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Die erste Werbunganzeige für das Buch „Unser Auszug nach Mittel - Asien“ von Franz Bartsch (Lehrer in Lysanderhöh, Gouv. Samara) in der Zeitschrift „Friedensstimme“ Nr. 51 vom 22. Dezember 1907, S. 691

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

 

In unserem Verlage (H.J. Braun) erscheint in nächster Zeit ein neues, sehr wertvolles Buch, welches ich im Manuskript einige Male mit Interesse durchgelesen habe:
Franz Bartsch, „Unser Auszug nach Mittelasien“, 104 Seiten in Oktavformat, broschiert, 60 Kop.
Der Vervasser, gegenwärtig Lehrer in Lysanderhöh, berichtet aus eigener Anschauung und Erfahrung, weil er selbst mitten in dieser Bewegung stand und sogar ein sehr eifriger Vertreter derselben war, welche Wandlungen die unter den Mennoniten des Samarer Gouvernements stark vertretenen Ansichten über die baldige Wiederkunft Christi und des 1000 jährigen Reichs machten, wie sich die imponierende Person eines Claas Epp hervortrat und einen großen Anhang gewann, wie es dann schließlich, mit einer Gruppe Molotschnaer zusammen, zu einem sehr beschwerlichen Auszug nach Mittelasien kam, in jener Zeit, wo die ganze Strecke per Wagen zurückgelegt werden mußte, und welche innern und äußern Kämpfe und Erfahrungen die Ausgewanderten dort bis jetzt erfahren haben. Das Buch bildet nicht nur einen sehr wichtigen Beitrag zu der mennonitischen Geschichte - eine solche Auswanderung steht einzigartig da -  es ist auch im höchsten Grade belehrend. Mehr als irgendwelche Worte es vermögen, warnt solches Beispiel vor einseitiger und extremer Vertretung gewisser wirklicher oder vermeintlicher Lehren der Heiliger Schrift, wie z.B. der Wehrlosigkeit, oder der Berechnung von Jahr und Tag der Wiederkunft Christi. Es ist ein Buch von großem allgemeinem Wert, welches die weiteste Verbreitung verdient, unter uns Mennoniten aber sollte es in jeder Familie sein, das Lesen desselben kann nur segenbringend wirken.

A.K. (Abraham Kröker – Herausgeber der „Friedensstimme“ - E.K.)
   
Zuletzt geändert am 26 April, 2020