Home

Chortitza Kolonie

Molotschna Kolonie

Dörfer in Russland

Bücherregal

Karten

Bilder

Namen und Listen

Sitemap

 

Bilder und Fotos Bahndorf (Orlow),
Memrik Kolonie

   
  Ortsseite Bahndorf, Memrik Kolonie.
  Bilder und Fotos Memrik Kolonie.
   
 

Diese Bilder und Fotos wurden uns 2010 von Anatolij Prosorow-Reger, Ehemann von der verstorbener Schriftstellerin Adina Reger übergeben. Einige diese Fotos erschienen in ihrem Buch "Diese Steine" aber in schwarz-weiss, einige (aus Chortitza Kolonie) hat sie mir schon 2002-03 zur Verfügung gestellt, und sind auf dieser Seite zu sehen. Der größte Teil wurde aber noch nicht veröffentlicht. Helene Bergen hat den Text abgeschrieben und die Bilder für das Web vorbereitet.

Später wurden hier auch Bilder aus anderen Quellen hinzugefügt. Das unerreichbare Ziel ist alle Bilder und Fotos zu diesem Ort erfassen (oder Hinweise in welcher Quelle es welche gibt) und die da abgebildete Personen eindeutig identifizieren (z. B durch Grandmanummer, Geburts- und Sterbedaten usw.). (0/15)

   
   
Foto 1. Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#1017360) geb. in Bahndorf, Memrik. Lehrer und Prediger MBG on Bahndorf (Orloff), Memrik. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1926-32 in Orlov, Memrik. [1]
Foto 2. Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#neu). Seine Frau besuchte ihn in der Verbannung in Archangelsk, wo dieses Foto auch entstanden ist, wo er 1942 umgekommen ist. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1926-32 in Orlov, Memrik. [1]
   
Foto 3. Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#neu). Lehrer und Prediger MBG on Bahndorf (Orloff), Memrik. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1926-32 in Orlov, Memrik.[1]
   

P9545. Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344). Studierte Mathematik in Charkow. Lehrer in Ebenthal, Memrik und auf dem Gut von H. Sudermann bei Grishino. Prediger der B. G., in Bahndorf, Memrik. Teilnehmer der allgemeiner mennonitischer Bundes-Konferenz in Moskau 1925. 1934 verhaftet, kam frei, 1937 wieder verhaftet und zu 10 Jahren Verbannung verurteilt. Lebte in Herzenberg, 1911-12 in Barvenkovo, später in Memrik, Kotlarewka, 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1930-32 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1928 in Orlov, Memrik. [11 S. 117]; [13 S. 73]; [14]

   
P9667. Janzen Brüder. L-r, stehend: Lehrer Gerhard Martin Janzen (1893-1938) (#1110092) geb. in Ebenthal, Memrik; Müller Martin Janzen (1886-1934) (#1154238). Sitzend: Lehrer Johann Martin Janzen (1885-1942) und Kassierer Jakob (1888-1942) (#466635). Alle vier hat man geholt und nie wieder sind sie zurück gekommen. Lehrer Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) Prediger der B. G., in Bahndorf, Memrik, lebte in Herzenberg, 1911-12 in Barvenkovo, später in Memrik, Kotlarewka, 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1930-32 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1928 in Orlov, Memrik. [11 S. 62]
   
P9092. Abram Unruh (1886-1938) (#1153186) geb. in Gnadenthal, Molotschna und Elisabeth (geb. Janzen) (1884-1967) (#1153187) geb. in Rosenort, Molotschna mit Kindern. Von l. n. r.: Maria Janzen (geb. Unruh) (1915-) (1154345), Anna Bartel (geb. Unruh) (1913-1996) (#1154310), Heinrich Unruh (1909-1998) (#1154352), Lena Fast (geb. Unruh) (1908-1998) (#1154291), Liesa Isaak (geb. Untuh) (1911-1941) (#1154002), Sara Löwen (geb. Unruh) (1921-1999) (1154354) und Lieda Rogalski (geb. Unruh) (1930-1994) (#1154355). Die Familie lebte 1908-11 in Bahndorf, Memrik; 1913-30 in Marinovka, Memrik. [17]
   

