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Stadt Slawgorod, Altai

Von Margarete Pasytsch.

Mennonitische Kolonien in der Region Slawgorod mit einer interaktiven Karte.

 

Ortsname: Slawgorod (Stadt)
Weitere Ortsnamen: Slavgorod, Славгород.
Ortsnummer: D0570
Kolonie (menn.):
Mutterkolonie:
Admin. Zuordnung:
Barnaul
Gründungsjahr: 1910, aber Menn. lebten da seit ca. 1910
Topografische Lage: [86]; [88]  
Landfläche:
Einwohnerzahl:
Konfession: russ. ort.
Industrie und Handel: 23 Betriebe. Ölpresse Ja. Ja. Dyck; Ziegelfabrik Dyck; Mühle Brüder Friesen; Mühle Hamm A. A.; Handel mit landwirschaftliche Maschinen und Geräten Schmidt und Toews; Bakalei-, Schreibwaren-, Kolonial-, Schuh- und Manufakturen-Geschäft Kornelius P. Wiens ... [103]
Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 518 Mennoniten, die in die in der Stadt (oder Region) Slavgorod, Altayskiy Kray geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: В Славгороде (1913) имеется уже почтово-телеграфное отделение (телеграфная линия от г. Татарска), временная церковь (заложен новый собор), прекрасно оборудованная бойня, пожарная дружина, электрическое освещение (освещаются электричеством две улицы: Столыпинская и Московская; станиия оборудована местнымъ жителем Я. А. Унгер, на средства, собранные "Обществом благоустройства города"), два училища, сиротский приют; на оз. Яровом (в 8 верст, от города) проектируется устройство курорта: озеро это занимаетъ площадь около 50 верст в окружности и лежитъ в глубокой впадине, окаймленной поодаль возвышенностями; вода представляет настолько насыщенный раствор солей, что в ней невозможно опуститься, но можно свободно лежат и сидеть; великолепный пляж, чудный воздух, благоухающая равнина,—здесь на лицо все данные к устройству курорта.
Die menn. Einwohner kammen aus Kolonien Barnaul. Die menn. Einwohner siedelten in der Stadt, es waren darunter auch Geschäftsleute. 1914 wurde in Slawgorod von den Mennoniten eine Schule gebaut. Hier wurden auch die Gottesdienste der MK abgehalten. (Botschafter 54 / 1914) Die MB Slawgorod hatte 1919 die Hälfte eines Hauses gekauft und zu einem Bethaus umgebaut. In der Gemeinde waren fast 300 Mitglieder. Die zweite Hälfte des Hauses hatten die russische Baptisten 1915 gekauft und zum Bethaus umgebaut. Beide Hälften wurden am 6. Juli 1920 von den roten Soldaten beschlagnahmt. Nach vielen Schreiben wurden die Bethäuser den Gemeinden zurück gegeben. 1917 wurde vom Deutschen Verein in Slawgorod die erste deutsche Höhere Schule (Zentralschule) gegründet mit den Lehrern Fr. Fröse, A. Rempel und Fr. Neumann. Als im Herbst 1918 in Slawgorod der Bauernaufstand ausbrach, musste Fr. Fröse fliehen. Die Mühle der Brüder Friesen wurde enteignet und zu einem Gefängnis umgebaut, im Volksmund hieß es „Die Gelbe Mühle“. In dieses Gefängnis wurden fast alle Verhafteten in den 1930ger Jahren gebracht und verurteilt. Auf dem Friedhof in Slawgorod, wo die Massengräber sind, gibt es ein Denkmal für die Opfer politischer Repressionen, das zweite Denkmal ist in der Nähe von Slawgorod beim Dorf Bolschaja Romanowka, wo auch viele erschossen wurden. Im Museum Slawgorod gibt es eine Abteilung über die Geschichte der Deutschen. Nach dem Krieg durfte nur die Baptistengemeinde Gottesdienste durchführen und so kam es, dass alle Deutsche die in der Stadt lebten oder dahin gezogen waren, Mitglieder dieser Gemeinde wurden. Bis 1956 durfte man auch nicht deutsch predigen. Ab dann war im Gottesdienst immer eine deutsche Predigt und es wurden auch deutsche Lieder gesungen bis in den 1990ger Jahren mehr als 300 deutsche Mitglieder nach Deutschland auswanderten und die Mehrheit der Mitglieder nicht mehr deutsch sprach.
Quellen: [4]; [37]; [38]; [104]; [112]; [217]

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

207. Немецкий район на Алтае. 1927-1938. Документы и материалы. Фаст А. А. Барнаул: ОАО «ИПП «Алтай», 2012.

218. Korrektur und Erweiterungen von Margarete Pasytsch (geb. Schmidt), alle ihre Berichte.

219. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 

220. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch)

   
 

Bilder und Fotos Stadt Slawgorod.

Списки людей, содержавшихся в Славгородской тюрьме (Алтайский край, Западная Сибирь) и расстрелянных в 1937-38 гг. (russisch) von Margarete Pasytsch.

Archivdokument "Прошение об основании Славгородского меннонитского церковного прихода Барнаульского уезда 1913". (russisch) von Konstantin Kraevsky (Moldova).

Archivdokument "Разные документы про общину Кулундинского меннонитского братства Барнаульского уезда, апрель-июль 1914". (russisch) Konstantin Kraevsky (Moldova).

Verzeichnis der Einwohner der Mennonitendörfer des Deutschen Nationalen Rayons, Altai Gebiet (West – Sibirien), die 1927 – 1938 wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden. Von Margarete Pasytsch.

Prediger, Diakone, Dirigenten, Lehrer, Sonntagschullehrer der Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Von Margarete Pasytsch.

Verbannung aus der Slawgoroder Siedlung nach Narym, Nord-Sibirien 1931. Von Margarete Pasytsch.

Zu dem Mord in Slawgorod. Friedensstimme, Nr. 11 5. Februar 1914, S. 4 - 7.

Slawgorod, Barnauler Kreis. J. F. W. Friedensstimme, Nr. 38 15. Mai 1913, S. 4 - 6.

Slawgorod, Gouv. Tomsk. Friedensstimme, Nr. 11 5. Februar 1914, S. 4 - 7.

Slawgorod, Gouv. Tomsk. Abram Epp. Friedensstimme, Nr. 41 24. Mai 1914, S. 7 – 9.

Der Mord in Slawgorod. Joh. Hömsen. Friedensstimme, Nr. 20 8. März 1914, S. 9 - 10.

   
Zuletzt geändert am 2 Dezember 2016