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Bilder und Fotos als Kulaken verbannte, Repressierte, Verhaftete und erschossene in den 1930-40er Jahren und die im Gefängnis waren

   
  Bilder und Fotos Mennoniten im Gefängnis und in den Untersuchungsakten.
   
 

Diese Bilder und Fotos wurden uns von Alexander Wiens (Email) aus Minden freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Alle seine Fotos. Er schreibt: bin in Sibirien geboren und in Karaganda groß geworden. Meine Eltern stammen aus Ostenfeld, Am Trakt Kolonie. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit meinen Vorfahren und der Geschichte der Ansiedlung. Habe einige alte Fotos (Scans) von Familien, Gruppen und Personen. Ich bedanke mich für Fotos bei Viktor Töws, Frieda Töws, Manfred Penner, Peter Wiens, Alexander Betz, Anna Siebert, Bettina Siebert, Alexander Bergmann, Peter Penner und auch noch anderen. Welche Fotos ich von wem bekommen habe kann ich momentan nicht sagen.

Später wurden hier auch Bilder aus anderen Quellen hinzugefügt. Das unerreichbare Ziel ist alle Bilder und Fotos zu diesem Ort erfassen (oder Hinweise in welcher Quelle es welche gibt) und die da abgebildete Personen eindeutig identifizieren (z. B durch Grandmanummer, Geburts- und Sterbedaten usw.). (3/174)

   
   
   
Jakob (Peter) Klassen, "Prediger Klassen", (#1093375) geb. 8.2.1890 in Burwalde, Chortitza Kolonie gest. 18.4.1943 (im Gefängnis) aus Zentral. Lebte 1926-28 in Millerovo, Don Region; 1934 in Chortitza, Chortitza Kolonie. [14]; [431]
   
Prediger Jakob Peter Klassen, (#1093375) geb. 8.2.1890 in Burwalde, Chortitza Kolonie gest. 18.4.1943 (im Gefängnis) aus Zentral. Lebte 1926-28 in Millerovo, Don Region; 1934 in Chortitza, Chortitza Kolonie. [14]; [431]
   
Prediger Jakob Peter Klassen aus Zentral (#1093375) geb. 8.2.1890 in Burwalde, Chortitza Kolonie gest. 18.4.1943 (im Gefängnis), im Dienst der Forstei um 1913. Lebte 1926-28 in Millerovo, Don Region; 1934 in Chortitza, Chortitza Kolonie. [14]; [431]
   

Foto 6. Jakob Regier mit Frau und Kinder. Die Frau war immer über 150 kg schwer. Vor Jakob sitzt ihr Adoptivkind. Vorne, links, auf dem Hocker Aron Regier, der Vater des Einsenders dieses Bildes, wurde 1937 erschoßen. Rechts, stehend - Sohn Jakob - 1937 erschoßen; dann Sohn Peter - 1933 gestorben an Schwindsucht in Gnadental; Anna,

ledig, auf dem Treck nach Deutschland in Polen gestorben im Febr. 1945. Die nächsten zwei jungen Damen sind unbekannt. Foto gemacht in Gnadental, Datum unbekannt. Jakob Regier, geb. 11.08.1854 in Sparau, MO, gestorben in Gnadental. Seine Frau Helene Pankratz, geb. 09.07.1854 in Friedensdorf, gestorben in Gnadental. Der Vater von Jakob Regier hieß Elias Regier. Der Vater von Helene Pankratz hieß Peter Pankratz. [1]; [2]
Email von Lillia Nickel am 30.10.2019 an Willi Vogt.

Jakob, Regier, 11.08.1854 Sparrau, Molotschna, gest. Gnadental? heiratete Helena Pankraz, geb. 09.07.1854 Friedensdorf, Molotschna, gest. Gnadental, Molotschna, Russland. 
Links auf dem Hocker-Aron Reger, (#218631), geb. am 07.08.1896, gest. am 1937 wurde erschossen, hat noch folgende Geschwister gehabt: Jakob, Reger, geb. 31.12.1891 Gnadental, Molotschna, gest.1937 erschossen, steht rechts
Peter Reger, gestorben 1933 an Schwindsucht,
Anna Regier, gestorben auf der Flucht nach Polen

Aron Reger, (#218631), geb. 07.08.1896 Gnadental, Molotschna, gest.1937 erschossen, heiratete am 06.06.1926 in Gnadental , Margarita Heidebrecht , ( #218632), geb. 27.10.1899 in Gnadenfeld, Molotschna, gest. 07.09.1976 in Ischalka, Neu Samara, Gebiet Orenburg, Russland. [14]; [337]
   

P64357. Alexander Johann Friesen (1883-) (#1065656) aus Grossfürstental (Welikoknjasheskoje), Kuban Kolonie und Frau Maria Jacob (geb. Federau) (1883-) (#1067404) geb. in Berdjansk. Er ist in die Dörfer der Molotschna Kolonie und Krim gefahren um die notwendige Anzahl der Männer dort für die Trakehn (Konesawod) Kolonie anzuwerben. Die Gebietsbehörden versahen ihn mit den notwendigen Dokumenten und der Vollmacht, Verträge abzuschließen und die Gründung der Dörfer

zu vollführen. Sie hatten vier Kindern: Bruno (1912-) (#1153143), Walentin (?-?) (#neu), Lydia (?-?) (#neu) und Kolja (?-?) (#neu). 1929 als Kulak in Welikoknjasheskoje), Kuban Kolonie enteignet, ging nach Dolinowka, Trakehn (Konesawod) Kolonie, wo er als Lehrer erst in Neuhoffnung, Trakehn (Konesawod) Kolonie dann einige Jahre in der Schule in Ussilije, Trakehn (Konesawod) Kolonie beschäftigt war. Um sich vor weiteren Nachstellungen der NKWD zu schützen, zog die Familie in die Kreisstadt Georgijewsk um. Doch das rettete ihn nicht, er wurde als „Spion und Landesverräter“ in die Kupfermienen am Balchaschsee verbannt. Kurz vor Kriegsausbruch kehrte er als gebrochener Mann zurück, und bald nach der Deportation starb er in Kasachstan. [14]; [348 2014 S. 17]
   
P64352. Peter Epp (?-?) (#neu) aus Kasbek, Trakehn (Konesawod) Kolonie und Heinrich Jede (rechts) in Verbannung in Magadan 1953. [348 2014 S. 22]
   
P64374. Kornelius Gerhard Schellenberg (1896-1942) (#77743) geb. in Karassan, Krim, Heirat in Neuhoffnung, Trakehn (Konesawod) Kolonie, Caucasus, 1941 verhaftet. Von 1913 bis 1916 Феодосийское городское реальное училище. 1916-17 Student in Рижский политехнический институт, сельскохозяйственное отделение. [764]
   
P64392. Neufeld Peter Peter geb. am 23.11.1899 Lugowsk, Neu Samara, Russland, erschossen am 22.06.1938 in Ufa, Baschkortostan (#793773). Нейфельд Петр Петрович Родился в 1899 г., Куйбышевская обл.; немец; образование начальное; б/п; артель "Колос", счетовод. Арестован 26 февраля 1938 г. Приговорен: , обв.: по ст. 58-6, 58-10, 58-11. Приговор: к ВМН Расстрелян 22 июня 1938 г. Реабилитирован 20 декабря 1957 г. Источник: Книга памяти Республики Башкортостан. [14]; [337]
   
P64391. Neufeld Peter Peter geb. am 23.11.1899 Lugowsk, Neu Samara, erschossen am 22.06.1938 in Ufa, Baschkortostan (#793773). Heiratete 1924 in Kuliki, Dawlekanowo, Maria Janzen, geb. am 23.12.1899 in Kuliki, Davlekanowo, gest. am 20.07.1984 in Ischalka, Neu Samara, (#792048). Auf dem Foto mit Kindern 1. Justina Neufeld (1929-1944) 2. Peter Neufeld (1931-1956). [14]; [337]
   
P64406. Jakob Franz Dirksen (9.03.1924 - 2.06.1985) geb. in Apollonowka, Omsk (#neu) heiratete 1948 Katharina Brell. Sein Vater Franz Dirksen war Prediger. Am 8.02.1953 wurde Jakob als Prediger verurteilt zu 25 Jahre Haft. Lager in Dsheskasgan, nach 3,5 Jahre Haft entlassen. Am 2.06.1972 wieder verhaftet, am 21.11.1972 verurteilt zu 5 Jahre Haft. Am 14.05.1981 wieder zu 5 jahre Haft verurteilt, zuerst Lager in Omsk, dann Barnaul wo er auch gestorben ist. [119]
   
P64405. Beerdigung Jakob Franz Dirksen (9.03.1924 - 2.06.1985) geb. in Apollonowka, Omsk (#neu) am 6.06.1985. Am 8.02.1953 wurde Jakob als Prediger verurteilt zu 25 Jahre Haft. Lager in Dsheskasgan, nach 3,5 Jahre Haft entlassen. Am 2.06.1972 wieder verhaftet, am 21.11.1972 verurteilt zu 5 Jahre Haft. Am 14.05.1981 wieder zu 5 jahre Haft verurteilt, zuerst Lager in Omsk, dann Barnaul wo er auch gestorben ist. [119]
   

P64444. Katharina Peter Utta (geb. Falk, verw. Pauls) (1876-1942) (#461753) geb in Dmitrijewka (wahrscheinlich Neu-Schoenwiese, Jakowlewo Kolonie). Versammlungen 1936 in Chortitza und später in Einlage, Chortitza Kolonie. Verhaftet am 24 Juni 1941, erschossen am 24 Juni 1942 in Astrachanj. Христианская Газета № 09 (168) 2012 С. 22-23. [14]; [119]

   

P64446. Вибе Василий Петрович, до ареста. Wilhelm Peter Wiebe (1905-1942) (#499272) geb. in Hochfeld, Yazykovo. Lebte 1909-32 in Zentral, Voronezh; 1942 in Chortitza, Chortitza. Verhaftet 1933, 1937 entlassen, 1941 wieder verhaftet, am 28 Juli 1942 erschossen in Ufa. Христианская Газета № 06 (177) 2013 С. 15. [14]; [119]

   

P64445. Вибе Василий Петрович, после ареста. Wilhelm Peter Wiebe (1905-1942) (#499272) geb. in Hochfeld, Yazykovo. Lebte 1909-32 in Zentral, Voronezh; 1942 in Chortitza, Chortitza. Verhaftet 1933, 1937 entlassen, 1941 wieder verhaftet, am 28 Juli 1942 erschossen in Ufa. Христианская Газета № 06 (177) 2013 С. 15. [14]; [119]

   

P64447. Брауэр Петр Петрович 1905. Peter Peter Brauer (1905-1942) (#neu) geb. in Franztal, Saporoshje (wahrscheinlich Molotschna Kolonie). Ersatzdienst ab 1930 auf dem "Dneprostroj", ist bei Gottesdienten in Chortitza, Chortitza Kolonie dabei. Geht nach 1936 nach Franztal zurück, lebt kurz in Halbstadt, Molotschna. Verhaftet am 31

Juli 1941 in Saporoshje, am 28 Juli 1942 erschossen in Ufa. Христианская Газета № 06 (177) 2013 С. 14. [14]; [119]
   

P64448. Фридриксен Марианна Карловна 1909. Marianna Karl Friedrichsen (1909-25.09.1942) (#532205) geb. in Karassan, Krim. Alleihstehend, Eltern zogen 1914 nach Dawlekanowo, und 1927 nach Nieder-Choritza, Chortitza Kolonie. Verhaftet am 27 Juni 1941, verurteilt am 31 Januar 1942 zu 10 Jahre Haft verurteilt, am 25 September 1942 in Karlag, Karaganda gestorben. Христианская Газета № 01 (172 ) 2013 С. 17. [14]; [119]

   

P64449. Нейман Елизавета Корнеевна 1899. Elisabeth Kornelius Neumann (1899-28.08.1942) (#460686) geb. in Gortschakowo, Ufa (Dawlekanowo) Kolonie. Kam am 12 Mai 1941 nach Nieder-Chortitza, Chortiza Kolonie, war Invalide, hatte Reuma, wahrscheinlich ledig. Wurde zufälig verhaftet am 26 Juni 1941 in Saporoshje bei ihrer

Bekannter Friedrichsen. Am 24 Juni 1942 in Ufa zu 8 Jahre Haft verurteilt. Gestorben am 28 August 1942 auf der Station Karabas, bei Karaganda auf dem Weg ins Gefängnis. Христианская Газета № 02 (173 ) 2013 С. 17. [14]; [119]
   

P64451. Тиссен Анна Францевна 1900 - Anna Franz Thiessen (1.07.1900 -) (#neu) geb. in Konstantinowka, bei Borissowo Kolonie. Tochter von Franz Dietrich Thiessen (1867-1918) (#494979) aus Einlage, Chortitza Kolonie. Lebte 1930-36 in Saporoshje. Verhaftet am 11 Juli 1941, verlegt nach Astrachanj, am 24 Juli 1942 verurteilt für 10

Jahte Haft, abgesessen in Karlag, Gebiet Akmolinsk. Entlassen 1956. Христианская Газета № 11 (170) 2012 С. 23. [14]; [119]
   

P64450. Классен (Гамм) Сара Германовна 1899. Sara Hermann Klassen (geb. Hamm) (1898-1986) (#84022) geb. in Lichtenau, Molotschna, gest. in Karaganda. Lebte in 1933 in Einlage, Chortitza. Verhaftet am 10.07.1941, 11 Jahre in Haft. Христианская Газета № 12 (171) 2012 С. 20. [14]; [119]

   
P64453. Нейфельд Иван Петрович. Johann Петер Neufeld (1904-1944) (#795916) geb. in Karaguy, Orenburg Kolonie. Lebte 1925-30 in Rückenau, Molotschna Kolonie, 1937-39 in Einlage, Chortitza Kolonie. Am 28 Juli 1942 erschossen in Ufa. Христианская Газета № 05 (176) 2013 С. 14. [14]; [119]
   

P64452. Коздорф Елизавета Гергардовна. Elisabeth Gerhard Kasdorf (1917-) (#neu) geb. in Einlage, Chortitza Kolonie. Tochter von Gerhard David Kasdorf, wahrscheinlich (1886-1845) (#506162). Verhaftet am 26 Juli 1941 verlegt nach Astrachanj, am 3 Februar 1942 verurteilt für 10 Jahte Haft, abgesessen in Mariinsk, Krasnojarsk, ab 1948

in Cpassk, Karaganda. Nach der Entlassung wurde sie nach Maklakowo, Jeniseijskij Rayon, Krasnojarskij Kraj verschickt. Христианская Газета № 10 (169) 2012 С. 22. [14]; [119]
   
P64557. Vertreter der Russland-Mennoniten: Peter Fr. Fröse, Benjamin H. Unruh und C. F. Klassen.

Peter Franz Froese (31.01.1892 - 23.09.1957) (#1026001) geb. in Memrik. Er besuchte die Dorfschule, bevor er in die Ohrloff Zentralschule ging. Nach seinem Abschluss begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1914 wurde er zum Sanitätsdienst eingezogen, wo er Bibelstunden für die Arbeiter durchführte. 1917 zog Peter nach Moskau. Dort gründeten sie eine mennonitische Vereinigung namens Mennobschestvo. Nach der Teilnahme am Allgemeinen Mennonitischen Kongress 1917 trat er dem United Council of Religious Brotherhoods and Groups bei, der bei den Prozessen gegen junge Männer half, die den Militärdienst abgelehnt hatten. Als 1921 das Allrussische Hilfskomitee organisiert wurde, wurde Peter als Mitglied des Komitees gewählt und diente ihm, bis die Tscheka die Organisation auflöste, die meisten Mitglieder verhaftete und ins Gefängnis brachte. Als die Hungersnot nach Russland kam, engagierte er sich für die Einwanderung von Mennoniten nach Nordamerika und half ihnen, Reisegenehmigungen für Russland und die Ukraine zu erhalten. Peter war Mitglied des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV), für den er später zum Vorsitzenden gewählt wurde. Am 15. Oktober 1929 wurde Froese verhaftet und ins Gefängnis Lubjanka gebracht. Er eine 10-jährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. Am 15. Oktober 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen. Er zog nach Jegorowik. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet eroberte, wurde Peter nach Deutschland geschickt und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder.

Benjamin H. Unruh (4.09.1881 - 12.05.1959) (#133597) geb. in Philippstal, Krim. Er besuchte die Orloffer Zentralschule in der Molotschna. Er erwarb das Lehrerexamen an der russischen Mittelschule in Simferopol und 1899 das russische Staatsexamen in Charkow. Von 1900 bis 1907 besuchte er zwei Hochschulen in Basel, Schweiz, studierte an der Universität und in den frühen Jahren besuchte er parallel dazu ein Predigerseminar. Nach Russland zurückgekehrt, unterrichtete er an der Halbstadt Kommerzschule die Fächer Deutsch und Religion. In dieser Zeit schrieb er eine Bibelkunde für die mennonitischen Schulen in Russland. Aufgrund der sich verschlechternden Bedingungen in Russland durch den atheistischen Kommunismus, wurde Unruh 1920 von den Russlandmennoniten als Mitglied einer Studienkommission ausgewählt, die nach Möglichkeiten einer Auswanderung in andere Länder suchten. Seine Aufgabe führte ihn nach Nordamerika und Westeuropa, wo er sich 1920 dann in Deutschland in Karlsruhe niederließ. 1937 bekam er von der Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde in Theologie. Lange Jahre war er Lektor für russische Sprache und Literatur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Von Beginn seiner Zeit in Deutschland an half er als Kommissar des Canadian Mennonite Board of Colonization und später für das Mennonitische Zentralkomitee Mennoniten aus Russland bei der Auswanderung nach Kanada und Paraguay. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich unermüdlich für die vielen russlanddeutschen Flüchtlinge ein. Er war Mitglied in zahlreichen Organisationen, die die Rechte der Russlanddeutschen vertraten, darunter auch „Brüder in Not“ und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, wo er als Gründungsmitglied in den Beirat gewählt wurde.

