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Bericht von Heinrich Quapp aus Kotljarewka, Memrik Kolonie in der Zeitung „Mennonitische Rundschau“, vom 2. Dezember 1908, S. 14

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

 

Kopie der Zeitung „Mennonitische Rundschau“, vom 2. Dezember 1908, S. 14. (gotisch) von Elena Klassen.

 

 

Kotljarewka, 12. Oktober 1908.
Lieber Bruder Fast! Einen herzlichen Gruß zuvor!
Der Gesundheitszustand ist hier, Gott sei Dank, ganz gut. Die Witterung ist gegenwärtig schon herbstlich, des Nachts Frost und am Tage schön aber anhaltend starker Wind. Das Wintergetreide steht sehr gut; man hat wieder Hoffnung. Wie kommt es, daß wir von Amerika keinen Brief mehr bekommen? Von H. Janzens haben wir noch jedes Jahr  einen Brief erhalten, aber jetzt bleibt er aus. Sohn Johann schickte vorige Weihnachten einen Brief und eine Karte, hier ist aber beides unbeantwortet geblieben. Lebt Ihr nicht mehr? Ist die Adresse nicht richtig daß die Briefe nicht hingekommen sind? Die Adresse wurde so geschrieben: Heinrich H. Janzen, Rosehill, Cavalier County, N.D. Sollten Janzens weggezogen sein, dann bitte ich um ihre neue Adresse. Isaak Waal wohnt auch dicht bei, schreibt auch nicht. Lebt der alte Vater Kornelius Wall noch? Er war bei H.W. Janzens in Kost und Logis (Verpflegung? – E.K.). Auch die anderen Geschwister in Nebraska oder wo sie alle wohnen, leben sie noch? Wir bekommen keine Nachricht und möchten wissen, ob sie noch leben  und wie es ihnen geht. Ich hoffe bald Nachricht zu bekommen, wenn auch durch die „Rundschau“. Zeit haben wir genug im Winter um zu lesen, deswegen schreibt nur alle.
Gruß an alle Verwandte und Bekannte, sowie auch an den lieben Editor.

Heinrich Quapp

   
Zuletzt geändert am 11 Januar, 2020