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Auszüge (kleine Berichte) aus den Berichten in der „Mennonitische Rundschau“ mit einer kurzer Erwähnung über Aulie-Ata, Andrejewka, Taschkent, Turkestan oder Asien 1881 - 1923

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

 

Mennonitische Rundschau 1881

 

1 April 1881, S. 4 – aus einem Privatbrief aus Berdjansk –
„...Von der Gemeinde, welche nach Taschkent übersiedelt, ist der erste Zug am 27. Okt. und der zweite Zug, welcher am 12. August aus ihrer Heimat an der Wolga aufbrach, am 17. Nov. bei Taschkent angekommen. Von den Molotschnern, welche hier den 31. Juli abgingen, ist noch keine Nachricht. Den Wolgaern sind unterwegs 11 Kinder an Diphtheritis gestorben und ein paar Pferde gefallen. Die Reise kommt theuer, indem man mitunter hat müssen Hafer und Kamelee vorausschicken, weshalb man rahtet, mit Wagen und Gepäck auf Schiff und Eisenbahn bis Orenburg zu gehen und dort Kameele zu dingen. Freiheiten aber gibt’s keine, sie bekommen nicht einmal Kronsland. Der Minister sowohl wie der Gouverneur General Kaufmann haben ihnen sehr von der gesetzlich nicht zu verhindernden Uebersiedlung abrathen lassen. Die Jünglinge müssen dort dienen. Ihrer zwei von der Wolga hat auch wirklich das Dienstloos getroffen und sollen, wie der Gouverneur erklärt hat, dereinst zu leichtem Dienst im Militär verwendet werden. Gen. – Gouv. v. Kaufmann hatte anfänglich, als er sich für die Uebersiedlung verwendete, im Glauben gestanden, daß es sich um den Uebergang von tausend oder noch mehr Familien handle, sobald die entsprechende Einrichtung zugesagt. Nachdem er aber von den Leuten selbst ihre eigentlichen Beweggründe und die geringe Anzahl vernommen hatte, hat er selbst ihnen erklärt, daß so Wenige sich dort nicht würden halten können und es nicht ginge, besondere Veranstaltungen zu treffen.“
Der ganze - Bericht.

 

15 April 1881, Nr. 22, S. 1 – von P. Isaak aus Schönau –
„...In einem Briefe aus Taschkent (Turkestan) heißt es: General Kaufmann fragte uns liebevoll, wie die Reise gegangen. Wir sagten: „Mitunter beschwerlich, aber der Herr hat bis hieher geholfen“ „Ja, Kinder, der Herr wird auch weiter helfen, war seine Antwort. Das klingt edel und zwar Dem, der noch ein Mitgefühl für seine Brüder hat....““
Der ganze - Bericht.

 

15 Mai 1881, S. 3 -  Erkundigung – Auskunft –
Weiß jemand die genaue Adresse nach den Mennoniten in Turkestan, Asien? Mehrere unserer Leser möchten es wissen.
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1882

 

15 Januar 1882, Nr. 2, S. 1 – von H.C. aus Prangenau – 
„...Aus einem Briefe vom 13. Sp.d.J. habe ich erfahren, daß die Wolgaer Brüder, von Taschkent, (Asien) weiter gewandert sind, nach Buchara, und als sie 15 Werst in dem Lande gewesen. sind sie zurückgetrieben worden, und harren jetzt auf der Grenze zwischen Rußland und Buchara, was mit ihnen vorgehen wird. Auf ein zweites Schreiben sind sie hart zurückgewiesen worden, daß sie nicht einmal dort Alle Mittag halten konnten. Sie warten jetzt russischerseits auf eine Entscheidung, die über sie kommen soll. Es ist ihnen vorläufig von einem gewissen Herrn 40 Dessjatin Land 8im Ganzen an der Grenze angewiesen, welches sie vorläufig pachten können. Die Grenze ist aber noch nicht bestätigt, denn das Gebiet ist erst im letzten Kriege Rußland zugefallen. Die Molotschna Brüder sitzen noch in Taschkent, und harren mit Bangen auf die Entscheidung wegen ihrer Freiheit, denn es scheint, sagt der Schreiber, daß das Attentat auf den Kaiser am 1. März und der Schlagfluß des H. General Kaufmann für sie bedenkliche Folgen gehabt, obzwar, sagt er, die Regierung sich sehr bemüht, ihnen die Militärfrage zu erleichtern und ihr Wohl sehr im Auge hat. Weiter ist ihnen, 60 Werst von Taschkent, die sogenannte Hungersteppe zur Ansiedlung angeboten worden, ob sie es besiedeln werden ist noch nicht entscheiden. Der Kaffee   preist 1 R., Zucker bis 80 K. per tb. Mit dem Fahren von Steinen, Sand und Erde verdienen sich Viele das Brod.“
Der ganze - Bericht.