Cornelius F. Klassen (3.08.1894 - 8.05.1954) (#414023) geb. in Dolinsk, Neu Samara. Er besuchte die Dorfschule in Donskoi, Neu-Samara, wo seine Familie ab 1900 lebte. Von 1907 bis 1910 besuchte C. F. Klassen die mennonitische Zentralschule in Karassan auf der Krim. Im Sommer 1911 ließ er sich in der Mennoniten-Brüdergemeinde in Lugowsk taufen. 1912 nahm er eine Stellung im Büro der Otto Deutz Co. in Moskau an. 1913–1914 studierte Klassen in Sankt Petersburg und arbeitete dann ein Jahr lang als Privatlehrer. Statt wie er es wünschte Medizin zu studieren, wurde er 1915 in den Forsteidienst einberufen, wo er bis 1917 seinen Dienst verrichtete. Er war aktives Mitglied der Mennoniten-Brüdergemeinde in Kanada ab 1928, war eine führende Persönlichkeit der mennonitischen Hungerhilfe und der mennonitischen Auswanderung und Kolonisierung in Russland, Kanada und Europa. 1945–1954 war er der Direktor der Abteilung für Flüchtlinge und Ansiedler in dem Mennoniten Central Komitee (MCC) in Europa für die Flüchtlinge aus Russland und Danzig. [14]; [Wikipedia]; [35]; [50 S. 410, 415]

   

P64562. Vorne links Prediger Abram Heinrich Unruh (5.04.1878 - 15.01.1961) (#213418) geb. in Temir Bulat, Krim. Abram und Katharina zogen 1903 nach Barwenkowo, wo er als Lehrer tätig war. 1924 schafte die Familie nach Kanada auszuwandern, wo Abram eine Bibelschule gründete. 1945 Umzug nach Winnipeg, MB.

Hinten links seine Frau Katharina Franz Toews (1876-1963) (#213419) geb. in Klippenfeld, Molotschna. Familie lebte 1903, 1910, 1917 in Barvenkovo, Kharkov; 1920 in Karassan, Krim; in Tschongraw, Krim. Heirat 1900 in Menlertschik, Krim.

Vorne rechts Gerhard Peter Fröse (26.07.1867 - 29.06.1955) (#110620). Mit 26 Jahren zog er von Andreasfeld nach Barmenkowo und gründete mit Brüder Peter und A. Lepp eine Dampfmühle. Nach 10 Jahren konnten sie eine noch viel größere Dampfmühle bauen. Da sich hier sehr viele Mennonitische Familien niederließen, wurde ein großes Versammlungshaus gebaut. In dieser Zeit zog Lehrer und Prediger Abram Unruh dazu und wurde Lehrer in der Schule. Bruder Gerhard Fröse war lange Zeit Kassierer der M.B. Konferenz für russische und bulgarische Mission. 1909 wurden Gerhard Fröse und Abram Unruh verhaftet, kamen aber nach 20 Tagen frei. Nach vielen Schikanen, konnte Gerhard Fröse 1929 nach Kanada flüchten.

Hinten rechts seine Frau Annna Johann (geb. Penner) (1870-1958) (#110628) geb. in Adelsheim, Yazykovo. Familie lebte 1892-93 in Andreasfeld, Ekaterinoslav; 1895-1913 in Barvenkovo; 1921 in Tchongrav, Krim. [14]; [35]; [50 S. 357]

   
P64573. Dietrich Nikolai Wiebe (8.11.1879 - 22.09.1942) (#510291) geb. in Altonau, Sagradowka, wo er die Dorfschule beendet hat. Später übernahm er für seinen verheirateten älteren Bruder Nikolaus den Forstdienst (4 Jahre). Nach der Heirat zog er nach Hochfeld, Jasykowo. Hier wurde er von der Bürgergemeinde zu einem Prediger-Bibelkurs nach Milerowo geschickt, wo er mit Abram Quiring und Br. Pauls bei Prediger und Lehrer Johann Penner am Unterricht teilnahm. 1913 zog die Familie nach
Chortitza, Sibirien. Er wurde vom Ältesten Hübert zum Prediger ordiniert und wirkte 10 Jahre als Prediger, Seelsorger und Waisenvater. Dann zog er weiter südlich in die Slawgorod Gegend, wo er in Halbstadt für seine 9-Köpfige Familie ein Haus erwarb. 1926 wurde er Stimmrechtlos. Als er 1928 nach Moskau, mit der Absicht nach Kanada auszuwandern fuhr, wurde er zurück geschickt. Statt Sibirien fuhr er nach Nikolaifeld, Saporoschje (wahrscheinlich Jasykowo Kolonie), wo 1938 verhaftet und verschleppt wurde. Sein Schicksal ist unbekannt. Heirat 1905 in Alexanderheim (Wiesenfeld oder St. Sajzewo Kolonie), South Russia. Lebte nach 1905 in Hochfeld, Jasykowo; 1912 in Burwalde, Chortitza; 1913 in Chortitza, Omsk; danach in Halbstadt, Barnaul Kolonie; 1918 in Chortitza Kolonie; 1928 in Zlatopol, Altayskiy Kray. [14]; [35]; [50 S. 216]
   
P64579. Johann Jacob Wedel (15.05.1877 - 11.02.1937) (eventuell #1349873) geb. in Rudnerweide, Molotschna. 1881 zogen seine Eltern ins Dongebiet, wo er die Elementarschule beendete. 1892 zog die Familie nach Dolinsk, Neu-Samara. Seine 4 Jahre Dienst leistete er auf der Försterei Anadol. Danach heiratete er Margaretha Warkentin. 1909 zog er nach Gnadenheim, Ansiedlung Slawgorod, Sibirien. Nach dem Tod seiner ersten Frau, heiratete er D. Braun. Zum dritten Mal heiratete er eine Witwe
Wall. Er schloss sich der Menn. Bürgergemeinde in Donskoj, Neu-Samara an. Zwei Mal versuchte die Familie, ohne Erfolg nach Kanada auszuwandern. 1930 wurden aus jedem Dorf 4-10 Familien auf Schlitten geladen und in den Norden Sibiriens geschickt. 1936 wurde er verhaftet und für 4 Jahre nach Sibirien geschickt, wo er gestorben ist. [14]; [35]; [50 S. 180]
   
P64556. Peter Franz Froese (31.01.1892 - 23.09.1957) (#1026001) geb. in Memrik. Er besuchte die Dorfschule, bevor er in die Ohrloff Zentralschule ging. Nach seinem Abschluss begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1914 wurde er zum Sanitätsdienst eingezogen, wo er Bibelstunden für die Arbeiter durchführte. 1917 zog Peter nach Moskau. Dort gründeten sie eine mennonitische Vereinigung namens
Mennobschestvo. Nach der Teilnahme am Allgemeinen Mennonitischen Kongress 1917 trat er dem United Council of Religious Brotherhoods and Groups bei, der bei den Prozessen gegen junge Männer half, die den Militärdienst abgelehnt hatten. Als 1921 das Allrussische Hilfskomitee organisiert wurde, wurde Peter als Mitglied des Komitees gewählt und diente ihm, bis die Tscheka die Organisation auflöste, die meisten Mitglieder verhaftete und ins Gefängnis brachte. Als die Hungersnot nach Russland kam, engagierte er sich für die Einwanderung von Mennoniten nach Nordamerika und half ihnen, Reisegenehmigungen für Russland und die Ukraine zu erhalten. Peter war Mitglied des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV), für den er später zum Vorsitzenden gewählt wurde. Am 15. Oktober 1929 wurde Froese verhaftet und ins Gefängnis Lubjanka gebracht. Er eine 10-jährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. Am 15. Oktober 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen. Er zog nach Jegorowik. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet eroberte, wurde Peter nach Deutschland geschickt und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder. [14]; [35]; [50 S. 417]
   
P64547. Jugend in Rosenort, Molotschna um 1930. In der dritten Reihe, der zweite von rechts (in einem hellen Anzug) Martin Heinrich Epp (25.04.1909 Rosenort, Molotschna - am 28.02.1938 verhaftet in Копейск, Челябинской обл. Vermutlich ermordet.) (#186584). Ehemann von Sara David Epp (geb. Ewert) (27.11.1913 Großweide - 29.03.2002 Псковская обл, Россия) (#182690). Foto von Elena M. [14]; [377]
   
P64596. Doktor Gerhard Jakob Neufeld (?-1945) (#1034830) war von 1924 bis 1938 Arzt in Dawlekanowo, Ufa. Er hat die Mennonitische Kommerzschule in Halbstadt beendet und studierte 2 Jahre in Moskau, im Kommerzinstitut. Von 1918 bis 1923 besuchte er in Simferopol, Krim Taurien, die Universität, wo er sein Doktor Examen machte. Er heiratete Margarehta Dick (?-1966) (#1034829) von Neu-Halbstadt, die Tochter des Zentralschullehrers und später Bankdirektors David Dick (#1034825). Sie hatten
4 Kinder. 1938 wurde Gerhard verhaftet und in die Verbannung geschickt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [50 S. 37]
   
P64591. Hermann Riesen (21.12.1882-?) (#1146081) geb. in Grotsfeld, Alt Samara, Prediger der Mennoniten Gemeinde in Alt-Samara. Frau Auguste Cornelius Hamm (1888-1936) (#1146079). Nach 1917 wurde er Mitglied des Allrussischen Landwirtschaftlichen Vereins, mit dem Hauptsitz in Moskau. Die Aufgabe des Vereins war den Wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Kolonien in die Wege zu leiten. Später
half er Mennoniten nach Kanada auszuwandern. 1929 wollte er auswandern, wurde in Moskau verhaftet, kam aber frei und zog nach Wladiwostok. Als er zurück nach Neu-Hoffnung, Alt Samara kam, wurde er wieder verhaftet und nach Sibirien verbannt. Seine Frau Auguste Hamm folgte ihm in die Verbannung. Im Sowchos „Wernoej Putj“, Nahe Omsk, bekam er eine gute Stelle. Seine Frau starb in der Verbannung am 5.03.1948 im Alter von 60 Jahren. Das Foto wurde am 20.07.1947 aufgenommen. [14]; [35]; [50 S. 97]
   
P64590. Abram Kornelius Neustädter und Familie, Friedensfeld, Borosenko Kolonie. (12.12.1864 - 1945) (#285844) geb. in Einlage, Chortitza. Er heiratete Maria Schellenberg. Sie wohnten 15 Jahre in Einlage, wo Abram viele Jahre als Buchhalter und später als Geschäftsführer in der Fabrik von Johann Friesen gearbeitet hat. Die Fabrik stellte Landwirtschaftliche Maschinen her. Er war viele Jahre Dirigent des
Gemeindechors der M.B.G. in Einlage. 1898 zog die Familie weg. Er war an verschiedenen Orten Geschäftsführer in Dampfmühlen. 1915 zog er für 14 Jahren nach Friedensfeld, Nikopol, wo er leitender Prediger der M.B.G. 1918/1919 haben Räuber der Familie alles weggenommen. 1929 beim Versuch auszuwandern, wurde die Familie in ein Viehwagen eingeladen und zurück in die Heimat gebracht. Die Häuser waren von den benachbarten Russen ausgeplündert. Am 25.02.1930 wurde seine Familie für 5 J. in die Verbannung nach Sibirien geschickt. Nach 5 J. kam die Familie zurück. 1943 musste Abram mit 81 Jahren seine Heimat verlassen. Er ist in Warthegau gestorben. [14]; [35]; [50 S. 100]
   

P64589. Predigerkurs in Millerowo 1912. Von l. n. r.:

1. Johann Paul (Pauls?), Burwalde.

2. Leiter des Predigerkursus, Lehrer und Prediger Johann Penner, Millerowo.

3. Abram Klaas Quiring (21.07.1879 - 20.04.1933) (#313420) geb. in Adelsheim, Jasykowo. Nach der Schule hat er mehrere Jahre Privatunterricht erhalten. Er heiratete Maria Reimer. Sie hatten 7 Kinder. Er besaß eine Wirtschaft und Ziegelei. 1908 wurde er in der M.B. zu Nikolaipol zum Prediger gewählt. Dafür hat er noch die Bibelkurse in Millerowo im Donezkgebiet besucht. 1923 wurde er zum Leiter der M.B. zu Nikolaipol gewählt, bis er im März 1931 in die Verbannung geschickt wurde. Seine Familie musste ihm folgen. Am 25.04.1933 starb Abram Quiring des Hungertodes. Familie lebte 1906-25 in Adelsheim, Yazykovo.

4. Dietrich Wiebe, Burwalde. Dietrich Nikolai Wiebe (8.11.1879 - 22.09.1942) (#510291) geb. in Altonau, Sagradowka. Nach der Heirat zog er nach Hochfeld, Jasykowo. Hier wurde er von der Bürgergemeinde zu einem Prediger-Bibelkurs nach Milerowo geschickt, wo er mit Abram Quiring und Br. Pauls bei Prediger und Lehrer Joh. Penner am Unterricht teilnahm. 1913 zog die Familie nach Chortitza, Sibirien. Er wurde vom Ältesten Hübert zum Prediger ordiniert und wirkte 10 Jahre als Prediger, Seelsorger und Waisenvater. Dann zog er weiter südlich in die Slawgorod Gegend, wo er in Halbstadt für seine 9-Köpfige Familie ein Haus erwarb. 1926 wurde er Stimmrechtlos. Als er 1928 nach Moskau, mit der Absicht nach Kanada auszuwandern fuhr, wurde er zurück geschickt. Statt Sibirien fuhr er nach Nikolaifeld, Saporoschje (wahrscheinlich Jasykowo Kolonie), wo 1938 verhaftet und verschleppt wurde. Sein Schicksal ist unbekannt. Heirat 1905 in Alexanderheim (Wiesenfeld oder St. Sajzewo Kolonie), South Russia. Lebte nach 1905 in Hochfeld, Jasykowo; 1912 in Burwalde, Chortitza; 1913 in Chortitza, Omsk; danach in Halbstadt, Barnaul Kolonie; 1918 in Chortitza Kolonie; 1928 in Zlatopol, Altayskiy Kray. [14]; [35]; [50 S. 110, 216]

   
P64587. Johannes J. Töws (6.10.1869 - 1937) (#1254793) geb. in Fresenheim, Am Trakt und Maria Peters (?-?) (#1254443). Sein Vater J. J. Töws war Landwirt und Prediger der Menn. Gemeinde. Johannes hatte nur eine Schulausbildung. 1893 wurde er von seiner Gemeinde zum Prediger gewählt und blieb es auch bis zu seiner Verbannung im Jahre 1936. Am 2ten Feiertag 1936 wurde er verhaftet und nach Engels gebracht, von dort
ging es in die Verbannung in den Norden. Nach langen Leiden ist er im Alter von 75 Jahren in der Verbannung gestorben. Familie lebte 1893, 1904 in Fresenheim, Am Trakt. [14]; [35]; [50 S. 117]
   
P64586. Heinrich Heinrich Wiebe (1877-) (#709547) und Elisabeth Abraham (geb. Penner) (1883-) (#668271) geb. in Neuanlage, Schoenfeld. Heinrich wurde 1877 in Nikolaidorf, Sagradowka als Sohn von Heinrich und Susanna Wiens, geboren. Er heiratete im Juli 1902 Elisabeth, deren Eltern Abram und Katharina Penner 1903 nach Kanada auswanderten. Nach der Heirat zogen sie nach Münsterberg Nr. 11, Sagradowka. Im Jahre 1919 sammelten sich im Russennachbardorf Tschestjerni Machnobanden, um die
mennonitische Ansiedlung Sagradowka zu überfallen, auszurauben und die Bevölkerung abzuschlachten. Besonders schlimm hat es Münsterberg getroffen, es hat kaum einer überlebt, zum Schluss wurde das Dorf angezündet, so dass nur Ruinen übrig blieben. Die Familie Wiebe wurde von benachbarten Russen versteckt und entkam dem Tod. Sie flüchteten nach Altonau, Sagradowka. Hier wurde Heinrich mit Frau und 3 Kindern verhaftet und in die Verbannung geschickt. Nach vielen Strapazen starb erst Heinrich, dann seine Frau. Im selben Lager befand sich Heinrich Voth (#134625). [35]; [50 S. 134]
   
P64585. Peter Jacob Neufeld (1892-1939) (#952298) geb. auf dem Landgut Ebenfeld, bei Guljajpole. 1904 trat er in die Realschule in Berdjansk ein. Während der Revolution, musste er sich von der Machnobande retten und ließ sich in Blumenort, Molotschna nieder. Hier heiratete er Anna Dick (?-?) (#neu) und hatte eine Begegnung mit dem Banditenführer Machno. Peter hat sich in verschiedenen Ämtern nützlich gemacht. Er
unterrichtete in der Abendschule für Analphabeten, arbeitete im Sekretariat, war angestellt als Schreiber im „Verbande der Bürger holändischer Herkunft“ in Ohrloff, Molotschna. Im Juni 1931 wurde Peter verhaftet und mit Familie nach Tscheljabinsk geschickt, später nach Solikamsk und Krasnaja Wischera. Wegen seiner Tüchtigkeit wurde Hauptbuchführer. 1937-1938 wurde Peter von seiner Frau getrennt. Nach ca. einem Jahr ist er schwer erkrankt und gestorben. [14]; [35]; [50 S. 139]
   
P65081. Peter Jacob Neufeld (1892 - 1939) (952298) geb. auf dem Gut Ebenfeld, bei Guljajpole, in Berdjansk, wahrscheinlich im Ersatzdienst. Während der Revolution, musste er sich von der Machnobande retten und ließ sich in Blumenort, Molotschna nieder. Arbeitete im Sekretariat, war angestellt als Schreiber im „Verbande der Bürger holändischer Herkunft“ in Ohrloff, Molotschna. Im Juni 1931 wurde Peter verhaftet und mit Familie nach Tscheljabinsk geschickt, später nach Solikamsk und Krasnaja
Wischera. Wegen seiner Tüchtigkeit wurde Hauptbuchführer. 1937-1938 wurde Peter von seiner Frau getrennt. Nach ca. einem Jahr ist er schwer erkrankt und gestorben. [14]; [23]; [35]
   
