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Berichte, Dokumente und Fotos von Willi Frese

   
 
 

Diese Bilder und Fotos wurden uns von Willi Frese aus Frankfurt (Email) von seiner Familie Frese und Mantler freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Er schreibt: "bin im Altaj geboren, jetzt lebe ich in Deutschland. Mein Urgroßvater – Gustav Jakob Frese (Fröse) ist 1888 in Lindenau, Kolonie Am Trakt, geboren. Mein Großvater Jsaak Gerhard Mantler ist 1896 in Kanzerowka (Rosental), Chortitza, geboren. (1 Tagebuch, 1 Dokument, 261 Fotos)

 

Tagebuch von Johann Wall (1793-1860), einem der Organisatoren der Auswanderung nach Am Trakt Kolonie. Abgeschrieben von Willi Frese.

Auszug aus dem Tagebuch von Johannes Dietrich Dyck (1826-1898) "A Pilgrim People". Oberschulze in Am Trakt Kolonie 1871-1898. Aus dem Englischen übersetzt von Willi Frese.

   

Fotos aus dem Buch "Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954." Von Willi Frese.

Fotos Prediger aus dem Buch "Mennonitische Märtyrer der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. Winnipeg. 1949." Von Willi Frese.

Fotos aus dem Buch "Die Alt-Evangelische Mennonitische Bruderschaft in Rußland (1798- 1910) im Rahmen der mennonitischen Gesamtgeschichte. Peter M. Friesen. Halbstadt, Odessa. 1911." Von Willi Frese.

   
   

P7747. Vater meiner Mutter - links Isaak Gerhard Mantler (17.08.1896 - 18.06.1938) (#neu) geb. in Rosental, Chortitza. Ca. 1907-09 nach Orechovo, dann Kusak (Alexanderkrone), Altai umgezogen. [35]

P7744. In der Mitte ist Gustav Jakob Frese (15.01.1888 - 17.03.1938) (#neu) geb. in Lindenau, Am Trakt Kolonie, zog ca. 1910 nach Ananjewka, Altaj, lebte ca. 1930-37 in Lugowoje, Amur. Das Foto muss auf dem Weg von Lindenau, Samara nach Ananjewka, Altaj ca. 1910 in Semipalatinsk entstanden sein. [35]

   
P7745. Gustav Jakob Frese (15.01.1888 - 17.03.1938) (#neu) geb. in Lindenau, Am Trakt Kolonie, zog ca. 1910 nach Ananjewka, Altaj, lebte ca. 1930-37 in Lugowoje, Amur. Foto muss ca. 1930 in Lugowoje, Amur entstanden sein. [35]
   
P7746. Gustav Jakob Frese (15.01.1888 - 17.03.1938) (#neu) geb. in Lindenau, Am Trakt Kolonie, zog ca. 1910 nach Ananjewka, Altaj, lebte ca. 1930-37 in Lugowoje, Amur. Foto 1938 aus dem Gefängnis (siehe Bescheinigung P7743). [35]
   

P7743. Bescheinigung (russisch) über den Tod von Gustav Jakob Frese (15.01.1888 - 17.03.1938) (#neu) geb. in Lindenau, Am Trakt Kolonie, zog ca. 1910 nach Ananjewka, Altaj, lebte ca. 1930-37 in Lugowoje, Amur. Übersetzung der Bescheinigung in Deutsch. [35]

   
P7688. Von Verwandten Isaak und Katharina Gossen an mein Urgroßvater Gustav Frese 1933. Text auf der Rückseite "An Gustav Frösen zum Andenken von Isaak und Katharina Gossen. 1933 Jahre." Rückseite vom Foto P7688. [35]
   
P7682. Drei Schwestern von meiner Urgroßmutter Margareta Frese (geb. Ekkert) mit ihren Männern. Rechtes Paar – Wiens. [35]
   
P7683. Meine Oma Anna Frese (geb. Löwen) (26.05.1913 - 24.02.1992) (#neu) mit ihrer ältester Tochter Maria am Sarg vom zweiten Kind 1937. [35]
   
P7684. Meine Oma Anna Mantler (geb. Friesen) (05.12.1903 - 25.01.1975) (#neu) mit ihren drei Töchtern: Sara (07.10.29 - 5.10.49) (#neu), Maria Frese (meine Mutter) und Katharina Siemens 1947. [35]
   

P7686. Meine Oma Anna Jakob Mantler (geb. Friesen) ihr Bruder Peter Jakob Friesen (1920-1965) (#neu) ca. 1948. Text auf der Rückseite "Zum andenken fon denen Bruder Peter an die Schwester Anna". Rückseite vom Foto P7686. [35]

   
P7680. Jakob Jakob Dyck (17.08.1881 - 1954) (#337248) geb. in Ostenfeld, Am Trakt mit seinem Freund Edward Rahn. Halbbruder von Gustav Jakob Frese. California 1907. [14]; [35]
   
P7681. Familie von Isaak Gerhard Mantler (17.08.1896 - 18.06.1938) (#neu). Hinten von l. n. r.: 1. Abram Mantler (1.12.1898-) (#507595). 2. Jakob Mantler (1900 - 25.03.38) (#neu). 3. Kornelius Mantler (1905 - 25.03.38) (#neu).4. Gerhard Mantler (1891-) (#neu). Mittleree Reihe von l. n. r.: 1. Frau von Jakob Mantler mit Tochter
Anna. In der Mitte die Eltern: Gerhard Gerhard Mantler (1861-) (#1274594) und Anna Mantler (geb. Giesbrecht) (21.12.1862-) (#507595) geb. in Rosenthal, Chortitza. [14]; [35]
   
P7676. Maria Jakob Dyck (1.10.1876 -) (#861316) geb. in Am Trakt Kolonie mit Mann Heinrich Kornelius Dyck (15.08.1871 - 10.06.1938) (#861315) und Kinder Jakob Dyck (1910-1957) (#533833), Katherine Dyck (1916-2009) (#640389), unbekannt. Halbschwester von Gustav Jakob Frese. Familie lebte 1910-16 in Slawgorod, Altaj. [14]; [35]
   
P7677. Justina Jakob Penner (geb. Dyck) (26.09.1879 -) (#861312) geb. in Am Trakt Kolonie mit Mann Penner (#neu) und Kinder. Halbschwester von Gustav Jakob Frese. [14]; [35]
   
P7678. Unbekannt. Verwandte vom Urgroßvater Gustav Frese. [35]
   
P7679. Unbekannt. Verwandte vom Urgroßvater Gustav Frese. [35]
   
P64999. Des Deputierten Bartsch Grabmal in der Kolonie Rosental bei Chortitza. Johann Jacob Bartsch (1757-1821) (#12624) gestorben in Rosenthal, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 72]
   
P64998. Des Deputierten Höppner Grabmal auf der Insel Chortitza. Jakob Jacob Höppner (1748-1826) (#174689) gest. auf der Insel Chortitza, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 73]
   
P64997. August Hermann Lenzmann (29.01.1823-1877) (#706252) geb. in Brenkenhofswalde, Brandenburg, Preußen. Einwanderung nach Molotschna, Gnadenfeld vor 1835. Er wurde 1851 zum Prediger der Gnadenfelder Mennonitenkirche gewählt. 1854 zum Ältesten der Kirche gewählt und ordiniert. Er war Mitbegründer der Gnadenfelder Bruderschule und ein enger Freund von Eduard Wüst. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P65026. David Jacob Hamm (1822 - ca. 1884) (#4685) geb. in Preußen, Ladekopp, Groß Werder. 1852 Einwanderung nach Molotschna. Von 1853-1884 Ältester der mennonitischen Kirche „Am Trakt“, sprach auf der Kirchenkonferenz 1883. Lebte 1852 in Juschanlee, zog 1855 nach Hahnsau, Am Trakt. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P64994. Heinrich David Epp (18.12.1827-11.04.1896) (#69113) geb. in Chortitza, Chortitza. 1864, eine Woche nach dem Tod seiner ersten Frau, zum Ältesten der Chortitza Mennonitenkirche gewählt. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P64993. Bernhard Abram Harder (25.03.1832-01.10.1884) (#37422) geb. in Halbstadt, Molotschna, gest. in Muntau. 1860 zum Prediger der Kirche Orloff-Halbstadt gewählt. Herausragender Prediger, Lehrer und Dichter. m Jahr 1872 beendete er seine Lehrtätigkeit und verbrachte 3 Jahre als reisender Evangelist. Von 1879 bis 1880 Sekretär des Gebietsamtes in Halbstadt. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P64992. Prediger Bernhard Harders Denkmal auf dem Neuhalbtädter Kirchhof. Bernhard Abram Harder (25.03.1832-01.10.1884) (#37422) geb. in Halbstadt, Molotschna, gest. in Muntau. 1860 zum Prediger der Kirche Orloff-Halbstadt gewählt. Herausragender Prediger, Lehrer und Dichter. m Jahr 1872 beendete er seine Lehrtätigkeit und verbrachte 3 Jahre als reisender Evangelist. Von 1879 bis 1880 Sekretär des Gebietsamtes in Halbstadt. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P64991. Altertümliche Wirtschaftsgeräte. [35]; [95 S. 141]
   
P64990. Altertümliche Wirtschaftsgeräte. [35]; [95 S. 141]
   
P64989. Mennonitische Landwirte und ihre russische Arbeiter in der Gegenwart (der älteste Mann war noch ein Leibeigener). [35]; [95 S. 145]
   
P64981. Johann David Klaassen (27.07.1820.24.12.1876) (#12411) geb. in Orlofffelde, Groß Werder, Preußen. Einer der Gründer und Leiter der Mennonitischen Bürgergemeinde. Gründer der Kuban-Kolonie. Reformator, der half, MBC am 6. Januar 1860 zu gründen. Im Alter von 38 Jahren widmete er die meiste Zeit der Schule und der Kirche. Erfolgreicher Kaufmann in Liebenau. Lebte 1858 in Sparrau, Molotschna, 1862-64 in Liebenau, Molotschna, 1869 in Kuban Kolonie. [14]; [35]; [95 S. 236]
   
P64980. Heinrich Klaas Hübert (26.11.1810-16.12.1895) (#38547) geb. in Münsterberg, Molotschna. War der erste Ältester der mennonitischen Brüdergemeinde. Lebte 1835, 1858 in Münsterberg, Molotschna und 1864 in Liebenau, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 236]
   
P64975. Zeitweilige Wohnung des Ältesten Heinrich Klaas Hübert (26.11.1810-16.12.1895) (#38547) und des Reisepredigers Christian Schmidt in Blumenort, Molotschna um 1870. [14]; [35]; [95 S. 237]
   

P64979. Jakob David Reimer (29.01.1817-13.11.1891) (#102943) geb. in Kronsgarten, Chortitza. Mitglied der Mennonitischen Bürgergemeinde und Gnadenfelder Gemeinde. Er war ein enger Freund seines Lehrers Heinrich Franz, dem er ein Jahr lang nach Gnadenfeld folgte. Nachdem er in Friedrichsfeld (wahrscheinlich in Nord-Kaukasus) und Blumenau (wahrscheinlich Jakowlewo Kolonie) gearbeitet hatte, verbrachte er einige Zeit in der Kubankolonie und kehrte dann in die Ukraine zurück und gründete

Wiesenfeld. Lebte in Felsenthal, Molotschna, 1847 in Gnadenfeld, 1865 in Blumenau und in Wiesenfeld, dass er 1880 gegründet hat. [14]; [35]; [95 S. 236]
   
P64996. Johann Harder (†1876). [35]; [95 S. 138]
   
P64995. Peter Klassen (1825-1905) (#452111) geb in Insel Chortitza, Chortitza. Prediger seit 1860, Ältester der der Kronsweide Gemeinde 1867-1905. Ordiniert vom Chortitzer Ältesten Gerhard Dyck. Aus Neu-Schoenwiese. [14]; [35]; [95 S. 138]
   
P64988. Johann Johann Cornies (1789-1848) (#44146) gest. in Ohrloff, Molotschna, Gründer vom Gut Juschanlee. Vorsitzender des Landwirschatlichen Vereins. Autor von mehreren Publikationen. Zeichnung. [14]; [35]; [95 S. 162]
   
P64984. Johann Johann Cornies (1789-1848) (#44146) Grabmal in Ohrloff, Molotschna, Gründer vom Gut Juschanlee. Vorsitzender des Landwirschatlichen Vereins. [14]; [35]; [95 S. 163]
   
P64987. Heinrich Heese (1787-1868) (#199356), gestorben in Einlage, Chortitza. Lehrer, kam als Lutheraner von Preussen nach Chortitza, aber schloss sich der Mennonitengemeinde an. Gebietschreiber Chortitza Kolonie 1822. Gründer 1842 der Zentralschule in Chortitza, 1846 von Johann Cornies entlassen. Lebte 1815-1818 in Einlage, Chortitza; 1828 in Jekaterinoslaw; 1829-1833 in Ohroff, Molotschna; 1842-1846 in Chortitza, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 162]
   

P64986. Heinrich Simon Franz (1812-1889) (#12708). Zuerst Lehrer in Felsenthal, Molotschna. 1835-1844 Lehrer in Gnadenfeld, Molotschna. 1846-1858 in der Chortitzer Zentralschule (insgesamt 12 Jahre). Er war ein tüchtiger Mathematiker und für die Kirchenmusik schrieb er das "Choralbuch" von 1860 mit Noten. Er diente Chortitza für 12 Jahre. Gründung einer eigenen Privatschule in Gnadenfeld. Nach einigen Jahren Privatlehrer auf dem Gut von Jakob Dyck in Rosenhof bei Brodsky. 1880 in Ruhestand

getreten, wohnhaft in Neu-Halbstadt, Molotschna. Sammelte Gedichte des 1884 verstorbenen Predigers Bernhard Harder (von ihm herausgegeben bei J. F. Richter, Hamburg, 1888). Als Mensch war Franz eine durchaus hervorragende Persönlichkeit. "Seine Persönlichkeit war eine imponierende, fast erhaben war der Eindruck, den er bei der ersten Begegnung machte: der Stempel des Genialen trat eindrucksvoll bei ihm hervor" (Friesen). Und doch war er ein schwerer Charakter, dem es unmöglich war, sich zu beugen oder leicht den Verhältnissen anzuschmiegen. Auch seine außergewöhnliche Strenge in der Schule - A.A. Neufeld nennt sie eine "drakonische" Strenge - erklärt sich teilweise durch seinen schroffen Charakter und seine intensive Erregbarkeit. Letztere kam besonders beim Rechenunterricht zum Vorschein. Seine grausamen Strafen brachten ihn nicht selten in Schwierigkeiten mit der Schulverwaltung. Und doch trotz all diesem waren alle seine ehemaligen Schüler stolz, "Lehrer Franz' Schüler" gewesen zu sein, selbst die späteren "Brüder", obwohl der von Anfang an ein erbitterten Gegner der Brüdergemeinde war. [14]; [35]; [95 S. 162]
   
P64985. Philipp Philipp Wiebe (1816-1870) (#53874) Gut Juschanlee, Kampenhausen und Orloff, Molotschna. Schwiegersohn von Johann Cornies. Vorsitzender des Landwirschatlichen Vereins. [14]; [35]; [95 S. 162]
   
P64983. Eduard Wüst (1817-1859), Pfarrer. [35]; [95 S. 174]
   
P64982. August Liebig, Prediger. Geb. 1836 in Bernstein i. d. Neumark, Preussen. [35]; [95 S. 174]
   
P64978. Abram Abram Unger (1825-1880) (#351830). Erster Ältester der Einlager M.B.G. Fabrikbesitzer in Einlage, Chortitza. Besitzer der Wagenfabrik in Einlage. [14]; [35]; [95 S. 236]
   
P64977. Philipp Isaak (1832-1879) Tiege, Molotschna. [35]; [95 S. 236]
   

P64976. Johann Johann Wieler (1839-1889) (#494489) aus Chortitza, Chortitza. Prediger der MB, Missionär unter den Russen (was verboten war), 1886 der erste Vorsitzende der Vereinigung von russischen Baptisten, musste aus Russland fliehen, gestorben in Rumänien. Lebte 1877 in Friedensfeld, Borozenko, 1879, 1882 in Halbstadt, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 236]

   

P64974. Bethaus (und Schule) der Einlager M.-B.-G. in Andreasfeld. Erstes Bethaus der M.-B.-G. in Russland. [35]; [95 S. 406]

   

P64973. Altes Bethaus der M.-B.-G. in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 406]

   

P64972. Neues Bethaus der M.-B.-G. in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 406]

   
P64971. Bethaus der M.-B.-G. in Welikoknjashesk (Wohldemfürst), Kuban. [35]; [95 S. 407]
   

P64970. Bethaus der M.-B.-G. in Einlage, Chortitza. [35]; [95 S. 407]

   

P64969. Tauffest der M.-B.-G. in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 407]

   

P64968. Bethaus der M.-B.-G. Nikolaipol in Andrejewka, Russisch Turkestan. [35]; [95 S. 480]

   

P64967. Bethaus der M.-B.-G. in Lugowsk, Neu-Samara. [35]; [95 S. 480]

   

P64966. Denkmal in Neu-Halbstadt, Molotschna von 1854 (Podwod-Zeit). [35]; [95 S. 488]

   

P64965. Jahrhundert-Denkmal der Chortitzer Mennoniten in Chortitza (1789-1889). [35]; [95 S. 489]

   

P64964. Die Alt-Berdjanskische Forstei, früher "Musterplantage des Molotschna Mennoniten.Bezirks seit Johann Cornies bis 1880 in Verwaltung von verstorbenen Peter Fast, Vater und Sohn. das Kommando marschiert ab zur Arbeit. [35]; [95 S. 520]

   

P64963. Das Phyloxer-Komando an der Südküste der Krim bei der Hausandacht. [35]; [95 S. 520]

   

P64962. Das Phyloxer-Komando an der Südküste der Krim: Predigerbesuch. [35]; [95 S. 520]

   

P64961. Herman Abram Bergmann (1850-1919) (#311360). Mitglied der 3. Reichsduma in die er seit 1906 bis zur Revolution immer wieder gewählt wurde. H. Bergmann war Gutsbesitzer in Bergmannstal, Ekaterinoslav und kam 1919 auf der Flucht um, ebenso mehrere seiner Söhne und Verwandten. Lebte 1874 auf dem Gut Solenoje, Yazykovo; 1879, 1884 auf dem Gut Bergmannstal, Ekaterinoslav; 1901, 1919 auf dem Gut Rosenhof-Brodsky, Taurida. [14]; [35]; [95 S. 521]

   
P64960. David Johann Klaassen, Bevollmächtiger der Mennonitengemeiden Russlands in
Forsteidienstangelegenheiten und der Molotschnaer für Schulsachen. Wahrscheinlich David Johann Classen (1855 - 1932) (#12418), geb. in Liebenau, Molotschna, gest in Wohldemfuerst, Kuban. Prediger. [35]; [95 S. 521]
   
P64959. Bernhard Peters, geb. 1817. Ältester der Mennoniten-Gemeinde Margenau, Molotschna (1861- 1887). [35]; [95 S. 540]
   
P64958. Heinrich Dirks (1842-1915) (#52279) geb. in Gnadenfeld, Molotschna. War Missionar in Sumatra und später Ältester der Gnadenfelder Mennonitengemeinde in Halbstadt, Molotschna. Herausgeber von "Mennonitische Jahrbücher" 1903-1910. Familie lebte 1877, 1883-85 in Gnadenfeld, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 540]
   
P64957. Isaak Gerhard Dyck (1847-1929) (#150301) geb. in Nieder-Chortitza, Chortitza. Ältester der Chortitza Mennoniten Gemeinde seit 1896. [14]; [35]; [95 S. 540]
   
P64956. Heinrich Unruh. Ältester der Halbstädter Mennoniten Gemeinde seit 1896. [35]; [95 S. 541]
   

P64955. Johann Klassen (1868-1947 (#162784). Ältester der Kronsweider Mennoniten Gemeinde 1907-1923. Lehrer, Prediger seit 1904 Sohn vom Ältesten Peter Klassen 1825-1905) (#452111). Ordiniert vom Chortitzer Ältesten Isaak Dyck. Lebte 1895, 1899 in Neu Schoenwiese, Yakovlevo; 1897, 1902-07 in Schoenwiese, Chortitza; [14]; [35]; [95 S. 541]

   
P64954. Mennonitisches Bethaus in Schönsee, Molotschna (eingeweiht 1909). [35]; [95 S. 541]
   