 

15 Mai 1882 – Personalnachrichten –
„..Dakota, Johann und Katharina Goerz, früher Krim, Rßl., möchten gerne wissen, ob sich unter den nach Asien übergesiedelten ein gewisser Isaak Penner, fr. Lindenau, befindet.“
Der ganze - Bericht.

 

15 März 1882 – „Heinrich Penner und Abr. Braunen, Hampton, Nebr., fr. Alexandwerwohl, Rßl., grüßen Isaak Penners, Taschkent, Asien, aufs Beste und wünschen ihnen viel Glück und Wohlergehen.“
Der ganze Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1883

 

10 Januar 1883, S. 3 – „Für die mennonitische Gemeinde unter Aeltester Jakob Janzen in Central – Asien sind uns folgende Gaben zugegangen:
Duch Aeltesten Isaak Peters von seiner Gemeinde 45 Doll. 85 Cent.“
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1884

 

12 März 1884, Nr. 11, S. 1 – von Cornelius Martens aus Fürstenauerweide, Westpreußen. –„.. Möchte hier noch eine Bitte an die Leser der „Rundschau“ in Asien richten. Mein Vetter Gerhard Epp von der Wolga zog im Jahre 1881 sammt Familie und seiner Mutter nach Asien und befindet sich gegenwärtig wohl in Chiwa. Möchte mir nun Jemand Nachricht von ihnen geben? ... “
Der ganze - Bericht.

 

7 Mai 1884, S. 2 - Das Nebraska Hilfskomitee für die bedrängten mennonitischen Brüder in Chiwa, Asien. - druckt hiermit seine Freude aus, daß bereits Beiträge zur Hilfe eingelaufen, doch kann es nicht umhin, nochmals zu bemerken, daß das Erforderniß kein Geringes ist; unsere eingelaufenen circa Dreitausend Dollars reichen nicht sehr weit hin, wir gebrauchen um unseren Zweck zu erreichen, noch sehr bedeutender Summen. Daher wiederholen wir die dringende Bitte, Beihülfe für obrigen Zweck, möglichst schleunigst und reichlichst einzusenden. Sollte es vorgezogen werden, Liebesgaben an Br. J.J.Funk in Elkhart einzusenden, der Entfernung wegen oder aus andern Gründen, so hat selbiger sich bereit erklärt, solche zu empfangen, und an unser Nebraska Hülfskomitee zu remittiren, welches sich zunächst die Aufgabe gestellt hat, speciell für die um Hülfe rufenden Brüder aus Chiwa zu sammeln, da diese mir Lebensgefahr und Räubereien bedroht sind.
Wie bekannt, empfängt hieselbst Gaben
L. G. Zimmermann, Beatrice, Gage County, Nebraska.
Der ganze – Bericht.

 

7 Mai, 1884, S. 3 – kleine Meldung in der Rundschau aus Aulie-Ata -  „Mit dem Staatsdienste unserer Glaubensgenossen bei Aulieata, Asien, scheint es noch wieder einmal so gelinde abgehen zu wollen. Br. Janzen schreibt uns: „Abraham Goerzen, der zum Dienst gefordert wurde, ward zum Gärtner in unsrer nächsten Stadt verordnet, doch da wir uns fest dagegen erklärten, so ward er nach Hause kommandirt, seine dienste in dem für unser Bauholz zu pflanzenden Walde, drei Dessjatin, abzuleisten, wobei er wohl nichts mehr und nichts weniger thun wird, als er sonst als Ansiedler verpflichtet wäre. So hat man es sonderbarer weise fertigbringen können, ohne uns einen besondern Zwang anzuthun, doch noch den Namen des in Rede stehenden Dinges zu wahren. Zu bedauern ist übrigens, daß man Görzens Freilassung noch in eine Verpflichtung einzukleiden verstanden hat.““
Der ganze - Bericht.

 