P9077. Links Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344). Lebte 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1917-18 in Alexandrovskoye (Herzenberg, Alexandrovka); 1924-34 in Orlovo (Bahndorf), Memrik. [17]

Im Herbst 1905 trat er (Johann Martin Janzen) seine erste Lehrerstelle an in der Schule auf dem Gute des Herrn Hein. Sudermann bei der Station Grischino, Ekaterinoslav Gouvernement. Nach zweijähriger Praxis als Lehrer fand er eine Lebensgefährtin in Schwester Martens in Bahndorf (Orlovka), Memrik. Dann nahm er eine Lehrerstelle in Herzenberg, Pavlograd, Ekaterinoslav Gouvernement an, wo er Gelegenheit bekam, sich am Bau der Mennoniten Brüdergemeinde da selbst zu betätigen. Er wurde Dirigent des Gemeindechores und wurde auch herangezogen zur Wortverkündigung. Nach 2 Jahren verließ er diesen Ort und kam nach Barvenkovo im Charkover Gouvernement. Da selbst diente er der mennonitischen Gruppe als Lehrer und Prediger und seine Arbeit war segensreich. In den Sommerferien hielt er sich in Charkov auf und studierte hier Mathematik. Darüber aber kam der erste Weltkrieg und Johann Janzen musste auch in den Dienst als Sanitäter. Nach Beendigung des Krieges diente er wieder der Gemeinde zu Herzenberg, Pavlograd, Ekaterinoslav Gouvernement als Lehrer, bis er gewissenshalber seinen Lehrerberuf aufgeben musste. Er konnte, wie so viele andere Lehrer, nicht mehr den Forderungen der gottlosen Schulbehörde Folge leisten. Er ging zurück nach Memrik und wurde Prediger, war jahrelang Leiter der Mennoniten Brüdergemeinde zu Memrik, deren Bethaus in Kotljarevka stand, wohnte zuletzt in Bahnhof (Orlovka), Memriker Colony, wurde im Januar 1934, nach der Neujahrspredigt, verhaftet, aber später kam er wieder frei und danach, am 26. April 1935 war er wieder verhaftet und am 9. Juli 1935 zu 10 Jahren Verbannung und Zwangsarbeit, mit Entziehung aller Rechte für danach folgende 5 Jahre, verurteilt, verbannt und kam nie zurück. Seine Frau konnte ihn einmal im Zwangslager im Archangelsk Gebiet besuchen und brachte ein Bild von ihm.
Er starb in der Verbannung, im Konzlager NKVD Bereslag, Komi ASSR am 12.Maerz 1942. Rehabilitiert als Unschuldiger im Jahre 1992. Quelle: Kopie der Sterbeurkunde; Gedenkbuch über Repressionsöpfer in Donezk Region, Ukraine.
   

P9076. Mennonitische Studenten in Charkow 1914. Von links: J. Adrian, W. Voth, J. Epp , J. L. Testa, J. Wichert, Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344), lebte 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1930-32 in Bahndorf, Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk; 1928 in Orlov, Memrik. [17]; [21]

   

P9075. Gerhard Johann Janzen (1918-1942) (#1154276) geb. in Alexandrovskoye (Herzenberg, Alexandrovka), Ekaterinoslav, war zu 10 Jahre verurteilt und starb in Konzlager NKVD. Sohn von Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344). In Grandma irrtümlich "geb. in Ohrloff, Molotschna, gest. in der Trudarmee" angegeben. [17]

Gerhard Johann Janzen, geboren 1918 in Alexandrovskoye (Herzenberg, Alexandrovka), Kreis Petropavlovsky, Gebiet Dnepropetrovsk, Deutscher, parteiloser, Mitglied der Kolchose namens Petrovsky.  wohnte in Orlovo (Bahndorf, Memrik Kolonie), Kreis Stalinskiy, Donetskaya Oblast', Ukraine, war am 14. Juni 1937 verhaftet und am 31. August 1937 zu 10 Jahre Haft und Zwangsarbeit verurteilt. Rehabilitiert, als Unschuldiger, im Jahre 1960. Quelle: Gedenkbuch über Repressionsöpfer in Donetskaya Oblast', Ukraine.
   