P64953. Abram Görz. Ältester der Mennoniten Gemeinde Orloff-Neikirch, Molotschna. Vertreter des Kirchenkonvents in Molotschna Mennoniten-Schulrat. Mitglied der Komission für Glaubensangegenheiten, von der Allgemeinen Mennotischer Konferenz in Schönsee im Oktober 1910 ernannt. [35]; [95 S. 544]

   
P64923. Abram Görz. Ältester der Mennoniten Gemeinde Orloff-Neikirch, Molotschna. Vertreter des Kirchenkonvents in Molotschna Mennoniten-Schulrat. Mitglied der Komission für Glaubensangegenheiten, von der Allgemeinen Mennotischer Konferenz in Schönsee im Oktober 1910 ernannt. [35]; [95 S. 646]
   
P64952. H. J. Braun. Bevollmächtigter Prediger der Mennoniten Gemeinde Rückenau, Molotschna. Mitglied der Komission für Glaubensangegenheiten, von der Allgemeinen Mennotischer Konferenz in Schönsee im Oktober 1910 ernannt. [35]; [95 S. 544]
   
P64951. David Heinrich Epp (1861-1934) (#127002), Autor von "Die Chortitzer Mennoniten" (1888). Prediger der Chortitzer Mennoniten Gemeinde in Ekaterinoslaw. Redakteur des „Botschafter“. Mitglied der Komission für Glaubensangegenheiten, von der Allgemeinen Mennotischer Konferenz in Schönsee im Oktober 1910 ernannt. [14]; [35]; [95 S. 544]
   
P64910. David Heinrich Epp (1861-1934) (#127002), Autor von "Die Chortitzer Mennoniten" (1888). Prediger der Chortitzer Mennoniten Gemeinde in Ekaterinoslaw. Redakteur des „Botschafter“. Mitglied der Komission für Glaubensangegenheiten, von der Allgemeinen Mennotischer Konferenz in Schönsee im Oktober 1910 ernannt. [14]; [35]; [95 S. 673]
   
P64950. Missionar Heinrich Dirks mit Familie und Batta-Christ im Jahre 1881. Heinrich Dirks (1842-1915) (#52279) geb. in Gnadenfeld, Molotschna und Aganetha Schroeder (1844-1911) (#56957). War Missionar in Sumatra und später Ältester der Gnadenfelder Mennonitengemeinde in Halbstadt, Molotschna. Herausgeber von "Mennonitische Jahrbücher" 1903-1910. Familie lebte 1877, 1883-85 in Gnadenfeld, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 548]
   
P64949. Johann Fast. Missionar auf Java. Orloff, Molotschna. [35]; [95 S. 549]
   
P64948. Peter Janss (1820-1904). Erster Missionar der Taufgesinnten seit 1851. Übersetzer der Heiligen Schrift ins Javanische, Ritter des königlichen Niederländischen Löwenordens. [35]; [95 S. 549]
   
P64947. Missionsgeschwister (russlandische und amerikanische) der Nalgonda-Mission 1899. [35]; [95 S. 560]
   
P64946. Mission Station Nalgonda wurde unter anderen von russlandische und amerikanische Missionsgeschwister geführt. [35]; [95 S. 561]
   

P64945a. Erstes Halbstädter Zentralschulgeäude in Halbstadt, Molotschna (erbaut um 1835). [35]; [95 S. 596]

   

P64944. Zweites Ohrloffer Zentralschulgeäude (erbaut 1860). [35]; [95 S. 596]

   

P64943. Zweites Halbstädter Zentralschulgeäude in Neu-Halbstadt, Molotschna (erbaut 1860). [35]; [95 S. 597]

   

P64942. Neues Halbstädter Zentralschulgeäude in Neu-Halbstadt, Molotschna (erbaut 1893). [35]; [95 S. 597]

   
P64941. Peter Jacob Neufeld (1823-1909) (#100544) geb. in Ladekopp, Molotschna. Lehrer nach 1871 der Halbstädter und Gnadenfelder Zentralschule, Molotschna. Gründer der Buchdruckerei „Raduga“. [14]; [35]; [95 S. 598]
   
P64940. Kornelius Unruh (1849-1910). Prediger. Lehrer der Halbstädter Zentralschule 1870/1871, der Orloffer Zentralschule (1873-1905). [35]; [95 S. 598]
   
P64939. Heinrich Heinrich Franz (6.09.1847-3.10.1894) (#531298) geb. in Chortitza, Chortitza. Lehrer der Halbstädter Zentralschule 1874-1880. Gutbesitzer und Gründer der Fabrik Franz und Schröder. Lebte 1875-81 in Neu-Halbstadt, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 598]
   
P64938. Johann Johann Bräul. Lehrer der Orloffer Zentralschule von 1875 bis min. 1910. [35]; [95 S. 598]
   
P64937. Wilhelm Neufeld. Prediger. Lehrer der Zentralschule in Halbstadt, Molotschna und Gnadenfeld, Molotschna (1881-1911). [35]; [95 S. 599]
   
P64936. Wilhelm Wilhelm Penner. Lehrer der Chortitzer Zentralschule (1874-1881). Konnte Wilhelm Wilhelm Penner (1852-) (#276958) sein. [14]; [35]; [95 S. 618]
   
P64935. Peter Martin Riediger (1856-1916) (#199399). Lehrer der Chortitzer Zentralschule (1879-1892). 5 Jahre Lehrer auf dem Gut "Kornejewka". Lebte 1897, 1910 in Berdjansk; 1903-1907 auf dem Gut "Kornejewka". [14]; [35]; [95 S. 618]
   
P64934. Abram Abram Neufeld (15.03.1862-9.01.1909) (#63183) geb. in Fürstenau, Molotschna. Studierte drei Jahre lang die Universität in Odessa und zwei Jähre die Universität von Berlin. Lehrer der Chortitzer Zentralschule (1890-1905). Gründer und Direktor der Realschule in Berdjansk 1905-1909. [14]; [35]; [95 S. 618]
   
P64933. Peter Johann Penner (1851-1922) (#266559). Religion- und Deutschlehrer der Chortitzer Zentralschule von 1892-1922. Unterrichtete auch in der Musterschule 1890-92. Lebte 1875 in Novo-Podolsk, Judenplan; 1881-83 in Einlage, Chortitza; 1885 in Kronsweide, Chortitza; 1886 in Petersdorf, Yazykovo; 1888-1922 in Chortitza, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 618]
   

P64932. Zentralschule in Chortitza, Chortitza. [35]; [95 S. 620]

   

P64931. Zentralschule in Gnadenfeld, Molotschna. [35]; [95 S. 620]

   

P64930. Halbstädter Mädchenschule in Neu-Halbstadt, Molotschna. [35]; [95 S. 621]

   

P64929. Chortitzer Mädchenschule in Rosental, Chortitza Kolonie. [35]; [95 S. 621]

   

P64928. Ohrloffer Mädchenschule in Tiege, Molotschna. [35]; [95 S. 621]

   

P64927. Alte Dorfschule in Margenau, Molotschna (erbaut vor dem Cornischem Einfluss). [35]; [95 S. 634]

   

P64926. Dorfschule in Margenau, Molotschna 1910 (Cornischer Typus). [35]; [95 S. 634]

   

P64925. Neue Dorfschule in Margenau, Molotschna (erbaut 1895). [35]; [95 S. 634]

   
P64924. Andreas Jakob Voth (1824-1885) (#450856) geb. in Preussen. Lehrer, Vorsitzender des Molotschna Mennoniten Schulrats 1871-1883. Lebte 1835 in Gnadenfeld, Molotschna; in Pastwa, Molotschna; 1858 in Waldheim, Molotschna; 1870 in Schoenbrunn, Crimea. [35]; [95 S. 646]
   
P64922. Johann Karl Klatt (#643017) (1842-1918). Präsident des Molotschna Mennoniten Schulrats. Gutbesitzer von Werigino, Alt-Taschtschenak Region. Seine Frau Justina Johann Klatt (geb. Cornies) (#643018) (1846-1919) war die Ekelin von Johann Cornies. [14]; [35]; [95 S. 646]
   
P64921. Peter Heinrich Heese (1852-1911) (#197243) aus Ekaterinoslav, Absolvent der Zentralschule in Chortitza. Universität/Technische Schule von Moskau 2 Semester. 1877-1878 lehrte er in der Zentralschule Gnadenfeld, Molotschna, dann Mathematik an der Ohrloff Vereinsschule, Mitglied des Präsidiums des Molotschnaer Schulrates 1889-1896. Gestorben auf dem Gut Tatschenak, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 646]
   

P64920. Marien-Taubstummenschule in Tiege, Molotschna. Strassenseite. [35]; [95 S. 654]

   

P64919. Marien-Taubstummenschule in Tiege, Molotschna. Hofseite. [35]; [95 S. 655]

   

P64918. Krankenhaus in Muntau, Molotschna von Franz Wall. [35]; [95 S. 658]

   

P64917. Diakonissenheim "Morija" in Neu-Halbstadt, Molotschna. [35]; [95 S. 658]

   

P64916. Ohrloffer Krankenhaus. [35]; [95 S. 658]

   

P64915. Waisenheim in Grossweide, Molotschna.[35]; [95 S. 659]

   

P64914. Nervenheilanstalt "Bethania" in Alt-Kronsweide bei Einlage, Chortitza. [35]; [95 S. 659]

   

P64913. Altenheim der Halbstädter Wolostj an der Kuruschan, Molotschna. [35]; [95 S. 662]

   

P64912. Altenheim in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 663 ]

   

P64911. Abram Jakob Kröcker (1863-1944) (#97818) geb. in Rosenort, Molotschna. Prediger seit 1891. Herausgeber von "Christlichen Familienkalender" und "Friedensstimme", Mitglied der Verlagsgeselschaft "Raduga". Lebte 1895-1907, 1912 in Spat, Krim; 1909 in Neu-Halbstadt, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 672]

   

P64909. Gebietsamt (Wolostverwaltung) in Chortitza, Chortitza. [35]; [95 S. 674]

   

P64908. Gebietsamt (Wolostverwaltung) in Halbstadt, Molotschna (Hofseite). [35]; [95 S. 674]

   

P64907. Gebietsamt (Wolostverwaltung) in Welikoknjashesk (Wohldemfürst), Kuban. [35]; [95 S. 674]

   

P64906. Altes mennonitisches Ökonomiegebäude in Süd-Russland in Juschanlee, Molotschna. [35]; [95 S. 675]

   

P64905. Modernes (um 1910) mennonitisches Ökonomiegebäude in Süd-Russland in Steinbach, Molotschna. [35]; [95 S. 675]

   

P64904. Modernes (um 1910) mennonitisches Wohnhaus in Neu-Halbstadt, Molotschna. [35]; [95 S. 675]

   

P64903. Alte Wirtschaft in Chortitza, Chortitza. [35]; [95 S. 678]

   

P64902. Moderne (um 1910) Wirtschaft in Chortitza, Chortitza. [35]; [95 S. 678]

   

P64901. Altes Gebäude in Insel Chortitza, Chortitza Kolonie. [35]; [95 S. 678]

   

P64900. Wirtschaft von Johann Wiebe in Ohrloff, Molotschna (früher Johann Cornies). [35]; [95 S. 679]

   

P64899. Alte Wirtschaft in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 679]

   

P64898. Hof eines mennonitischen Ältesten in Süd-Russland. [35]; [95 S. 679]

   

P64897. Mennonitisches Wohnhaus im Russischen Turkestan. [35]; [95 S. 679]

   

P64896. Ein Bild nach der Natur aus Südwest-Sibirien (Mennonit, Kirgise und Kosak). Nach einem Aquarell von ZentralllehreR J. H. Janzen (Ohrloff, Molotschna). [35]; [95 S. 679]

   

P64895. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64894. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64893. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64892. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64891. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64890. Modernes (um 1910) mennonitische Wirtschaftsgerät. [35]; [95 S. 690]

   

P64889. Modernes (um 1910) mennonitische Fuhrwerk. [35]; [95 S. 691]

   

P64888. Modernes (um 1910) mennonitische Fuhrwerk. [35]; [95 S. 691]

   

P64887. Modernes (um 1910) mennonitische Fuhrwerk. [35]; [95 S. 691]

   

P64886. Modernes (um 1910) mennonitische Fuhrwerk. [35]; [95 S. 691]

   
P64885. Peter Peter Lepp (1817-1871) (#11333) geb. in Einlage, Chortitza. Gründer 1850 der Fabrik "Lepp & Wallmann" in Chortitza. Lebte 1837 in Einlage, Chortitza; 1840, 1850-56 in Chortitza, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 692]
   

P64882. Fabrik "Lepp und Wallmann" in Chortitza, gegründet 1850. Peter Peter Lepp (1817-1871) (#11333) geb. in Einlage, Chortitza. G23 Juli, 2019a. Lebte 1837 in Einlage, Chortitza; 1840, 1850-56 in Chortitza, Chortitza. [14]; [35]; [95 S. 693]

   
P64884. Jakob Niebuhr. Dampfmühlenbesitzer in Chortitza. [35]; [95 S. 692]
   

P64883. Johann Abram Friesen. Einlage, gest. in Rückenau, Molotschna. Wahrscheinlich Besitzer Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen Friesen Johann Abram (-1906) (#neu). Die 1903 von Abram Koop (1838-1920) (#146873) gekauft wurde. [14]; [35]; [95 S. 692]

   

P64881. Windmühle. [35]; [95 S. 694]

   

P64880. Zweischriger Pflug. [35]; [95 S. 694]

   

P64879. Kleinwirtschaft mit Schmiede an der Molotschna. [35]; [95 S. 696]

   

P64878. Fabrik "Franz und Schröder" in Neu-Halbstadt, Molotschna (frühere "Seidenhasplerei"). [35]; [95 S. 696]

   

P64877. Altenheim in Rückenau, Molotschna. [35]; [95 S. 697]

   

P64876. Mennonitisches Bethaus in Chortitza, Chortitza. [35]; [95 S. 702]

   

P64875. Mennonitisches Bethaus in Kronsweide, Chortitza Kolonie. [35]; [95 S. 702]

   

P64874. Mennonitisches Bethaus in Einlage (Kitschkas), Chortitza Kolonie. [35]; [95 S. 702]

   

P64873. Mennonitisches Bethaus in Ohrloff, Molotschna. [35]; [95 S. 703]

   

P64872. Mennonitisches Bethaus in Gnadenfeld, Molotschna. [35]; [95 S. 703]

   

P64871. Mennonitisches Bethaus in Neu-Halbstadt, Molotschna. [35]; [95 S. 703]

   
P64870. Aron Peter Lepp (1827-1913) (#110584). Ältester der Einlager Mennoniten Gemeinde 1876-1903. Früher Dorfaufseher in Kamenka und Islutschistoje, Judenplan. [14]; [35]; [95 S. 722]
   
P64869. Daniel Isaak Fast (18.02.1826-12.10.1911) (#62160) geb. in Halbstadt, Molotschna. Ältester der Kubaner Mennoniten Gemeinde 1877-1901. Gest. in Wohldemfuerst, Kuban. [14]; [35]; [95 S. 722]
   
P64868. Jakob Janz (28.09.1834-26.06.1917) (#267117) geb. in Warschau, Ostrog, Preußen. Ältester der Mennoniten Gemeinde Friedensfeld (Miropol), Borosenko Kolonie, seit 1873. [14]; [35]; [95 S. 722]
   
P64867. David Gerhard Dürksen (1850-29.07.1910) (#14748) geb. in Alexandertal, Molotschna. Ältester der Mennoniten Gemeinde Spat-Schöntal, Krim von 1899-1910. Hat 18 Jahre in der Schule unterrichtet. Er widmete sich dem Dienst 1885-1920. Viele Jahre lang als Evangelist und kontinuierlicher Diener unterwegs, 1895 sogar nach Amerika. Diejenigen, die ihn kannten, nannten ihn einen "Prinzen unter den mennonitischen Predigern". Lebte 1889 in Margenau, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 722]
   
P64866. Peter Peter Schmidt (20.01.1860-30.05.1910) (#65167) geb. in Steinbach, Molotschna. Ältester in Steinbach. Mitgründer der evangelischen Mennonitischen Brudergemeinde an der Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 722]
   
P64865. Jakob Reimer. Reiseprediger der Mennonitischen Brudergemeinde Gemeinde. [35]; [95 S. 763]
   
P64864. Gerhard Harder. Reiseprediger der Mennonitischen Bundeskonferenz. [35]; [95 S. 763]
   
P64863. Abram Wall. Reiseprediger der Mennonitischen Brudergemeinde Gemeinde. [35]; [95 S. 763]
   
P64862. Jakob Quiring. Reiseprediger der Mennonitischen Bundeskonferenz. [35]; [95 S. 763]
   
P64861. H. van der Schmissen. Pastor der Hamburg-Altonauer Mennoniten Gemeinde. Redakteur der „Mennoniten Blätter“ seit 1885, Initiator der „Vereinigung der Mennoniten Gemeinden im Deutschen Reich“. [35]; [95 S. 763]
   

P64860. Peter Martin Friesen (1849-1914) (#274299) geb. in Sparrau, Molotschna; gest. in Tiege, Molotschna. Studierte in der Schweiz 2-3 Jahre, dann Moskau und Odessa. Lehrer und Leiter der Halbstädter Zentralschule 1873-1886. Autor von "Alt-Evangelische Mennonitische Bruderschaft in Russland. 1911. Halbstadt". Mitglied der KfK. Familie lebte 1875, 1885 in Halbstadt, Molotschna. [14]; [35]; [95 S. 776]

   

P64859. Typus eines mennonitisches Dorfes in Südrussland. Molotschna. Zeichnung von Zentrallehrer J. H. Janzen, Ohrloff, Molotschna. [35]; [95 S. 776]

   

P64693. Aron Aron Töws (22.01.1884 - 5.11.1969) (#4523) geb. in Alexanderkrone, Molotschna. Er Hatte eine Pflegetochter Katharina Goosen (1901- 1983; #405926). Er war 3 J. Lehrer in Kleefeld, 2 J. in Friedensruh, 10 J. in Rückenau und wieder 4 J. in Friedensruhe. 1914 wurde er zum Prediger gewählt und später ordieniert in Rückenau, Molotschna von der M. B. G. Lebte 1909-13 in Rückenau, Molotschna. Im Sommer 1926 wanderte er mit Familie nach Kanada aus, wo er in Alberta Farmer und Prediger

war. 1947 zog er nach Abbotsford, British Columbia auf eine Beerenfarm. Er starb in Vancouver, British Columbia. Autor von Bücher "Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. Band 1. Winnipeg. 1949." und "Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954." [14]; [35]; [49 S. 5]
   
P64692. Die erste Weltkonferenz der Mennoniten in der Schweiz im Jahre 1925. [35]; [49 S. 21]
   
P64691. Johann Johann Wieler (22.11.1839 - 30.07.1889) (#494489) geb. als Sohn des Lehrers Johann Wieler in Chortitza. Er lernte gründlich die russische Sprache, was damals ungewöhnlich war. 1860 trat er in die M. B. G. ein. Prediger, 1886 wurde Johann der erste Vorsitzende des Bundes der russischen Baptisten. Aus Angst um sein Leben musste er sich auf dem Anwesen von Johann Thielmann verstecken und floh später nach Hamburg und Bukarest. Er erhielt vorübergehendes Asyl in Berlin, zog
dann in eine Baptistengemeinde in Tulscha, Rumänien, wo er nach einem Unfall starb. [14]; [35]; [49 S. 29]
   
P64690. Jakob Aron Rempel (2, 8 oder 9.04.1883 - 1941) (#349212) geb. in Heuboden, Borozenko. Lehrer an der Chortitza Zentralschule, später Ältester in der Chortitza Kolonie. Er erhielt finanzielle Unterstützung von Johann Thiessen, Mühlenbesitzer in Jekaterinoslaw, für ein Studium in Basel Schweiz 1906-1912. Er wurde 1929 ins Exil geschickt. Die Rempels lebten in Chortitza, Grünfeld, Borozenko und in Nikolaifeld, Jasykowo. In dem Buch Diese Steine, S. 476-478, wird vermutet, dass er 1941
erschoßen wurde. Laut Saskatchewan Mennonite Historian p18, ist er 1941 in Orel, Russland, hingerichtet worden. Der mennonitische Historiker Sep 2007 p12 sagt, dass er am 11. September 1941 im Alter von 58 Jahren gestorben ist. Walter Sawatzky sagt, dass es einen Nachkriegsbericht gibt, in dem es heißt, Jakob war unter 5 Leichen, die bei Orel erschossen wurden, als die deutsche Front vorrückte. [14]; [35]; [49 S. 31]
   