P64582. Abram Abram Konrad (6.06.1898 - 27.12.1943) (#109368) geb. in Alexanderkrone, Molotschna. Nach der Schule absolvierte er die Handelsschule. 1918 wurde er in Katalanowka in der M.B.G aufgenommen und getauft. Hier wurde er als Mitarbeiter am Worte Gottes gewählt. Sein Vater Abram Jakob (#109363) wurde 1918, bei einem geplanten Überfall erschossen. Die Familie und er selbst, haben den Überfall überlebt. 1922 heiratete er Eva Johann Epp (1902-1989) (#109433). 1925 zog er nach
Fürstental, Suworowka. Hier wurde er zum Prediger ordiniert und als Leiter der Gemeinde gewählt. 1929 fuhr er nach Moskau, um die Papiere für die Auswanderung zu besorgen. Als er zurück kam um die Familie für die Auswanderung zu holen, wurde er an der Bahnstation verhaftet. Er wurde für drei Jahre in die Verbannung auf eine Insel bei Murmansk geschickt, wo ihm die Zehen an den Füßen abgefroren waren. Seine Familie durfte zu ihm kommen. 1933 wurde er entlassen und die Familie ist wieder in den Süden gefahren, wo sie in Neu-Hoffnung, auf der Ansiedlung Konesawod, im Nord Kaukasus im Kolchos aufgenommen wurden. 1937 wurde Abram wieder verhaftet. Wie er ums Leben gekommen ist, ist nicht bekannt. Familie lebte 1923-35 in Kalantarovka, Caucasus. [14]; [35]; [50 S. 146]
   
P64581. Dietrich Jakob Boldt (1878-?) (#1017598) geb. in Tiege, Sagradowka. 1898 heiratete er Margaritha Wilhelm Wölf aus Blumenort, Molotschna. 1901 zog das Paar in das Dorf Schönau, Sagradowka, dann nach Nikolaidorf, Sagradowka. Sie hatten 4 Kinder. Er fühlte sich in der Landwirtschaft nicht wohl und gründete 1908, mit 3 Teilhaber, eine Kalksandstein-Fabrik in Schönwiese bei Alexandrowsk, wohin die Familie dann auch hingezogen ist. Wie solche Fabriken funktionieren, hat er vorher
in Deutschland und Elbing sich angesehen. Einer von den Telhabern war Wilhelm Sawaßky aus Rückenau. Davor wurden fast alle Häuser aus gebrannten Lehmziegeln gebrannt. 1910 gründete Dietrich solche Fabrik in Nischnij- Dnjeprowsk. 1912 zog die Familie nach Moskau, wo er 2 armenische Teilhaber hatte. Hier baute er sich ein schönes Haus, neben der Fabrik. 1918 wurde ihm die Fabrik, Haus und alles andere weggenommen. Er schickte die Familie zurück nach Sagradowka und versuchte ein Teil seines Vermögens zu retten, leider ohne Erfolg. Als er 1919 nach Sagradowka kam herrschten überall die spanische Grippe, Typhus, Ruhr und andere Krankheiten. 1923 bekam Dietrich eine Einladung nach Moskau, um die Fabrik wieder in Gang zu bringen. Sie sind wieder nach Moskau gefahren und Dietrich hat eine Anstellung in der Fabrik bekommen. Später fand er eine Arbeit als Sachverständiger in einer anderen Fabrik in der Nähe von Moskau. Eines Tages wurde er gebeten in die N.K.W.D. zu kommen. Später erfuhr die Familie, dass er in den Norden, in die Verbannung geschickt wurde. Nach einer langen Zeit, hat sich seine Frau auf den Weg gemacht ihn zu finden, was ihr auch gelungen ist. 1933 kam er frei. Bis März 1942 war er mit seiner Frau in Stalingrad. Seit dem hat seine Frau nichts mehr von Dietrich gehört, er ist verschollen geblieben. [14]; [35]; [50 S. 154]
   
P64576. Tobias Martin Voth (1.01.1864 - Mai 1932) (#209187) geb. in Polen. Seine Eltern zogen nach Konteniusfeld, wo er seine Kinder und Jugendjahre verbrachte. Mit 21-22 Jahren schließt er sich in Sparau, wo er als Tischler gearbeitet hatte, der Bürgergemeinde an. 1889 heiratete er und wird bald in den Predigerdienst berufen und als Prediger und Seelsorger gedient. 1909 zog die Familie nach Lugowsk, Neu-Samara, wo er eine große Mühle baute. Er war Gründer des Schulvereins in der Zentralschule
von Neu-Samara. Er hatte ein Herz für Mission und war ein guter Konferenzarbeiter. 1917 wurde er als Vertrauensmann für die Hilfsstationen aus Amerika eingesetzt. Nach dem Tod seiner Frau, zog er 1921 nach Donskaja, Neu-Samara. 1930 wurde er verhaftet und in die Verbannung in den Norden geschickt. Laut Grandma ist er am 13.01.1865 geboren. Lebte 1895, 1904 in Gruenberg, South Russia; 1897 in Blumenfeld, Schoenfeld; seit 1909 in Lugowsk, Neu-Samara. [14]; [35]; [50 S. 202]
   
P64575. Johann Johann Langemann (16.03.1846 - 22.07.1909) (#110201) geb. in Margenau, Molotschna, mit seiner zweiten Frau Maria David (geb. Voth) (1847-1930) (#483893). Sein starkes, energievolles Leben endete durch einer schweren Krebskrankheit. Kurz davor wurde er in Wien, von dem weltberühmten Chirurgen und Krebsvorscher Prof. Dr. Eiselt operiert. Aber die große Wunde heilte nicht mehr und er
starb im Sommer 1908. Er war in der Krim eine sehr bekannte und geachtete Persönlichkeit. Er war ein beliebter Fabrikbesitzer in Spat, Krim. Er besaß eine Gussgiesserei, eine Landmaschinenfabrik und eine Dampfmühle. Eine Familienakte besagt, dass er am 16. März 1845 geboren wurde und am 24. August 1908 starb. Laut Grandma am 22.07.1909. Ein Teil seiner Familie mit seiner zweiten Frau Maria Voth, wurde in die Verbannung geschickt, wo sie im Alter von 84 Jahren starb. Familie lebte 1873-79 in Margenau, Molotschna; 1886 in Spat, Krim. [14]; [35]; [50 S. 208]
   
P64570. Johann Johann Peters (30.11.1864 - 5.11.1919) (#266892) geb. in Petersdorf, Jasykowo mit Frau Aganetha, geborene auch Peters (6.09.1866 - 15.09.1932) (#595095). Er war Christ, was der nicht viel von seinem Christentum sprach, aber versuchte es auszuleben, nach den Worten des Apostels: „Wandelt im Licht“. Er hatte ein warmes
Herz und war Mitglied im Verwaltungsrat von der Nervenheilanstalt „Bethania“. Im Januar 1919 begannen die brutalen Überfälle auf Petersdorf. Die schwer bewaffnete Machno Banditen haben alles mitgenommen, was sie für wertvoll hielten. Viele Menschen aus dem Dorf, wurden schwer misshandelt und ermordet. Als Johann eins von seinen letzten Pferden den Banditen übergab, wurde er ohne Grund erschossen. Im Dezember 1919 wurden alle Bewohner von Petersdorf gezwungen das Dorf zu verlassen. Im Frühjahr 1920 haben die Russen aus der Umgebung die Häuser abgebaut und mitgenommen. Das war das Ende von dem schönen Mennonitischen Dorf – Petersdorf. Seine Frau starb 1932 in der Verbannung am Ural. Familie lebte 1864-1919 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [50 S. 237]
   
P64566. Straße in Rosenort. Die 5 Familien ausgewiesener Bauern verlassen das Dorf. Am 16.04.1930 wurden 5 Wohlhabende Familien (Abram Epp, Gerhard P. Neufeld, Bernh. Boschmann, Geschwister Franz Wiens und Franz Dück) aus Rosenort, Halbstädter Wolost, ausgesiedelt. Sie mussten mit Vertriebenen aus anderen Dörfern in
der Prischiber Wolost das neue Dorf Neuhof gründen. Aber schon im Mai 1931 wurden alle Männer des Dorfes verhaftet und in die Verbannung geschickt. Die wenigste haben überlebt. [35]; [50 S. 339]
   
P64598. Teilnehmer der All-Ukrainischer Konferenz der Mennonitengemeinden in der UdSSR in Melitopol am 5.- 9. Oktober 1926. Es war die letzte allgemeine Konferenz in Russland. Davor wurde jedes Jahr an verschiedenen Plätzen eine Konferenz abgehalten. Ab Oktober 1926 wurde jegliche christliche Arbeit untersagt und alle Kirchendiener als

Staatsfeinde erklärt, stimm- und rechtlos gemacht. Man brachte sie in Gefängnisse, schickte sie in Verbannung und beraubte sie.

1. Johann G. Janzen, Prediger KG. Memrik.
2. Reimer, David Pet., Prediger. BG. Elisabethtal, Mol.
3. Janzen, Johann Mart., Ältester BG. Bahndorf, Memrik. (10.03.1885-12.03.1942) (#581344).
4. Martens, Heinrich Jak., KG. Grünfeld, Altk.
5. Martens, Prediger KG. Mariental, Molotschna.
6. Franß, Heinrich, Ält. KG. Landskrone, Mol.
7. Petkau, Jak. Jak., Ält. KG. Kalinowo, Memrik.
8. Martens, Kornel. Korn., Prediger BG. Großweide, Mol.
9. Dick, Aron, Prediger KG. Margenau, Mol.
10. Ediger, Alexander Heinr., Ält. KG. Schönsee Mol.
11. Rempel, Jakob Aron, Ält. KG. Grünfeld, Mol.
12. Nickel, Peter David, Ält. KG. Orloff, Mol. Evtl. #325599, Evtl. Sohn von 74. # 325567
13. Töws, Johann Joh., Prediger BG. Igntjewka Ansiedl.
14. Andres, Jakob, Lehrer Rosental, Chort.
15. Klassen, David, Pred. Wohldemführt K.
16. Wiens, Bernhard, Pet.? Pred. KG. Gnadental, Mol.
17. Friedrichsen, Karl H., Dawlekanowo.
18. Enns, Heinrich Jak., Pred. BG. Alexandertal, Mol.
19. Penner, Peter, Ält. AG. Lichtfeld, Mol.
20. Martens, Abram, Ält. BG. Pleschanow Neu-S.
21. Löwen, Kornel. Wm., Pred. KG. Blumstein, Mol.
22. …… ….. …..
23. Epp, Johann Joh., Pred. BG. Ekaterinowka, Ign.
24. Abrams, Jakob, Pred. BG. Franstal, Mol.
25. Wiens, Jakob, …. BG. Milerowo.
26. Willms, Gerhard Heinr., Pred. KG. Hamburg, Mol.
27. …. …. ….
28. Jsaak, Peter Philipp, Dir. BG. Friefeld, Kriworog.
29. Günther, Peter.
30. …. …. ….
31. …. …. ….
32. Koop, Abram Paul ? BG. Friedensfeld, Sag.
33. Dick, Ältester KG. Gnadenfeld, Mol.
34. Schellenberg, … … Kalinowo, Memrik.
35. …. …. ….
36. Dick, Heinrich Pet., Pred. BG. Gnadenheim, Mol.
37. Epp, David Heinr., Pred. KG. Lichtenau, Mol.
38. Wiebe, Dietrich, …. …. Orloff, Sagr.
39. Friesen, Abram Heinr., Pred. BG. Altenau, Sagr.
40. …. …. …..
41. Janzen, Peter, Ält. KG. Friedensruh, Mol.
42. Epp, Peter, Pred. KG. Petershagen, Mol.
43. Fast, …. …. KG. Runderweide, Mol.
44. Pauls, Heinrich, Pred. BG. Nr. 2, Ignatjewka.
45. Martens, Joh. ? Ält. KG. Einlage, Altkol.
46. Pauls, Peter Pet., Pred. BG. Nikolaipol, Turk.
47. …. …. ….
48. Rempel, Jakob Dav., Pred. BG. Kanzerowka, 3 Orbg.
49. Lorenz, Johann, Pred. KG. Neu-Schönsee, S.
50. Neufeld, Peter, Ält. KG. Alt-Chortitza.
51. Pennr, Heinrich, Pred. KG. Alt-Chortitza.
52. Friesen, Heinrich Abr., Pred. Kg. Schönau, Mol.
53. Stobbe, Johenn …. …. …. BG. Hierschau, Mol.
54. Wiebe, Nikolai Dav., Pred. AG. Lichtenau, Mol. Par.
55. Klassen, Abram, Ält. KG. Halbstadt, Mol.
56. Bäcker, Heinrich, Pred. BG. Prangenau, Mol.
57. Pankratz, Oirig. KG. Ruderweide, Mol.
58. Janzen, Jakob Ar. Ält. AG. Halbstadt Nr. 4, Sagr.
59. Siemens, Jakob, Miss. KG. Spat, Krim.
60. Wiebe, Jakob, …. …. …. AG. Kadagai, Krim.
61. …. …. ….
62. …. …. ….
63. Wiens, David Joh., BG. Steinfeld, Sagr.
64. Dickmann, Mart. Pet., Pred. KG. Tiege, Sagr.
65. …. …. ….
66. Berg, Abram, Pred. KG. Neukirch, Mol.
67. Wiebe, Johann Phil., Pred. KG. Mentlertschik, Krim.
68. Koop, David Dav., Pred. KG. Ohrloff, Mol.
69. Berg, Abram Gerh., Pred. KG. Neukirch, Mol.
70. Neufeld, Johann, Pred. BG. Wassiljewka, Kamenka.
71. Wiebe, Jakob, …. Nr. 1. Jekaterinowka, Ign.
72. …. …. ….
73. Janz, Jakob, Pred. KG. Fabrikerwiese, Mol.
74. Nickel, Abram Dav., Ält. KG. Großweide, Mol. Evtl. # 325567, Evtl. Vater von 12. #325599
75. Janzen, Nikolai, …. …. KG. Neukirch, Mol.
76. …. …. ….
77. …. …. ….
78. Schmidt, Heinrich Joh., Pred. KG. Lichtenau, Mol.
79. Unruh, Heinrich, …. ….. KG. Großweide, Mol.
80. Siemens, Daniel Jak., Pred. BG. Ebental, Memrik.
81. …. …. ….
82. Görz, Johann.
83. …. …. ….
84. Dick, Gerhard, Pred. AG. Gnadenheim, Mol.
85. Dück, Peter, Pred. KG. Kondratjewka, Boriss.
86. …. …. ….
87. …. …. ….
88. Rempel, Johann Joh., …. KG. Einlage, Alt-Kol.
89. Quiring, Pred. KG. ….. Trakt.
90. Unruh, David, Pred. KG. Kleefeld, Mol.
91. …. …. ….
92. Funk, Heinrich A. Ält. KG. Nr. 4, New-York, Ign.
93. …. …. ….
94. Dick, Jakob Jak., Pred. KG. Nikolaifeld, Sagr.
95. Nickel, Ält. KG. Schönau, Sagr.
96. Voth, Heinrich Pet., Ält.KG. Schönau, Sagr. Evtl. #134625
97. Heidebrecht …. KG. Tiegerweide, Mol.

98.

3.829 x 2.781 Pixel. Foto von Waldemar Daiker. [50 S. 33]

   
P64665. Kornelius Kornelius Martens (18.11.1880-) (#1067367) geb. in Wernersdorf, Molotschna. Er besuchte die Zentralschule und später die Pädagogischen Kurse in Halbstadt und arbeitete als Lehrer in Samara, Donbecken, Alexanderpol (wahrscheinlich St. Sajzewo Kolonie). 1911 siedelte die Familie nach Petersburg um, wo er in der Buchhandlung „Raduga“ tätig war. Er beendete sein Hochschulstudium wurde 1915 Direktor der Gnadenfelder Zentralschule. 1922 wurde er aus dem Lehrerpersonal
ausgeschlossen und die Familie zog nach Großweide, Molotschna. 1931 erhielt er in Stalino am Medezinischen Institut die Stelle eines Pädagogen für Lateinische und Deutsche Sprache. 1937 wurde er verhaftet. Sein Schiksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 207]
   
P64643. David Jakob Dick (29.06.1860-18.10.1919, laut Grandma am 29.06.1861 geb.) (#65177) und Frau Katharina, geb. Schmidt (15.11.1860-16.10.1919) (#65169). Er hat in drei Jahren die Zentralschule in Gnadenfeld absolviert und wurde Mitglied der M.G. bei Halbstadt. Am 21.10.1887 heiratete er Katharina Schmidt und wohnten in Steinbach bis 1894. Dann zogen sie auf ihr Erbgut Apanlee, wo sie bis zum Ende in großem
Wohlstand lebten. Er war ein leidenschaftlicher Landwirt. Er züchtigte erstklassiges Zuchtvieh, das er aus dem Ausland kaufte. In seinem Haus versammelten sich Prediger und andere Dienstboten, manchmal bis 40-50 Personen. Die kamen aus der eigen Mitte, Deutschland, Schweiz, England und Ostseeprovinzen. David war der Gründer und Initiator des ersten mennonitischen christlichen Traktatvereins und bis 1914 der Vorsitzender des Vereins. Von 1904-1910 war er Präsident über alle mennonitischen Forsteien in Russland. Auch auf dem Gebiet Schulwesen hat er hervorragendes geleistet. Er war Vorsitzender des Schulvereins. 1918-1919 wurde er verhaftet. Weil er so beliebt war, haben russische Nachbarn mit 7000 Unterschriften und er wurde entlassen. Am 16.10.1919 kamen schwer bewaffnete Männer ins Haus und raubten alles aus und erschossen David und Katharina. [14]; [35]; [49 S. 369]
   
P64690. Jakob Aron Rempel (2, 8 oder 9.04.1883 - 1941) (#349212) geb. in Heuboden, Borozenko. Lehrer an der Chortitza Zentralschule, später Ältester in der Chortitza Kolonie. Er erhielt finanzielle Unterstützung von Johann Thiessen, Mühlenbesitzer in Jekaterinoslaw, für ein Studium in Basel Schweiz 1906-1912. Er wurde 1929 ins Exil geschickt. Die Rempels lebten in Chortitza, Grünfeld, Borozenko und in Nikolaifeld, Jasykowo. In dem Buch Diese Steine, S. 476-478, wird vermutet, dass er 1941
erschoßen wurde. Laut Saskatchewan Mennonite Historian p18, ist er 1941 in Orel, Russland, hingerichtet worden. Der mennonitische Historiker Sep 2007 p12 sagt, dass er am 11. September 1941 im Alter von 58 Jahren gestorben ist. Walter Sawatzky sagt, dass es einen Nachkriegsbericht gibt, in dem es heißt, Jakob war unter 5 Leichen, die bei Orel erschossen wurden, als die deutsche Front vorrückte. [14]; [35]; [49 S. 31]
   
