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Hochstädt (Wysokaja Griwa), Barnaul Kolonie

 
Von Margarete Pasytsch.
   
  Mennonitische Kolonien in der Region Slawgorod mit einer interaktiven Karte.
   
 

Ortsname: Hochstädt
Weitere Ortsnamen: Hochstaedt, Wysokije Griwy, Hochstadt, Wyssokaja Griwa, Высокая Грива (ab 1915),  Гохштден (bis 1915), Нейгохштедт, Neuhochstadt, Полины Осипенко, К-зыСвязь“ (1931), им. Ежова, им. К. Маркса.

Ortsnummer: D0454
Kolonie (menn.): Barnaul
Mutterkolonie: gemischt
Admin. Zuordnung:
Slawgorod/ Snamenka (DNR Halbstadt)/ Orlow, до 1917 – Томская губ., Барнаульский у., Орловская/Тополинская вол.; в сов. период – Алтайский край, Знаменский/Немецкий (Октябрьский) р-н.
Gründungsjahr: 1908
Topografische Lage: [32 L3]; [89]; [128]
Landfläche:
Einwohnerzahl: 109 (1911), 177 (1926), 193 (1926), 177 (1928), 193 (1928?; 36 Höfe).

   

Konfession: MK Kleefeld / MB Gnadenheim
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 45 km im NO von Slawgorod. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet. Verarmt; erloschen. Im Ort wurde der Kolchos „Karl Marx“ gegründet. In den 1937/1938 Jahren wurden 7 Personen verhaftet, 4 davon erschossen. Die Einwohner von Blumenort, Ebenfeld und Hochstadt wurden nach Gnadenheim (Redkaja Dubrawa) umgesiedelt.

Quellen: [1];  [2 1964, S. 90, 99]; [4]; [11]; [26]; [145]; [218]; [219]; [220]; [227]

Buch: 1. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 2. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch). 3. Эмиграционное движение немцев сибири (1928 - 1930 гг.). Документы и материалы. А. А. Фаст. Барнаул. 2005. 4. В сетях ОГПУ-НКВД (Немецкий район Алтайского края в 1927-1938 гг.). А. А. Фаст. Барнаул. 2002.

       
    Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
       
   
Quellen:
1. „Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk“ unter http://www.schuk.ru/1/katalog/map.html
     

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

32. Karte der deutschen Siedlungen in den Gebieten Omsk, Slawgorod (Kulunda-Steppe), Zelinograd (Akmolinsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

89. Karte “Mennoniten Siedlungen im Barnaul Gebiet“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

112. Grandma 7 CD-ROM. CMHS Fresno, USA. 2012. Beschreibung.

128. Topografische Karte Barnaul, Slawgorod Siedlung, 2001.

145. Archivdokument "Донесение заведующего водворением переселенцев о переименовании селений в 1 кулундинском подрайоне томской губернии. 20.11.1914 г." (russisch)

218. Korrektur und Erweiterungen von Margarete Pasytsch (geb. Schmidt), alle ihre Berichte.

219. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 

220. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch)

227.  В сетях ОГПУ-НКВД (Немецкий район Алтайского края в 1927-1938 гг.). А. А. Фаст. Барнаул. 2002.

   
 
       
   

Bemerkungen zur Konfession:
In jedem Dorf gab es Mitglieder der Mennoniten Kirchengemeinde und der Mennoniten Brüdergemeinde. Bis Gebetshäuser gebaut waren, versammelte man sich in Privathäusern. Die Mennoniten Kirchengemeinden versammelten sich oft in der Schule.
In jedem Dorf gab es einen Chor der Mennoniten Kirchengemeinde, einen Chor der Mennoniten Brüdergemeinde und einen Dorfchor in dem alle Mitsingen konnten. Der Dorfchor sang auf verschiedenen Veranstaltungen des Dorfes.

 Mennoniten Kirchengemeinde Kleefeld (Красное) gegründet 1909
Sie hatte folgende Dörfer: Kleefeld (Красное), Schumanowka (Шумановка), Halbstadt (Некрасово), Alexanderkrone (Кусак), Gnadenheim (РедкаяДубрава), Blumenort (Подснежное), Ebenfeld (Ровнополь) und Hochstadt (Высокая Грива). Der erste Leitende war Prediger Abram Dück. Als dann Prediger Kornelius Wiens (Schumanowka) kam, wurde er als Ältester gewählt und ordiniert. Er war ein tatkräftiger, energischer Mann, starb aber leider schon 1918. Weiter waren Prediger: Jakob Harder, Jakob Kliewer, Johann Goossen, Wilhelm Hübert, Jakob Voth und Dietrich Geddert.
Nach dem Tod von Ältesten Wiens wurde Prediger Jakob Harder Leitender. Als er nach Omsk und dann nach Kanada auswanderte, wählte man Prediger Johann Goossen zum Leitenden. 1918 wurde in Kleefeld eine sehr gute Kirche gebaut, wohl die beste auf der Siedlung.  G. Fast „In den Steppen Sibiriens“

Mennoniten Brüdergemeinde Gnadenheim (Редкая Дубрава) gegründet 1909
Zu der Gemeinde gehörten anfänglich die Dörfer Gnadenheim (РедкаяДубрава), Blumenort (Подснежное), Ebenfeld (Ровнопль), Kleefeld (Красное), Schumanowka (Шумановка), Halbstadt (Некрасово) und Hochstadt (Высокая Грива). Der erste langjährige Leiter war Prediger Isaak Braun, dann seit 1926 Heinrich Janzen, der hier zum Ältesten gewählt und ordiniert wurde. Weitere Prediger waren Heinrich Konrad, Peter Esau, Jakob Rogalsky sen., Bernhard Klassen, Franz Friesen und Hermann Klassen. Berufen wurden auch Abram Unruh und Jakob Wedel. Die Gemeinde erbaute 1910 auf dem Nordende eine schlichte Kirche aus Holz, die später auch als Zentralschule benutzt wurde.
Diakone waren Peter Schmidt und Abram Thiessen. Diese Gemeinde hatte eine Jugendarbeit unter der Leitung der Lehrer Johann Friesen und Jakob Wedel. G. Fast „In den Steppen Sibiriens".

 

   

Prediger, Diakone, Dirigenten, Lehrer, Sonntagschullehrer der Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Von Margarete Pasytsch.

Verbannung aus der Slawgoroder Siedlung nach Narym, Nord-Sibirien 1931. Von Margarete Pasytsch.

Mennoniten aus Hochstaedt, Slawgorod in den Passagierlisten des Flüchtlingstransports im Jahre 1930 nach Paraguay. Von Ron Isaak.

Lehrer in den Mennonitendörfern der Slawgoroder Siedlung, Altai, Westsibirien von 1909 - 1938. Von Margarete Pasytsch.

Gesundheitswesen Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Hebammen und Ärzte seit der Gründung der Siedlung 1908. Von Margarete Pasytsch.

Verzeichnis der Einwohner der Mennonitendörfer des Deutschen Nationalen Rayons, Altai Gebiet (West – Sibirien), die 1927 – 1938 wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden. Von Margarete Pasytsch

Списки людей, содержавшихся в Славгородской тюрьме (Алтайский край, Западная Сибирь) и расстрелянных в 1937-38 гг. (russisch) von Margarete Pasytsch.

     
     
   
Zuletzt geändert
     
am 9 Juli 2016