P64689. Jakob Aron Rempel (2, 8 oder 9.04.1883-1941) (#349212) geb. in Heuboden, Borozenko in Verbannung am 22 November 1933.Lehrer an der Chortitza Zentralschule, später Ältester in der Chortitza Kolonie. Er erhielt finanzielle Unterstützung von Johann Thiessen, Mühlenbesitzer in Jekaterinoslaw, für ein Studium in Basel Schweiz 1906-1912. Er wurde 1929 ins Exil geschickt. Die Rempels lebten in Chortitza, Grünfeld, Borozenko und in Nikolaifeld, Jasykowo. In dem Buch Diese Steine,

S. 476-478, wird vermutet, dass er 1941 erschoßen wurde. Laut Saskatchewan Mennonite Historian p18, ist er 1941 in Orel, Russland, hingerichtet worden. Der mennonitische Historiker Sep 2007 p12 sagt, dass er am 11. September 1941 im Alter von 58 Jahren gestorben ist. Walter Sawatzky sagt, dass es einen Nachkriegsbericht gibt, in dem es heißt, Jakob war unter 5 Leichen, die bei Orel erschossen wurden, als die deutsche Front vorrückte. [14]; [35]; [49 S. 32]

   
P64688. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Fabrikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Nikolaidorf, Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern,
ohne Erfolg. Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64687. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Fabrikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Nikolaidorf, Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern,
ohne Erfolg. Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64686. Johan Johann Töws (25.06.1878-21.02.1933) (#225047). Wohnhaft erst in Fabrikerwiese und später in Muntau bei Halbstadt, Molotschna. Er war 13 Jahre Lehrer in den Molotschna Dörfern. Er wurde in der Mennoniten Gemeinde zu Petershagen zum Prediger gewählt und ordiniert. Später wurde er Mitglied der Mennoniten Bürgergemeinde. 1909 Religion und Deutschlehrer an der Zentralschule in Nikolajewka (wahrscheinlich Nikolaidorf, Molotschna Kolonie). 1927 hat er versucht auszuwandern,
ohne Erfolg. Beim zweiten Versuch 1929 auszuwandern, wurde er in Moskau für 5 J. verhaftet. Seine Familie gelingt es nach Brasilien auszuwandern. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 47, 49, 50]
   
P64685. Peter Kornelius Heidebrecht (20.11.1868-?) (#45512) geb. in Lichtenau, Molotschna. Mit 18 J. hatte er das Schmiedewerk erlernt. Mit 21 Jahren musste er zum Forstdienst antreten 1900 zog er nach Dawlekanowo, Ufa, wo er Prediger war. Zusammen mit Jakob Balzer war er Chorleiter und Sonntagsschullehrer. 1904 hat er die Aufsicht über die Hungerküchen. 1907 wurde er in Dawlekanowo zum Prediger ordiniert. 1908 kam er nach Kamenka, (wahrscheinlich Orenburg Kolonie) wo
eine Mennonitische Försterei gebaut werden sollte. Peter war 1929-1933 und 1937- 1941 in der Verbannung. Familie lebte 1895, 1907 in Gnadental, Molotschna; 1897 in Gnadenheim, Molotschna; seit 1900 in Ufa, Snamenka (konnte in Cherson sein), im Kaukasus und zuletzt in Kasachstan. Peter ist 1941 in die Verbannung geschickt worden. [14]; [35]; [49 S. 57]
   
P64684. Peter Kornelius Heidebrecht (20.11.1868-?) (#45512) geb. in Lichtenau, Molotschna. Mit 18 J. hatte er das Schmiedewerk erlernt. Mit 21 Jahren musste er zum Forstdienst antreten 1900 zog er nach Dawlekanowo, Ufa, wo er Prediger war. Zusammen mit Jakob Balzer war er Chorleiter und Sonntagsschullehrer. 1904 hat er die Aufsicht über die Hungerküchen. 1907 wurde er in Dawlekanowo zum Prediger ordiniert. 1908 kam er nach Kamenka, (wahrscheinlich Orenburg Kolonie) wo
eine Mennonitische Försterei gebaut werden sollte. Peter war 1929-1933 und 1937- 1941 in der Verbannung. Familie lebte 1895, 1907 in Gnadental, Molotschna; 1897 in Gnadenheim, Molotschna; seit 1900 in Ufa, Snamenka (konnte in Cherson sein), im Kaukasus und zuletzt in Kasachstan. Peter ist 1941 in die Verbannung geschickt worden. [14]; [35]; [49 S. 57]
   
P64683. Heinrich Peter Voth (19.10.1887-19.10.1973) (#134625) geb. in Schönau, Sagradowka. Er absolvierte 1906 Pedagogische Kurse in Neu Schönsee, Molotschna und war mehrere Jahre Lehrer in Tiege, Sagradowka und Schönsee (wahrscheinlich Molotschna Kolonie). 1912 heiratete er Lise de Jager. 1921 wurde er zum Prediger gewählt und vom Ältesten Jakob Rempel, Grünfeld, ordiniert. Nach 1923 wählte die Nikolaifelder Kirchengemeinde ihn zu ihrem Ältesten. 1925 wurde er vom Ältesten der
Neu-Chortitzer Gemeinde, J. Rempel ordiniert. 1929 versuchte er auszuwandern, ohne Erfolg. 1931 wurde er in den Norden für 5 Jahre verbannt. 1935 Umsiedlung nach Molotschna. Ca. 1938 wurde er zu 10 J. Gefängnis verurteilt. Laut Grandma ist Heinrich in Tokmak, am 19.10.1973 gestorben. Lebte 1917 in Tiege, Sagradowka. [14]; [35]; [49 S. 64]
   
P64682. Alexander Ediger (17.03.1883-?) (#209012) geb. in Berdjansk. Er hatte in Petersburg, Berlin und Wien studiert. 1923 wurde er in der Schönseer Gemeinde aus der Krim zum Prediger gewählt. Er war 1923 Lehrer in Schoensee und Herausgeber von "Unser Blatt". Am 19. April 1925 wurde er in Schoensee zum Ältesten gewählt. 1929 in Melitopol verhaftet inhaftiert und dann freigelassen. Am 12. April 1932 wurde er erneut verhaftet und nach Charkow und später nach Lugansk, Stalino, Region Donbas
geschickt. 1935 wurde er wieder einmal mit seiner Frau verhaftet. Alexander wurde für 7 Jahre ins Gefängnis geschickt, seine Frau für 5 Jahre. Sie wurden 1938 getrennt. Seine Frau wurde 1940 freigelassen. Er kam aus dem Gefängnis nicht zurück. Alexander und Katharina hatten 3 Kinder, von denen 1 Kind früher als sein Vater starb. [14]; [35]; [49 S. 73]
   
P64681. Aron Peter Toews (28.01.1887-28.07.1938) (#224988) geb. in Fürstenau, Molotschna. Sein Vater war Peter war Prediger der Schönseer Mennoniten Gemeinde. Nach dem Absolvieren der Zentralschule, besuchte er die zweijährigen Pädagogischen Klassen in Neu-Halbstadt und wurde Lehrer in Nikopoler Kreis bis 1914. Dann diente er als Sanitäter auf dem Sanitätszug 194. 1917 nahm er regen Anteil an der „Neuschöpfung und Reorganisation einer besserer Welt“. Er heiratete Maria, Tochter von David
Sudermann. 1923 wurde er Mitarbeiter der AMRA (American Mennonite Relif Association). Danach hat er als Buchhalter gearbeitet. 1925 wurde er von der Chortitza Mennoniten Gemeinde zum Prediger gewählt und ordiniert. 1934 wurde er verhaftet und nicht mehr zurückgekommen. Ein Neustädter aus Chortitza hat in der Verbannung ein Zettel aus einem Transportwagen geworfen: „Prediger Aron Töws war mit uns. Wir werden alle weitergeschickt. Niemand weiß wohin.“ [14]; [35]; [ 49 S. 79]
   
P64680. David Johann Klassen (9.05.1855-1932) (#12418) geb. in Liebenau, Molotschna. Sein Vater Johann Klassen war einer der hervorragensten Mitbegründer der Mennoniten Bürgergemeinde ca. 1860 an der Molotschna. Er gründete mit einem Freund eine berühmte Baumschule und Gärtnerei. Er war Absolvent der Halbstädter Zentralschule und erwarb ein Hauslehrerdiplom. Er beherrschte gut die Russische Sprache und sprach fehlerfrei Deutsch. Er wurde Lehrer an der höheren Schule in
Wohldemfürst, wo er 24 J. (bis 1902) Leiter der Schule war. Zeitlang war er auch Oberschulze der Kolonie und Prediger der Mennnoniten Bürgergemeinde. 1906 wurde er Lehrer der deutschen Sprache der Zentralschule und den Pädagogischen Klassen in Halbstadt. Er hat sich stark gegen die Russifizierungsbestrebungen der russischen Obrigkeit eingesetzt, mit großem Erfolg. Er wurde als Bevollmächtigter aller Mennoniten in Kasernenangelegenheiten gewählt. In den 20er J. wurde er als schädlich gestempelt, verhaftet und lange im Gefängnis gehalten. Aus dem Gefängnis kam er als kranker, gebrochener Mann und starb bald drauf im Alter von 77 J. [14]; [35]; [49 S. 86]
   
P64679. Johann Martens (7.06.1875-1938) (#371259) geb. in Einlage, Chortitza. Nach der Dorfschule besuchte er die Chortitzer Zentralschule und ein Pädagogischen Kurs. Er erwarb ein Lehrerzeugnis für Elementarschulen und war 13 Jahre Lehrer in Fürstenland. Ab ca. 1905 war er Ältester in Kronsweide. 1917 wurde er als Prediger gewählt. Da er in der Zeit in Chortitzer Wolost Oberschulze war, nahm er das Amt nicht gleich an. 1924 wurde er als Ältester der Schönwieser Gemeinde gewählt. Von 1930- 1936 war er in der
Verbannung. 1938 wurde er wieder verhaftet und kam nicht mehr zurück. Johann und seine Frau Katharina hatten 14 Kinder, von denen 6 im Kindesalter starben. [14]; [35]; [49 S. 97]
   

P64678. Jakob Gerhard Wiens (15.02.1857 (laut Grandma 3.05.1857) - 15.02.1931) (#132499) geb. in Rosenort, Molotschna. Wahrscheinlich mit der zweiter Frau Agatha Franz Balzer (1867-) (#518551). Er wurde in der Memriker Kirche zum Prediger gewählt und später zum Ältesten der Gemeinde gewählt. Er schloß sich der Mennoniten Bürgergemeinde an. Von Ebental, Memrik zog er nach Gnadenthal, (wahrscheinlich Molotschna) wo er Leiter der Alexanderpol (wahrscheinlich St. Sajzewo Kolonie)

Bürgergemeinde wurde. Nach 1901 zog er nach Tschunajewka, bei Omsk und später in die Pawlodar Ansiedlung. Hier wurde er zum Ältesten gewählt. Zusätzlich war er als Reiseprediger tätig. Im Alter von 73 Jahren wurde er für 3 Jahre nach Nowosibirsk verbannt. Er starb im Gefängnis. Familie lebte 1880 in Orechowo; [14]; [35]; [49 S. 99]
   

P64677. Kornelius Peter Bergmann (25.02.1872 - 17.12.1937) (#479082) geb. in Ladekopp, Molotschna mit Frau Ida Staschau (1880-) (#682636) und Tochter. Sein Vater war Prediger Peter Bergmann in Ladekopp. Er besuchte die Zentralschule in Orloff und Pädagogischen Klassen in Neu-Halbstadt. Er war Lehrer in Neuhof und später in Schönau, Molotschna. Er besuchte 3 Jahre das Lehrerinstitut in Petersburg und wurde Lehrer der deutschen Sprache in der Zentralschule und an den Pädagogischen Klassen in

Neu-Halbstadt, Molotschna. Nach 10 Jahren, studierte er an der Universität in Jena (Deutschland) Pilosophie. Nach einem Zusammenbruch, konnte er 15 Jahre keine öffentliche Arbeit machen. In dieser Zeit hat er in Russland christliche Traktate und Testamente in 35 Sprachen vorbereitet und fing an Lehrerkonferenzen mitzuarbeiten. Er war ein begnadeter Schriftsteller. Er schrieb über Tierschutz, besonder viel über die Vogelwelt. 1917 predigt er unter den russischen „Evangelischen Christen“ in Melitopol, wofür er ins Gefängnis eingesperrt wurde. Er starb in der Verbannung. [14]; [35]; [49 S. 110]
   
P64676. Jakob Jakob Dick (1890 - 26.10.1919) (#225752) geb. auf dem Gut Telentschi, Krim. Nach Beendigung der Zentralschule besuchte er in Ilmenau in Deutschland ein Technikum. Hier wurde er Mitglied „Christlicher Verein junger Männer“. Später Ingenieur in Berlin, wo er die Leitung Abteilung Ingenieure übernahm. Im August 1914 kehrte er nach Russland zurück und trat freiwillig den Sanitärdienst in Moskau an. Er bekam den Vertraungsposten als Gehilfe des Leitenden der mennonitischen Sanitäter
Abteilung. Mit großem Jubel begrüßte er 1917 die Religionsfreiheit. Nach dem Krieg beschloss er mit seinen Getreuen die Soldaten in ihre Dörfer zu folgen. Dazu bekamen sie 5 Zelte vom Roten Kreuz. Mit 26 Brüdern und Schwestern begann die Arbeit. Sie hielten Versammlungen, übten die Seelenpflege, Predigten und teilten Medizin aus. In einem Dorf Eichenfeld wurden die Zeltmissionare von Machno Männern überfallen und zusammen mit 80 Personen im Alter 15-75 Jahren hingerichtet. Das Verbrechen ist vermutlich am 26 Oktober 1919 geschehen (siehe Seite 138) [14]; [35]; [49 S. 130]
   
P64675. Johann Johann Schellenberg (28.05.1866 - 26.10.1919) (#50384) geb. in Osterwick, Chortitza. Gest. in Eichenfeld, Jasykowo. Nach der Ausbildung in der Chortitzer Zentralschule und Pädagogischen Klassen war er 12 Jahre Lehrer in: Sacharin, Reinfeld, Rosengart, Neuendorf und Ignatjewka. Nach der Ausbildung als Apotheker in Ekaterinoslaw, war er 3 Jahre in einer Apotheke beschäftigt. Er studierte Naturgeschichte, Pflanzen und Tierreich, lernte besser die russische Sprache und Latein.
1904 wurde er als Prediger der Mennoniten Bürgergemeinde vom Ältesten David Dürksen ordiniert. Viel Jahre war er Reiseprediger in Orenburg, Sibirien und Turkestan. 1916 wurde er Lehrer an der Zentralschule in Ignatjewka. Er arbeitete mit Jakob Dick in der Zeltmission mit. Lebte 1889-96, 1902-13 in Reinfeld, Yazykovo; 1900 in Helenenfeld, Taurida. [14]; [35]; [49 S. 137]
   
P64674. Julius Jakob Tießen (1.01.1872 - 23.09.1938) (#1030543) geb. in Münsterberg, Molotschna. Er besuchte die Zentralschule und war zwei Jahre in der Lehrerschule in Neu-Halbstadt. Nach Absolvierung der Pädagogischen Klassen trat er seine erste Lehrerstelle in Paulsheim, Molotschna an, wo er von 1891 bis 1922, 31,5 Jahre als Lehrer tätig war. Weil er auch noch Prediger war, verbot die rote Regierung als Lehrer zu arbeiten. Während dieser Zeit erhielt er zwei Auszeichnungen (Denkmünzen) von der
Kaiserlichen Regierung. Zusätzlich war er Prediger der Margenau-Landskroner Mennoniten Gemeinde. Obwohl er 1929 in Moskau die Einreiseerlaubnis nach Kanada und Freikarte erhielt, wurde er von den Roten zurück geschickt. Später zog die Familie nach Sibirien, wo die in der Nähe von Omsk bis 1937 lebten. Julius wurde verhaftet und in die Verbannung geschickt, um nie wieder zurückzukehren. [14]; [35]; [49 S. 151]
   
P67176. Teilnehmer der Allgemeinen Mennoniten-Konferenz in Russland am13-18 Januar 1925 in Moskau. 5514x3619 Pixel. Foto von Waldemar Daiker. Beschreibung zum Foto P67176. [35]; [49 S. 157]
   
P64673. Johann David Rempel (2.11.1874-1938) (#152990) geb. in Hoffnungsfeld, Nepluyevka. Am 6.01.1906 übersiedelte Johann in die Orenburger Siedlung. 1910 wurde er zum Prediger dem Mennoniten Bürgergemeinde von Klubnikowo, Orenburg berufen. Auf Bibelkursen und durch Selbststudium erarbeitete er sich umfangreiche und tiefgrundige Kenntnisse des Wortes Gottes. Er reiste nach Sibirien und predigte Deutschen und Russen das
Evangelium. Er wurde verhaftet und wie auch sein Sohn nach Archangelsk in die Verbannung geschickt. Nach 4 Jahren wurde er entlassen und zog mit seiner zweiten Frau in die Ukraine, wo er an manchen Abenden und Sonntagen heimlich Gottesdienst hielt. Er wurde wieder verhaftet und nach 7 Monaten wieder freigesprochen. Am 20.07.1938 erneute Verhaftung. Er kam nicht mehr zurück. Lebte 1898-1900 in Grigoryevka, Naumenko (Petrovka); 1906-09 in Rodnitschnoye, Orenburg 1910 in Kamenka, Orenburg. [14]; [35]; [49 S. 160]
   
P64672. Karl Friedrichsen (?-?). Er hatte Zentralschulbildung und war Absolvent von der Predigerschule in St. Grischona in der Schweiz. Später wurde er Leiter und Lehrer der Karassaner Zentralschule. Seine Heimatgemeinde war die Men. Gemeinde Busan-Aktalschi, früher Ettingerbrun in der Krim. Von 1913 bis 1922 war er Religionslehrer in Dawlekanowo, Ufa an der Zentralschule zusammen mit Lehrer Fr. G. Tießen, Gerh. Gäde und Korn. Neufeld. 1922 gründete er in Dawlekanowo eine Bibelschule. Weil die
Regierung ihm das Leben schwehr gemacht hat, zog er 1935 nach Alexandrowsk, Saporoschje. Er wurde schwer krank und starb vor 1941. [35]; [49 S. 164]
   
P64671. Peter David Nickel (29.01.1884-? ) (#325566) geb. in Steinfeld, Molotschna. Sein Vater war Lehrer in der Dorfschule, später Ältester in Rudnerweider Gemeinde. 1891 zog die Familie nach Großweide. Er besuchte die Zentralschule in Gnadenfeld und die Pädagogischen Klassen in Halbstadt. Er arbeitete 2 J. auf dem Gut Jerlißki, bei Cherson als Lehrer. Von 1905-1906 besuchte er 3 J. das Petersburger Lehrerinstitut. In dieser Zeit hat er sein Glauben bewahrt, während viele Mitstudenten ihren Glauben
verloren haben. 1909 übernahm er eine Lehrstelle an der Zentralschule zu Spat, Krim. Nach dem Krieg übernahm er eine Lehrstelle an der Zentralschule in Ohrloff, Molotschna. 1917 wurde er als Prediger gewählt. 1926 wurde er von der Lichtenauer Mennoniten Gemeinde zum Ältesten gewählt und im selben Jahr von seinem Vater ordiniert. Nach 5 Jahren dienst, musste er 1928 nach Memrik flüchten und wohnte in Waldeck und Kalinowo. Am 14.04.1932 wurde er verhaftet. Am 19.04.1934 wurde er entlassen und kam zu seiner Familie nach Stalino. Im April 1938 wurde er mit seinem Sohn Viktor verhaftet. Er kam nicht mehr zurück. [14]; [35]; [49 S. 165]
   
P64670. Von l. n. r.: 1. Martin Thielmann (25 Feb 1871 - Jan.1923) (#798683). Er hat in Berlin die Bibelschule beendet und wurde in Aulie-Ata, Turkistan von einer Englischen Missionsgesellschaft angestellt für eine Missionsarbeit. Er war ein guter Sänger. Mehrere Jahre war er Lehrer in Petrowka (Borosenko, Naumenko-Petrowka oder Orenburg Kolonie).