P64689. Jakob Aron Rempel (2, 8 oder 9.04.1883-1941) (#349212) geb. in Heuboden, Borozenko in Verbannung am 22 November 1933.Lehrer an der Chortitza Zentralschule, später Ältester in der Chortitza Kolonie. Er erhielt finanzielle Unterstützung von Johann Thiessen, Mühlenbesitzer in Jekaterinoslaw, für ein Studium in Basel Schweiz 1906-1912. Er wurde 1929 ins Exil geschickt. Die Rempels lebten in Chortitza, Grünfeld, Borozenko und in Nikolaifeld, Jasykowo. In dem Buch Diese Steine,

S. 476-478, wird vermutet, dass er 1941 erschoßen wurde. Laut Saskatchewan Mennonite Historian p18, ist er 1941 in Orel, Russland, hingerichtet worden. Der mennonitische Historiker Sep 2007 p12 sagt, dass er am 11. September 1941 im Alter von 58 Jahren gestorben ist. Walter Sawatzky sagt, dass es einen Nachkriegsbericht gibt, in dem es heißt, Jakob war unter 5 Leichen, die bei Orel erschossen wurden, als die deutsche Front vorrückte. [14]; [35]; [49 S. 32]

   
P64688. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Farbikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern, ohne Erfolg.
Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64687. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Farbikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern, ohne Erfolg.
Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64686. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Farbikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern, ohne Erfolg.
Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64685. Peter Kornelius Heidebrecht (20.11.1868-?) (#45512) geb. in Nikolaifeld, Molotschna. Mit 18 J. hatte er das Schmiedewerk erlernt. Mit 21 Jahren musste er zum Forstdienst antreten 1900 zog er nach Dawlekanowo, Ufa, wo er Prediger war. Zusammen mit Jakob Balzer war er Chorleiter und Sonntagsschullehrer. 1904 hat er die Aufsicht über die Hungerküchen. 1907 wurde er in Dawlekanowo zum Prediger ordiniert. 1908 kam er nach Kamenka, (wahrscheinlich Orenburg Kolonie) wo
eine Mennonitische Försterei gebaut werden sollte. Peter war 1929-1933 und 1937- 1941 in der Verbannung. Familie lebte 1895, 1907 in Gnadental, Molotschna; 1897 in Gnadenheim, Molotschna; seit 1900 in Ufa, Snamenka, im Kaukasus und zuletzt in Kasachstan. Peter ist 1941 in die Verbannung geschickt worden. [14]; [35]; [49 S. 57]
   
P64684. Peter Kornelius Heidebrecht (20.11.1868-?) (#45512) geb. in Nikolaifeld, Molotschna. Mit 18 J. hatte er das Schmiedewerk erlernt. Mit 21 Jahren musste er zum Forstdienst antreten 1900 zog er nach Dawlekanowo, Ufa, wo er Prediger war. Zusammen mit Jakob Balzer war er Chorleiter und Sonntagsschullehrer. 1904 hat er die Aufsicht über die Hungerküchen. 1907 wurde er in Dawlekanowo zum Prediger ordiniert. 1908 kam er nach Kamenka, (wahrscheinlich Orenburg Kolonie) wo
eine Mennonitische Försterei gebaut werden sollte. Peter war 1929-1933 und 1937- 1941 in der Verbannung. Familie lebte 1895, 1907 in Gnadental, Molotschna; 1897 in Gnadenheim, Molotschna; seit 1900 in Ufa, Snamenka, im Kaukasus und zuletzt in Kasachstan. Peter ist 1941 in die Verbannung geschickt worden. [14]; [35]; [49 S. 57]
   
P64683. Heinrich Peter Voth (19.10.1887-19.10.1973) (#134625) geb. in Schönau, Sagradowka. Er absolvierte 1906 Pedagogische Kurse in Neu Schönsee, Molotschna und war mehrere Jahre Lehrer in Tiege, Sagradowka und Schönsee. 1912 heiratete er Lise de Jager. 1921 wurde er zum Prediger gewählt und vom Ältesten Jakob Rempel, Grünfeld, ordiniert. Nach 1923 wählte die Nikolaifelder Kirchengemeinde ihn zu ihrem Ältesten. 1925 wurde er vom Ältesten der Neu-Chortitzer Gemeinde, J. Rempel ordiniert. 1929
versuchte er auszuwandern, ohne Erfolg. 1931 wurde er in den Norden für 5 Jahre verbannt. 1935 Umsiedlung nach Molotschna. Ca. 1938 wurde er zu 10 J. Gefängnis verurteilt. Laut Grandma ist Heinrich in Tokmak, am 19.10.1973 gestorben. [14]; [35]; [49 S. 64]
   
P64682. Alexander Ediger (17.03.1883-?) (#209012) geb. in Berdjansk. Er hatte in Petersburg, Berlin und Wien studiert. 1923 wurde er in der Schönseer Gemeinde aus der Krim zum Prediger gewählt. Er war 1923 Lehrer in Schoensee und Herausgeber von "Unser Blatt". Am 19. April 1925 wurde er in Schoensee zum Ältesten gewählt. 1929 in Melitopol verhaftet inhaftiert und dann freigelassen. Am 12. April 1932 wurde er erneut verhaftet und nach Charkow und später nach Lugansk, Stalino, Region Donbas
geschickt. 1935 wurde er wieder einmal mit seiner Frau verhaftet. Alexander wurde für 7 Jahre ins Gefängnis geschickt, seine Frau für 5 Jahre. Sie wurden 1938 getrennt. Seine Frau wurde 1940 freigelassen. Er kam aus dem Gefängnis nicht zurück. Alexander und Katharina hatten 3 Kinder, von denen 1 Kind früher als sein Vater starb. [14]; [35]; [49 S. 73]
   
P64681. Aron Peter Toews (28.01.1887-28.07.1938) (#224988) geb. in Fürstenau, Molotschna. Sein Vater war Peter war Prediger der Schönseer Mennoniten Gemeinde. Nach dem Absolvieren der Zentralschule, besuchte er die zweijährigen Pädagogischen Klassen in Neu-Halbstadt und wurde Lehrer in Nikopoler Kreis bis 1914. Dann diente er als Sanitäter auf dem Sanitätszug 194. 1917 nahm er regen Anteil an der „Neuschöpfung und Reorganisation einer besserer Welt“. Er heiratete Maria, Tochter von David
Sudermann. 1923 wurde er Mitarbeiter der AMRA (American Mennonite Relif Association). Danach hat er als Buchhalter gearbeitet. 1925 wurde er von der Chortitza Mennoniten Gemeinde zum Prediger gewählt und ordiniert. 1934 wurde er verhaftet und nicht mehr zurückgekommen. Ein Neustädter aus Chortitza hat in der Verbannung ein Zettel aus einem Transportwagen geworfen: „Prediger Aron Töws war mit uns. Wir werden alle weitergeschickt. Niemand weiß wohin.“ [14]; [35]; [ 49 S. 79]
   
P64680. David Johann Klassen (9.05.1855-1932) (#12418 ) geb. in Liebenau, Molotschna. Sein Vater Johann Klassen war einer der hervorragensten Mitbegründer der Mennoniten Bürgergemeinde ca. 1860 an der Molotschna. Er gründete mit einem Freund eine berühmte Baumschule und Gärtnerei. Er war Absolvent der Halbstädter Zentralschule und erwarb ein Hauslehrerdiplom. Er beherrschte gut die Russische Sprache und sprach fehlerfrei Deutsch. Er wurde Lehrer an der höheren Schule in
Wohldemfürst, wo er 24 J. (bis 1902) Leiter der Schule war. Zeitlang war er auch Oberschulze der Kolonie und Prediger der Mennnoniten Bürgergemeinde. 1906 wurde er Lehrer der deutschen Sprache der Zentralschule und den Pädagogischen Klassen in Halbstadt. Er hat sich stark gegen die Russifizierungsbestrebungen der russischen Obrigkeit eingesetzt, mit großem Erfolg. Er wurde als Bevollmächtigter aller Mennoniten in Kasernenangelegenheiten gewählt. In den 20er J. wurde er als schädlich gestempelt, verhaftet und lange im Gefängnis gehalten. Aus dem Gefängnis kam er als kranker, gebrochener Mann und starb bald drauf im Alter von 77 J. [14]; [35]; [49 S. 86]
   
P64679. Johann Martens (7.06.1875-1938) (#371259) geb. in Einlage, Chortitza. Nach der Dorfschule besuchte er die Chortitzer Zentralschule und ein Pädagogischen Kurs. Er erwarb ein Lehrerzeugnis für Elementarschulen und war 13 Jahre Lehrer in Fürstenland. Ab ca. 1905 war er Ältester in Kronsweide. 1917 wurde er als Prediger gewählt. Da er in der Zeit in Chortitzer Wolost Oberschulze war, nahm er das Amt nicht gleich an. 1924 wurde er als Ältester der Schönwieser Gemeinde gewählt. Von 1930- 1936 war er in der
Verbannung. 1938 wurde er wieder verhaftet und kam nicht mehr zurück. Johann und seine Frau Katharina hatten 14 Kinder, von denen 6 im Kindesalter starben. [14]; [35]; [49 S. 97]
   

P64678. Jakob Gerhard Wiens (15.02.1857 (laut Grandma 3.05.1857) - 15.02.1931) (#132499) geb. in Rosenort, Molotschna. Wahrscheinlich mit der zweiter Frau Agatha Franz Balzer (1867-) (#518551). Er wurde in der Memriker Kirche zum Prediger gewählt und später zum Ältesten der Gemeinde gewählt. Er schloß sich der Mennoniten Bürgergemeinde an. Von Ebental, Memrik zog er nach Gnadenthal, (wahrscheinlich Molotschna) wo er Leiter der Alexanderpol (wahrscheinlich St. Sajzewo Kolonie)

Bürgergemeinde wurde. Nach 1901 zog er nach Tschunajewka, bei Omsk und später in die Pawlodar Ansiedlung. Hier wurde er zum Ältesten gewählt. Zusätzlich war er als Reiseprediger tätig. Im Alter von 73 Jahren wurde er für 3 Jahre nach Nowosibirsk verbannt. Er starb im Gefängnis. Familie lebte 1880 in Orechowo; [14]; [35]; [49 S. 99]
   

P64677. Kornelius Peter Bergmann (25.02.1872 - 17.12.1937) (#479082) geb. in Ladekopp, Molotschna mit Frau Ida Staschau (1880-) (#682636) und Tochter. Sein Vater war Prediger Peter Bergmann in Ladekopp. Er besuchte die Zentralschule in Orloff und Pädagogischen Klassen in Neu-Halbstadt. Er war Lehrer in Neuhof uns später in Schönau, Molotschna. Er besuchte 3 Jahre das Lehrerinstitut in Petersburg und wurde Lehrer der deutschen Sprache in der Zentralschule und an den Pädagogischen Klassen in

Neu-Halbstadt, Molotschna. Nach 10 Jahren, studierte er an der Universität in Jena (Deutschland) Pilosophie. Nach einem Zusammenbruch, konnte er 15 Jahre keine öffentliche Arbeit machen. In dieser Zeit hat er in Russland christliche Traktate und Testamente in 35 Sprachen vorbereitet und fing an Lehrerkonferenzen mitzuarbeiten. Er war ein begnadeter Schriftsteller. Er schrieb über Tierschutz, besonder viel über die Vogelwelt. 1917 predigt er unter den russischen „Evangelischen Christen“ in Melitopol, wofür er ins Gefängnis eingesperrt wurde. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 110]
   
P64674. Julius Jakob Tießen (1.01.1872 - 23.09.1938) (#1030543) geb. in Münsterberg, Molotschna. Er besuchte die Zentralschule und war zwei Jahre in der Lehrerschule in Neu-Halbstadt. Nach Absolvierung der Pädagogischen Klassen trat er seine erste Lehrerstelle in Paulsheim, Molotschna an, wo er von 1891 bis 1922, 31,5 Jahre als Lehrer tätig war. Weil er auch noch Prediger war, verbot die rote Regierung als Lehrer zu arbeiten. Während dieser Zeit erhielt er zwei Auszeichnungen (Denkmünzen) von der
Kaiserlichen Regierung. Zusätzlich war er Prediger der Margenau-Landskroner Mennoniten Gemeinde. Obwohl er 1929 in Moskau die Einreiseerlaubnis nach Kanada und Freikarte erhielt, wurde er von den Roten zurück geschickt. Später zog die Familie nach Sibirien, wo die in der Nähe von Omsk bis 1937 lebten. Julius wurde verhaftet und in die Verbannung geschickt, um nie wieder zurückzukehren. [14]; [35]; [49 S. 151]
   
P64673. Johann David Rempel (2.11.1874-1938) (#152990) geb. in Hoffnungsfeld, Neupluyevka. Am 6.01.1906 übersiedelte Johann in die Orenburger Siedlung. 1910 wurde er zum Prediger dem Mennoniten Bürgergemeinde von Klubnikowo berufen. Auf Bibelkursen und durch Selbststudium erarbeitete er sich umfangreiche und tiefgrundige Kenntnisse des Wortes Gottes. Er reiste nach Sibirien und predigte Deutschen und Russen das Evangelium. Er
wurde verhaftet und wie auch sein Sohn nach Archangelsk in die Verbannung geschickt. Nach 4 Jahren wurde er entlassen und zog mit seiner zweiten Frau in die Ukraine, wo er an manchen Abenden und Sonntagen heimlich Gottesdienst hielt. Er wurde wieder verhaftet und nach 7 Monaten wieder freigesprochen. Am 20.07.1938 erneute Verhaftung. Er kam nicht mehr zurück. Lebte 1898-1900 in Grigoryevka, Naumenko (Petrovka); 1906-09 in Rodnitschnoye, Orenburg 1910 in Kamenka, Orenburg. [14]; [35]; [49 S. 160]
   
P64671. Peter David Nickel (29.01.1884-? ) (#325566) geb. in Steinfeld, Molotschna. Sein Vater war Lehrer in der Dorfschule, später Ältester in Rudnerweider Gemeinde. 1891 zog die Familie nach Großweide. Er besuchte die Zentralschule in Gnadenfeld und die Pädagogischen Klassen in Halbstadt. Er arbeitete 2 J. auf dem Gut Jerlißki, bei Cherson als Lehrer. Von 1905-1906 besuchte er 3 J. das Petersburger Lehrerinstitut. In dieser Zeit hat er sein Glauben bewahrt, während viele Mitstudenten ihren Glauben
verloren haben. 1909 übernahm er eine Lehrstelle an der Zentralschule zu Spat, Krim. Nach dem Krieg übernahm er eine Lehrstelle an der Zentralschule in Ohrloff, Molotschna. 1917 wurde er als Prediger gewählt. 1926 wurde er von der Lichtenauer Mennoniten Gemeinde zum Ältesten gewählt und im selben Jahr von seinem Vater ordiniert. Nach 5 Jahren dienst, musste er 1928 nach Memrik flüchten und wohnte in Waldeck und Kalinowo. Am 14.04.1932 wurde er verhaftet. Am 19.04.1934 wurde er entlassen und kam zu seiner Familie nach Stalino. Im April 1938 wurde er mit seinem Sohn Viktor verhaftet. Er kam nicht mehr zurück. [14]; [35]; [49 S. 165]
   
P64670. Von l. n. r.: 1. Martin Thielmann (25 Feb 1871 - Jan.1923) (#798683). Er hat in Berlin die Bibelschule beendet und wurde in Aulie-Ata, Turkistan von einer Englischen Missionsgesellschaft angestellt für eine Missionsarbeit. Er war ein guter Sänger. Mehrere Jahre war er Lehrer in Petrowka (Borosenko, Naumenko-Petrowka oder Orenburg Kolonie).

2. David Wölk wurde entweder Ende 1870, oder 1871 geboren (#neu). Er hat in Sofijewka, Ekat. Gub., Aganetha , die Tochter des Lehrers in Fischau, Aron Warkentin geheiratet. Er trat in ein Ladegeschäft ein. Später hat er in Deutschland bei Berlin in der Allianz Bibelschule studiert. Nach der Rückkehr wurde er Prediger und bekannt als sehr begabter Kanzelredner. 1918-1919 musste die Familie aus Sofiewka flüchten und wurden in Spat, Krim aufgenommen. Später hat er in seinem Geburtstort eine Erbschaft gemacht, die er käuflich erwerben durfte und zogen nach Molotschna. Weil man ihn verhaften wollte, flüchtete er nach Jukowo, wo er in großer Armut gelebt hat. David Wölk muss etwas später als 1940 gestorben sein.