14 Mai 1884, Nr. 20, S. 1 – Aufruf an die Mennoniten in Manitoba.
„Daß wir in hiesiger Gegend uns bisher nicht an der Unterstützüng der Nothleidenden asiatischen Mennoniten betheiligt haben. Mwird zum Theilwohl darin seinen Grund haben, dass sich Niemand darum gekümmert hat, das Sammeln der Gaben anzuregen. In Anbetracht der großen Dringlichkeit erkläre ich hiermit, (obzwar unberufen), (Durchaus nicht bunberufen, lieber Freund, glaube vielmehr, der Ruf an dich kommt von der höchsten Instanz die es irgendwo giebt. „Den Geist dämpfet nicht.“ Der.) daß ich Gaben für die Hülfsbedürftigen  Mennoniten in Asien, zu ihrer Reise nach Amerika, in Empfang nehme. Zur Beförderung an J.F.Harms, den Editor der „Rundschau.“
Gaben werden hier in Blumenort, bei mir, und auch in Gretna bei Cornelius Rempel in Empfang genommen. Wohl eingedenk, daß hier im Allgemeinen noch Armuth herrscht, (aber nicht drückende Noth, wie dort) und wohl nicht auf große Gaben zu rechnen ist, so erkläre ich, daß jede Gabe, auch die Allergeringste, mit Dank angenommen wird, nur bitte ich um recht Viele derselben.
Auch wenn in andern Dörfern irgend Jemand gaben sammeln möchte, (welches ich sehr wünsche), so erblete ich mich, dasselbige zugleich mit dem hier gesamellten Gelde wohin gehörig zu übermitteln. Erkläre noch, daß über Alles genau Rechnung geführt werden soll und zur Zeit in der „Rundschau“ darüber quittiert werden wird.
Bitte noch, in Nr. 17 der „Rundschau“ die ernsten Worte des Aeltesten Peter Becker aus Dakota zu lesen und zu erwägen. Ergebenst
David Peters.“
Der ganze - Bericht.

 

10 September 1884, S. 1 – eine Nachricht von L. E. Zimmermann aus Beatrice, Cage, Co., Nebraska, September 4., 1884. „Lieber Bruder Funk! Mit heutigem wollte dir nur über unsere Chiwaer Brüder mittheilen, daß wir ein telegramm von der Dampfer – Gesellschaft Lloyd in New York erhielten, nach welchem 45 Mennoniten von Chiwa für Nebraska, 25 für Kansas, per Dampfer „Ems“ nächsten Montag in New York fällig zu erwarten haben ; demzufolge sind mein Bruder John Heinrich Zimmermann und Schwager J. G. Wiebe gestern nach dort abgereist, um die Reisegesellschaft zu empfangen.
Wir befehlen sie sämmtlich dem Schutze dessen, der sie bei der Reise und bei allem, was damit verbunden, mit seinem gnädigen Beistande begleitet wolle....Ich bemerke noch, daß uns bis jetzt nichts Spezieelleres über die Persönlichkeiten noch über den Rest der Gesellschaft bekannt geworden...“
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1885

 

4 Ferbuar, Nr. 5, 1885, S. 1 -  eine Meldung von Cornelius Wedel aus Dakota, Parker USA – „...Möchte von meinem Onkel Benjamin Wedel gerne Nachricht haben, ob er auch nach Amerika kommt oder nicht, nämlich von Asien (Carl Wedel.)“
Der ganze - Bericht.

 

4 Februar, Nr. 5, 1885, S. 2 - ein Bericht von Peter Kroeker aus Juse, P.O., Wodson Co.–
„... Wenn euch liebe Eltern und Geschwister in Aulieata, Asien, und auch am Kuban diese Zeilen zu Gesichte kommen, so seid herzlich gegrüßt von uns. Euren Brief, liebe Eltern, und Johann Neufeld`s haben wir erhalten, auch euch wieder einen geschickt. Da waren Grüße an unsere Nichten, Klas Dicken`s Kinder, da ich aber ihre Adresse nicht weiß, so will ich dies per „Rundschau“ abstatten...“
Der ganze - Bericht.

 

4 Februar, Nr. 5, 1885, S. 3 – Für Asien erhalten: Von J.W. u. P.K., Kansas,
für Heinr. Janzens Familie, Aulieata, die Willens ist nach Amerika zu kommen - $ 12.00
Der ganze - Bericht.

 

  1. April 1885, S. 2 – von Peter Koop aus Lehigh (Hochfeld), Marion Co., Kansas.

„….von meinen Eltern, Peter Koop, in Rußland, einen Brief, worin mein Vater schrieb, daß sein Bruder, mein Onkel Isaak Koop, der von Neukirch, Rußland, nach Turkestan zog, auch jetzt hier in Amerika ist....“
Der ganze - Bericht.

 

14 Oktober 1885, Nr. 41, S. 1 – von C.B. aus Lititz, Lancaster Co, Pennsylvanien –
„... brachte die Nachricht, daß die von Asien eingewanderten „Russen“ in Kansas angekommen seien, so dachte ich eine kleine Collecte von unserer Gemeinde zu heben. Hiermit schicke ich sie dir zu und du kannst dieselbe austheilen, wie du es für gut findest. Es ist nur eine kleine Summe, nämlich $ 21.00...“
Der ganze - Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1887

 


9 Februar 1887, Nr. 6, S. 1 – Erkundigung
„(?) Tobias Dirksen, fr. Asien, jetzt Burrton Harory, Co., Kansas, bittet um die Adresse des Jakob Wedel, Rußland.“
Der ganze - Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1888

 

24 Oktober 1888, S. 2 – ein Auszug aus dem Reisebericht -  „... Die Oase Merw ist im Jahre 1857 von Teke – Turkmenen in Besitz genommen....und die Bewohner der Grenzmarken gegen Persien, Buchara und Chiwa (dortselbst befinden sich die von Rußland nach Asien ausgewanderten Mennoniten) hatten bis in die jüngste zeit sehr darunter zu leiden.... “
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1892

 

17 Februar 1892, S. 3 – eine Suchanzeige von Johann Dück
„...Bernhard ist in Asien, seine Adresse weiß ich nicht....“
Der ganze - Bericht.