2. David Wölk wurde entweder Ende 1870, oder 1871 geboren (#neu). Er hat in Sofijewka, Ekat. Gub., Aganetha , die Tochter des Lehrers in Fischau, Aron Warkentin geheiratet. Er trat in ein Ladengeschäft ein. Später hat er in Deutschland bei Berlin in der Allianz Bibelschule studiert. Nach der Rückkehr wurde er Prediger und bekannt als sehr begabter Kanzelredner. 1918-1919 musste die Familie aus Sofiewka flüchten und wurden in Spat, Krim aufgenommen. Später hat er in seinem Geburtstort eine Erbschaft gemacht, die er käuflich erwerben durfte und zogen nach Molotschna. Weil man ihn verhaften wollte, flüchtete er nach Jukowo, wo er in großer Armut gelebt hat. David Wölk muss etwas später als 1940 gestorben sein.

3. Cornelius (Julius?) Kliewer stammt aus Wymischle, Polen. Er hat die Allianz-Bibelschule bei Berlin
besucht und kam dann ins östliche Russland. Da hat er als Prediger gearbeitet. Bis 1929 arbeitete er
in Mittelasien bei Taschkent unter den russischen Gemeinden. Er wurde verbannt. Mehr ist von ihm
nicht bekannt. [35]; [49 S. 168]

   
P64669. Heinrich Heinrich Dirks (18.02.1872-1939, laut Grandma geboren am 6.06.1872) (#63029) in Sumatra, Ost-Indien auf der Missionsstation Pakanten. 1881 kehrte die Familie zurück nach Europa. Zuerst nach Holland und dann nach Gnadenfeld. Heinrich besuchte die Zentralschule. Seine theologische Ausbildung erhielt er in der Missionsanstalt zu Barmen. 1890 trat er als Zögling in die Missionsanstalt ein. Seinen Staatsdienst leistete er als Lehrer ab. 1893-1894 war er Lehrer in der Dorfschule in
Ogus-Tobe, Krim. Von 1895-1905 war er Religion und Deutschlehre an der neuerbauten Zentralschule in Neu-Schönsee, Sagradowka. 1895 hatte ihn die Gnadenfelder Mennoniten Gemeinde zum Prediger gewählt. Im selben Jahr wurde er von seinem Vater, Ältesten H. Dirks, ordiniert. 1905 wurde er auf Wunsch der Gemeinde Gehilfe bei seinem Vater, der als Ältester und Missionsreiseprediger tätig war. Sein Vater starb am 18.02.1915. Mit 43 Jahren musste Heinrich 1915 zum Staatsdienst antreten. 1929 wurde er enteignet. Am 10.061938 wurde er verhaftet und in den Norden geschickt. Im Frühling 1939 ist er an im Lager schwer erkrankt und gestorben. [14]; [35]; [49 S. 172]
   

P64668. Familie Heinrich Jakob Enns (31.07.1888-06.02.1933) (#691940) geb. auf dem Gut Tiegenhof, Ekaterinoslaw. Mutter Katharina Franz Janzen (1895-1981) (#691935) geb. in Alexanderwohl, Molotschna. Kinder. 1. Liese Enns (1921-) (#691841). 2. Katharina Enns (1923-2006) (#691840). 3. Jakob Enns (1926-2004) (#691839). 4 Heinrich Enns (1929-1933) (#691838). und Sara Enns (1929-1930) (#691838). Nach der Elementarschule, absolvierte Heinrich Jakob Enns die Halbstädter Zentralschule. 1914

wurde er nach St. Petersburg in ein Lazarett geschickt. Dann als Sanitäter nach Zarskoje Selo, die Sommer-Residenz des Kaisers. 1917 arbeitete er mit seinem Bruder im neu gegründeten christlichen Soldatenverein. Heinrich hatte gründlich die russische Sprache gelernt. Nach dem Krieg arbeitete er bei der Zeltmission. Durch die Plünderungen und Raube wurde die Familie bettelarm. Nach dem Tod des Predigers Adolf Reimer im Jahre 1921, wurde er dessen Nachfolger. Später wurde seine Familie als rechtlos erklärt und zu 5 Jahren Gefängnisstrafe und noch auf 5 Jahren Verbannung verurteilt. Heinrich gelang die Flucht nach Kaukasus. Als er später nach Molotschna zurückging, um seine Familie abzuholen, erkrankte er an Typhus und starb im Dorf Mariental. Familie lebte 1923, 1931 in Alexanderthal, Molotschna; 1979 in Karaganda. [14]; [35]; [49 S. 190]
   
P64667. Johann Regehr aus Sagradowka M.B.G. wurde in den Norden ausgesiedelt und ist dort gestorben. [14]; [35]; [49 S. 195]
   
P64666. Abram Aaron Klassen (1870-1943) (#267246) geb. in Gnadenfeld, wo er die Zentralschule besucht hat. Abram hat in Barmen, Deutschland die Missionsschule absolviert. Er war zeitlang Lehrer und wurde 1910 Prediger der Gnadenfelder Filialen in der Krim: Ogus-Tobe und Sarona. Hier war er Mitglied des Schulrats. Seine Frau war eine geborene Rempel aus Gnadenfeld oder Ogus-Tobe. Aus der Krim ging er nach Halbstadt und arbeitete als Religion und Deutschlehrer an den „Pädagogischen
Klassen“. Gleichzeitig diente er als Prediger an der Mennoniten Gemeinde Neu-Halbstadt. Er wurde Nachfolger von Ältesten Heinrich Unruh in Muntau. Als die Kommunisten die geistliche Arbeit unmöglich machten, zog er nach Melitopol. Er wurde trotz seines schwerkranken Zustands verhaftet und verbannt in den Norden, zusammen mit seiner Frau. 1943, auf dem Weg in die Verbannung ist Abram in einem Viehwagon gestorben. [14]; [35]; [49 S. 205]
   
P64665. Kornelius Kornelius Martens (18.11.1880-) (#1067367) geb. in Wernersdorf, Molotschna. Er besuchte die Zentralschule und später die Pädagogischen Kurse in Halbstadt und arbeitete als Lehrer in Samara, Donbecken, Alexanderpol (wahrscheinlich St. Sajzewo Kolonie). 1911 siedelte die Familie nach Petersburg um, wo er in der Buchhandlung „Raduga“ tätig war. Er beendete sein Hochschulstudium wurde 1915 Direktor der Gnadenfelder Zentralschule. 1922 wurde er aus dem Lehrerpersonal
ausgeschlossen und die Familie zog nach Großweide, Molotschna. 1931 erhielt er in Stalino am Medezinischen Institut die Stelle eines Pädagogen für Lateinische und Deutsche Sprache. 1937 wurde er verhaftet. Sein Schiksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 207]
   
P64664. Gerhard Julius Plett (30.06.1860-01.04.1933) (#385892) geb. in Pordenau, Molotschna. Seine Fortbildung nach der Dorfschule hat er in der Abendschule bei Lehrer Johann Dörksen gemacht. Einige Jahre war er Dorflehrer in Sparrau und Gnadenfeld, Molotschna. Nach dem Tod seiner ersten Frau, siedelte er nach Hierschau, Molotschna, wo er eine Kleinwirtschaft „Tongrube“ erwarb. Lange Zeit, bis 1904 war er Bezirksrichter in Gnadenfelder Wollost. Dann widmete er sich der Predigertätigkeit.
Schon 1899 wurde er zum Prediger der Margenauer Mennoniten Gemende gewählt. Als Ältester Peter Friesen 1907 starb, wurde er 1908 von Ältesten Heinrich Koop, Alexanderkrone, als Ältester dieser Gemeinde ordiniert. Später übernahm er die Gemeinen zu Landskrone und zu Alexanderwohl. Er hat 2000 Seelen getauft. 1919 wurde er von den Roten verhaftet. Nach dieser Zeit hat sich sein Gesundheitszustand nicht mehr erholt und musste 1928 sein Amt als Ältester aufgeben. Am 17.02.1930 wurde er enteignet. Seit dem war er bis zu seinem Tod auf der Flucht. Gerhard Plett starb in Friedensdorf, Molotschna. Lebte 1883-85 in Sparrau, Molotschna; 1888 in Waldheim, Molotschna; 1891-1911 in Hierschau, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 214]
   
P64663. Isaak Pöttker (#neu) stammt aus Wernersdorf, Molotschna. Er bildete in seinem Heimatsdorf einen Sängerchor. Um seine Ausbildung zu vervollständigen, ging er ins Ausland und besuchte in Berlin die Bibelschule. In England besuchte er einen medizinischen Kurs. Später hat er nebenbei als Homöopathiearzt gearbeitet. Er heiratete Luise Wolf (#neu). Isaak hat hauptsächlich in Mennonitischen Dörfern an der Molotschna und in umliegenden Russendörfern gearbeitet. 1928 war er den ganzen Winter in
Petersburg in der russischen Bibelschule. Wie auch andere Prediger wurde er gezwungen in den Kaukasus zu fliehen. Hier lebte er im Mennonitischen Dorf Kalantarowka. Er wurde verhaftet und nach langer Untersuchungshaft zum Tode verurteilt. Nach dem seine Frau einen Antrag auf Begnadiegung gestellt hat, wurde das Todesurteil auf 10 Jahre Verbannung nach Sibirien geändert, wo er als Zahnarzt arbeiten dürfte. Über sein späteres Schicksal ist nichts bekannt. [35]; [49 S. 220]
   

P64662. Familie Johann Johann Anders. Mutter Maria Isaak Hildebrand (1890-1983) (#683200) geb. in Pogorovka, Kharkov. In dieser Gruppe sind 4 Frauen dessen Männer in der Verbannung sind. Johann Johann Anders (15.01.1891-1937) (#683199) geb. in Fürstenau, Molotschna. Er hatte die Schule in Ladekop besucht. Nach der Hochzeit zog er 1911 nach Friedensruh. Er war Mitarbeiter der Evangelischen Mennoniten Gemeinde

in Lichtfelde, Molotschna. 1930 wurde er verhaftet und schließlich nach Murmansk in die Verbannung geschickt. Nach vier Jahren kam er wieder zurück, musste aber in den Kaukasus fliehen. Später kam er zurück und wohnte in Paulsheim. 1937 wurde er wieder verhaftet. Sein Schicksal ist unbekannt. Familie lebte 1912-15 in Kleefeld, Molotschna; 1918-24 in Friedensruh, Molotschna; 1926 in Paulsheim, Yazykovo; und in Mariawohl, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 222]
   
P64661. Johann Nieckel (23.07.1863 - 6.01.1932, laut Grandma) (#805458) geb. in Münsterberg, Molotschna. Er war 30 Jahre Ältester der Tieger Mennoniten Bürgergemeinde in Sagradowka gewesen. Am 6.09.1933 wurde er verhaftet. Sein Vermögen wurde verschleppt. Laut seiner Tochter ist er nach 5 Monaten im Gefängnis, am 6.01.1934 durch ein Tritt von einem Polizisten die Treppe runter gestoßen wurde und schwer verletzt in ein Zelt zu den Schwerverbrechern gesteckt, wo er durch furchtbare
Misshandlungen am nächsten Tag gestorben ist. Lebte 1898 in Reinfeld, Sagradovka; 1900 in Blumenort, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 237]
   
P64660. David Johann Klassen (22.03.1899 - 29.08.1990) (#84233) und Sara Hermann (geb. Hamm), kam aus Lichtenau. Sie war viele Jahre Sonntagschullehrerin. Sie hatte eines Nachts Licht auf der Fensterbank stehen gehabt, das ihr zum Verhängnis wurde. Sie wurde verhaftet und beschuldigt, dass sie das Licht für das Deutsche Militär, die immer näher kamen, gestellt haben sollte. Ihre zwei Jungen wurden beide Eltern weggenommen. Sara wurde im Gefängnis zu Tode verprügelt. David ist in Rosenort,
Molotschna geboren. Er hatte in Ohrloff die Zentralschule besucht. Später war er Pfleger für Geisteskranke in der Nervenanstalt „Betania“ bei Einlage. Sie wohnten längere Zeit in Einlage, wo David Gesangslehrer und als Prediger war. 1936 wurde das erste Mal wegen seiner religiösen Tätigkeit verhaftet und 1937 auf 10 Jahre in die Verbannung geschickt. Das zweite Mal wurde er 1949 für 25 Jahre verhaftet, wurde aber 1955, nach dem Tode von Stalin freigelassen. Das dritte Mal war er im Gefängnis von 1962 bis 1965. [14]; [35]; [49 S. 248]
   

P64659. Familie Heinrich Heinrich Funk (29.12.1880-?) (#490514) geb. in Neuenburg, Chortitza. Mutter Susanna Gerhard Rempel (?-1931) (#693236) gest. in New York, Ignatyevo. Kinder: 1. Herta Heinrich Funk (?-1974) (#1335178). 2. Else Heinrich Funk (1913-1937) (#1335189). 3. Heinrich Heinrich Funk (1921-) (#1335192). Heinrich Heinrich Funk besuchte nach der Dorfschule mit seinem Zwillingsbruder die

Zentralschule in Chortitza. Nach der Beendigung der Zentralschule ging Peter Funk nach Ekaterinoslaw, um Rechtsanwalt zu werden. Heinrich ging ins Ausland, um Theologie zu studieren. Er studierte im theologischen Institut in Basel, Schweiz. Als er zurückkam, übernahm er eine Stelle als leitender Lehrer in der Schule zu Schönhorst, Chortitza. Danach hat er 20 Jahre als Religion und Deutschlehrer in der Zentralschule in New York, Ignatyevo gearbeitet. Bald wurde er als Prediger gewählt. 1914 musste er zum Staatsdienst. Nach dem Dienst wurde er oft verhaftet, saß tagelang im Gefängnis. Dann übernahm er von Abram Unruh das Amt des Ältesten. Am 4.11.1929 wollte er mit seiner Familie auswandern, aber kurz bevor er in den Zug stieg, wurde er verhaftet. Er wurde für 8 Jahre in den Norden verbannt. Nach 7,5 Jahren wurde er entlassen. Da es kein Zuhause mehr gab, machte er sich auf den Weg nach Mittelasien zu seiner Tochter. Da bekam er eine Anstellung als Lehrer. 1940 wurde er als alter gebrechlicher Mann wieder verbannt. Sein Schicksal ist unbekannt. Familie lebte in New York, Ignatyevo. [14]; [35]; [49 S. 250]
   
P64658. Johann Bargen studierte in Neukirchen, Kreis Wörs, Deutschland. Nach seiner Heimkunft wurde er zum Prediger gewählt. 1932 wurde er zum vierten Mal verhaftet. Es ging von Kronau nach Ekaterinoslaw. Er ist nicht wiedergekehrt. Der Rest der Familie von 4 Personen, einschließlich die Mutter, soll nach Paraguay ausgewandert sein. Evtl. ist es (#471684) 1875, Orloff, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 258]
   
P64657. Jakob Peter Bargen (4.02.1893-24.08.1937) (#342560) geb. in Altonau, Sagradowka. Sein Schwager Aron Regehr wohnte in der Nachbarschaft. 1929 wurde Jakob aus seinem Dorf ausgewiesen und rechtlos gemacht. In Schönsee wurde in der Schule er als Tischlermeister angestellt. Im Oktober 1933 wurde von der G.P.U. verhaftet und auf 3 Jahre in den Norden verbannt. In Schujskoje an der Suchchona, nördlich von Wologda. Ca. 1936 kam er vor Weihnachten nach Hause. Aber schon am
24.08.1937 wurde er wieder verhaftet. Lebte 1919-28 in Altonau, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 276]
   
P64656. Aron Regehr (?-?) (#342556) wurde gleichzeitig mit seinem Schwager Jakob Peter Bargen und Dück aus Schönau, Sagradowka festgenommen. Die Sachen von den drei Männern wurden am nächsten Tag zurück geschickt. Davor wurde er wurde für drei Jahre in die Verbannung, nach Sibirien, in der Nähe von Tomsk geschickt. Aron war Prediger der Mennoniten Bürgergemeinde Sagradowka. (Todesdatum vermutlich 24.08.1937, wie bei Jakob Bargen #342560. [14]; [35]; [49 S. 277]
   
P64655. Johann Martin Janzen (10.03.1885-12.03.1942) (#581344) geb. in Rosenort, Molotschna. Er erhielt seine Grundschulausbildung in Ebenthal, Memrik und besuchte das Gymnasium in Ohrloff, Molotschna. Später absolvierte er die Pädagogischen Klassen in Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete als Lehrer auf dem Anwesen von H. Sudermann in der Nähe des Bahnhofs Grishino und unterrichtete später in der Kolonie Herzenberg in der Provinz Charkow. Im Ersten Weltkrieg war er als Erste-Hilfe-
Assistent tätig. Später kehrte er nach Memrik zurück, wo er zum Prediger in der Kotlyarevka M. B. Kirche gewählt und von Aeltester Jakob Doerksen (geb. 1853) ordiniert wurde. Nachdem Jakob Doerksen 1926 in den Ruhestand ging, wurde Johann Janzen Aeltester. Er wurde im Januar 1934 verhaftet und zu 10 Jahren Exil verurteilt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 282]
   
P64654. Johann Martin Janzen (10.03.1885-12.03.1942) (#581344) geb. in Rosenort, Molotschna. Er erhielt seine Grundschulausbildung in Ebenthal, Memrik und besuchte das Gymnasium in Ohrloff, Molotschna. Später absolvierte er die Pädagogischen Klassen in Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete als Lehrer auf dem Anwesen von H. Sudermann in der Nähe des Bahnhofs Grishino und unterrichtete später in der Kolonie Herzenberg in der Provinz Charkow. Im Ersten Weltkrieg war er als Erste-Hilfe-
Assistent tätig. Später kehrte er nach Memrik zurück, wo er zum Prediger in der Kotlyarevka M. B. Kirche gewählt und von Aeltester Jakob Doerksen (geb. 1853) ordiniert wurde. Nachdem Jakob Doerksen 1926 in den Ruhestand ging, wurde Johann Janzen Aeltester. Er wurde im Januar 1934 verhaftet und zu 10 Jahren Exil verurteilt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 282]
   

P64653. Von l. n. r.: 1. Peter Köhn. 2. Ältester Kornelius Abraham Wiens (1866-1944) (#373011). 3. Jakob W. Reimer, 4. Daniel Fast. Peter David Köhn (1.01.1866 - 11.02.1933) (#109977) geb. in Waldheim, Molotschna. Ging 1897 in die Pilgermissionsanstalt St. Chrischona bei Basel, Schweiz und hat dort 2 Jahre Theologie studiert. Nach seiner Rückkehr aus der Schweiz, heiratete er Agnes, die Tochter des

Predigers Isaak Koop. 1900-1907 war er Prediger der M.B. in Mariental, Alt-Samara. 1907 ging er zurück nach Waldheim, wo er jahrelang als Reiseprediger der M.B. gearbeitet hat. 1920 wurde ihm ein Bein abgenommen. Ca. 1925 gründete er eine Bibelschule auf der Ansiedlung Orenburg. Als Kultusdiener musste er im Kaukasus Unterkunft suchen und ist dort als Heimatsloser und Geächteter in Kuban gestorben. [14]; [35]; [49 S. 290]
   
P64652. Abram Johann Fast (?-?) (#1015847) geb. in Tiegerweide, Halbstadt. Nach der Schule lehrnte er 5 Jahre in Halbstadt und wurde Lehrer in Neukirch und später Kleefeld. 1914 diente er als Sanitäter. 1918 heiratete er Agathe Harms (Vor 1894-1.02.1929) (#1015849). Er wurde als „Kulak“ aus Friedensruhe ausgewiesen und musste im Prischiber Bezirk neu anfangen. Einer Nacht wurde er verhaftet und nach Halbstadt gebracht. In Tscheljabinsk, Ural hatte er in der Haft eine Stelle in der Kanzlei
bekommen. Seit dem gab es keine Informationen mehr über sein Schicksal. [14]; [35]; [49 S. 298]
   
P64651. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) geb. in Muntau Molotschna. Der Vater von Franz hat sein solides Bauernvermögen für den Bau eines Krankenhauses in Muntau, Halbstadt eingesetzt. Es war durch Bestätigung der Regierung Eigentum der Familie. Als er 1906 starb, hat sein Sohn Franz, früher Elementarschullehrer, mit seinen Geschwistern die Leitung übernommen und insgesamt 25 Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Schon als Jungling leitete er den christlichen Jünglingsverein in Halbstadt.
1930 wurde er gezwungen seinen Posten aufzugeben. 1932 ging die Familie nach Neu-Einlage zum Dneprostroj. Am 6.04.1936 wurde Franz verhaftet und nach Saporoshje ins Gefängnis gebracht. Dann wurde er nach Timir-Tau, Altajgebirge verschickt. Die letzte Nachricht kam von ihm 1939. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 318, 320]
   