3. Cornelius (Julius?) Kliewer stammt aus Wymischle, Polen. Er hat die Allianz-Bibelschule bei Berlin
besucht und kam dann ins östliche Russland. Da hat er als Prediger gearbeitet. Bis 1929 arbeitete er
in Mittelasien bei Taschkent unter den russischen Gemeinden. Er wurde verbannt. Mehr ist von ihm
nicht bekannt. [35]; [49 S. 168]

   
P64669. Heinrich Heinrich Dirks (18.02.1872-1939, laut Grandma geboren am 6.06.1872) (#63029) in Sumatra, Ost-Indien auf der Missionsstation Pakanten. 1881 kehrte die Familie zurück nach Europa. Zuerst nach Holland und dann nach Gnadenfeld. Heinrich besuchte die Zentralschule. Seine theologische Ausbildung erhielt er in der Missionsanstalt zu Barmen. 1890 trat er als Zögling in die Missionsanstalt ein. Seinen Staatsdienst leistete er als Lehrer ab. 1893-1894 war er Lehrer in der Dorfschule in
Ogus-Tobe, Krim. Von 1895-1905 war er Religion und Deutschlehre an der neuerbauten Zentralschule in Neu-Schönsee, Sagradowka. 1895 hatte ihn die Gnadenfelder Mennoniten Gemeinde zum Prediger gewählt. Im selben Jahr wurde er von seinem Vater, Ältesten H. Dirks, ordiniert. 1905 wurde er auf Wunsch der Gemeinde Gehilfe bei seinem Vater, der als Ältester und Missionsreiseprediger tätig war. Sein Vater starb am 18.02.1915. Mit 43 Jahren musste Heinrich 1915 zum Staatsdienst antreten. 1929 wurde er enteignet. Am 10.061938 wurde er verhaftet und in den Norden geschickt. Im Frühling 1939 ist er an im Lager schwer erkrankt und gestorben. [14]; [35]; [49 S. 172]
   

P64668. Familie Heinrich Jakob Enns (31.07.1888-06.02.1933) (#691940) geb. auf dem Gut Tiegenhof, Ekaterinoslaw. Mutter Katharina Franz Janzen (1895-1981) (#691935) geb. in Alexanderwohl, Molotschna. Kinder. 1. Liese Enns (1921-) (#691841). 2. Katharina Enns (1923-2006) (#691840). 3. Jakob Enns (1926-2004) (#691839). 4 Heinrich Enns (1929-1933) (#691838). und Sara Enns (1929-1930) (#691838). Nach der Elementarschule, absolvierte Heinrich Jakob Enns die Halbstädter Zentralschule. 1914

wurde er nach St. Petersburg in ein Lazarett geschickt. Dann als Sanitäter nach Zarskoje Selo, die Sommer-Residenz des Kaisers. 1917 arbeitete er mit seinem Bruder im neu gegründeten christlichen Soldatenverein. Heinrich hatte gründlich die russische Sprache gelernt. Nach dem Krieg arbeitete er bei der Zeltmission. Durch die Plünderungen und Raube wurde die Familie bettelarm. Nach dem Tod des Predigers Adolf Reimer im Jahre 1921, wurde er dessen Nachfolger. Später wurde seine Familie als rechtlos erklärt und zu 5 Jahren Gefängnisstrafe und noch auf 5 Jahren Verbannung verurteilt. Heinrich gelang die Flucht nach Kaukasus. Als er später nach Molotschna zurückging, um seine Familie abzuholen, erkrankte er an Typhus und starb im Dorf Mariental. Familie lebte 1923, 1931 in Alexanderthal, Molotschna; 1979 in Karaganda. [14]; [35]; [49 S. 190]
   
P64667. Johann Regehr aus Sagradowka M.B.G. wurde in den Norden ausgesiedelt und ist dort gestorben. [14]; [35]; [49 S. 195]
   
P64666. Abram Aaron Klassen (1870-1943) (#267246) geb. in Gnadenfeld, wo er die Zentralschule besucht hat. Abram hat in Barmen, Deutschland die Missionsschule absolviert. Er war zeitlang Lehrer und wurde 1910 Prediger der Gnadenfelder Filialen in der Krim: Ogus-Tobe und Sanona. Hier war er Mitglied des Schulrats. Seine Frau war eine geborene Rempel aus Gnadenfeld oder Ogus-Tobe. Aus der Krim ging er nach Halbstadt und arbeitete als Religion und Deutschlehrer an den „Pädagogischen
Klassen“. Gleichzeitig diente er als Prediger an der Mennoniten Gemeinde Neu-Halbstadt. Er wurde Nachfolger von Ältesten Heinrich Unruh in Muntau. Als die Kommunisten die geistliche Arbeit unmöglich machten, zog er nach Melitopol. Er wurde trotz seines schwerkranken Zustands verhaftet und verbannt in den Norden, zusammen mit seiner Frau. 1943, auf dem Weg in die Verbannung ist Abram in einem Viehwagon gestorben. [14]; [35]; [49 S. 205]
   
P64663. Isaak Pöttker (#neu) stammt aus Wernerdorf. Er bildete in seinem Heimatsdorf einen Sängerchor. Um seine Ausbildung zu vervollständigen, ging er ins Ausland und besuchte in Berlin die Bibelschule. In England besuchte er einen medizinischen Kurs. Später hat er nebenbei als Homöopathiearzt gearbeitet. Er heiratete Luise Wolf (#neu). Isaak hat hauptsächlich in Mennonitischen Dörfern an der Molotschna und in umliegenden Russendörfern gearbeitet. 1928 war er den ganzen Winter in Petersburg in
der russischen Bibelschule. Wie auch andere Prediger wurde er gezwungen in den Kaukasus zu fliehen. Hier lebte er im Mennonitischen Dorf Kalantarowka. Er wurde verhaftet und nach langer Untersuchungshaft zum Tode verurteilt. Nach dem seine Frau einen Antrag auf Begnadiegung gestellt hat, wurde das Todesurteil auf 10 Jahre Verbannung nach Sibirien geändert, wo er als Zahnarzt arbeiten dürfte. Über sein späteres Schicksal ist nichts bekannt. [35]; [49 S. 220]
   

P64662. Familie Johann Johann Anders. Mutter Maria Isaak Hildebrand (1890-1983) (#683200) geb. in Pogorovka, Kharkov. In dieser Gruppe sind 4 Frauen dessen Männer in der Verbannung sind. Johann Johann Anders (15.01.1891-1937) (#683199) geb. in Fürstenau, Molotschna. Er hatte die Schule in Ladekop besucht. Nach der Hochzeit zog er 1911 nach Friedensruh. Er war Mitarbeiter der Evangelischen Mennoniten Gemeinde

in Lichtfelde. 1930 wurde er verhaftet und schließlich nach Murmansk in die Verbannung geschickt. Nach vier Jahren kam er wieder zurück, musste aber in den Kaukasus fliehen. Später kam er zurück und wohnte in Paulsheim. 1937 wurde er wieder verhaftet. Sein Schicksal ist unbekannt. Familie lebte 1912-15 in Kleefeld, Molotschna; 1918-24 in Friedensruh, Molotschna; 1926 in Paulsheim, Yazykovo; und in Mariawohl, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 222]
   
P64661. Johann Nieckel (23.07.1863 - 6.01.1932, laut Grandma) (#805458) geb. in Münsterberg, Molotschna. Er war 30 Jahre Ältester der Tieger Mennoniten Bürgergemeinde in Sagradowka gewesen. Am 6.09.1933 wurde er verhaftet. Sein Vermögen wurde verschleppt. Laut seiner Tochter ist er nach 5 Monaten im Gefängnis, am 6.01.1934 durch ein Tritt von einem Polizisten die Treppe runter gestoßen wurde und schwer verletzt in ein Zelt zu den Schwerverbrechern gesteckt, wo er durch furchtbare
Misshandlungen am nächsten Tag gestorben ist. Lebte 1898 in Reinfeld, Sagradovka; 1900 in Blumenort, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 237]
   
P64660. David Johann Klassen (22.03.1899 - 29.08.1990) (#84233) und Sara Hermann (geb. Hamm), kam aus Lichtenau. Sie war viele Jahre Sonntagschullehrerin. Sie hatte eines Nachts Licht auf der Fensterbank stehen gehabt, das ihr zum Verhängnis wurde. Sie wurde verhaftet und beschuldigt, dass sie das Licht für das Deutsche Militär, die immer näher kamen, gestellt haben sollte. Ihre zwei Jungen wurden beide Eltern weggenommen. Sara wurde im Gefängnis zu Tode verprügelt. David ist in Rosenort,
Molotschna geboren. Er hatte in Ohrloff die Zentralschule besucht. Später war er Pfleger für Geisteskranke in der Nervenanstalt „Betania“ bei Einlage. Sie wohnten längere Zeit in Einlage, wo David Gesangslehrer und als Prediger war. 1936 wurde das erste Mal wegen seiner religiösen Tätigkeit verhaftet und 1937 auf 10 Jahre in die Verbannung geschickt. Das zweite Mal wurde er 1949 für 25 Jahre verhaftet, wurde aber 1955, nach dem Tode von Stalin freigelassen. Das dritte Mal war er im Gefängnis von 1962 bis 1965. [14]; [35]; [49 S. 248]
   

P64659. Familie Heinrich Heinrich Funk (29.12.1880-?) (#490514) geb. in Neuenburg, Chortitza. Mutter Susanna Gerhard Rempel (?-1931) (#693236) gest. in New York, Ignatyevo. Kinder: 1. Herta Heinrich Funk (?-1974) (#1335178). 2. Else Heinrich Funk (1913-1937) (#1335189). 3. Heinrich Heinrich Funk (1921-) (#1335192). Heinrich Heinrich Funk besuchte nach der Dorfschule mit seinem Zwillingsbruder die

Zentralschule in Chortitza. Nach der Beendigung der Zentralschule ging Peter Funk nach Ekaterinoslaw, um Rechtsanwalt zu werden. Heinrich ging ins Ausland, um Theologie zu studieren. Er studierte im theologischen Institut in Basel, Schweiz. Als er zurückkam, übernahm er eine Stelle als leitender Lehrer in der Schule zu Schönhorst. Danach hat er 20 Jahre als Religion und Deutschlehrer in der Zentralschule in New York, Ignatyevo gearbeitet. Bald wurde er als Prediger gewählt. 1914 musste er zum Staatsdienst. Nach dem Dienst wurde er oft verhaftet, saß tagelang im Gefängnis. Dann übernahm er von Abram Unruh das Amt des Ältesten. Am 4.11.1929 wollte er mit seiner Familie auswandern, aber kurz bevor er in den Zug stieg, wurde er verhaftet. Er wurde für 8 Jahre in den Norden verbannt. Nach 7,5 Jahren wurde er entlassen. Da es kein Zuhause mehr gab, machte er sich auf den Weg nach Mittelasien zu seiner Tochter. Da bekam er eine Anstellung als Lehrer. 1940 wurde er als alter gebrechlicher Mann wieder verbannt. Sein Schicksal ist unbekannt. Familie lebte in New York, Ignatyevo. [14]; [35]; [49 S. 250]
   
P64658. Johann Bargen studierte in Neukirchen, Kreis Wörs, Deutschland. Nach seiner Heimkunft wurde er zum Prediger gewählt. 1932 wurde er zum vierten Mal verhaftet. Es ging von Kronau nach Ekaterinoslaw. Er ist nicht wiedergekehrt. Der Rest der Familie von 4 Personen, einschließlich die Mutter, soll nach Paraguay ausgewandert sein. Evtl. ist es (#471684) 1875, Orloff, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 258]
   
P64657. Jakob Peter Bargen (4.02.1893-24.08.1937) (#342560) geb. in Altonau, Sagradowka. Sein Schwager Aron Regehr wohnte in der Nachbarschaft. 1929 wurde Jakob aus seinem Dorf ausgewiesen und rechtlos gemacht. In Schönsee wurde in der Schule er als Tischlermeister angestellt. Im Oktober 1933 wurde von der G.P.U. verhaftet und auf 3 Jahre in den Norden verbannt. In Schujskoje an der Suchchona, nördlich von Wologda. Ca. 1936 kam er vor Weihnachten nach Hause. Aber schon am
24.08.1937 wurde er wieder verhaftet. Lebte 1919-28 in Altonau, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 276]
   
P64656. Aron Regehr wurde gleichzeitig mit seinem Schwager Jakob Peter Bargen und Dück aus Schönau festgenommen. Die Sachen von den drei Männern wurden am nächsten Tag zurück geschickt. Davor wurde er wurde für drei Jahre in die Verbannung, nach Sibirien, in der Nähe von Tomsk geschickt. Aron war Prediger der Mennoniten Bürgergemeinde Sagradowka. (Todesdatum vermutlich 24.08.1937, wie bei Jakob Bargen #342560. Evtl. ist es (#342556) [14]; [35]; [49 S. 277]
   
P64655. Johann Martin Janzen (10.03.1885-12.03.1942) (#581344) geb. in Rosenort, Molotschna. Er erhielt seine Grundschulausbildung in Ebenthal, Memrik und besuchte das Gymnasium in Ohrloff, Molotschna. Später absolvierte er die Pädagogischen Klassen in Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete als Lehrer auf dem Anwesen von H. Sudermann in der Nähe des Bahnhofs Grishino und unterrichtete später in der Kolonie Herzenberg in der Provinz Charkow. Im Ersten Weltkrieg war er als Erste-Hilfe-
Assistent tätig. Später kehrte er nach Memrik zurück, wo er zum Prediger in der Kotlyarevka M. B. Kirche gewählt und von Aeltester Jakob Doerksen (geb. 1853) ordiniert wurde. Nachdem Jakob Doerksen 1926 in den Ruhestand ging, wurde Johann Janzen Aeltester. Er wurde im Januar 1934 verhaftet und zu 10 Jahren Exil verurteilt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 282]
   
P64654. Johann Martin Janzen (10.03.1885-12.03.1942) (#581344) geb. in Rosenort, Molotschna. Er erhielt seine Grundschulausbildung in Ebenthal, Memrik und besuchte das Gymnasium in Ohrloff, Molotschna. Später absolvierte er die Pädagogischen Klassen in Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete als Lehrer auf dem Anwesen von H. Sudermann in der Nähe des Bahnhofs Grishino und unterrichtete später in der Kolonie Herzenberg in der Provinz Charkow. Im Ersten Weltkrieg war er als Erste-Hilfe-
Assistent tätig. Später kehrte er nach Memrik zurück, wo er zum Prediger in der Kotlyarevka M. B. Kirche gewählt und von Aeltester Jakob Doerksen (geb. 1853) ordiniert wurde. Nachdem Jakob Doerksen 1926 in den Ruhestand ging, wurde Johann Janzen Aeltester. Er wurde im Januar 1934 verhaftet und zu 10 Jahren Exil verurteilt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 282]
   
P64652. Abram Johann Fast (?-?) (#1015847) geb. in Tiegerweide, Halbstadt. Nach der Schule lehrnte er 5 Jahre in Halbstadt und wurde Lehrer in Neukirch und später Kleefeld. 1914 diente er als Sanitäter. 1918 heiratete er Agathe Harms (Vor 1894-1.02.1929) (#1015849). Er wurde als „Kulak“ aus Friedensruhe ausgewiesen und musste im Prischiber Bezirk neu anfangen. Einer Nacht wurde er verhaftet und nach Halbstadt gebracht. In Tscheljabinsk, Ural hatte er in der Haft eine Stelle in der Kanzlei
bekommen. Seit dem gab es keine Informationen mehr über sein Schicksal. [14]; [35]; [49 S. 298]
   
P64651. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) geb. in Muntau Molotschna. Der Vater von Franz hat sein solides Bauernvermögen für den Bau eines Krankenhauses in Muntau, Halbstadt eingesetzt. Es war durch Bestätigung der Regierung Eigentum der Familie. Als er 1906 starb, hat sein Sohn Franz, früher Elementarschullehrer, mit seinen Geschwistern die Leitung übernommen und insgesamt 25 Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Schon als Jungling leitete er den christlichen Jünglingsverein in Halbstadt.
1930 wurde er gezwungen seinen Posten aufzugeben. 1932 ging die Familie nach Neu-Einlage zum Dneprostroj. Am 6.04.1936 wurde Franz verhaftet und nach Saporoshje ins Gefängnis gebracht. Dann wurde er nach Timir-Tau, Altajgebirge verschickt. Die letzte Nachricht kam von ihm 1939. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 318, 320]
   

P64650. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) und Frau Anna Jacob Ediger (1879-1949) (#131964) geb. in Prangenau, Molotschna. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) geb. in Muntau, Molotschna. Der Vater von Franz hat sein solides Bauernvermögen für den Bau eines Krankenhauses in Muntau, Halbstadt eingesetzt. Es war durch Bestätigung der Regierung Eigentum der Familie. Als er 1906 starb, hat sein Sohn Franz, früher Elementarlehrer, mit seinen Geschwistern die Leitung übernommen

und insgesamt 25 Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Schon als Jungling leitete er den christlichen Jünglingsverein in Halbstadt. 1930 wurde er gezwungen seinen Posten aufzugeben. 1932 ging die Familie nach Neu-Einlage zum Dneprostroj. Am 6.04.1936 wurde Franz verhaftet und nach Saporoshje ins Gefängnis gebracht. Dann wurde er nach Timir-Tau, Altajgebirge verschickt. Die letzte Nachricht kam von ihm 1939. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 318, 320]
   

P64646. Familie Aron Aron Dück (?-?) (#217773) geb. in Prangenau, Molotschna. Mutter Judith "Ida" Regehr (1898-1932) (#217752). Kinder: 1. Vera Aron Dück (1920-) (#217774). 2. Theodore Aron Dück (1922-) (#(#217775). Nach der Schule besuchte Aron Aron Dück die Zentralschule in Gnadenfeld. In Neu-Halbstadt absolvierte er die

Pädagogischen Kurse. In Margenau übernahm er die Stelle als Lehrer in der neugebauten Dorfschule bis zu seiner Verbannung im Jahre 1931. Seine Frau Ida Regehr war Mitglied der Bürgergemeinde, er war Mitglied der Mennoniten Gemeinde Margenau, die ihn zum Prediger gewählt hat. Die Kommunisten haben ihn stimm- und rechtlos gemacht, die Familie wurde in die Verbannung geschickt. Die Kinder konnten den Verbannungsort verlassen und wurden von Verwandten abgeholt. Ida Dück konnte die Entbehrungen der Verbannung nicht ertragen und starb 1932. Aron kam 1934 frei und hat sich wieder in Margenau niedergelassen. Er wurde aber wieder verhaftet und in den Norden geschickt, wo er 1937 als Lehrer gearbeitet hat. Er kam nicht mehr zurück. [14]; [35]; [49 S. 339]
   
P64644. Kornelius Abraham Wiens (3.11.1866-1944) (#373011) geb. in der Kuban Kolonie. Er war viele Jahre Lehrer in Kuban. 1901 wurde er mit Johann J. Fast zum Prediger gewählt und ordiniert. 1905 wurde er als Ältester von David Schellenberg in Rückenau ordiniert. 1926 feierte er als Arbeiter am Wort, sein 25 Dienstjubiläum. 1932.1933 wurde er nach Irbit, Uralgebirge mit seiner Frau in die Verbannung geschickt. Aus der Heimat und Amerika bekamen sie Lebensmittel geschickt. Da sie nach der
Freilassung nicht zurück in die Kuban dürften, sind sie an dem Verbannungsort geblieben. Dann zogen sie nach Gabli und Kalantarowka. [14]; [35]; [49 S. 366]
   
P64637. Peter David Ewert 07.10.1908 geb. in Großweide, Molotschna. Am 28.02.1938 in Tscheljabinsk zur Todesstrafe verurteilt. Am 26.04.1938 hingerichtet. Rehabilitiert am 11.01.1963 als unschuldig.  Foto von Elena M. [377]
   