P9061. David David Cornies (1906-1942) (#1278486) geb. in Chanschenkovo, Taganrog, Don Gebiet. Nach dem Tagebuch seiner Tante, Susanna Fast (geb. Cornies) (1879-1954), #472122,  war David  in Chanschenkovo, Taganrog, Don Gebiet geboren, wohnte später mit den Eltern in Omsk Region, Sibirien, nach dem Tod des Vaters  kam er mit seiner Mutter nach Orlovo (Bahndorf), Memrik Colony und nach der zweiter Ehe der Mutter nach Marinovka (Nordheim), Memrik. David war ab ca. Ende 1938 ein Paar Jahre in der
Verbannung in Amur Gebiet, Sibirien. Am 10. September 1941 war er vom Kreismilitärkommissariat in die Armee einberufen, etwas weiteres ist unbekannt und ab Februar 1942 ist er verschollen. Foto 1941. [17]
   
Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#1017360) geb. in Bahndorf, Memrik. Lehrer und Prediger MBG on Bahndorf (Orloff), Memrik. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1926-32 in Bahndorf (Orlow), Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk. [52]; [14]
   
Preidger Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#neu). Lehrer und Prediger. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. Seine Frau besuchte ihn in der Verbannung in Archangelsk, wo dieses Foto auch entstanden ist, wo er 1942 umgekommen ist. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1926-32 in Bahndorf (Orlow), Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk. [52]; [14]
   
Johann Martin Janzen (1885-1942) (#581344) mit Frau Anna Maria (geb. Martens) (1889-1946) (#neu). Lehrer und Prediger MBG on Bahndorf (Orloff), Memrik. Teilnehmer der allgemeinen mennonitischen Bundes-Konferenz in Moskau 1925. Lebten 1911-12 in Barvenkovo, Kharkov; 1916-18 in Ohrloff, Molotschna; 1924, 1926-32 in Bahndorf (Orlow), Memrik; 1926 in Orlovo-Ivanovka, Donetsk. [52]; [14]
   
Balzer Johann und Frau Katarina. Balzer Johann ist wahrscheinlich (1887-) (#945514), deren Eltern 1895 in Orlov, Memrik lebten und in Klubnikovo, Orenburg starben. [64]
   
Familie Balzer. Im Sarg Urgrossvater David Heinrich Balzer (1850-1918) (#760170) gest. in Klubnikovo, Orenburg, sitzend rechts Witwe Elisabeth Peter (geb. Reimer) (1853-1900) (#760171). Familie lebte 1895 in Orlov, Memrik. [64]
.
   
       
       
   
Quellen:
1. Fotos und Informationen von Johann Martin Janzens Sohn - Daniel Janzen (Detmold)
     

11. Damit es nicht vergessen werde. Bildband zur Geschichte der Mennoniten Preussens und Russlands. Lohrenz, Gerhard: Winnipeg: CMBC Publications, 2nd rev. edition in 1977.

13. Damit es nicht vergessen werde. Bildband zur Geschichte der Mennoniten Preussens und Russlands. Lohrenz, Gerhard: Winnipeg: CMBC Publications, 1974.

14. Grandma 7 CD-ROM. CMHS Fresno, USA. 2012. Beschreibung.

17. Fotos und Information von Willi Janzen (Email), alle seine Berichte.

52. Fotos von Johann Martin Janzens Sohn - Daniel Janzen (Detmold).

64. Fotos und Informationen von Margarita Isaak (Email), alle ihre Fotos.

       
 
Zuletzt geändert
     
am 17 September, 2016