P64650. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) und Frau Anna Jacob Ediger (1879-1949) (#131964) geb. in Prangenau, Molotschna. Franz Franz Wall (7.11.1882-?) ( (#109267) geb. in Muntau, Molotschna. Der Vater von Franz hat sein solides Bauernvermögen für den Bau eines Krankenhauses in Muntau, Halbstadt eingesetzt. Es war durch Bestätigung der Regierung Eigentum der Familie. Als er 1906 starb, hat sein Sohn Franz, früher Elementarlehrer, mit seinen Geschwistern die Leitung übernommen

und insgesamt 25 Jahre im Krankenhaus gearbeitet. Schon als Jungling leitete er den christlichen Jünglingsverein in Halbstadt. 1930 wurde er gezwungen seinen Posten aufzugeben. 1932 ging die Familie nach Neu-Einlage zum Dneprostroj. Am 6.04.1936 wurde Franz verhaftet und nach Saporoshje ins Gefängnis gebracht. Dann wurde er nach Timir-Tau, Altajgebirge verschickt. Die letzte Nachricht kam von ihm 1939. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [49 S. 318, 320]
   
P64649. David David Nickel (30.08.1853 - 31.08.1940) (#239450) geb. in Rudnerweide, Molotschna. Nach der Schule hat er sich in einer Privatschule in Steinbach für den Lehrerberuf vorbereitet. Mit 20, hat er als Lehrer angefangen zu arbeiten und war 18 Jahre dabei. Die Stationen: 1 J. in Orechow, 2 J. in Neu- Halbstadt und 15 Jahre in Steinfeld, Molotschna. 1878 sind seine Eltern und Geschwister nach Amerika und Kanada ausgewandert. 1881 wurde er in der Rudnerweider Mennonitengemeinde zum
Predigtamt berufen. Im folgenden Jahr wurde zum Prediger ordiniert. 1891 wurde er zum Ältesten gewählt. Am 3.12.1896 reiste er nach Petersburg als Abgeordneter der Mennonitengemeinden von Rußland. 1898-1900 besuchte er Samara und Orenburg. 1909 und 1911 fuhr er nach Sibirien: Omsk, Pawlodar und Barnaul. Als Mitglied des Schulrates besuchte er jährlich Schulen in Molotschna. 1927 mit 74 Jahren, legte er das Ältestenamt nieder. Sein Sohn Abram David Nickel wurde der Nachfolger. Am 21.01.1931 flüchtete er in die Alt-Kolonie. Hier starb er im Alter von 87 Jahren. Familie Lebte 1876 in Halbstadt, Molotschna; 1884-90 in Steinfeld, Molotschna; 1893-98 in Grossweide, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 323]
   
P64648. Abraham David Nickel (29.10.1887-3.06.1935) (#325567) geb. in Steinfeld, Molotschna. Er ist der Sohn von Ältesten David Nickel und der Bruder von dem Ältesten Peter Nickel. Er besuchte nach der Schule die Zentralschule in Gnadenfeld und dann die Pädagogischen Klassen in Halbstadt. Die erste Stelle als Lehrer war in Kleefeld, danach in Friedensruh und Alexanderkrone. Nächste Station war Gajtschur. Im ersten Weltkrieg musste er zum Staatsdienst in der Nähe von Petrograd. Danach war
er Lehrer in Mariental (wahrscheinlich Alt-Samara). 1927 wurde er Nachfolger von seinem Vater als Ältester. Die Kommunisten haben ihm alles weggenommen und für rechtlos erklärt. Trotzdem ist er auf seinem Posten geblieben. 1935 gelang ihm, trotzt schlechter Gesundheit, die Flucht in den Kaukasus, in das Dorf Gsablji. Hier starb er nach langer, schwerer Krankheit. Lebte 1925 in Grossweide, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 326]
   
P64647. Heinrich Dietrich Neufeld (20.01.1884 - 29.11.1919) (#406064) geb. in Orloff, Sagradovka. Nach der Schule besuchte er die Zentralschule in Neu-Schönsee. Später besuchte er den Pädagogischen Kursus in Neu-Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete 2 J. in Reinfeld und dann in Altonau. 1906 studierte er in Basel, Schweiz in der Predigerschule. 1910 arbeitete er in der Handelsschule in Alexanderkrone, Molotschna. 1914 wurde er in der Nikolaifelder Kirche in Sagradowka Kolonie zum Prediger ordiniert. Am 29.11.1919 wurde die Schule,
in der er sich befand, von Banditen überfallen und alle die sich in der Schule befanden, grausam getötet. Lebte 1904 in Reinfeld, Sagradovka; 1906 in Altonau, Sagradovka; 1910 in Alexanderkrone, Sagradovka; 1912 in Lugovsk, Neu Samara, 1913-15 in Schoenfeld Kolonie; dann in Schönwiese und Chortitza, Chortitza Kolonie; 1917-19 in Orloff, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 329]
   

P64646. Familie Aron Aron Dück (?-?) (#217773) geb. in Prangenau, Molotschna. Mutter Judith "Ida" Regehr (1898-1932) (#217752). Kinder: 1. Vera Aron Dück (1920-) (#217774). 2. Theodore Aron Dück (1922-) (#(#217775). Nach der Schule besuchte Aron Aron Dück die Zentralschule in Gnadenfeld. In Neu-Halbstadt absolvierte er die

Pädagogischen Kurse. In Margenau übernahm er die Stelle als Lehrer in der neugebauten Dorfschule bis zu seiner Verbannung im Jahre 1931. Seine Frau Ida Regehr war Mitglied der Bürgergemeinde, er war Mitglied der Mennoniten Gemeinde Margenau, die ihn zum Prediger gewählt hat. Die Kommunisten haben ihn stimm- und rechtlos gemacht, die Familie wurde in die Verbannung geschickt. Die Kinder konnten den Verbannungsort verlassen und wurden von Verwandten abgeholt. Ida Dück konnte die Entbehrungen der Verbannung nicht ertragen und starb 1932. Aron kam 1934 frei und hat sich wieder in Margenau niedergelassen. Er wurde aber wieder verhaftet und in den Norden geschickt, wo er 1937 als Lehrer gearbeitet hat. Er kam nicht mehr zurück. [14]; [35]; [49 S. 339]
   
P64645. Lehmhütte in der Abram Harder mit Familie ihre alte Tage verlebten. Abram Abram Harder (29.09.1866-19.10.1941) (#164808) geb. in Hierschau, Molotschna. Prediger und Ältester. 1906 gründete das Ehepaar Abram Harder in Großweide, Molotschna das Waisenhaus mit eigener Schule in Großweide, Molotschna. Hier wurden auch Handwerke gelehrt. Die freihe Spenden trugen das Werk. 1910 lebten 27 Kinder im
Waisenhaus. In Hungerjahren 1921-1922 lebten 80 Kinder im Haus. Mit Pfleger, Helfer und Familie, waren es 104 Personen. Im Sommer 1921 griffen die Kommunisten in das innere Leben ein. Sie haben einen Leiter eingesetzt, der das Leben im Haus unmöglich gemacht hat. Die Pfleger gingen weg, von 80 Kindern, blieben 22. 1926 gaben die Harders das Waisenhaus auf und ließen sich in Rückenau nieder. Um eine Verhaftung zu entkommen, flüchteten die Harders in die Krim. Am 8.07.1936 starb in der Erdhütte bei Spat die Frau von Abram, Justina Harder. Abraham Harder starb 1941. Familie lebte 1893, 1897, 1906 in Rosenort, Molotschna; 1898 in der Krim; 1900 in Tocksaba, Krim; 1906-10 in Großweide, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 345]
   
P64644. Kornelius Abraham Wiens (3.11.1866-1944) (#373011) geb. in der Kuban Kolonie. Er war viele Jahre Lehrer in Kuban. 1901 wurde er mit Johann J. Fast zum Prediger gewählt und ordiniert. 1905 wurde er als Ältester von David Schellenberg in Rückenau ordiniert. 1926 feierte er als Arbeiter am Wort, sein 25 Dienstjubiläum. 1932.1933 wurde er nach Irbit, Uralgebirge mit seiner Frau in die Verbannung geschickt. Aus der Heimat und Amerika bekamen sie Lebensmittel geschickt. Da sie nach der
Freilassung nicht zurück in die Kuban dürften, sind sie an dem Verbannungsort geblieben. Dann zogen sie nach Gabli und Kalantarowka. [14]; [35]; [49 S. 366]
   
P64643. David Jakob Dick (29.06.1860-18.10.1919, laut Grandma am 29.06.1861 geb.) (#65177) und Frau Katharina, geb. Schmidt (15.11.1860-16.10.1919) (#65169). Er hat in drei Jahren die Zentralschule in Gnadenfeld absolviert und wurde Mitglied der M.G. bei Halbstadt. Am 21.10.1887 heiratete er Katharina Schmidt und wohnten in Steinbach bis 1894. Dann zogen sie auf ihr Erbgut Apanlee, wo sie bis zum Ende in großem
Wohlstand lebten. Er war ein leidenschaftlicher Landwirt. Er züchtigte erstklassiges Zuchtvieh, das er aus dem Ausland kaufte. In seinem Haus versammelten sich Prediger und andere Dienstboten, manchmal bis 40-50 Personen. Die kamen aus der eigen Mitte, Deutschland, Schweiz, England und Ostseeprovinzen. David war der Gründer und Initiator des ersten mennonitischen christlichen Traktatvereins und bis 1914 der Vorsitzender des Vereins. Von 1904-1910 war er Präsident über alle mennonitischen Forsteien in Russland. Auch auf dem Gebiet Schulwesen hat er hervorragendes geleistet. Er war Vorsitzender des Schulvereins. 1918-1919 wurde er verhaftet. Weil er so beliebt war, haben russische Nachbarn mit 7000 Unterschriften und er wurde entlassen. Am 16.10.1919 kamen schwer bewaffnete Männer ins Haus und raubten alles aus und erschossen David und Katharina. [14]; [35]; [49 S. 369]
   
P64642. Isaak Gerhad Dyck (9.12.1847 - 24.08.1929) (#150301) geb. in Nieder-Chortitza, Chortitza. Er war viele Jahre Ältester der M.G. zu Chortitza. Nach der Heirat zog er nach Großfürstenland, wo er in Michaelsburg, Fürstenland 3 Jahre Lehrer war. 1876 wurde er ins Predigtamt berufen. 1882 wurde er für 6 J. als Prediger-Dekonom auf die Anadolsche Forsterei berufen. Dann kamm er nach 15 Jahren zurück nach Rosental, Chortitza. 1906 wurde er zum Ältesten gewählt und hat hier 33 Jahre gedient. Er war
Präsident des Komitees zur Unterhaltung aller Forstkommandos und Präsident des Chortitzer Zentralschulkommitees. Mehrmals wurde er in die Deputation gewählt, die in Petersburg bei der Regierung Angelegenheiten regelten. Wärend des ersten Krieges erlebte er schwere Zeiten. [14]; [35]; [49 S. 380]
   
P64641. Heinrich Peter Unruh (4.04.1845-3.11.1927) (#88470) geb. in Alexanderwohl, Molotschna. Er hat in Nikolaidorf die Schule besucht. Er hat sein ganzes Wissen durch Selbststudium angeeignet, obwohl es unter den Mennoniten sehr wenigen Büchern gab. Ziemlich jung wurde er Lehrer in Muntau, wo er 7 J. arbeitete und heiratete. Mit 26 Jahren wurde er Prediger der Halbstadt-Ohrloff Gemeinde. Dann übernahm er für 6 J. die Schule in Mariawohl. Nachdem seine Frau 1884 starb, reiste er nach Amerika. Als er
zurückkam, wurde er 1896 Ältester der Halbstädter Gemeinde. 31 Jahre war er im Schulrat tätig, genau so lang im Molotschnaer Kirchenkonvent. Er war mehrmals in Petersburg in Sachen aller Mennoniten und hat Audienz mit dem Kaiser. 1915 erlitt er einen Schlaganfall, sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert. Mehrmals wurde er von den Banditen ausgeraubt. Obwohl er körperlich eine Ruine war, war sein Geist und besonders sein Gegächnis ungewönlich frisch und klar, bis zu Ende, Oktober 1927. Lebte 1870, 1881 in Mariawohl, Molotschna; 1890-92 in Muntau, Molotschna. [14]; [35]; [49 S. 382]
   
P64640. Hermann Abram Bergmann (12.06.1850 - 3.02.1919) (#311360) geb. in Dirschau, Gross Werder, Preußen. Mit 12 Jahren wanderte seine Familie nach Russland, wo sein Vater im Russendorf Soljonoe, Land kaufte. Von da kam Herman nach Rosenhof, Taurien. Später wurde er Gutsbesitzer und besaß ein enormes Vermögen. Er wurde in verschiedene Ämter gewählt. Hermann blieb bis zum Schluss in dieser seiner öffentlichen Tätigkeit. Im Januar 1919, als die Rotearmee näher kam, fuhr Hermann in
die Alte Kolonie, dann über Nikopol weiter nach Taurien. In einem Russendorfe wurde er zusammen mit dem Mann seiner Enkelin Peter Riediger und anderen Begleitern gefangen genommen und später umgebracht. Er war 69 Jahre alt. Lebte 1874 auf dem Gut Solennoje; 1879, 1884 auf dem Gut Bergmannstal. [14]; [35]; [49 S. 384]
   
P64598. Teilnehmer der All-Ukrainischer Konferenz der Mennonitengemeinden in der UdSSR in Melitopol am 5.- 9. Oktober 1926. Es war die letzte allgemeine Konferenz in Russland. Davor wurde jedes Jahr an verschiedenen Plätzen eine Konferenz abgehalten. Ab Oktober 1926 wurde jegliche christliche Arbeit untersagt und alle Kirchendiener als

Staatsfeinde erklärt, stimm- und rechtlos gemacht. Man brachte sie in Gefängnisse, schickte sie in Verbannung und beraubte sie.

1. Johann G. Janzen, Prediger KG. Memrik.
2. Reimer, David Pet., Prediger. BG. Elisabethtal, Mol.
3. Janzen, Johann Mart., Ältester BG. Bahndorf, Memrik. (10.03.1885-12.03.1942) (#581344).
4. Martens, Heinrich Jak., KG. Grünfeld, Altk.
5. Martens, Prediger KG. Mariental, Molotschna.
6. Franß, Heinrich, Ält. KG. Landskrone, Mol.
7. Petkau, Jak. Jak., Ält. KG. Kalinowo, Memrik.
8. Martens, Kornel. Korn., Prediger BG. Großweide, Mol.
9. Dick, Aron, Prediger KG. Margenau, Mol.
10. Ediger, Alexander Heinr., Ält. KG. Schönsee Mol.
11. Rempel, Jakob Aron, Ält. KG. Grünfeld, Mol.
12. Nickel, Peter David, Ält. KG. Orloff, Mol. Evtl. #325599, Evtl. Sohn von 74. # 325567
13. Töws, Johann Joh., Prediger BG. Igntjewka Ansiedl.
14. Andres, Jakob, Lehrer Rosental, Chort.
15. Klassen, David, Pred. Wohldemführt K.
16. Wiens, Bernhard, Pet.? Pred. KG. Gnadental, Mol.

17. Friedrichsen, Karl H., Dawlekanowo. Karl Friedrichsen (1879-) (#518737) geb. in Saribasch, Krim. Er hatte Zentralschulbildung und war Absolvent von der Predigerschule in St. Grischona in der Schweiz. Später wurde er Leiter und Lehrer der Karassaner Zentralschule. Seine Heimatgemeinde war die Men. Gemeinde Busan-Aktalschi, früher Ettingerbrun in der Krim. Von 1913 bis 1922 war er Religionslehrer in Dawlekanowo, Ufa an der Zentralschule 1922 gründete er in Dawlekanowo eine Bibelschule. Weil die Regierung ihm das Leben schwehr gemacht hat, zog er 1935 nach Alexandrowsk, Saporoschje. Er wurde schwer krank und starb vor 1941. Lebte 1901 in Boragan, Krim; 1904 in Aktatschi-Busau; 1907-14 in Karassan, Krim; 1916 in Dawlekanowo, Ufa. [35]; [49 S. 164]

18. Enns, Heinrich Jak., Pred. BG. Alexandertal, Mol.
19. Penner, Peter, Ält. AG. Lichtfeld, Mol.
20. Martens, Abram, Ält. BG. Pleschanow Neu-S.
21. Löwen, Kornel. Wm., Pred. KG. Blumstein, Mol.
22. …… ….. …..
23. Epp, Johann Joh., Pred. BG. Ekaterinowka, Ign.
24. Abrams, Jakob, Pred. BG. Franstal, Mol.
25. Wiens, Jakob, …. BG. Milerowo.
26. Willms, Gerhard Heinr., Pred. KG. Hamburg, Mol.
27. …. …. ….
28. Jsaak, Peter Philipp, Dir. BG. Friefeld, Kriworog.
29. Günther, Peter.
30. …. …. ….
31. …. …. ….
32. Koop, Abram Paul ? BG. Friedensfeld, Sag.
33. Dick, Ältester KG. Gnadenfeld, Mol.
34. Schellenberg, … … Kalinowo, Memrik.
35. …. …. ….
36. Dick, Heinrich Pet., Pred. BG. Gnadenheim, Mol.
37. Epp, David Heinr., Pred. KG. Lichtenau, Mol.
38. Wiebe, Dietrich, …. …. Orloff, Sagr.
39. Friesen, Abram Heinr., Pred. BG. Altenau, Sagr.
40. …. …. …..
41. Janzen, Peter, Ält. KG. Friedensruh, Mol.
42. Epp, Peter, Pred. KG. Petershagen, Mol.
43. Fast, …. …. KG. Runderweide, Mol.
44. Pauls, Heinrich, Pred. BG. Nr. 2, Ignatjewka.
45. Martens, Joh. ? Ält. KG. Einlage, Altkol.
46. Pauls, Peter Pet., Pred. BG. Nikolaipol, Turk.
47. …. …. ….
48. Rempel, Jakob Dav., Pred. BG. Kanzerowka, 3 Orbg.
49. Lorenz, Johann, Pred. KG. Neu-Schönsee, S.
50. Neufeld, Peter, Ält. KG. Alt-Chortitza.
51. Pennr, Heinrich, Pred. KG. Alt-Chortitza.
52. Friesen, Heinrich Abr., Pred. Kg. Schönau, Mol.
53. Stobbe, Johenn …. …. …. BG. Hierschau, Mol.
54. Wiebe, Nikolai Dav., Pred. AG. Lichtenau, Mol. Par.
55. Klassen, Abram, Ält. KG. Halbstadt, Mol.
56. Bäcker, Heinrich, Pred. BG. Prangenau, Mol.
57. Pankratz, Oirig. KG. Ruderweide, Mol.
58. Janzen, Jakob Ar. Ält. AG. Halbstadt Nr. 4, Sagr.
59. Siemens, Jakob, Miss. KG. Spat, Krim.
60. Wiebe, Jakob, …. …. …. AG. Kadagai, Krim.
61. …. …. ….
62. …. …. ….
63. Wiens, David Joh., BG. Steinfeld, Sagr.
64. Dickmann, Mart. Pet., Pred. KG. Tiege, Sagr.
65. …. …. ….
66. Berg, Abram, Pred. KG. Neukirch, Mol.
67. Wiebe, Johann Phil., Pred. KG. Mentlertschik, Krim.
68. Koop, David Dav., Pred. KG. Ohrloff, Mol.
69. Berg, Abram Gerh., Pred. KG. Neukirch, Mol.
70. Neufeld, Johann, Pred. BG. Wassiljewka, Kamenka.
71. Wiebe, Jakob, …. Nr. 1. Jekaterinowka, Ign.
72. …. …. ….
73. Janz, Jakob, Pred. KG. Fabrikerwiese, Mol.
74. Nickel, Abram Dav., Ält. KG. Großweide, Mol. Evtl. # 325567, Evtl. Vater von 12. #325599
75. Janzen, Nikolai, …. …. KG. Neukirch, Mol.
76. …. …. ….
77. …. …. ….
78. Schmidt, Heinrich Joh., Pred. KG. Lichtenau, Mol.
79. Unruh, Heinrich, …. ….. KG. Großweide, Mol.
80. Siemens, Daniel Jak., Pred. BG. Ebental, Memrik.
81. …. …. ….
82. Görz, Johann.
83. …. …. ….
84. Dick, Gerhard, Pred. AG. Gnadenheim, Mol.
85. Dück, Peter, Pred. KG. Kondratjewka, Boriss.
86. …. …. ….
87. …. …. ….
88. Rempel, Johann Joh., …. KG. Einlage, Alt-Kol.
89. Quiring, Pred. KG. ….. Trakt.
90. Unruh, David, Pred. KG. Kleefeld, Mol.
91. …. …. ….
92. Funk, Heinrich A. Ält. KG. Nr. 4, New-York, Ign.
93. …. …. ….
94. Dick, Jakob Jak., Pred. KG. Nikolaifeld, Sagr.
95. Nickel, Ält. KG. Schönau, Sagr.
96. Voth, Heinrich Pet., Ält.KG. Schönau, Sagr. Evtl. #134625
97. Heidebrecht …. KG. Tiegerweide, Mol.