P65031. Familie Johann Dyck aus Pastwa. Das Foto ist 1905-1906 aufgenommen am Familienhaus in Pastwa. Familienvater Johann Dyck, geboren in Pastwa Datum unbekannt, gestorben 1932-1934 in Pastwa, Molotschna. Familienmutter Aganetha Dyck. Geburtsname und Geburtsdatum nicht bekannt, gestorben 1926 in Pastwa. Neben der Mutter der älteste Sohn Franz Johann Dyck (1984-?) (#neu), mit seiner Ehefrau und
Kind. Stehend von r. nach l.: Abraham Johann Dyck (16.10.1888 - 30.10.1932); Johann Johann Dyck (1891-); Jakob Johann Dyck (1894-) (#neu). Sitzend vor den Eltern: Heinrich Johann Dyck (1898-1913) (#neu). Bei der Mutter auf der Schoß Natali, (1905-) (vermutlich Adoptivtochter). Abraham Johann Dyck (16.10.1888 - 30.10.1932) (#neu), heiratete 1918 Sara David Ewert (20.03.1889- 20.06.1933) (#neu) aus Großweide und ist dort hin umgezogen. 1930 wurden sie als „Kulaken“ nach Osten, Tscheljabinsk Gebiet verbannt. Die Enkelin von ihnen Elena M. behauptet, dass der Ur-Großvater Johann Dyck eine Mühle in Pastwa besaß. Laut [16] besaß Johann Dyck eine Windmühle (U2149) und eine Dampfmühle (U2149) in Pastwa. Rückseite vom Foto P65031. Foto von Elena M. [16]; [377]
   
P65030. Rückseite vom Foto P65031. Fotograf O. W. Edelstein in Berdjansk. Foto von Elena M. [377]
   
P65029. Maria David Ewert (31.01.1907 - 24.04.1932) (#neu) im Tscheljabinsk Gebiet gestorben. Tochter von Anna Krüger (?-?) (#neu) und David David Ewert (28.01.1879 - 15.04.1938) (#neu) aus Großweide, Molotschna. Foto von Elena M. [377]
   
P65028. Das Foto könnte mit der Kirchengemeinde Rudnerweide in Verbindung sein. Die junge Frau in der zweiter Reihe, zweite von links ist Maria David Ewert (31.01.1907 - 24.04.1932) (#neu) aus Großweide. Sie gehörte zu der Rudnerweide Kirchengemeinde. In der dritten Reihe, ganz Rechts, ein junge Mann mit Nachname
Epp. Geschätzt von dem Geburtstag von Maria könnte das Foto in den 1920er Jahren aufgenommen worden. 1930 wurde ihre Familie nach Tscheljabinsk Gebiet verbannt. Foto von Elena M. [377]
   
P65272. 1917 год. Пётр Яковлевич Классен (1897-1942) (#918825). Сын Якова Яковлевича Классена (1867-1916) (#642982) и Марии Иоганновны Шрёдер (1864-1903) (#642983). Работал учителем математики в Тигервейде и Ольгино. От жены Марии Генриховны Левен (1898-1984) (#1119711) трое детей. С началом ВОВ записался добровольцем, но по национальному признаку (как голландец) был арестован и направлен в Свердловскую область в Ивдельлаг на лесоповал. Пётр умер там от простуды. [14]; [400]
   
P65281. Левен Андрей Генрихович (1903-1944) (#1110819). Сын Генриха Петровича Левена (1866-1942) (#726224) и Сары Леонгардовны Зудерман (1876-1913) (#726225), родился в Крыму. Андрей женат на Госсен Марте Яковлевне (1906) (#1110818), от брака осталась дочь. Работал вначале в банковском деле, а затем на заводе. С началом войны был арестован и отправлен в Ивдельлаг. Домой больше не вернулся. [14]; [400]
   
P65336. Девочки - Элла (#neu) (4 апр. 1902 - 17 сент. 1980, Омск) сидит и Женя (#neu) (Молочанск 13 янв. 1904 - 8 дек 1979, Омск), стоит. Старший Вася (Wilhelm Martens) (#1021682) Омск 1905 или 1906 - 21 Jun 1932, тиф, Омск) и младший Ваня (#neu) (Омск 1916 - 1937, расстрел, Прокопьевск), дети Ивана Васильевича Мартенс (Martens, Johann W. , 14 May 1871) (#693806). [14]; [393]
   
P65316. Дети Ивана (Martens, Johann W. , 14 May 1871) (#693806) и Якова (Martens, Jacob W, 26 Dec 1860) (#693802) он же 6 Dec 1860) (#217905) умер в 1929, Давлеканово) Вильгельмовичей Мартенс - Мария (Maria, 2 May 1910 [17.05.1910], Davlekanovo) (#768527) умерла 13 янв. 1992, Запорожье), Анна (Martens, Anna, 17 Sep 1902[30.09.1902], Davlekanovo) (#768528) умерла 4 июня 1982, Казахстан), Женя (#neu) (Молочанск 13 янв. 1904 - 8 дек 1979, Омск), Ваня (#neu) (Омск 1916 -
1937, расстрел, Прокопьевск), Вася (Wilhelm Martens) (#1021682) Омск 1905 или 1906 - 21 Jun 1932, тиф, Омск), Элла (#neu) (4 апр. 1902 - 17 сент. 1980, Омск). Давлеканово, 1918 или 1919. [14]; [393]
   
P8262. Prediger Loewen Isaak Jakob (1867-1946) (#226752) geb. in Schoenhorst, Chortitza, in Petrowka-Rodnitschnoje, Orenburg Kolonie. Landwirt, Prediger gewählt am 27.12.1900, und ordiniert am 17.01.1901, war lange in der Gefangenschaft. Lebte 1896 in Neuendorf, Chortitza; 1908, 1916 in Petrovka, Orenburg. [14]; [48 S. 146]
   

P8383. Predigerkonferenz auf Arkadak 1912. Sitzend, von l. n. r.: 1. Prediger uns Lehrer Isaak Isaak Lehn (1857-1926) (#581498), aus Rosental, Chortitza Kolonie. Führte die Chortitzer Kirchenbücher. 2. Ältester Isaak Gerhard Dyck (1847-1929) (#150301) geb. in Nieder-Chortitza, Chortitza, aus Rosental, Chortitza Kolonie. 3. Prediger, Lehrer und

Dichter Gerhard Gerhard Löwen (1863-1946) (#468333) geb. in Chortitza, Chortitza, aus Arkadak. Lebte 1886-91 in Osterwick, Chortitza; 1893-95 in Rosenthal, Chortitza. 1897-1903 in Chortitza, Chortitza; 1904-07 in Einlage, Chortitza.

Stehend Prediger von l. n. r.: 1. Johann Braun, Arkadak. 2. Abram Enns, aus Arkadak. Einer von den Letzten Predigern in Arkadak. Verbannt und im Gefängnis gestorben. 3. Aron David Klassen (1871-1919) (#452483), lebte 1895-1915 Eichenfeld, Jasykowo Kolonie. Während des Massakers in Eichenfeld ermordet. 4. Gerhard Heinrich Siemens (1878-1919) (#216395) geb. in Eichenfeld, Yazykovo, aus Neuendorf, Chortitza Kolonie. 5. Johann Nikkel (1859-1920) (#159929), aus Arkadak. Seit 1882 Prediger, in Chortitza geboren, 12 Jahre Lehrer in Kronsgarten, Chortitza Kolonie, ging 1894 nach New York, Ignatjewo und seit 1895 da Prediger, 1912 (1909) Woronezh, dann Arkadak, 1915 Rosenhof, Schoenfeld-Brasol, gestorben in Burwalde, Chortitza Kolonie. War Zentralschullehrer. 6. Johann Bückert, Arkadak. [14]; [48 S. 129]

   
Foto 26. David Goerzen (15.05.1915-1937) (#1290997), Sohn von Johan Goerzen (1883-) (#1157891) und Maria Pankratz (1891-) (#1157892). [93]; [14]
P67800. Hochzeit von Johann Johann Rempel (24.10.1899 - 12.1941) (#1047957), gest. in Gefangenschaft, UdSSR, und Anna Peter (geb. Vogt) (02.04.1899 - 4.07.1984) (#1047958) gest. in Kirgisien, UdSSR. Das Hochzeitkleid hat sie selbst genäht. Johann war der zweitälteste Bruder von meiner Mutter Elisabeth Becker (1907-) (#85526). Johann Rempel im Dezember 1937 von NKWD verhaftet und verurteit wurde (Paragraf Nr. 58). Foto aufgenommen im Dorf Nr. 1 (Wladimirowka, Rabotschij), Kreis Arkadak, Saratov Gebiet im Dezember 1928. [57]; [14]
   

P67772. Nachkommen von Jakob und Katharina Becker mit Ehegatten in Rudnerweide, Molotschna. Von l. n. r.: 1. Sara Janzen (geb. Becker) (1881-1968). 2. Franz Kliewer (1870-1938) (#902037), unschuldig erschossen von NKWD. 3. Seine Frau

Elisabeth Kliewer (geb. Becker) (1878-1944) (#942812) geb. Rudnerweide, Molotschna. 4. Johann Becker - mein Opa (1883-1959) (#85523) - das jüngste Kind. 5. Helene Becker (1867-1951) (#neu) Ehefrau vom Heinrich Becker (1869-1922) (#neu), nicht auf den Foto. 6. Peter Becker (1868-1913) (#neu). 7. Seine Frau Helene Becker, (geb. Friesen) (1875-1945) (#neu). 8. Heinrich Fast (1861-1921), konnte Heinrich Fast (12.04.1856-21.09.1921) (#267238) geb. in Rudnerweide, Molotschna, ermordet in Herzenberg, Ekaterinoslav. 9. Seine Frau Helene Fast, (geb. Becker) (1865-1935), konnte Helena Becker (3.04.1857-?) (#267239) gest. in Rudnerweide, Molotschna. 10. Jakob Becker (1863-1942) (#neu). 11. Seine Frau Helene (1865-1943) (#neu). 12. Gerhardt Pankratz, (1856-) (#950870). 13. Seine Frau Katharina Pankratz. (geb. Becker) (1861-1943) (#1194570) geb. in Franzthal, Molotschna - das älteste Kind. Foto von Peter und Irene Becker. [57]; [14]
   

P67089. Одинокий тополь на месте массовых расстрелов в 1937-38 годах. Allein stehende Pappel am Platz wo 1937-38 massenhaft erschossen wurde. Stadt Slawgorod. Foto 2004. [33]

   

P67087. Место расстрела у Большой Романовки. Hier bei Boljschaja Romanowka wurden wurden 1937-38 viele erschossen. Stadt Slawgorod. Foto 2012. [33]

   

P67090. Схема расстрельных ям у Большой Романовки. Plan von Erschiessungsgruben bei Boljschaja Romanowka. Bei der Stadt Slawgorod. [33]

   
Klassen David (1899-1990) (#84233) Prediger und Gesangleiter in Einlage, war zuvor Pfleger in "Bethania", wo er auch ein Chor leitete. Aus Rosenort, Molotschna. Seine Frau Sara Hamm (1898-1986) gest. in Karaganda, war die Tochter des Ladenbesitzer in Lichtenau, Molotschna Hermann Hamm (1855-1940) (#84010), der in Einlage starb. Sara Hamm wurde 1941 für 11 Jahre verhaftet. [118]; [14]
   
P66842. Hochzeit von Katharina Peter Nachtigal (24.12.1891, Kaltan, Neu Samara - 2.02.1973, Kaltan, Neu Samara) (#neu) und Peter Heinrich Unger (April 1887 - Januar 1936) (#neu), im Gefängnis in Sorotschinsk gestorben, in Kaltan, Neu Samara, beerdigt. Die Familie von Katharina (geb. Nachtigal) und Peter Unger lebte in Kaltan, Neu Samara. [41]
   
P66835. Sarah Kornelius Nachtigal (geb. Mathies) (22.05.1896-22.12.1978, Kaltan, Neu Samara) (#809832) und David Peter Nachtigal (1894, Kaltan, Neu Samara - 1943), in Fernost im Gefängnis gestorben. David ist der Sohn von Katharina Wilhelm Friesen (1871, Molotschna - Feb 1934, Kaltan, Neu Samara) (#1338994) und Peter Heinrich Nachtigal (1865, Molotschna - Feb 1943, Kaltan, Neu Samara) (#1338991). [14]; [41]
   
P8607. Johann Töws (1877-1933) (#225047) geb. in Fabrikerwiese, Molotschna in der Verbannung im Gebiet von Murmansk 1932. Er war Lehrer an der Zentralschule in Nikolajewka, Ignatjewo und Prediger der Mennoniten Brüdergemeinde. Lebte 1902 in Herzenberg, Ekaterinoslav; 1910 in Nikolajewka, Ignatjewo. [48 S. 59]; [14]
   

P66791. Familie Gerhard Sawatzky in Kronstal, Chortitza. Hinten von l. n. r.: 1. Anna Sawatzky (1912-1933) (#353497). 2. Agnes Sawatzky (1909-2013) (#353464). 3. Gerhard Sawatzky (1919-) (#586499). Vorne: 1. Helena Sawatzky (1914-2009)

(#353496). 2. Mutter Helena Pauls (1889-1933) (#352463). 3. Auf dem Schoß Cornie Sawatzky (ca. 1925-ca.1935) (#neu). 4. Vater Gerhard Sawatzky (1885-1934) (#352462) geb. in Andreasfeld. 5. Kaethe Sawatzky (1923-2008) (#586498). Familie lebte 1909-1923 in Kronstal, Chortitza. Die Familie wurde als Kulaken in den Norden geschickt und Anna, Cornie und die Eltern sind da auch umgekommen. Foto 1928. Foto von Lydia Huebert (Canada). [136]; [135 S. 21]
   

P66789. Familie Gerhard Sawatzky (1885-1934) (#352462) geb. in Andreasfeld und Helena Pauls (1889-1933) (#352463) in Kronstal, Chortitza. Kinder: links Agnes Sawatzky (1909-2013) (#353464). Aug dem schoß Anna Sawatzky (1912-1933) (#353497). Vorne Helena Sawatzky (1914-2009) (#353496). Die Familie lebte 1909-1923 in Kronstal, Chortitza. Die Familie wurde als Kulaken in den Norden geschickt und Anna, Cornie und die Eltern sind da auch umgekommen. Foto 1917. Foto von Lydia Huebert (Canada). [136]; [135 S. 16]

   

P66790. Chor in Kronstal, Chortitza 1928. Dirigent Gerhard Sawatsky (1885-1934) (#352462) geb. in Andreasfeld in der Mitte. Llinks von ihm seine Tochter Agnes Sawatzky (1909-2013) (#353464) lebte 1938-43 in Chortitza. Foto von Lydia Huebert (Canada). [136]; [135 S. 22]

   
P9896. Links Agnes Sawatzky (1909-2013) (#353464) geb. in Kronstal, Chortitza, lebte 1938-43 in Chortitza, mit Schwester Anna Sawatzky (1912-1933) (#353497) im Norden umgekommen. Foto von Lydia Huebert (Canada). [136]
   

P9894. Die 3 älteren Schwesten Sawatzky in Kronstal, Chortitza. Von l. n. r.: 1. Anna Sawatzky (1912-1933) (#353497) im Norden umgekommen. 2. Helena Sawatzky (1914-2009) (#353496). 3. Agnes Sawatzky (1909-2013) (#353464) später Frau Pauls, lebte ca. 1938-43 in Chortitza, Chortitza. Foto von Lydia Huebert (Canada). [136]; [135 S. 23]

   
P66773. Helena Petkau (geb. Rempel) (1888-1944) (#657369) verhungert und Abram Petkau (1885-1981) (#657370) geb. in Burwalde, Chortitza mit Sohn Abram (#790334) (1909-1937) erschossen. Lebten 1909-28 in Kondratjewka, Borissowo Hof Kn01. [14]; [39]; [365 S. 69]
   
P66774. Von l. n. r.: 1. Nikolai Petkau (#790299) (1914-1937) erschossen. 2. Anna Petkau (#657371) (1910-1944). 3. Abram Petkau (#790334) (1909-1937) erschossen. 4. Maria Petkau (#790322) (1912-1977). Kondratjewka, Borissowo Hof Kn01. [14]; [39][365 S. 72]
   
P66771. Hochzeit Anna (geb. Petkau) (#657371) (1910-1944) geb. in Kondratjewka, Borissowo Hof Kn01 und Franz Sawatzky (#657372) (1907-1937) Kondratjewka, Borissowo Hof Kn43. [14]; [39]; [365 S. 76]
   
P66767. Harder Boris "Bernhard" (#790321) (1907-1938) erschossen. Kondratjewka, Borissowo Hof Kn53. [14]; [39]; [365 S. 293]
   
P66759. Harder Boris "Bernhard" (#790321) (1907-1938) erschossen. Kondratjewka, Borissowo Hof Kn53. [14]; [39]; [365 S. 46]
   
P66755. Heinrich Peter Dyck (2.08.1898-1937) (#neu). Sohn von Peter Heinrich Dyck (#453416  und ?? (? - ?) (Hof Kn34). Kondratjewka, Borissowo Hof Kn03. [14]; [39][365 S. 37]
   
P66756. Anna (geb. Schröder), Margaretha und Heinrich Peter Dyck (2.08.1898-1937) (#neu). Sohn von Peter Heinrich Dyck (#453416  und ?? (? - ?) (Hof Kn34). Kondratjewka, Borissowo Hof Kn03. [14]; [39]; [365 S. 123]
   

P66748. Jakob Hermann Dyck (#727620) (1912-) in Kondratyevka, 1937 verhaftet auf immer. Lebte in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn02. [14]; [39]

   
P66740. Hermann Abram Dyck (1921-1981) (#neu), war Lehrer in Gawrilowka. Sohn von Abram Wilhelm Dyck (#452687) (1879 – 1937) und Margarete (geb. Bergmann)  (#1141376) (? - 1943). Lebte in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn06. [14]; [39]
   

P66742. Hochzeit Abram Wilhelm Dyck (#452687) (1879 – 1937) und Margarete (geb. Bergmann)  (#1141376) (? - 1943). Lebte in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn06. [14]; [39]

   

P66696. Ersatzdienst. 1. Abram Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938) erschossen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn14. 2. Peter Jakob Neudorf (#175173) (1894-1937) erschossen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn19. [14]; [39]

   
P66697. Margarethe Wilhelm (geb. Dyck) (#175453) (1895-1974) und Peter Jakob Neudorf (#175173) (1894-1937) erschossen. Lebten in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn19. [14]; [39]
   
P66698. Margarethe Wilhelm (geb. Dyck) (#175453) (1895-1974) und Peter Jakob Neudorf (#175173) (1894-1937) erschossen. Lebten in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn19. [14]; [39]
   
P66694. Von l. n. r.: 1. Maria Abram Rempel (#neu) (?-?). 2. Mutter Maria Rempel (geb. ?) (#neu) (?-?). 3. Helena Abram Rempel (13.10.1907 - 16.03.2002) (#neu). 4. Abram Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938) erschossen. 5. Vater Abram Heinrich Rempel (#1104741) (?-?). 6. Heinrich Abram Rempel (1890-) (#790332).7. Wilhelm Abram Rempel (1905-) (#neu). Lebten in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn20. [14]; [39]
   

