Vogt - Mennonitische Ahnenforschung

Eine Suchanzeige von Kornelius Fröse in „Der Bote“

12 Juli 1995, Nr. 28, S.12

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

Bekanntmachungen und Suchanzeigen

Kornelius Fröse sucht Auskunft über Verwandte

aus seinem Brief von K. Fröse mit Bemerkungen von Erwin Strempler.

Kornelius Fröse ist seit dem 25. Juni 1990 in Deutschland. Er wurde 1919 in Lysanderhöh, „Am Trakt“, Gebiet Saratow geboren. Die „Am Trakt - Siedlung“ wurde 1853 gegründet.

Fröse schreibt: „Ich erhalte schon mehrere Jahre das mir wichtige Blatt Der Bote. Aus den vielen Berichten sehe ich, daß unser Volk so sehr verschmissen worden ist. In den vergangenen Jahren finde ich im Boten immer wieder Verwandte und Bekannte, die seit langen verfolgten Jahren auftauchen. Ich dachte an meine Verwandten von Mutters Seite. Ich möchte versuchen, die mir noch bekannten Namen zu erwähnen.“

„Meine Mutter war eine Tochter von Franz Bartsch, der das Büchlein schrieb, „Unser Auszug nach Mittelasien“. Von diesem Auszug ist Verschiedenes im Boten erwähnt worden, Franz, der Sohn von Johann Bartsch, wurde am 24.04.1854 in Heiligenbeil, nicht weit von Königsberg geboren. Es waren vier Brüder: Hermann Bartsch – geb. 1847, Johann Bartsch – geb. 1848, Franz Bartsch – geb. 1854 und Robert Bartsch – geb. 1859. Nach dem Büchlein “Unser Auszug nach Mittelasien“, hatten sich die drei Brüder Johann, Franz und Robert, bis sie nach Taschkent kamen, von Claas Epp losgesagt. Mein Großvater Franz Bartsch kam wieder zur „Am Trakt“ – Siedlung zurück und arbeitete 28 Jahre in Lysanderhöh als Lehrer. Hermann Bartsch war auch Lehrer in Köppental. Robert Bartsch lebte in Aulie – Ata – Siedlung und ist wohl in den 20er Jahren nach Amerika oder Kanada ausgewandert. Von ihm und von Johann Bartsch haben wir nie etwas gehört. Wir nehmen an, daß sie gleich, nachdem sie sich von Claas Epp trennten, nach Amerika ausgewandert sind.

Robert Bartsch wurde in Dürschau geboren. Ich kann mich nicht erinnern, ob Großvater Verbindung oder Briefwechsel mit diesen zwei Brüdern gehabt hat. Er starb am 14.11.1931 in Lysanderhöh.

Es könnten vielleicht Nachkommen von diesen Verwandten interessiert sein, mit mir Verbindung aufzunehmen. Meine Adresse ist Kornelius Fröse, Am Alten Schacht 43, 59425 Unna – Königsborn, Germany.“

Bemerkung von Erwin Strempler: mein Vater, Heinrich Strempler, wurde 1900 in Lindenau, Am Trakt geboren. Die Familie seiner Mutter Justine Pauls ist damals auch mit Claas Epp nach Mittelasien gegangen. Ein Bruder von meinem Vater, Johannes Strempler, wanderte später von Lindenau nach Mittelasien aus. Mein Großvater, Theodor Strempler, ist mit dem Rest der Familie 1918 von Lindenau nach Ostpreussen ausgewandert. Er starb dort 1928. Unsere Familie Heinrich Strempler wanderte 1952 nach Kanada aus. Bis 1936 hatte die Familie Theodor Strempler Kontakt mit Verwandten in Mittelasien. Dann kam uns ein Sohn von Johannes, auch Johannes genannt, 1973 in Kanada besuchen. Er lebte in Leninpol, Kirgisien. Einige der Pauls nachkommen und Verwandte von Johannes sind in Deutschland. Heinrich Strempler, Sohn des jüngeren Johannes, unterrichtet an den pädagogischen Hochschulen in Saratow. Andere Nachkommen wohnen in Moskau.