98.

3.829 x 2.781 Pixel. Foto von Waldemar Daiker. [50 S. 33]

   
P64597. Arzt Erich Tavonius (3.10.1872 - 29.04.1927) (#1026002) geb. in Presbaj, Krasnodar. Foto vom 20.09.1926. Erichs Vater war ein schwedischer Arzt, der in einem russischen Militäraußenposten arbeitete, und seine Mutter stammte ursprünglich aus Dorpat (heute Tartu) bei Königsberg in Ostpreußen. Erich besuchte die Schule in Gluchow und dann in Dorpat. Nach Abschluss erhielt Erich ein Stipendium von 100 Rubel pro Jahr für den Besuch der Universität Dorpat, wo er Medizin studierte.
Erich absolvierte die Universität 1895 mit höchster Auszeichnung und arbeitete erstmal in einem Krankenhaus in Krementschug, Provinz Poltawa. 1900 wurde er Leiter des Muntau-Krankenhauses. Er blieb dort 27 Jahre lang und führte die meisten Operationen selbst durch. Er engagierte sich in verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen, und obwohl er wahrscheinlich nie einer mennonitischen Gemeinde beitrat, sondern eine der deutschen Kirchen in Prischib besuchte, war er tief in das Leben der Mennoniten in der Gemeinschaft eingebunden. Erich Tavonius war ein engagierter Arzt, der es trotz vieler persönlicher und gesundheitlicher Probleme schaffte, einen bedeutenden Einfluss auf viele Menschen auszuüben. Seine Arbeit im Muntau-Krankenhaus und seine Fürsprache für die Mennoniten der Molotschna haben das Leben vieler Menschen verbessert. Er starb an einer Blutvergiftung. [14]; [35]; [50 S. 37]; [751]
   
P64596. Doktor Gerhard Jakob Neufeld (?-1945) (#1034830) war von 1924 bis 1938 Arzt in Dawlekanowo, Ufa. Er hat die Mennonitische Kommerzschule in Halbstadt beendet und studierte 2 Jahre in Moskau, im Kommerzinstitut. Von 1918 bis 1923 besuchte er in Simferopol, Krim Taurien, die Universität, wo er sein Doktor Examen machte. Er heiratete Margarehta Dick (?-1966) (#1034829) von Neu-Halbstadt, die Tochter des Zentralschullehrers und später Bankdirektors David Dick (#1034825). Sie hatten
4 Kinder. 1938 wurde Gerhard verhaftet und in die Verbannung geschickt. Sein Schicksal ist unbekannt. [14]; [35]; [50 S. 37]
   
P64595. Studenten der Medizin der Krymmer Universitat in Simferopol 1919. Hinten stehend von l. n. r.: 1. Herman Neufeld, Samara. 2. Agatha Rempel, Gnadenfeld (Molotschna oder Sagradowka Kolonie). 3. Hans Straus, Spat, Krim. Vorne sitzend von l. n. r.: 1. Nikolai Jakob Neufeld (1897-1977) (405674) aus Dawlekanowo, Ufa;
studierte auch an der Universität von Saratov. 1946? Chirurg in Winnipeg, Canada. Bruder von Gerhard Jakob Neufeld. 2. Mariechen Rempel, Gnadenfeld, Agathas Schwester. 3. Anna Wilhelm Martins (1898-1985) (#495115) vom Gut Montanai, bei Eupatoria, Krim. War 1925 Ärztin in "Bethania". 4. Gerhard Jakob Neufeld (?-1945) (#1034830) studierte davor 2 Jahre in Moskau, im Kommerzinstitut, von 1924 bis 1938 Arzt in Dawlekanowo, Ufa. Bruder von Nikolai Jakob Neufeld. [14]; [35]; [54 S. 149]; [91 S. 76]; [130 S. 76]
   
P64594. Abram Jakob Kröker (11.12.1863 - 21.11.1944) (#97818) hat sich durch Selbststudium weitergebildet. Er ist in Rosenort, Molotschna geboren und später nach Krim gegangen, wo er mit Jakob Kröker christliche Literatur verfasst, gedruckt und verbreitet hat. Prediger seit 1891. Herausgeber von "Christlichen Familienkalender" und "Friedensstimme", Mitglied der Verlagsgeselschaft "Raduga". Durch seine kritischen Äußerungen gegen die Kommunistischen Regimes, war er oft auf der Flucht.
Nach großen Abenteuer konnte er nach Kanada auswandern, wo er als Schriftsteller und Buchhändler gearbeitet hat. Seine Büchern: „Fehovah hilft“, „Meine Flucht“, „Unsere Brüder in Not“, „Bilder aus Sowjet-Russland“ und andere. Lebte 1895-1907, 1912 in Spat, Krim; 1909 in Neu-Halbstadt, Molotschna. [14]; [35]; [50 S. 55]
   

P64593. David Heinrich Epp (18.05.1861 - 19.10.1934) (#127002) war viele Jahre Lehrer und Prediger. Er ist in der Alt-Kolonie geboren. Autor des ersten Buches über unsere Geschichte in Russland: "Die Chortitzer Mennoniten: Versuch einer Darstellung des Entwicklungsganges derselben. Epp, David Heinrich. Rosenthal bei Chortitz. Odessa. 1889." Er war der Herausgeber des Mennonitischen Wochenblattes "Der Botschafter" 1905-1914. Er zog nach Berdjansk am Asowschen Meer. Später kam er

zurück nach Chortitza, wo er Ältester wurde. Er wurde wiederholt von den Kommunisten verhört und schikaniert. Schließlich zog er wieder nach Berdjansk, wo er auch gestorben ist. Er war der Halbbruder von Heirich Epp (1873-1942) (#153276), Leiter der Chortitzer Zentralschule und Dietrich Epp (1875-1955) (#127005), Lehrer in der Chortitzer Zentralschule und später Gründer der Zeitung "Der Bote". Ausser dem "Botschafter" schrieb David Epp auch für die "Mennonitische Jahrbücher" und die letzte Ausgabe 1913 kamm sogar unter seiner Redaktion raus. Am bekantesten sind seine Werke: "Die Chortitzer Mennoniten" 1888, "Johann Cornies, Zuege aus seinem Leben und Wirken" 1909, "Die Memriker Ansiedlung" 1910. Der "Botschafter", wie auch die "Mennonitische Jahrbuecher", wurde 1914 von der russischen Regierung verboten. In den Jahren 1927-1934 war er Ältester in Chortitza Kolonie, in dieser Zeit lebte er in Rosental, Chortitza. [14]; [35]; [50 S. 55]; [90]; [405]; [546]
   
P64592. Die gefangene Sanitäter. Weltkrieg 1914-1918. [35]; [50 S. 58]
   
P64591. Hermann Riesen (21.12.1882-?) (#1146081) geb. in Grotsfeld, Alt Samara, Prediger der Mennoniten Gemeinde in Alt-Samara. Frau Auguste Cornelius Hamm (1888-1936) (#1146079). Nach 1917 wurde er Mitglied des Allrussischen Landwirtschaftlichen Vereins, mit dem Hauptsitz in Moskau. Die Aufgabe des Vereins war den Wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Kolonien in die Wege zu leiten. Später
half er Mennoniten nach Kanada auszuwandern. 1929 wollte er auswandern, wurde in Moskau verhaftet, kam aber frei und zog nach Wladiwostok. Als er zurück nach Neu-Hoffnung, Alt Samara kam, wurde er wieder verhaftet und nach Sibirien verbannt. Seine Frau Auguste Hamm folgte ihm in die Verbannung. Im Sowchos „Wernoej Putj“, Nahe Omsk, bekam er eine gute Stelle. Seine Frau starb in der Verbannung am 5.03.1948 im Alter von 60 Jahren. Das Foto wurde am 20.07.1947 aufgenommen. [14]; [35]; [50 S. 97]
   
P64590. Abram Kornelius Neustädter und Familie, Friedensfeld, Borosenko Kolonie. (12.12.1864 - 1945) (#285844) geb. in Einlage, Chortitza. Er heiratete Maria Schellenberg. Sie wohnten 1883-1898 in Einlage, Chortitza Kolonie, wo Abram viele Jahre als Buchhalter und später als Geschäftsführer in der Fabrik von Johann Friesen gearbeitet hat. Die Fabrik stellte Landwirtschaftliche Maschinen her. Er war viele Jahre Dirigent des
Gemeindechors der M.B.G. in Einlage. 1898-1915 Geschäftsführer an verschiedenen Dampfmühlen und Prediger. 1915 zog er für 14 Jahren nach Friedensfeld, Borosenko Kolonie, wo er leitender Prediger der M.B.G. 1918/1919 haben Räuber der Familie alles weggenommen. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. 1929 beim Versuch auszuwandern, wurde die Familie in ein Viehwagen eingeladen und zurück in die Heimat gebracht. Die Häuser waren von den benachbarten Russen ausgeplündert. Am 25.02.1930 wurde seine Familie für 5 J. in die Verbannung nach Sibirien geschickt. Nach 5 J. kam die Familie zurück. 1943 musste Abram mit 81 Jahren seine Heimat verlassen. Er ist in Warthegau gestorben. [14]; [35]; [50 S. 100]
   

P64589. Predigerkurs in Millerowo 1912. Von l. n. r.:

1. Johann Paul (Pauls?), Burwalde.

2. Leiter des Predigerkursus, Lehrer und Prediger Johann Penner, Millerowo.

3. Abram Klaas Quiring (21.07.1879 - 20.04.1933) (#313420) geb. in Adelsheim, Jasykowo. Nach der Schule hat er mehrere Jahre Privatunterricht erhalten. Er heiratete Maria Reimer. Sie hatten 7 Kinder. Er besaß eine Wirtschaft und Ziegelei. 1908 wurde er in der M.B. zu Nikolaipol zum Prediger gewählt. Dafür hat er noch die Bibelkurse in Millerowo im Donezkgebiet besucht. 1923 wurde er zum Leiter der M.B. zu Nikolaipol gewählt, bis er im März 1931 in die Verbannung geschickt wurde. Seine Familie musste ihm folgen. Am 25.04.1933 starb Abram Quiring des Hungertodes. Familie lebte 1906-25 in Adelsheim, Yazykovo.

4. Dietrich Wiebe, Burwalde. Dietrich Nikolai Wiebe (8.11.1879 - 22.09.1942) (#510291) geb. in Altonau, Sagradowka. Nach der Heirat zog er nach Hochfeld, Jasykowo. Hier wurde er von der Bürgergemeinde zu einem Prediger-Bibelkurs nach Milerowo geschickt, wo er mit Abram Quiring und Br. Pauls bei Prediger und Lehrer Joh. Penner am Unterricht teilnahm. 1913 zog die Familie nach Chortitza, Sibirien. Er wurde vom Ältesten Hübert zum Prediger ordiniert und wirkte 10 Jahre als Prediger, Seelsorger und Waisenvater. Dann zog er weiter südlich in die Slawgorod Gegend, wo er in Halbstadt für seine 9-Köpfige Familie ein Haus erwarb. 1926 wurde er Stimmrechtlos. Als er 1928 nach Moskau, mit der Absicht nach Kanada auszuwandern fuhr, wurde er zurück geschickt. Statt Sibirien fuhr er nach Nikolaifeld, Saporoschje (wahrscheinlich Jasykowo Kolonie), wo 1938 verhaftet und verschleppt wurde. Sein Schicksal ist unbekannt. Heirat 1905 in Alexanderheim (Wiesenfeld oder St. Sajzewo Kolonie), South Russia. Lebte nach 1905 in Hochfeld, Jasykowo; 1912 in Burwalde, Chortitza; 1913 in Chortitza, Omsk; danach in Halbstadt, Barnaul Kolonie; 1918 in Chortitza Kolonie; 1928 in Zlatopol, Altayskiy Kray. [14]; [35]; [50 S. 110, 216]

   
P64588. Martin Martin Hamm (1.02.1869 - 1.12.1919) (#217088) geb. auf dem Gut Meerfeld, Cherson mit Frau Helena Kornelius (geb. Penner) (1871-1938) (#217005) geb. in Schoenhorst, Chortitza. Seit 1900 Diakon und seit 1902 Prediger in Borosenko, aus Schoendorf, Borosenko. Weil sein Vater früh starb, konnte er nicht eine
Lehrerausbildung machen. Nach 1908 zog er mit seiner Familie nach Schöndorf, (wahrscheinlich Borosenko Kolonie), wo er sich der Evang. Menn. Bürgergemeinde anschloss. Seine Gemeinde hat ihn zum Prediger gewählt und auch ordiniert. Seine Arbeit fand auch in anderen Dörfern und Kolonien statt. Auch machte er Missionsreisen in die Alt-Kolonie, Kuban und Suworowka. Gerne besuchte er Glaubenskonferenzen an der Molotschna. Am 1.12.1919 hatte die Machnobande sein Dorf Schönau überfallen und ihn mit vielen anderen mit einem Säbel getötet. Familie lebte 1895-1909 in Blumenhof, Borozenko; 1916-19 in Schoenau, Sagradovka. [14]; [35]; [50 S. 114]
   
P64587. Johannes J. Töws (6.10.1869 - 1937) (#1254793) geb. in Fresenheim, Am Trakt und Maria Peters (?-?) (#1254443). Sein Vater J. J. Töws war Landwirt und Prediger der Menn. Gemeinde. Johannes hatte nur eine Schulausbildung. 1893 wurde er von seiner Gemeinde zum Prediger gewählt und blieb es auch bis zu seiner Verbannung im Jahre 1936. Am 2ten Feiertag 1936 wurde er verhaftet und nach Engels gebracht, von dort
ging es in die Verbannung in den Norden. Nach langen Leiden ist er im Alter von 75 Jahren in der Verbannung gestorben. Familie lebte 1893, 1904 in Fresenheim, Am Trakt. [14]; [35]; [50 S. 117]
   
P64586. Heinrich Heinrich Wiebe (1877-) (#709547) und Elisabeth Abraham (geb. Penner) (1883-) (#668271) geb. in Neuanlage, Schoenfeld. Heinrich wurde 1877 in Nikolaidorf, Sagradowka als Sohn von Heinrich und Susanna Wiens, geboren. Er heiratete im Juli 1902 Elisabeth, deren Eltern Abram und Katharina Penner 1903 nach Kanada auswanderten. Nach der Heirat zogen sie nach Münsterberg Nr. 11, Sagradowka. Im Jahre 1919 sammelten sich im Russennachbardorf Tschestjerni Machnobanden, um die
mennonitische Ansiedlung Sagradowka zu überfallen, auszurauben und die Bevölkerung abzuschlachten. Besonders schlimm hat es Münsterberg getroffen, es hat kaum einer überlebt, zum Schluss wurde das Dorf angezündet, so dass nur Ruinen übrig blieben. Die Familie Wiebe wurde von benachbarten Russen versteckt und entkam dem Tod. Sie flüchteten nach Altonau, Sagradowka. Hier wurde Heinrich mit Frau und 3 Kindern verhaftet und in die Verbannung geschickt. Nach vielen Strapazen starb erst Heinrich, dann seine Frau. Im selben Lager befand sich Heinrich Voth (#134625). [35]; [50 S. 134]
   
P64585. Peter Jacob Neufeld (1892-1939) (#952298) geb. auf dem Landgut Ebenfeld, bei Guljajpole. 1904 trat er in die Realschule in Berdjansk ein. Während der Revolution, musste er sich von der Machnobande retten und ließ sich in Blumenort, Molotschna nieder. Hier heiratete er Anna Dick (?-?) (#neu) und hatte eine Begegnung mit dem Banditenführer Machno. Peter hat sich in verschiedenen Ämtern nützlich gemacht. Er
unterrichtete in der Abendschule für Analphabeten, arbeitete im Sekretariat, war angestellt als Schreiber im „Verbande der Bürger holändischer Herkunft“ in Ohrloff, Molotschna. Im Juni 1931 wurde Peter verhaftet und mit Familie nach Tscheljabinsk geschickt, später nach Solikamsk und Krasnaja Wischera. Wegen seiner Tüchtigkeit wurde Hauptbuchführer. 1937-1938 wurde Peter von seiner Frau getrennt. Nach ca. einem Jahr ist er schwer erkrankt und gestorben. [14]; [35]; [50 S. 139]
   
P65081. Peter Jacob Neufeld (1892 - 1939) (952298) geb. auf dem Gut Ebenfeld, bei Guljajpole, in Berdjansk, wahrscheinlich im Ersatzdienst. Während der Revolution, musste er sich von der Machnobande retten und ließ sich in Blumenort, Molotschna nieder. Arbeitete im Sekretariat, war angestellt als Schreiber im „Verbande der Bürger holändischer Herkunft“ in Ohrloff, Molotschna. Im Juni 1931 wurde Peter verhaftet und mit Familie nach Tscheljabinsk geschickt, später nach Solikamsk und Krasnaja
Wischera. Wegen seiner Tüchtigkeit wurde Hauptbuchführer. 1937-1938 wurde Peter von seiner Frau getrennt. Nach ca. einem Jahr ist er schwer erkrankt und gestorben. [14]; [23]; [35]
   
P64584. Heinrich Peter Hildebrand (1.03.1897 - 3.06.1981) (#435794) geb. in Chortitza, Chortitza. Im Jahre 1925-1930 war er in England und hilf bei der Auswanderung der Mennoniten nach Kanada und Deutschland. Zweimal war er in Kanada, aber wurde wegen Trachomanarben zurückgehalten. Von 1930 bis 1939 half er in Berlin bei der Beförderung von Paketen nach Russland. 1941 wurde er als Dolmetscher von der
Wehrmacht eingesetzt. 1943 wurde er als Kriegsgefangener nach Stalingrad und Moskau genommen. 1950 kam er frei, dann aber zum Tode verurteilt und später zu 25 Jahren Gefangenschaft. Als er freikam, ist er über Ulm nach Paraguay ausgewandert. Das Foto mit seiner Frau Anna Abram Fast (1914-2005) (#435795) geb. in Tiege, Molotschna und Sohn Alfred Heinrich Hildebrand (1935-) (#435796), entstand bei seiner Ankunft in Asuncion, Paraguay. [14]; [35]; [50 S. 142]
   

P64583. Abram Jakob Konrad mit Familie (23.01.1865 - 26.10.1918) (#109363) geb. in Rosenort, Molotschna. Hier besuchte er die Dorfschule beim Lehrer Holzrichter. Seine vollen vier Dienstjahre hat er auf der Försterei Alt-Berdjan bei Melitopol verbracht. Er heiratete die Tochter des Diakonen der Mennoniten Bürgergemeinde von Rückenau – Katharina Gerhard Braun (1869-1899) (#109364) geb. in Waldheim, Molotschna. Sie

hatten 4 Kinder. Er war ein erfolgreicher Bauer und vergrößerte seine Wirtschaft in Alexanderkrone. Im Dorf hat er sehr viel Unternommen. Z.B. war er zusammen mit Heinrich Fast lange Zeit Verwalter der Gesellschaftsmühle. Beim Bauen der Zentralschule half er mit Baumaterialbeschaffung. Zweite Frau Katharina Johann (geb. Dirks) (1866-1949) (#109371) geb. in Bruderfeld, Krim. Sie hatten noch 8 Kinder. 1914 zog Abram nach dem Kaukasus, wo er in Kalantarowka ein großes Stück Land kaufte. Das Land war sehr fruchtbar, so dass er zum Wohlstand kam, was in den späteren Jahren ihm zum Verhängnis wurde. Die Kommunisten haben unter der Anleitung eines Feldschers (Gehilfsarzt) einen Überfall auf die Familie vorbereitet. Dabei wurde Abram erschossen. Seine Familie, außer zwei Kindern, wanderte 1924-1926 nach Kanada aus. Familie lebte 1894-1914 in Alexanderkrone, Molotschna; 1914-19 in Kalantarowka, Kuban. [14]; [35]; [50 S. 144]
   