P66695. Geschwister 1. Jakob Rempel (1912-1938) (#neu), 2. Maria Rempel (#neu) (?-?) 3. Helena Rempel (13.10.1907 - 16.03.2002) (#neu) mit Nichte 4. Maria Heinrich Rempel (#790333) (1913-2013). Lebten in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn20. [14]; [39]

   
P66691. Johann Johann Bückert (#neu)) (19.01.1896 Kondratjewka – 30.12.1937). Seine Frau war Susanna Bückert (geb. Friesen) (#neu) (17.04.1897 Kondratjewka  – 1943) vom Hof Kn30. Lebten in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn21. [14]; [39]
   

P66680. Hebamme Anna Rempel (geb. Klassen) (#413181) (1862-1922) und Nikolai Jakob Rempel (#413176) (1856 Rosenthal, Chortitza - 1942) mit Kinder. 1. Liese Rempel (#657525) (1902 Masajewka, Don Gebiet - 1943). 2. David Rempel (#657529) (1904-1937) (Hof Kn87). 3. Margareta Rempel (#413158) (1897-1987). Lebten 1894-95 in Nikolayevka, Ignatjewo; 1899? in Ignatyevka, Ignatjewo; 1899-1904 Masajewka, Don Gebiet; seit 1908 in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn22. [14]; [39]

   
P66673. Von l. n. r.: 1. Aganeta Isaak Kasdorf (#508403) (1889-). 2. Katharina Kasdorf (#508404) (1887-1921) und 3. Heinrich Rempel (?-?) (#438753). 4. Mutter Adelgunda Peter Kasdorf (geb. Janzen) (#508406) (1862-). 5. Isaak Isaak Kasdorf (#508402) (1890-) (Hof Kn16). 6. Wilhelm Isaak Kasdorf (#416466) (1902-1937). 7. Peter Isaak Kasdorf (#508401) (1892-1921) (Hof Kn46). 8. Vater Isaak Isaak
Kasdorf (#508407) (1859-). 9. Abram Isaak Kasdorf (#508405) (1885-) (Hof Kn15) und 10. Karharina Kasdorf (geb. Friesen) (#448094) (1889-) (Hof Kn15). 11. Johann Isaak Kasdorf (#437334) (1896-). Familie lebte seit 1892 in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn23. [14]; [39]
   
P66670. Hochzeit von Peter Abram Klassen  (#727645) (1912 - 1937 verhaftet für immer) und Adelgunde Kasdorf (#727644) (Hof 23). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn24. [14]; [39]
   

P66663. Familie Sawatzky. Foto 1926. Vorne von l. n. r.: 1. Maria (geb. Dyck) (#657705) (1902-1989), Frau von Johann. 2. David Sawatzky (#224896) (1899-1993). 3. Mutter Helena Sawatzky (geb. Loewen) (#156325) (1859 Chortitza, Chortitza - 1941). 4. Peter Sawatzky (#413132) (1895-1981). 5. Aganeta  (#508059) (1893-1981) (Hof Kn45). Hinten: 1. Johann Sawatzky (#657706) (1897-1942 Archangelsk).

2. Franz Sawatzky (#158162) (1891-1938) (Hof Kn 46) wurde schon 1930 verhaftet und 1937 wieder. 3. Lydia (geb. Martens) (#158163 und #411342) (1895 Neuenburg, Chortitza) Hof Kn46, Frau von Franz. 4. Margaretha (geb. Rempel) (#413158) (1897-1987) (Hof Kn22), Frau von Peter. 5. Elisabeth (geb. Dyck) (#657822) (1892-1979), Frau von Jakob. 6. Jakob (#508060) (1889-1931 Ural) im Lager umgekommen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn25. [14]; [39]
   
P66653a. Ekaterina Kasdorf (geb. Neufeld) (#508170) (1891 Chortitza, Chortitza), und Johann Johann Kasdorf (#1201564) (1892 Nikopol - 1937), mit Sohn Johann Kasdorf (#1201563) (1928-). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn27. [14]; [39]
   
P66654. Wilhelm Johann Kasdorf (#1307419) (1897-1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn27. [14]; [39]
   
P66655. Aganetha Kasdorf (geb. Dyck) (#1307425) (19.12.1897 - 23.01.1945) und Wilhelm Johann Kasdorf (#1307419) (1897-1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn27. [14]; [39]
   
P66659. David Johann Kasdorf (#1307420 ) (1900-1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn27. [14]; [39]
   
P66661. 1. Maria Löwen (geb. Janzen) (#587758) (1870 Schönwiese, Chortitza - 1943) Hof Kn37. 2. David Johann Kasdorf (#1307420) (1900-). 3. Susanne Kasdorf (geb. Löwen) (#1143188) (1897-1979) Hof Kn37. 4. David David Kasdorf (#neu) (1924/5-) Hof Kn75. 5. Elisabeth David Kasdorf (#neu) (1928-) Hof Kn75. 6. Maria (geb. Löwen) Rempel (#657530) (1905-1980) Hof Kn37, Hof Kn87. 7.
David Nikolai Rempel (#657529) (1904 Masayevka, Don - 1937) Hof Kn22, Hof Kn87. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn27. [14]; [39]
 

 

P66645. Wilhelm Johann Braun (#neu) (30.01.1907 Kondratjewka - 25.02.1943 Solikamsk). Sohn Von Johann Braun (#163311) (1867-1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn29. [39]
   
P66646. Wilhelm Johann Braun (#neu) (30.01.1907 Kondratjewka - 25.02.1943 Solikamsk). Sohn Von Johann Braun (#163311) (1867-1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn29. [39]
 

 

P66641. Friesen Wilhelm Wilhelm (#347072) (29.03.1864-) mit Kinder: 1. Katharina Friesen (#392673) (1891-1923). 2. Wilhelm Friesen (#neu) (28.09.1892 - 1937). 3. Elisabeth Friesen (#727722) (22.04.1895 - 10 .10.1939) (Hof Kn47). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn30. [14]; [39]
   
P66636. Begräbnis von Katharina Wilhelm Dyck (#452683) (18.06.1870 - 1929). Von l. n. r.: 1. Sitzt Mutter Heleha Abram Dyck (geb. Niebuhr) (#150197) (1848-). 2. Margatetha Neudorf (geb. Dyck) (#452692) (1895-1974) (Hof Kn19). 3. Jakob Hermann Dyck (#727620) (1912-1932). 4. Hermann Hermann Dyck (#727621) (1910-1937). 5. Johann Hermann Dyck (#727637) (1908-1937). 6. Helena
Wilhelm Dyck (#452689) (1892-1960). Hinter dem Stall. Foto 1929. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn32. [14]; [39]
   
P66639. Abram Wilhelm Dyck (#452687) (30.09.1879 – 1937) und Margarete Bergmann  (#1141376 ) (? - 1943). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn32. [14]; [39]
   
P66622. Johann Johann Fröse (#175457) (1898 - 7.11.1941) in der Verbannung umgekommen. Heiratete Maria Jakob Fröse (geb. Neudorf) (#175174) (1897-) (Hof Kn42). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [14]; [39]
   
P66616. Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937). Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Foto 1929. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
   
P66617. Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937) im Wehrdienst. звание младший комвзвода, - войска связи. Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
   
P66618. Rechts Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937) im Wehrdienst. Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
   
P66619. Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937) im Wehrdienst. Im Hintergrund der Kloster von Swjatogorsk. Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
   
P66620. Links Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937) im Wehrdienst. Im Hintergrund der Kloster von Swjatogorsk. Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
   
P66621. Fröse Heinrich Johann (#neu)  (1911-1937) nach dem Wehrdienst. Sohn von Jakob Johann Fröse (#neu), (? - ?) und Maria Abram (geb. Dyck) (#neu), (1905 - 1974). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [39]
 


P66614. Begräbnis der Frau von Peter Heinrich Dyck. Von l. n. r.: 1. Heinrich Dyck (#neu) (1898-1937) (Hof Kn03). 2. Margaretha Dyck (?-?) (#neu). 3. Johann (Hans) Dyck (#neu) (1901 - 02.01.1938). 4. Vater Peter Heinrich Dyck (#453416) (1870 Kronsgarten, Chortitza - 11.02.1933 Kuschba, Ural Region). Im Sarge seine Frau Name unbekannt (#neu) (?-?). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn34. [14]; [39]
   
P66609. Isaak Isaak Friesen (#neu) (4.03.1896-1937). Sohn von Isaak Friesen (#neu), (1868-1937) und Katharina Epp (#neu) (?-?). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn35. [39]
   
P66612. Isaak Isaak Friesen (#neu) (4.03.1896-1937). Sohn von Isaak Friesen (#neu), (1868-1937) und Katharina Epp (#neu) (?-?). Foto aufgenommen am 1.11.1939. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn35. [39]
   

P66613. Hans (Johann) Sawatsky (#657578) (1909-1937). Mann von Margaretha Friesen (#657574), (? - 05.1984). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn35. [14]; [39]

   

P66608. Mit dem blauen Punkt: David Nikolai Rempel (#657529) (1904 Masayevka, Don Gebiet - 1937) Verhaftet am 8.12.1937, zum Tode verurteil am 30.12.1937. Maria Löwen (#657530) (1905-1980) Hof Kn37. Lebte 1927-37 in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn 87. Mit dem grünen Punkt: N. Loewen ?. Foto 1929 Altai. [14]; [39]

   
P66602. Maria Heinrich (geb. Siemens) (#396305) (1862 Eichenfeld, Yazykovo -1938) und Isaak Peter Hildebrandt (#433050) (1858 Einlage, Chortitza- 1920 Ekaterinovka, Ignatyevo) Lehrer und Prediger. Familie lebte 1883-85 in Eichenfeld, Yazykovo; 1889, 1893-1904 in Ekaterinovka, Ignatyevo. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn38. [14]; [39]
   

P66603. Isaak Peter Hildebrandt (#433050) (1858 Einlage, Chortitza- 1920 Ekaterinovka, Ignatyevo) im Wagen. Lehrer und Prediger. Beim Pferd Abram Isaak Hildebrandt (#1116137 1898  Einlage, Chortitza) 1937 verhaftet. Familie lebte 1883-85 in Eichenfeld, Yazykovo; 1889, 1893-1904 in Ekaterinovka, Ignatyevo. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn38. [14]; [39]

   
P66599. Von l. n. r.: 1. Peter Rempel (#neu) (26.03.1928 Kondratjewka -). 2. Anna (geb. Kasdorf) (#neu) (24.02.1907 – 28.10.1985).  3. Wilhelm Abram Rempel (#neu) (1905 Kondratjewka - 1937). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn40. [39]
   
P66578. Liese Nikolai (geb. Rempel) (#657525) (1902 Masayevka, Don Gebiet - 1943 Sibirien) und Dietrich Johann Sawatzky (#657526) (1898- 1937 in der Verbannung umgekommen) mit Kinder: Elizabeth Sawatzky (#657528) (1927-), Johann  Sawatzky (#657527) (1923- in der Trudarmee umgekommen). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn43. [14]; [39]
   

P66579. Frank Sawatsky (#657372) (1907-1937). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn43. [14]; [39]

  Hof 44
P66569. 1920 Olga Löwen (geb. Martens) (#467106, #411343) (1897- 10.1924) und Peter Löwen (#467107, #1069101) (1891 Chortitza, Chortitza - 1933 Serow, Ural). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn44. [14]; [39]
   
P66570. 1928 Helena Löwen (geb. Wedel) (#1069102) (1905 - 1982 BRD) und Peter Löwen (#467107, #1069101) (1891 Chortitza, Chortitza - 1933 Serow, Ural) mit Kindern: Maria Löwen (#neu) (16.09.1921 Kondratjewka – †18.10.1979 Kemerowo, Russland), Helena Löwen (#neu) (14.04.1920-), Olga Löwen (#neu) (10.08.1923-). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn44. [14]; [39]
   
P66563. Im Hintergrund: Lydia Peter (geb. Martens) (#158163, #411342) (1895 Neuenburg, Chortitza) - 1945 Balchasch) Hof Kn23 und Franz Sawatzky (#158162) (1891 Neuenburg, Chortitza - 1938 Zaporozhye). 1930 nach Ural verschickt, 1937 verhaftet und umgekommen. Im Vordergrund Kinder: 1. Wilhelm Peter Kasdorf (#1042368) (1917-). 2. Margaretha (#158167) (1923-1970). 3. Helena (#158166) (1929-). 4. Franz Sawatzky (#158164) (1924-). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn46. [14]; [39]
   
P66561. Begräbnis von Sarah Epp (geb. Loewen) in Choritza 1906. Von l. n. r.: 1. Sarah Epp (#656175) (1889 Chortitza, Chortitza - 1971). 2. Franz K. Epp (#173187) (1858 Rosengart, Chortitza - 1919), David Epp (656171) (1892 Chortitza, Chortitza - 1974). 3. Lehrer Peter Epp (#656185) (1886 Chortitza, Chortitza - 1942) lebte in Arkadak, 1929 nach Murmansk verschickt, 1937 wieder verhaftet 1942
und umgekommen. Lebte in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn47 Schulhof. 4. Franz Epp (#656189) (1884 Chortitza, Chortitza - 1977). 5. Heinrich Epp (#656165) (1899 Chortitza, Chortitza - 1982). Im Sarge Sarah Kornelius Epp (geb. Loewen) (#156326) (1858 Chortitza, Chortitza - 5. 05.1906 Chortitza, Chortitza). [14]; [39]
   
P66548. Vorne von l. n. r.: 1. Bernhard Harder (#790321) (1907-1938). 2. Mutter Susanna Harder (geb. Braun) (#1211977) (05.09.1875 - 10.10.1941). 3. Vater Peter Harder (?-?) (#790320). 4. Soldat aus Österreich. Hinten: 1. Helena Harder (#416157, #1206936) (20.04.1901-). 2. Katharina Harder (#1206937) (12.08.1896-). 3. Peter Harder (1206935) (19.11.1903 - 1937). Foto 1918. Familie lebte in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn53. [14]; [39]
   
P66553. Wilhelm Isaak Kasdorf (#416466) (1902-1937). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn23. Mann von Helena Kasdorf (geb. Harder) (#416157, #1206936) (20.04.1901 - ). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn53. [14]; [39]
   
P66554. Peter Harder (1206935) (19.11.1903 - 1937). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn53. [14]; [39]
   
P66555. Blasorchester in Mariupol. 1.  Peter Harder (1206935) (19.11.1903 - 1937). Foto 26.7.1933. Lebte in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn53. [14]; [39]
   
P66779. Antwort aus dem Archiv in Cherson vom 14.03.2017 über die Erschiessung von David Peter Siemens (3.12.1903 - 21.01.1938) (#1299752) aus Michaelsburg, Fürstenland am 21.01.1938. Von Евгений Зименс. [14]; [39]
   
P66778. Auszug aus der Akte über die Erschiessung von David Peter Siemens   ( 3.12.1903 - 21.01.1938) (#1299752) aus Michaelsburg, Fürstenland am 21.01.1938. Von Евгений Зименс. [14]; [39]
   

P66754. Begräbnis von Frau (Name unbekannt) von Johann Schröder. Sitzend: 1. Johann Schröder (? – 1942 Kasachstan) (#neu). 2. Helena Schröder (? - ?) (#neu). 3. Anna Schröder (12.08.1902 - 27.05.1954 Karaganda, Kasachstan) (#neu), sie heiratete Heinrich Peter Dyck. 4. Elisabeth Schröder (? - ?) (#neu)sie heiratete Johann (Hans) Peter Dyck (1901 - 02.01.1938). 5 ?. Johann Schröder heiratete danach eine Siemens (? -?). Kondratjewka, Borissowo Hof Kn03. [14]; [39]

 

 

P66709. Hinten von l. n. r.: 1. Heinrich Peter Epp. 2. Lehrer Peter Franz Sawatsky  (#413132) (1895 Kondratjewka - 1981), lebte bis 1926 in Kondratjewka, später Prediger in Canada. 3. Peter David Klassen (#1032506) (1895 Nikolaipol, Borissovo - 1949). Vorne: 1. Jacob Heinrich Paetkau (#435577) (1895 Nikolaifeld, Borissovo - 1947) später Ältester der KG Kalinowo, Memrik. 2. Jakob Jakob Schulz (#94055) (1891-1958) geb. in Nikolaipol, Borissovo), Prediger. 3. Abram Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938) erschossen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn14. Foto 1915. [14]; [39]
   
P66710. Hochzeit in Kondratjewka, Borissowo 1918. Katharina (geb. Sawatsky) (#583293) (1895 Kondratjewka Hof Kn43 - 1928) und Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938) erschossen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn14. [14]; [39]
   
P7488. Familie Dietrich Pauls. Stehend von l. n. r.: 1. Dietrich Pauls (1912-) (#454995). 2. David Woelk (1904-1938) (#425490). 3. Tina Woelk (1910-2003) (#435486). 4. Katharina Pauls (4.04.1918-2011) (#455000) heiratete Peter Schoenke. 5. Martin Woelk (1907-1969) (#435488). 6. Maria Woelk (1918-1984) (#392679). 7. Elisabeth Pauls, (1909-1983) (#435485) heiratete Jakob Harder. 8. Abram

Rempel (1895-1938) (#657611) geb. in Kondratyevka, Borissovo, erschossen. 9. Peter Pauls (1905-1938) (#454995) heiratete Anna Pauls. Sitzend von l. n. r.: 1. Johann Woelk (1915-1941) (#435487). 2. Abram Pauls (2.11.1915-1938) (#454999) 3. Tina Woelk (geb. Kampen) (1906-1985) (#435493) mit Sohn David (1927-2004) (#435494) geb. in Nikolaifeld, Yazykovo. 4. Mutter (zweite Frau von Dietrich) Maria Pauls (geb. Dyck, verwitwete Woelk) (1884-1959) geb. in Franzfeld, Yazykovo. 5. Vater Dietrich Pauls (1880-1941) (#452200) mit Jasch (1923-1949) (#435492), der letzter Schulze (1918) in Chortitza. 6. Anna (Annuschka) Pauls (1921-) (#435491). 7. Lena Rempel (geb. Pauls) (15.10.1907-) (#454996) mit Maria Rempel (1925-1982) (#657609) und Abram Rempel (#657610) (1923 Kondratjewka - 1941) 5.09.1941 verhaftet und umgekommen. Foto 1930. Die Familie Pauls lebte 1880-1941 Chortitza, Chortitza. Die Familie Woelk lebte 1902 in Nikolaifeld, Yazykovo, 1904-1918 in Eichenfeld, Yazykovo. [14]; [39]

