet und zugeschickt von Andreas Pauls (Email), alle seine Berichte.

 

4 Dorfpläne Gnadenfeld (Wladimirowka), Gnadental (Andrejewka), Köppental (Romanowka) und Nikolaipol, alle Aulie-Ata, Turkestan ca. 1920 auf einer Karte. Ab1931 als Lenipol zusammengeschlossen

 

Dorfplan vergrößern.

4 Dorfpläne Gnadenfeld (Wladimirowka), Gnadental (Andrejewka), Köppental (Romanowka) und Nikolaipol, alle Aulie-Ata, Turkestan ca. 1920 auf einer Karte. Ab1931 als Lenipol zusammengeschlossen. Gezeichnet und zugeschickt von Andreas Pauls (Email), alle seine Berichte.

 

Bilder und Fotos Gnadental (Andrejewka), Aulie-Ata Kolonie.

Brief von Jakob Mandtler aus Gnadenthal, Turkestan und Personal-Nachrichten in "Mennonitische Rundschau" Nr. 22 vom 15. November 1882. Abgeschrieben von Elena Klassen. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Gnadental, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 45 vom 7. November 1883. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Briefe von Maria Wiebe und Cornelius Dück aus Gnadenthal, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 20. Juni 1888. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Gnadenthal, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 42 vom 17. Oktober 1888. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Gnadenthal, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 26 vom 26. Juni 1889. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Andrejewka, Turkestan in "Mennonitische Rundschau" Nr. 27 vom 4. Juli 1894. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von einem Unbekannten aus Andrejwka, Aulie-Ata aus „Zionsbote“ in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 50 vom 12 Dezember 1894. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Cornelius Dück aus Gnadenthal, Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 32 vom 7. August 1889. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J. Mandtler aus Andrejewka, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 16. Dezember 1908. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Bericht "Asien, Andrejewka, den 14 Feb. 1909" in "Mennonitische Rundschau". Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Peter und Helena Penner aus Andrejewka, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 30. Juni 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 1. September 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 15. Dezember 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler, Sr., aus Andrejewka, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 9. März 1910. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Katharina Wall aus Andrejewka, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 20. Mai 1914. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J. Wall aus Andrejewka, Turkestan in der „Friedensstimme“, Nr. 45 vom 11 November 1906. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J.M. aus Andrejewka bei Aulieata, Turkestan in der „Friedensstimme“, Nr. 23 vom 6 Juni 1909. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“, Nr. 70, 8 September 1910. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“, Nr. 97, 11 Dezember 1910. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“, Nr. 10, 5 Februar 1911. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler aus Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“, Nr. 55, 20 Juni 1911. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler Andrejewka, Aulie Ata in der „Friedensstimme“ Nr. 81 vom 18. Oktober 1911. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Martens aus Andrejewka, Aulieata in der „Friedensstimme“, Nr. 22, 16 März 1913. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Andreewka bei Aulieata, Turkestan, den 10 Januar. Bericht aus „Friedensstimme“ Nr. 11 vom 8. Februar 1912. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von J. Mandtler aus Andrejewka in der „Friedensstimme“, Nr. 64, 17 August 1913. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“ Nr. 78 vom 5. Oktober 1913. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Jakob Mandtler Andrejwka, Turkestan in der „Friedensstimme“ Nr. 86 vom 2. November 1913. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Martens aus Andrejewka, Aulie-Ata in der „Friedensstimme“, Nr. 40, 21 Mai 1914. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Plan und Reihenfolge der Wirtschaften in Gnadental. Zusammengestellt von Hermann Janzen und Liese Wiebe (geb. Bergen), Korrektur von Jakob Reimer. Im Buch: Auf den Spuren der Ahnen (1882-1992), Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien. Robert Friesen. Minden. 2000. S. 79.

   
Zuletzt geändert am am 8 April 2017