P64582. Abram Abram Konrad (6.06.1898 - 27.12.1943) (#109368) geb. in Alexanderkrone, Molotschna. Nach der Schule absolvierte er die Handelsschule. 1918 wurde er in Katalanowka in der M.B.G aufgenommen und getauft. Hier wurde er als Mitarbeiter am Worte Gottes gewählt. Sein Vater Abram Jakob (#109363) wurde 1918, bei einem geplanten Überfall erschossen. Die Familie und er selbst, haben den Überfall überlebt. 1922 heiratete er Eva Johann Epp (1902-1989) (#109433). 1925 zog er nach
Fürstental, Suworowka. Hier wurde er zum Prediger ordiniert und als Leiter der Gemeinde gewählt. 1929 fuhr er nach Moskau, um die Papiere für die Auswanderung zu besorgen. Als er zurück kam um die Familie für die Auswanderung zu holen, wurde er an der Bahnstation verhaftet. Er wurde für drei Jahre in die Verbannung auf eine Insel bei Murmansk geschickt, wo ihm die Zehen an den Füßen abgefroren waren. Seine Familie durfte zu ihm kommen. 1933 wurde er entlassen und die Familie ist wieder in den Süden gefahren, wo sie in Neu-Hoffnung, auf der Ansiedlung Trakehn (Konesawod), im Nord Kaukasus im Kolchos aufgenommen wurden. 1937 wurde Abram wieder verhaftet. Wie er ums Leben gekommen ist, ist nicht bekannt. Familie lebte 1923-35 in Kalantarovka, Caucasus. [14]; [35]; [50 S. 146]
   
P64581. Dietrich Jakob Boldt (1878-?) (#1017598) geb. in Tiege, Sagradowka. 1898 heiratete er Margaritha Wilhelm Wölf aus Blumenort, Molotschna. 1901 zog das Paar in das Dorf Schönau, Sagradowka, dann nach Nikolaidorf, Sagradowka. Sie hatten 4 Kinder. Er fühlte sich in der Landwirtschaft nicht wohl und gründete 1908, mit 3 Teilhaber, eine Kalksandstein-Fabrik in Schönwiese bei Alexandrowsk, wohin die Familie dann auch hingezogen ist. Wie solche Fabriken funktionieren, hat er vorher
in Deutschland und Elbing sich angesehen. Einer von den Telhabern war Wilhelm Sawaßky aus Rückenau. Davor wurden fast alle Häuser aus gebrannten Lehmziegeln gebrannt. 1910 gründete Dietrich solche Fabrik in Nischnij- Dnjeprowsk. 1912 zog die Familie nach Moskau, wo er 2 armenische Teilhaber hatte. Hier baute er sich ein schönes Haus, neben der Fabrik. 1918 wurde ihm die Fabrik, Haus und alles andere weggenommen. Er schickte die Familie zurück nach Sagradowka und versuchte ein Teil seines Vermögens zu retten, leider ohne Erfolg. Als er 1919 nach Sagradowka kam herrschten überall die spanische Grippe, Typhus, Ruhr und andere Krankheiten. 1923 bekam Dietrich eine Einladung nach Moskau, um die Fabrik wieder in Gang zu bringen. Sie sind wieder nach Moskau gefahren und Dietrich hat eine Anstellung in der Fabrik bekommen. Später fand er eine Arbeit als Sachverständiger in einer anderen Fabrik in der Nähe von Moskau. Eines Tages wurde er gebeten in die N.K.W.D. zu kommen. Später erfuhr die Familie, dass er in den Norden, in die Verbannung geschickt wurde. Nach einer langen Zeit, hat sich seine Frau auf den Weg gemacht ihn zu finden, was ihr auch gelungen ist. 1933 kam er frei. Bis März 1942 war er mit seiner Frau in Stalingrad. Seit dem hat seine Frau nichts mehr von Dietrich gehört, er ist verschollen geblieben. [14]; [35]; [50 S. 154]
   
P64580. Gerhard Isaak Neufeld (29.09.1885 - 28.09.1920) (#55647) geb. in Waldheim, Molotschna. Er war der Sohn des Fabrikbesitzers Isaak Johann Neufeld (1849-1922) (#55645). 1920 flüchtete er mit seinem Bruder Heinrich nach Berdjansk am Asowschen Meer. Als die Weiße Armee sich der Stadt näherte, nahm die Rote Armee etliche Geiseln, unter dessen auch Gerhard mit Heinrich Neufeld waren. Das Schicksal von ihm ist unbekannt. Aus Erzählungen von überlebenden Geiseln, wurden beide Brüder eines
Nachts rausgeführt und vermutlich erschossen. Lebte 1914-16 in Waldheim, Molotschna; 1920 in Berdjansk. [14]; [35]; [50 S. 183]
   
P64579. Johann Jacob Wedel (15.05.1877 - 11.02.1937) (eventuell #1349873) geb. in Rudnerweide, Molotschna. 1881 zogen seine Eltern ins Dongebiet, wo er die Elementarschule beendete. 1892 zog die Familie nach Dolinsk, Neu-Samara. Seine 4 Jahre Dienst leistete er auf der Försterei Anadol. Danach heiratete er Margaretha Warkentin. 1909 zog er nach Gnadenheim, Ansiedlung Slawgorod, Sibirien. Nach dem Tod seiner ersten Frau, heiratete er D. Braun. Zum dritten Mal heiratete er eine Witwe
Wall. Er schloss sich der Menn. Bürgergemeinde in Donskoj, Neu-Samara an. Zwei Mal versuchte die Familie, ohne Erfolg nach Kanada auszuwandern. 1930 wurden aus jedem Dorf 4-10 Familien auf Schlitten geladen und in den Norden Sibiriens geschickt. 1936 wurde er verhaftet und für 4 Jahre nach Sibirien geschickt, wo er gestorben ist. [14]; [35]; [50 S. 180]
   

P64578. Heinrich Isaak Neufeld (13.06.1877 - 28.09.1920) (#55646) geb. in Waldheim, Molotschna. Wahrscheinlich mit der zweiter Frau Elisabeth Jakob Reimer (1884-1950) (#110321) und Sohn. Sie heirateten 1904 in Telentschi, Krim. Heinrich war der Sohn des Fabrikbesitzers Isaak Johann Neufeld (1849-1922) (#55645). 1920 flüchtete er mit

seinem Bruder Gerhard nach Berdjansk am Asowschen Meer. Als die Weiße Armee sich der Stadt näherte, nahm die Rote Armee etliche Geiseln, unter dessen auch Gerhard mit Heinrich Neufeld waren. Das Schicksal von ihm ist unbekannt. Aus Erzählungen von überlebenden Geiseln, wurden beide Brüder eines Nachts rausgeführt und vermutlich erschossen. Famlie lebte 1905, 1908-09 in Waldheim, Molotschna; 1920 in Berdjansk. [14]; [35]; [50 S. 183]
   
P64577. Bernhard Johann Fast (29.07.1857 - 16.10.1917) (#491686) geb. in Halbstadt, Molotschna. Er lebte später in der Ansiedlung Terek, Nordkaukasus, wo das Gebirgsvolk, die Mohammedaner, versucht haben 1917 die zugezogene Russen und Deutsche durch Überfälle aus Kaukasus zu vertreiben. Als es zu einer Versammlung der Christen und Mohammedaner kam, fuhr Bernhard auch zu diesem Treffen nach Chassaw-Jurt. Von diesem Treffen ist er nicht zurückgekommen. Er wurde zusammen
mit seinen Begleitern mit Dolchen erstochen. Sie wurden auf dem Kirchhof des Dorfes Nr. 7 beerdigt. Bernhard war 27 Jahren Lehrer, 10 Jahre Prediger und 5 Jahre Prediger-Ökonom auf der Forstei Asow gewesen. Lebte 1889-96 in Franzthal, Molotschna. [14]; [35]; [50 S. 190]
   
P64576. Tobias Martin Voth (1.01.1864 - Mai 1932) (#209187) geb. in Polen. Seine Eltern zogen nach Konteniusfeld, wo er seine Kinder und Jugendjahre verbrachte. Mit 21-22 Jahren schließt er sich in Sparrau, wo er als Tischler gearbeitet hatte, der Bürgergemeinde an. 1889 heiratete er und wird bald in den Predigerdienst berufen und als Prediger und Seelsorger gedient. 1909 zog die Familie nach Lugowsk, Neu-Samara, wo er eine große Mühle baute. Er war Gründer des Schulvereins in der Zentralschule
von Neu-Samara. Er hatte ein Herz für Mission und war ein guter Konferenzarbeiter. 1917 wurde er als Vertrauensmann für die Hilfsstationen aus Amerika eingesetzt. Nach dem Tod seiner Frau, zog er 1921 nach Donskaja, Neu-Samara. 1930 wurde er verhaftet und in die Verbannung in den Norden geschickt. Laut Grandma ist er am 13.01.1865 geboren. Lebte 1895, 1904 in Gruenberg, South Russia; 1897 in Blumenfeld, Schoenfeld; seit 1909 in Lugowsk, Neu-Samara. [14]; [35]; [50 S. 202]
   
P64575. Johann Johann Langemann (16.03.1846 - 22.07.1909) (#110201) geb. in, Molotschna, mit seiner zweiten Frau Maria David (geb. Voth) (1847-1930) (#483893). Sein starkes, energievolles Leben endete durch einer schweren Krebskrankheit. Kurz davor wurde er in Wien, von dem weltberühmten Chirurgen und Krebsvorscher Prof. Dr. Eiselt operiert. Aber die große Wunde heilte nicht mehr und er
starb im Sommer 1908. Er war in der Krim eine sehr bekannte und geachtete Persönlichkeit. Er war ein beliebter Fabrikbesitzer in Spat, Krim. Er besaß eine Gussgiesserei, eine Landmaschinenfabrik und eine Dampfmühle. Eine Familienakte besagt, dass er am 16. März 1845 geboren wurde und am 24. August 1908 starb. Laut Grandma am 22.07.1909. Ein Teil seiner Familie mit seiner zweiten Frau Maria Voth, wurde in die Verbannung geschickt, wo sie im Alter von 84 Jahren starb. Familie lebte 1873-79 in Margenau, Molotschna; 1886 in Spat, Krim. [14]; [35]; [50 S. 208]
   
P64574. Johann Anton Löwen (31.12.1843 - 17.01.1919) (#98414) geb. in Neuendorf, Chortitza. Als er später Anna Harder heiratete, zogen sie nach Nikolaipol (Nikolaifeld), Jasykowo. War 15 Jahre Lehrer. 1883 schließt er sich der Bürgergemeinde an. 1886 zog er mit seiner zweiten Frau nach Friedensfeld, wo er als Lehrer in der Sonntagsschule arbeitete. 1905 zog er nach Ignatjewka Nr. 5. Am 28.01.1919 wurde er von der Machnobande erschossen. Lebte 1858-68 in Neuendorf, Chortitza; 1869-85 in
Nikolaifeld, Yazykovo; 1886-89 in Friedensfeld, Borosenko Kolonie; zog 1903 nach Jekaterinowka, Ignatjewo; zog 1905 nach Nikolajewka, Ignatjewo Kolonie. [14]; [35]; [50 S. 210]
   
P64573. Dietrich Nikolai Wiebe (8.11.1879 - 22.09.1942) (#510291) geb. in Altonau, Sagradowka, wo er die Dorfschule beendet hat. Später übernahm er für seinen verheirateten älteren Bruder Nikolaus den Forstdienst (4 Jahre). Nach der Heirat zog er nach Hochfeld, Jasykowo. Hier wurde er von der Bürgergemeinde zu einem Prediger-Bibelkurs nach Milerowo geschickt, wo er mit Abram Quiring und Br. Pauls bei Prediger und Lehrer Johann Penner am Unterricht teilnahm. 1913 zog die Familie nach
Chortitza, Sibirien. Er wurde vom Ältesten Hübert zum Prediger ordiniert und wirkte 10 Jahre als Prediger, Seelsorger und Waisenvater. Dann zog er weiter südlich in die Slawgorod Gegend, wo er in Halbstadt für seine 9-Köpfige Familie ein Haus erwarb. 1926 wurde er Stimmrechtlos. Als er 1928 nach Moskau, mit der Absicht nach Kanada auszuwandern fuhr, wurde er zurück geschickt. Statt Sibirien fuhr er nach Nikolaifeld, Saporoschje (wahrscheinlich Jasykowo Kolonie), wo 1938 verhaftet und verschleppt wurde. Sein Schicksal ist unbekannt. Heirat 1905 in Alexanderheim (Wiesenfeld oder St. Sajzewo Kolonie), South Russia. Lebte nach 1905 in Hochfeld, Jasykowo; 1912 in Burwalde, Chortitza; 1913 in Chortitza, Omsk; danach in Halbstadt, Barnaul Kolonie; 1918 in Chortitza Kolonie; 1928 in Zlatopol, Altayskiy Kray. [14]; [35]; [50 S. 216]
   
P64572. Heinrich Adrian. Im Sommer 1919 wurden in den Mennonitischen Dörfern Pferde von der Roten Armee eingesammelt. Dafür mussten Männer aus den Dörfern die Pferde zum Sammelpunkt nach Neu-Halbstadt bringen. Zehn Männern: Heinrich Adrian, Peter Enns, David Wölk aus Fischau und Abram Wiebe, Jakob Wiens, Johann Hildebrandt, Johann Isaak, Jakob Mandtler und Gerhard Riediger kamen danach nicht zurück. Wie sich später rausstellte, wurde alle in dem Russendorf Almeljnik mit Säbeln zerhackt und in Löchern vergraben. [35]; [50 S. 227]
   
P64571. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester
Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [50 S. 231]
   
Foto 4. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester

Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [13 S. 125];

   
P8662. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester

Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [48 S. 54];

   
P64570. Johann Johann Peters (30.11.1864 - 5.11.1919) (#266892) geb. in Petersdorf, Jasykowo mit Frau Aganetha, geborene auch Peters (6.09.1866 - 15.09.1932) (#595095). Er war Christ, was der nicht viel von seinem Christentum sprach, aber versuchte es auszuleben, nach den Worten des Apostels: „Wandelt im Licht“. Er hatte ein warmes
Herz und war Mitglied im Verwaltungsrat von der Nervenheilanstalt „Bethania“. Im Januar 1919 begannen die brutalen Überfälle auf Petersdorf. Die schwer bewaffnete Machno Banditen haben alles mitgenommen, was sie für wertvoll hielten. Viele Menschen aus dem Dorf, wurden schwer misshandelt und ermordet. Als Johann eins von seinen letzten Pferden den Banditen übergab, wurde er ohne Grund erschossen. Im Dezember 1919 wurden alle Bewohner von Petersdorf gezwungen das Dorf zu verlassen. Im Frühjahr 1920 haben die Russen aus der Umgebung die Häuser abgebaut und mitgenommen. Das war das Ende von dem schönen Mennonitischen Dorf – Petersdorf. Seine Frau starb 1932 in der Verbannung am Ural. Familie lebte 1864-1919 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [50 S. 237]
   
P64569. Massengrab in Blumenort, Molotschna. Am 27.10.1919 wurde im Dorf stationierte Soldaten der Roten Armee von Banditen überfallen und einige erschossen. Als am nächsten Tag Verstärkung kam, wurden 8 unschuldige Dorfbewohner verhaftet und beschuldigt den Überfall organisiert zu haben. Es waren: Lehrer und Prediger
Peter J. Schmidt, Prediger Jakob D. Sudermann, Daniel D. Sudermann, Senior und Junior Johann Wall, Schulze Abram Regier, seine Söhne Peter (16 J.) und Jakob (18 J.). In den Keller, in dem alle eingesperrt waren, wurden erst Handgranaten eingeworfen und danach wurden die Überlebende mit einem Säbel getötet. Als nächste wurden erschossen: Abram J. Fast von Schönbrunn (Schönfeld (Brazol) oder Krim Kolonie), Gerhard G. Neufeld, Jakob J. Epp, Jakob Schmidt, Kornelius Wall, Nikolai Teichröb und Abram G. Wiens. [35]; [50 S. 249]
   
P64568. Jakob Enns mit seinen 3 Töchtern und einer Schneiderin Fräulein Kremser. Friedensruh, Krivoj Rog. Er war viele Jahre Verwalter auf der Ökonomie des Gutsherrn und Edelmanns mit Namen „von Ritter“ gewesen. Er und seine davor verstorbene Frau, gehörten zu der Bürgergemeinde Friedensfeld (Sagradowka oder Neu-Rosengart
Kolonie). Sein Haus wurde nachts von Banditen überfallen. Er und seine zwei anwesende Töchter wurden erschossen. Auch die Schneiderin, die zum Kleidernähen bestellt war, wurde nicht verschont. Überlebt hat eine Tochter (hinten links), die sich versteckt hat und sein Sohn, der nicht zu Hause war. [35]; [50 S. 279]
   
P64567. Die Wirtschaft von Franz Dück, Rosenort, Molotschna. [35]; [50 S. 339]
   
P64566. Straße in Rosenort. Die 5 Familien ausgewiesener Bauern verlassen das Dorf. Am 16.04.1930 wurden 5 Wohlhabende Familien (Abram Epp, Gerhard P. Neufeld, Bernh. Boschmann, Geschwister Franz Wiens und Franz Dück) aus Rosenort, Halbstädter Wolost, ausgesiedelt. Sie mussten mit Vertriebenen aus anderen Dörfern in
der Prischiber Wolost das neue Dorf Neuhof gründen. Aber schon im Mai 1931 wurden alle Männer des Dorfes verhaftet und in die Verbannung geschickt. Die wenigste haben überlebt. [35]; [50 S. 339]
   
P64565. Leonhard Peter Ratzlaff (18.01.1880 - 12.08.1946) (#134753) geb. in Deutsch Wymyschle, Polen, als Sohn des ersten Ältesten in Wymyschle, Peter Ratzlaff. Als Nachfolger wurde sein ältester Sohn Leonhard gewählt. Leonhard hat Jahre lang, bis zu seiner Ausweisung aus Polen, im Jahre 1946, seiner Gemeinde als Ältester gedient. Auf der Flucht nach Deutschland ist er schwer erkrankt und in Stetin gestorben. [14]; [35]; [50 S. 344]
   
   
P64564. Ein deutscher Flüchtling aus Russland bei seiner Ankunft in der Mandschurei im Jahre 1931. [35]; [50 S. 353]
   
P64563. Ein deutscher Siedler aus Russland im Kreise seiner Kinder und Kindesfinder auf dem Schiff. [35]; [50 S. 354]
   

P64562. Vorne links Prediger Abram Heinrich Unruh (5.04.1878 - 15.01.1961) (#213418) geb. in Temir Bulat, Krim. Abram und Katharina zogen 1903 nach Barwenkowo, wo er als Lehrer tätig war. 1924 schafte die Familie nach Kanada auszuwandern, wo Abram eine Bibelschule gründete. 1945 Umzug nach Winnipeg, MB.

Hinten links seine Frau Katharina Franz Toews (1876-1963) (#213419) geb. in Klippenfeld, Molotschna. Familie lebte 1903, 1910, 1917 in Barvenkovo, Kharkov; 1920 in Karassan, Krim; in Tschongraw, Krim. Heirat 1900 in Menlertschik, Krim.

Vorne rechts Gerhard Peter Fröse (26.07.1867 - 29.06.1955) (#110620). Mit 26 Jahren zog er von Andreasfeld nach Barmenkowo und gründete mit Brüder Peter und A. Lepp eine Dampfmühle. Nach 10 Jahren konnten sie eine noch viel größere Dampfmühle bauen. Da sich hier sehr viele Mennonitische Familien niederließen, wurde ein großes Versammlungshaus gebaut. In dieser Zeit zog Lehrer und Prediger Abram Unruh dazu und wurde Lehrer in der Schule. Bruder Gerhard Fröse war lange Zeit Kassierer der M.B. Konferenz für russische und bulgarische Mission. 1909 wurden Gerhard Fröse und Abram Unruh verhaftet, kamen aber nach 20 Tagen frei. Nach vielen Schikanen, konnte Gerhard Fröse 1929 nach Kanada flüchten.