   
P66715. Familie von Abram Rempel in Kondratjewka. Von l. n. r.: 1. Abram Rempel (#657610) (1923 Kondratjewka - 1941) 5.09.1941 verhaftet und umgekommen. 2. Maria Rempel (#657609) (1925 Kondratjewka - 1982). 3. Mutter (zweite Frau von Abram) Helena (geb. Pauls) (#454996) (15.10.1907-). 4. Katharina Rempel (#657602) (1928 Kondratjewka). 5. Vater Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938), erschossen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn14. [14]; [39]
   
P66716. Familie von Abram Rempel in Kondratjewka. Von l. n. r.: 1. Vater Abram Rempel (#657611) (1895 Kondratjewka - 1938), erschossen. 2. Maria Rempel (#657609) (1925 Kondratjewka - 1982). 3. Katharina Rempel (#657602) (1928 Kondratjewka). 4. Helena Rempel (#neu) (1930). 5. Abram Rempel (#657610) (1923 Kondratjewka - 1941) 5.09.1941 verhaftet und umgekommen. 6. Mutter (zweite Frau von Abram) Helena (geb. Pauls) (#454996) (15.10.1907-). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn14. [14]; [39]
   
P66739. Familie Sawatzky wurd im März 1930 nach Archangelsk verbannt. Vorne von l. n. r.: Maria Gerhard (geb. Dyck) (#657705) (1902-1989) mit Sohn Johann (#657653) (1939-), Herman (#657664) (1930-), Johanna (Anna) (#657666) (1929-) und Johann Franz (#657706) (1897-1942). Hinten: Gerhard (#657702) (1927-) und Franz (#657703) (1925-). Foto Juli 1939 in Woloschka, Archangelsk. Lebten bis 1930 in Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn08. [14]; [39]
   
P66624. Johann Johann Fröse (#175457) (1898 - 7.11.1941) in der Verbannung umgekommen, mit Sohn Jakob (#994985) (29.01.1925 -). Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [14]; [39]
   
P66627. 1932-40. Nowoselowka, Sowchos «Butilochnik»?. Rechts Johann Johann Fröse (#175457) (1898 - 7.11.1941) in der Verbannung umgekommen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [14]; [39]
   
P66628. Johann Johann Fröse (#175457) (1898 - 7.11.1941) in der Verbannung umgekommen. Kondratjewka, Borissowo, Hof Kn33. [14]; [39]
   
P66582. Sara Martin (geb. Klassen) (#175170) (1857-1932 in der Verbannung) und Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   
P66583. Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. Foto 1875. [14]; [39]
   
P66584. Sara Martin (geb. Klassen) (#175170) (1857-1932 in der Verbannung) und Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   

P66546. Haus von Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]

   

P66585. 1. Gerhard Neudorf (#175175) (1898 - in der Verbannung) mit Kind. 2. Johann Neudorf (#175172) (1880-1832 in der Verbannung). 3. Sara (geb. Klassen) (#175170) (1857-1932 in der Verbannung). 4. Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]

   
P66586. Hinten von l. n. r.: 1. Peter Neudorf (#175173) (1891-). 2. Johann Fröse  (#175457) (1898 - in der Verbannung). 3. Johann Neudorf (#175172) (1880-1932 in der Verbannung). 4. Gerhard Neudorf (#175175) (1898 - in der Verbannung). 5. Dietrich Neudorf (#175177) (1901-1979). Vorne: 1. Margaretha Neudorf (geb. Dyck) (#175453) (1895-). 2. Maria Fröse (geb. Neudorf) (#175174) (1897-).
3. Mutter Sara Martin (geb. Klassen) (#175170) (1857-1932 in der Verbannung). 4. Vater Jakob Johann Neudorf (#174389) (1854 Osterwick, Chortitza - 1932 in der Verbannung). 5. Maria Neudorf (geb. Penner) (#neu) (14.12.1903 - 2.9.1932) - Frau von Gerhard. 6. Maria Neudorf (geb. Löwen) (#175449) (1893-) - Frau von Jakob Neudorf. Familie lebte 1901 in Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   
P66587. Johann Jakob Neudorf (#175172) (23.10.1880 - 28.03.1932 in der Verbannung). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   
P66588. Johann Jakob Neudorf (#175172) (23.10.1880-28.03.1932 in der Verbannung). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   
P66592. Maria Neudorf (geb. Penner) (#neu) (14.12.1903 - 2.9.1932) und Gerhard Jakob Neudorf (#175175) (1898 - in der Verbannung). Kondratyevka, Borissovo Hof Kn42. [14]; [39]
   
P66413. Anna Hermann Penner (09.09.1898 Ostenfeld, Am Trakt, Russland - 28.10.1976 Talgar, Gebiet Alma-Ata, Kasachstan) (#1254455). Anna und ihr Mann Klassen kamen noch vom Trakt für lange Zeit ins Gefängniss. Ihre Kinder wurden bei Verwandten untergebracht. Nach der Haft kam Anna nach Tula zu ihrer ältesten Tochter Anna und ihr Mann kam nach Semilushki Tomsk zur Tochter Helene, wo er auch gestorben ist. Hatten ihre Wirtschaft und wohnten als Familie in Lindenau, Am Trakt. Foto von Rudolf Schaufler. [14]; [36]
   
P66412. Julius Julius Wiens (19.05.1889 Ostenfeld, Am Trakt, Russland - 20.05.1939 in der  Verbannung, Komsomolsk-na-Amure, UdSSR) (#1254898). Foto von Rudolf Schaufler. [14]; [36]
   
P66411. Julius Julius Wiens (19.05.1889 Ostenfeld, Am Trakt, Russland - 20.05.1939 in der  Verbannung, Komsomolsk-na-Amure, UdSSR) (#1254898). Familie hatte eine Wirtschaft und lebte in Köppental, Am Trakt. Foto von Rudolf Schaufler. [14]; [36]
   
P66141. Familie von Prediger Heinrich Janzen in Dolinsk, Neu Samara (gehörte zu den ersten Bewohnern von Dolinsk). Stehend v. l.: 1. Heinrich Janzen (?, Dolinsk, Neu Samara - ?) (#1371086). 2. Sara Janzen (1913, Dolinsk, Neu Samara - 25.02.2002, Deutschland) (#1371215). 3. Maria Janzen (? - 1943, Dolinsk, Neu Samara)

(#1371329). 4. Helena Janzen (22.04.1908, Dolinsk, Neu Samara - 25.01.1992, Dolinsk, Neu Samara) (#1371327). 5. Aganetha Janzen (28.12.1905, Dolinsk, Neu Samara - 8.01.1986, Dolinsk, Neu Samara) (#1371202).  6. Elisabeth Heinrich (geb. Penner)  (7.07.1902 Neu Samara - 2.01.1957, Donskoje, Neu Samara) (#1367438) Frau von Jakob Janzen.

Sitzen v. l.: 1. Mutter Agatha Janzen (geb. Warkentin) (?, Molotschna, South Russia - ?, Dolinsk, Neu Samara) (#941149). 2. Vater Heinrich Jakob Janzen (1878 - 1937, Russia) (#803893). 3. Sohn Jakob Janzen (1898, Dolinsk, Neu Samara - Okt 1962, Donskoje, Neu Samara) (#1036217) mit 4.  Sohn Heinrich Janzen (#857774).
Prediger Heinrich Janzen wurde 1937 verhaftet und ist im Gefängnis gestorben.

Foto von von Elvira Nachtigal (geb. Wiens). [14]; [41]

   
P66142. 1930er Jahre in Dolinsk, Neu Samara. In der Mitte sitzen: Agatha (geb. Warkentin) (?, Molotschna, South Russia - ?, Dolinsk, Neu Samara) (#941149) und Prediger Heinrich Janzen (1878 - 1937, Russia)(#803893). Links sitzen: Lehrer Johann

Johann Penner (1900 - 1954, Dolinsk, Neu Samara) (#1153205) und Margaretha Franz (geb. Isaak) (#1152027) mit Töchter (Mitte) Agnes (#1149819) und Margaretha (#1148544). Rechts sitzen: Jakob Janzen (1898, Dolinsk, Neu Samara - Okt 1962, Donskoje, Neu Samara) (#1036217) und Elisabeth Heinrich (geb. Penner) (7.07.1902, Neu Samara - 2.01.1957, Donskoje, Neu Samara) (#1367438). Prediger Heinrich Janzen wurde 1937 verhaftet und ist im Gefängnis gestorben. Foto von von Elvira Nachtigal (geb. Wiens). [14]; [41]

   

P66126. Bernhard B(a)ergen (24 Mar 1884, Friedensdorf, Molotschna, South Russia - 1937, Russland) (#175572). Er ist in Pleschanowo, Neu Samara aufgewachsen und lebte nach der Hochzeit auf dem Chutor Blagodatnajaj, bei Neu Samara (Gut von seinem Schwiegervater Nikolaj Thiessen). Er ging 1912 zur Berliner Allianzbibelschule um Theologie zu studieren und war seit 1928 Gemeindevorsteher der Mennoniten Brüdergemeinde in Lugowsk, Neu Samara. 1929 wurde er nach Solowki verbannt.

Nach einigen Jahren wurde er freigelassen, dann wiederum verbannt und ist seit 1937 verschollen. Foto von Johann Funk aus Warendorf. [67]; [14]

Weitere Informationen über ihn findet man in „Neu Samara am Tock, Jakob H. Brucks und Heinrich P. Hooge“. Seite 109 - 110.

Seine Verbannung wird hier beschrieben: Brief aus Neu Samara in der "Mennonitische Rundschau" vom 16 April 1930, Seite 8.

   

P66127. Bernhard B(a)ergen (24 Mar 1884, Friedensdorf, Molotschna, South Russia - 1937, Russland) (#175572). Hier in der Verbannung in Sibirien. Er ist in Pleschanowo, Neu Samara aufgewachsen und lebte nach der Hochzeit auf dem Chutor Blagodatnajaj, bei Neu Samara (Gut von seinem Schwiegervater Nikolaj Thiessen). Er ging 1912 zur

Berliner Allianzbibelschule um Theologie zu studieren und war seit 1928 Gemeindevorsteher der Mennoniten Brüdergemeinde in Lugowsk, Neu Samara. 1929 wurde er nach Solowki verbannt. Nach einigen Jahren wurde er freigelassen, dann wiederum verbannt und ist seit 1937 verschollen. Foto von Johann Funk aus Warendorf. [67]; [14]

Weitere Informationen über ihn findet man in „Neu Samara am Tock, Jakob H. Brucks und Heinrich P. Hooge“. Seite 109 - 110.

Seine Verbannung wird hier beschrieben: Brief aus Neu Samara in der "Mennonitische Rundschau" vom 16 April 1930, Seite 8.

   

P66128. Anna geb. Thiessen (6 Jan 1892, Neu Samara Colony, Russia - Feb 1934, Neu Samara Colony, Russia) (#142799) und Bernhard B(a)ergen (24 Mar 1884, Friedensdorf, Molotschna, South Russia - 1937, Russland) (#175572). Bernhard ist in Pleschanowo, Neu Samara aufgewachsen. Nach der Hochzeit lebten sie auf dem Chutor

Blagodatnajaj, bei Neu Samara (Gut von Annas Vater, Nikolaj Thiessen). Berhard ging 1912 zur Berliner Allianzbibelschule um Theologie zu studieren und war seit 1928 Gemeindevorsteher der Mennoniten Brüdergemeinde in Lugowsk, Neu Samara. 1929 wurde er nach Solowki verbannt. Nach einigen Jahren wurde er freigelassen, dann wiederum verbannt und ist seit 1937 verschollen. Foto von Johann Funk aus Warendorf. [67]; [14]

Weitere Informationen über ihn findet man in „Neu Samara am Tock, Jakob H. Brucks und Heinrich P. Hooge“. Seite 109 - 110.

Seine Verbannung wird hier beschrieben: Brief aus Neu Samara in der "Mennonitische Rundschau" vom 16 April 1930, Seite 8.

   
P9723. Peter Franz Froese (1892-1957) (#1026001), als er aus der Verbannung kam. Peter Froese, jahrelang einer der Vertreter der Mennoniten vor der Sowjet-Regierung, musste später ins Gefängnis und in die Verbannung. Dort brachte er viele schwere Jahre zu. Während des Krieges entkam er nach Deutschland. Aufgewachsen in Memrik, begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium

wurde vom Ersten Weltkrieg unterbrochen. Als die Hungersnot (1921) nach Russland kam, antworteten die Mennoniten in Nordamerika, in dem sie Hilfe schickten. Peter war einer der Koordinatoren der Hilfe auf russischer Seite. Mit Cornelius F. Klassen war er daran beteiligt, Mennoniten bei der Einwanderung nach Nordamerika zu helfen. Wären dieser Zeit lebte er in Moskau. In der Zwischenzeit half Peter bei der Organisation des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV). Später wurde er zum Vorsitzenden dieses Vereins gewählt. 1929 wurde Froese verhaftet und in das Lubjanka-Gefängnis gebracht. Er erhielt eine zehnjährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen, durfte aber nur für kurze Zeit nach Hause zurückkehren. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet überrannte, kam Peter nach Deutschland und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder. Dort fand er schließlich seine körperliche, geistige und seelische Gesundheit wieder. GAMEO: Froese, Peter. [11 S. 174]; [13 S. 123]; [14]; [67]

   
P9722. Peter Franz Froese (1892-1957) (#1026001) nach dem er sich in Deutschland erholt hatte. Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg. Vorsitzender des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV). Aufgewachsen in Memrik, lebte in Moskau, 10 Jahre Verannung. [11 S. 174]; [13 S. 123]; [14]; [67]
   
P9726. Links Cornelius Franz Klassen und rechts, Peter Froese, in Moskau 1924. Cornelius Franz Klassen (22 Jul 1894, Dolinsk, Neu Samara, Russia - 8 May 1954, Gronau, Nordrhein-Westfalen, Germany) (#414023). In Donskoj, Neu Samara aufgewachsen, studierte er 1913-1914 Erziehungswissenschaften in St. Petersburg. In den Jahren 1921 bis 1923 war er aktiv beim AMR (American Mennonite Relief = Amerikanisch-Mennonitisches Hilfswerk) tätig. Danach war er 1923 an der

Gründung des AMLV ( Allrussischer Mennonitischer Landwirtschaftlicher Verein ) beteiligt, dessen Vizepräsident er wurde. Im Rahmen seiner Arbeit beim AMLV in Moskau hat er zwischen 1923 und 1928 vielen bei der Ausreise nach Kanada geholfen. Während dieser Arbeit lebte er zeitweise in Moskau. Seine größte Leistung war seine Arbeit als europäischer Abgesandter für Flüchtlingshilfe und Umsiedlung des MCC (Mennonite Central Commettee) in Europa von Dezember 1945 bis zu seinem Tod 1954.

Peter Fröse (31 Jan 1892, Russia - 23 Sep 1957, Stuttgart, Baden-Württemberg, Germany) (#1026001)
Aufgewachsen in Memrik, begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde vom Ersten Weltkrieg unterbrochen. Als die Hungersnot (1921) nach Russland kam, antworteten die Mennoniten in Nordamerika, indem sie Hilfe schickten. Peter war einer der Koordinatoren der Hilfe auf russischer Seite. Mit Cornelius F. Klassen war er daran beteiligt, Mennoniten bei der Einwanderung nach Nordamerika zu helfen. Wären dieser Zeit lebte er in Moskau. In der Zwischenzeit half Peter bei der Organisation des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV). Später wurde er zum Vorsitzenden dieses Vereins gewählt.
1929 wurde Froese verhaftet und in das Lubjanka-Gefängnis gebracht. Er erhielt eine zehnjährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen, durfte aber nur für kurze Zeit nach Hause zurückkehren. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet überrannte, kam Peter nach Deutschland und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder. Dort fand er schließlich seine körperliche, geistige und seelische Gesundheit wieder. [11 S. 173]; [13 S. 122] ; [14]; [67]

   
       
       
   
Quellen:
1. Fotos von Anatolij Prosorow-Reger mit Informationen von Adina Reger Weissenthurm, Deutschland.
     

14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2019. Beschreibung.

35. Berichte, Dokumente und Fotos von Willi Frese, alle seine Berichte.

36. Fotos und Informationen von Alexander Wiens (Email) aus Minden, alle seine Berichte.

39. Berichte, Karten und Fotos von Viktor Petkau (Email) aus Dortmund, alle seine Berichte.

41. Foto und Informationen von Lydia Friesen (geb. Esau) (Email), alle ihre Berichte.

48. Als ihre Zeit erfüllt war. 150 Jahre Bewahrung in Russland. Walter Quiring, Helen Bartel. Saskatoon, Saskatchewan. 1963.

49. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. Band 1. Winnipeg. 1949.

50. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954.

57. Fotos und Informationen von Maria Krahn (Email), alle ihre Fotos.

67. Berichte, Fotos und Informationen von Andreas Tissen (Email), alle seine Berichte.

93. Dokumente und Bilder von Viktoria Kipka (Email), alle ihre Berichte.

118. Dokumente, Fotos und Informationen von Helene Bergen, alle ihre Berichte.

119. Fotos und Informationen von Alexander Loewen, alle seine Berichte.

135. Refugee. Helen Rose Pauls. Abbotsford, British Columbia. 2016.

136. Fotos und Informationen von Lydia Huebert (geb. Pauls) aus Canada aus dem Nachlass von Agnes Pauls (geb. Sawatzky) (1909-2013) (#353464).

337. Berichte und Informationen von Lillia Nickel, alle ihre Berichte.

348. Zeitschirift des Hilfskomitee "Aquila". Herausgabe 1998-2019. Steinhagen. Einige Ausgaben.

377. Fotos, Dokumente und Informationen von Peter Franz, alle seine Berichte

393. Fotos, Dokumente und Informationen von Andrej Krysanow, alle seine Berichte.

400. Berichte, Fotos und Informationen von Roman Klassin, alle seine Berichte.

431. Berichte, Fotos und Informationen von Anna Waskowski, alle ihre Berichte.

764. Mennoniten, die in Riga (Рижский политехнический институт) studierten. (russisch) von Viktor Petkau.

       
 
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am 19.07.2019