Hinten rechts seine Frau Annna Johann (geb. Penner) (1870-1958) (#110628) geb. in Adelsheim, Yazykovo. Familie lebte 1892-93 in Andreasfeld, Ekaterinoslav; 1895-1913 in Barvenkovo; 1921 in Tchongrav, Krim. [14]; [35]; [50 S. 357]

   
P64561. Auf der Flucht aus Russland nach Polen und Warthegau. So wanderten tausende Mennoniten von September 1943 bis März 1944. [35]; [50 S. 382]
   
P64560. Auf der Flucht aus Russland nach Polen und Warthegau. So wanderten tausende Mennoniten von September 1943 bis März 1944. [35]; [50 S. 382]
   
P64559. Auf der Flucht aus Russland nach Polen und Warthegau. So wanderten tausende Mennoniten von September 1943 bis März 1944. Manchmal wurde eine Verpflegungsstelle des Roten Kreuzes erreicht, wo es für die Flüchtlinge und Soldaten eine warme Suppe gab. [35]; [50 S. 383]
   
P64558. Auf der Flucht aus Russland nach Polen und Warthegau. So wanderten tausende Mennoniten von September 1943 bis März 1944. Diese Frau versucht vor der Abfahrt ihren Kindern einen warmen Kaffee zu kochen. [35]; [50 S. 383]
   
P64557. Vertreter der Russland-Mennoniten: Peter Fr. Fröse, Benjamin H. Unruh und C. F. Klassen.

Peter Franz Froese (31.01.1892 - 23.09.1957) (#1026001) geb. in Memrik. Er besuchte die Dorfschule, bevor er in die Ohrloff Zentralschule ging. Nach seinem Abschluss begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1914 wurde er zum Sanitätsdienst eingezogen, wo er Bibelstunden für die Arbeiter durchführte. 1917 zog Peter nach Moskau. Dort gründeten sie eine mennonitische Vereinigung namens Mennobschestvo. Nach der Teilnahme am Allgemeinen Mennonitischen Kongress 1917 trat er dem United Council of Religious Brotherhoods and Groups bei, der bei den Prozessen gegen junge Männer half, die den Militärdienst abgelehnt hatten. Als 1921 das Allrussische Hilfskomitee organisiert wurde, wurde Peter als Mitglied des Komitees gewählt und diente ihm, bis die Tscheka die Organisation auflöste, die meisten Mitglieder verhaftete und ins Gefängnis brachte. Als die Hungersnot nach Russland kam, engagierte er sich für die Einwanderung von Mennoniten nach Nordamerika und half ihnen, Reisegenehmigungen für Russland und die Ukraine zu erhalten. Peter war Mitglied des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV), für den er später zum Vorsitzenden gewählt wurde. Am 15. Oktober 1929 wurde Froese verhaftet und ins Gefängnis Lubjanka gebracht. Er eine 10-jährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. Am 15. Oktober 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen. Er zog nach Jegorowik. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet eroberte, wurde Peter nach Deutschland geschickt und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder.

Benjamin H. Unruh (4.09.1881 - 12.05.1959) (#133597) geb. in Philippstal, Krim. Er besuchte die Orloffer Zentralschule in der Molotschna. Er erwarb das Lehrerexamen an der russischen Mittelschule in Simferopol und 1899 das russische Staatsexamen in Charkow. Von 1900 bis 1907 besuchte er zwei Hochschulen in Basel, Schweiz, studierte an der Universität und in den frühen Jahren besuchte er parallel dazu ein Predigerseminar. Nach Russland zurückgekehrt, unterrichtete er an der Halbstadt Kommerzschule die Fächer Deutsch und Religion. In dieser Zeit schrieb er eine Bibelkunde für die mennonitischen Schulen in Russland. Aufgrund der sich verschlechternden Bedingungen in Russland durch den atheistischen Kommunismus, wurde Unruh 1920 von den Russlandmennoniten als Mitglied einer Studienkommission ausgewählt, die nach Möglichkeiten einer Auswanderung in andere Länder suchten. Seine Aufgabe führte ihn nach Nordamerika und Westeuropa, wo er sich 1920 dann in Deutschland in Karlsruhe niederließ. 1937 bekam er von der Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde in Theologie. Lange Jahre war er Lektor für russische Sprache und Literatur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Von Beginn seiner Zeit in Deutschland an half er als Kommissar des Canadian Mennonite Board of Colonization und später für das Mennonitische Zentralkomitee Mennoniten aus Russland bei der Auswanderung nach Kanada und Paraguay. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich unermüdlich für die vielen russlanddeutschen Flüchtlinge ein. Er war Mitglied in zahlreichen Organisationen, die die Rechte der Russlanddeutschen vertraten, darunter auch „Brüder in Not“ und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, wo er als Gründungsmitglied in den Beirat gewählt wurde.

Cornelius F. Klassen (3.08.1894 - 8.05.1954) (#414023) geb. in Dolinsk, Neu Samara. Er besuchte die Dorfschule in Donskoi, Neu-Samara, wo seine Familie ab 1900 lebte. Von 1907 bis 1910 besuchte C. F. Klassen die mennonitische Zentralschule in Karassan auf der Krim. Im Sommer 1911 ließ er sich in der Mennoniten-Brüdergemeinde in Lugowsk taufen. 1912 nahm er eine Stellung im Büro der Otto Deutz Co. in Moskau an. 1913–1914 studierte Klassen in Sankt Petersburg und arbeitete dann ein Jahr lang als Privatlehrer. Statt wie er es wünschte Medizin zu studieren, wurde er 1915 in den Forsteidienst einberufen, wo er bis 1917 seinen Dienst verrichtete. Er war aktives Mitglied der Mennoniten-Brüdergemeinde in Kanada ab 1928, war eine führende Persönlichkeit der mennonitischen Hungerhilfe und der mennonitischen Auswanderung und Kolonisierung in Russland, Kanada und Europa. 1945–1954 war er der Direktor der Abteilung für Flüchtlinge und Ansiedler in dem Mennoniten Central Komitee (MCC) in Europa für die Flüchtlinge aus Russland und Danzig. [14]; [35]; [50 S. 410, 415]; [751]

   
P64556. Peter Franz Froese (31.01.1892 - 23.09.1957) (#1026001) geb. in Memrik. Er besuchte die Dorfschule, bevor er in die Ohrloff Zentralschule ging. Nach seinem Abschluss begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1914 wurde er zum Sanitätsdienst eingezogen, wo er Bibelstunden für die Arbeiter durchführte. 1917 zog Peter nach Moskau. Dort gründeten sie eine mennonitische Vereinigung namens
Mennobschestvo. Nach der Teilnahme am Allgemeinen Mennonitischen Kongress 1917 trat er dem United Council of Religious Brotherhoods and Groups bei, der bei den Prozessen gegen junge Männer half, die den Militärdienst abgelehnt hatten. Als 1921 das Allrussische Hilfskomitee organisiert wurde, wurde Peter als Mitglied des Komitees gewählt und diente ihm, bis die Tscheka die Organisation auflöste, die meisten Mitglieder verhaftete und ins Gefängnis brachte. Als die Hungersnot nach Russland kam, engagierte er sich für die Einwanderung von Mennoniten nach Nordamerika und half ihnen, Reisegenehmigungen für Russland und die Ukraine zu erhalten. Peter war Mitglied des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV), für den er später zum Vorsitzenden gewählt wurde. Am 15. Oktober 1929 wurde Froese verhaftet und ins Gefängnis Lubjanka gebracht. Er eine 10-jährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. Am 15. Oktober 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen. Er zog nach Jegorowik. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet eroberte, wurde Peter nach Deutschland geschickt und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder. [14]; [35]; [50 S. 417]
   
P64555. Cornelius Franz Klassen (3.08.1894 - 8.05.1954) (#414023) geb. in Dolinsk, Neu Samara. Er besuchte die Dorfschule in Donskoi, Neu-Samara, wo seine Familie ab 1900 lebte. Von 1907 bis 1910 besuchte C. F. Klassen die mennonitische Zentralschule in Karassan auf der Krim. Im Sommer 1911 ließ er sich in der Mennoniten-Brüdergemeinde in Lugowsk taufen. 1912 nahm er eine Stellung im Büro der Otto Deutz Co. in Moskau an. 1913–1914 studierte Klassen in Sankt
Petersburg und arbeitete dann ein Jahr lang als Privatlehrer. Statt wie er es wünschte Medizin zu studieren, wurde er 1915 in den Forsteidienst einberufen, wo er bis 1917 seinen Dienst verrichtete. Er war aktives Mitglied der Mennoniten-Brüdergemeinde in Kanada ab 1928, war eine führende Persönlichkeit der mennonitischen Hungerhilfe und der mennonitischen Auswanderung und Kolonisierung in Russland, Kanada und Europa. 1945–1954 war er der Direktor der Abteilung für Flüchtlinge und Ansiedler in dem Mennoniten Central Komitee (MCC) in Europa für die Flüchtlinge aus Russland und Danzig. Lebte 1927 in Moskau. [14]; [35]; [50 S. 415]
   
P64554. Vertreter der Russland-Mennoniten Ältester David Töws (9.02.1870 - 25.02.1947) (#4996) geb. in Lysanderhoeh, Am Trakt. Er war Ältester. Als David 10 Jahre alt war, zog seine Familie nach Turkestan. Nach vier Jahren der Enttäuschung in Turkestan wanderte die Familie Toews nach Newton, Kansas, aus, wo sein Vater Jacob Toews der mennonitischen Kirche etwa 30 Jahre lang als Ältester diente. David besuchte die öffentliche Schule und die Zentralschule in Halstead. Er unterrichtete dann in
Whitewater, Elbing und Newton, Kansas. Zwischen 1895-1897 besuchte Toews die Schule in Winnipeg. Er unterrichtete ein Jahr lang im Dorf Burwalde und ging dann nach Tiefengrund, Saskatchewan, wo er auf einem Bauernhof arbeitete und Lehrer war. Am 18. August 1901 wurde er zum Prediger gewählt. In den Jahren 1901-1904 lehrte Toews in Eigenheim, Saskatchewan, und dann an der Deutsch-Englischen Akademie in Rosthern, die er mit aufgebaut hatte. Er diente bis 1917 als Direktor und auch als Präsident der Schulgesellschaft, eine Position, die er bis in die späten Lebensjahre innehatte. 1913 wurde er zum Ältesten der großen Rosenorter Kirche geweiht. David Toews war viele Jahre lang Mitglied des Home Mission Board der Generalkonferenz. In dieser Eigenschaft war er eine echte Hilfe, insbesondere für die mennonitischen Einwanderer, die nach 1923 nach Kanada kamen. Als Vorsitzender des Canadian Mennonite Board of Colonization 1922-1946 war David Toews sehr am Wohlergehen der Mennoniten in Russland interessiert, die während der Revolution nach dem Ersten Weltkrieg große Schwierigkeiten erlitten hatten, und arbeitete unermüdlich daran, die mennonitische Einwanderung nach Kanada zu unterstützen. In den Jahren 1923-1930 wurden unter der Schirmherrschaft des Vorstands über 20.000 Mennoniten aus Russland nach Kanada gebracht. [14]; [35]; [50 S. 410]; [751]
   
P64553. Vertreter der Russland-Mennoniten Benjamin Benjamin Janz (25.09.1877 - 16.10.1964) (#209027) geb. in Konteniusfeld, Molotschna. Janz wurde Schullehrer in Tiege. 1909 wurde er zum Prediger ordiniert. Im Jahr 1920 wurde er Vorsitzende der Vereinigung der Nachkommen der niederländischen Linie, die prominentesten Mennoniten Organisation in der Sowjetunion. Während der Hungersnot von 1921, verhandelte Benjamin mit amerikanischen Hilfsorganisationen. Zusätzlich setzte er sich
für die Freilassung der verhafteten Mennoniten ein. Ab 1922 begann er die Verhandlungen mit der sowjetischen Regierung, um die Auswanderung von Mennoniten nach Kanada zu ermöglichen. Im Jahr 1923 verließen, Dank seinen Bemühungen, 3000 Mennoniten die Sowjetunion. Im Jahr 1924 waren es 5048 Personen. Er blieb in der Sowjetunion, als Sprecher der Mennoniten, bis März 1926. Als er erfuhr, dass er verhaftet werden sollte, gelang ihm die Auswanderung nach Kanada. 1927 kaufte er Ackerland in Couldale, Alberta , wo er Prediger wurde. Janz arbeitete als Mitglied der kanadischen Mennonite Board of Colonization. Lebte 1907-08 in Sparrau, Molotschna; 1909-20 in Tiege, Molotschna. [14]; [35]; [50 S. 410]; [751]
   
P64552. Orie O. Müller, M.C.C. Exekutvsekretär (von 1935-1958) des mennonitischen Zentralkomitees in U.S.A. kam nach Russland und traf Vorkehrungen für Hilfsmaßnahmen. Als er zurückkehrte, organisierte er Hilfsaktionen unter den russischen Flüchtlingen, die in diese Stadt strömten. Seine Kirchenarbeit konzentrierte sich auf Welthilfe, Missionen und Bildung. In der Kirche wurde sein Einfluss im umfangreichen Programm der mennonitischen Hilfe und der Umsiedlung von Flüchtlingen, im zivilen
öffentlichen Dienst, in der Organisation und dem Wachstum der mennonitischen Wirtschaftsentwicklungspartner (MEDA), in der Organisation des Menno Travel Service und der mennonitischen gegenseitigen Hilfe sowie in zahlreichen anderen mennonitischen und zwischenkirchlichen Anliegen spürbar. [35]; [50 S. 415]; [751]
   

P64551. Peter und Frieda Dück, M.C.C. Mitarbeiter, die die Flüchtlinge auf dem Schiffe nach Paraguay, Süd- Amerika begleiteten. Peter Dück (4.12.1914 - 4.01.2010) (#414049) geb. in Lysanderhoeh, Am Trakt. Elfrieda Franz Klassen (1917-2004) (#414050) geb. in Donskoye, Neu Samara. Er war leitender Mitarbeiter des Mennonite Central Committee (USA), Direktor des MCC-Büros für Europa von 1957 bis 1967 in

Frankfurt/M., Deutschland. Er emigrierte mit der Familie 1927 nach Saskatchewan, Kanada. Am 26. Oktober 1947 wurde er zum Prediger in seiner Heimatgemeinde Tiefengrund Mennonite Church ordiniert. 1949 wurde er von Königin Juliane der Niederlande zum Ritter geschlagen, womit seine Verdienste in der Hilfswerksarbeit gewürdigt wurden. 1974 wurde ihm die Würde eines Ehrendoktors von der University of Waterloo, Ont., als einem bewunderten Redner verliehen, der für seine Hilfsbereitschaft gegenüber leidenden Menschen und als leidenschaftlicher Anwalt des Friedens bekannt war. Peter Dyck war Prediger in der Unified Church, Sudbury, Ontario (1940-1941), in der Eden Mennonite Church, Moundridge, Kansas (1940- 1947) und in Kingview Mennonite Church, Scottdale, Pennsylania (1983-1985). In der Arbeit für das →Mennonite Central CommiVee (MCC) diente er der Kirche mehr als 35 Jahre. Er hat tausenden von Flüchtlingen aus Russland, Polen und Preußen jetzt in Holland, Westdeutschland und Dänemark geholfen auszuwandern. Das MCC arbeitete hart daran, eine große Anzahl von Flüchtlingen in den USA und Kanada unterzubringen. Peter und Elfrieda waren Schlüsselfiguren beim Zustandekommen dieser „Flucht“ und begleiteten selbst 5.616 Flüchtlinge auf vier Seereisen zwischen 1947 und 1948 nach Südamerika. Peter koordinierte auch die kirchlichen Beziehungen unter den Mennoniten zwischen Ost und West. Peter organisierte eine Reihe von Reisen, die zu Mennoniten in der Sowjetunion Brücken bauen und später auch deren Abgesandten Reisen in den Westen ermöglichen sollten. Peter Dyck war wohl die bekannteste Gestalt des 20. Jahrhunderts unter den Mennoniten und verkörperte auf einmalige Weise die reiche und leidenschaftliche Geschichte dieses gewaltsamen Zeitalters. In seinen theologischen Überlegungen betonte er das Dienen als sein leitendes Motiv. Dienen „im Namen Christi“ war für Peter Dyck „Leben für andere“ und ein „Zeugnis vom Gott der Liebe und des Friedens“. [14]; [35]; [50 S. 415]; [371]
   
P64550. Bibelkonferenz ca. 1907 in Steinbach, Molotschna. Vorne v.l.n.r.: 1. Isaak Ediger. 2. Gerhard Harder. 3. Leo Rosenberg. 4. Heinrich Günther. 5. Professor Ströter. 6. Fritz Oexbach. 7. Franz Martens. 8. Peter Schmidt. 9. Jakob Kröker. Zweite Reihe: 1. ?. 2. ?. 3. Jakob Dick. 4. Peter Unruh. 5. Jakob Reimer. Dritte Reihe: 1. Jakob Thießen.
2. Jakob Löwen. 3. ?. 4. Johann Dyck. 5. Peter Kornelsen. 6. Abram Nachtigal. 7. Peter Ediger. 8. Heinrich Reimer. 9. Ältester J. Bückert. [35]; [50 S. 438]
   
P64549. Jakob Abraham Löwen (5.02.1872 - 3.05.1938) (#671085) geb. in Muntau, Molotschna. Seine Mutter hat nach dem Tod ihres Mannes, alleine 6 Kinder erzogen. Nach Beendung der Dorfschule besuchte er die Zentralschule in Halbstadt. Nach Beendung der Pädagogischen Klassen arbeitete er 14 Jahre als Lehrer an der Lichtenauer Schule. Am 10 April 1904 wurde er von der Lichtenauer Mennonitischen Gemeinde zum Prediger gewählt. 1905 schloss er sich des neu gegründeten Molotschnauer
Evangelischen Mennoniten Bürgergemeinde an. 1906 wurde er bis 1914 Reiseprediger. 1907 zog die Familie nach Fürstenau, wo die neue Filiale der Lichtenauer M.G. –„Allianzgemeinde“ eröffnet wurde. Um den älteren Söhnen das Studium zu ermöglichen, zog die Familie nach Neu-Halbstadt. 1914 wurden seine Söhne zum Staatsdienst eingezogen, dann auch Jakob. Danach arbeitete er als Lehrer in Lindenau, bis die Familie nach Tiegenhagen zog. Am 3.10.1925 wanderte die Familie nach Kanada aus, wo er weiter der Gemeinde gedient hat. Lebte 1896-99 in Lichtenau, Molotschna; 1907 in Fürstenau, Molotschna; danach Neu-Halbstadt, Molotschna; danach Lindenau und Tiegenhagen, Molotschna. [14]; [35]; [50 S. 460]
   
P64672. Karl Jakob Friedrichsen (1879-) (#518737) geb. in Saribasch, Krim. Er hatte Zentralschulbildung und war Absolvent von der Predigerschule in St. Grischona in der Schweiz. Später wurde er Leiter und Lehrer der Karassaner Zentralschule. Seine Heimatgemeinde war die Men. Gemeinde Busan-Aktalschi, früher Ettingerbrun in der Krim. Von 1913 bis 1922 war er Religionslehrer in Dawlekanowo, Ufa an der Zentralschule zusammen mit Lehrer Fr. G. Tießen, Gerhard Gäde und Kornelius
Neufeld. 1922 gründete er in Dawlekanowo eine Bibelschule. Weil die Regierung ihm das Leben schwehr gemacht hat, zog er 1935 nach Alexandrowsk, Saporoschje. Er wurde schwer krank und starb vor 1941. Lebte 1901 in Boragan, Krim; 1904 in Aktatschi-Busau, Krim; 1907-14 in Karassan, Krim; 1916 in Dawlekanowo, Ufa. [14]; [35]; [49 S. 164]
   
       
       
   
Quellen:
35.  Berichte, Dokumente und Fotos von Willi Frese, alle seine Berichte.
     

14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2019. Beschreibung.

49. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. Band 1. Winnipeg. 1949.

50. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954.

95. Buch "Die Alt-Evangelische Mennonitische Bruderschaft in Rußland (1798- 1910) im Rahmen der mennonitischen Gesamtgeschichte. Peter M. Friesen. Halbstadt, Odessa. 1911." Teil 1a, Seiten 1-393. Teil 1b, Seiten 394-776. Teil 2, Mennoniten in Nord-Amerika. Seiten 1-160. (gotisch)

371. Mennonitisches Lexikon (MennLex). Band 5. Herausgegeben von Hans-Jürgen Goertz, unter Mitwirkung von Jelle Bosma, Fernando Enns, Josef Enzenberger, Daniel W. Geiser-Oppliger, Mark Jantzen, Diether Götz Lichdi. 2010-2017.

751. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie.

       
 
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am 23 Juli, 2019