 

29 Juni 1892, Nr. 26, S. 1 – eine kurze Meldung von Hilsboro Anzgr.
„In den nächsten Tagen werden wenigstens 60 – 75 Personen Einwanderer hier erwartet, darunter die folgenden Familien aus Asien: Cornelius Reimer, Johann Schmidt, Tobias Schmidt, David Reimer, Peter Wiebe, Bernhard Wiebe, Wilhelm Giesbrecht und der ledige Peter Reimer. ...  (Hillsboro Anzgr.)“
Der ganze  - Bericht.

 

26 Oktober 1892, Nr. 43 , S. 1 – Eine Meldung von Abraham Reimer aus Inman, Kansas USA - „...Ich las in Nr. 41 der „Rundschau“, daß die Brüdergemeinde Geld sammelt hat um P. Dalke von Asien nach Amerika zu helfen, und daß zu diesem Zwecke 100 Dollars eingekommen sind, die ihm aber, verweigert werden, weil er nicht mehr zu der Gemeinde gezählt wird. Wenn Dalke dort schon alles veräußert, und sich schon auf die Reise vorbereitet hat, so ist es unrecht an ihm gehandelt. Ich, bedauere diese arme Familie. P. Dalke ist acht Jahre mein Nachbar gewesen, und ich habe ihn schätzen gelernt. Ich lege Fürbitte ein für ihn. Schickt ihm dieses Geld und laßt ihn doch nicht dort in der traurigen Lage stecken. Ich kann mich in seine Lage hinein denken, weil ich Aehnliches erfahren habe.  “
Der ganze - Bericht.

 


Mennonitische Rundschau 1895

 

20 Februar 1895, Nr. 8, S. 1 - Meldung von Wittwe Cor. Richert aus Seger, Oklahoma,5 Februar: „... Ich war sehr erfreut, von den lieben Freunden in Asien zu hören. Ich bekam letzten Winter einen „Christlichen Hausfreund“ zugeschickt, weiß aber nicht, ist er von meinem Bruder oder von Heinrich Wall. Möchte es gerne genau wissen und sage Dank.

Mit Gruß Wittwe Cor. Richert.“

 

„Meldung von David Reimer aus Shelly, Oklahoma, 9. Februar: „Werthe „Rundschau“! Ich komme mit einigen Zeilen zu Dir, weil Du über Land und Wasser gehst, und auch nach Asien, wo ich noch viele Freunde und drei Onkeln habe und meine Frau einen Bruder und zwei Schwestern. Ich will daher mittheilen, wie es uns geht. Wir zogen im September 1894 von Buhler, Kansas, nach Oklahoma und nahmen uns eine Viertelsection Land auf. Wir bauten noch im Herbst Wohnung und Stall. Weizen haben wir auch noch gesäet. Futter mußten wir uns alle kaufen. Das Land scheint hier gut zu sein. Vergangenes Jahr haben wir hier 12 bis 25 Bushel vom Acre geerntet. Es war ein  trockenes Jahr. Anfangs Winter war es sehr gelinde. Es scheint immer so, als wenn es keinen Winter geben würde, aber es hat sich geändert., jetzt ist es seit 14 Tagen ziemlich kalt gewesen. Jacob Reimers, mein Bruder und meiner Frau Schwester, sind unsere Nachbarn. Die Freunde in Asien sind um Briefe gebeten.“

David Reimer

Meldung aus Winkler Manitoba, Canada von Abraham Bornn, 9 Februar:
„...Wir erfreuen uns, Gott sei Dank, einer guten Gesundheit, und wünschen eine solche allen Rundschaulesern. Gruß an alle Freunde, u.A. Johann Rempel, Nr. 5, Sagradowka, meiner Frau Tante, Abraham Wiebe in Turkestan und meiner Frau Schwester auf Memrik. Seid Alle herzlich  gegrüßt von euren Freunden
Abraham Bornns,
Winkler, Manitoba, Nord – Amerika.“
Der ganze – Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1900

 


7 März 1900, S.6 – ein Bericht von Joh. Wiebe aus Sofiewka, Gouv. Jekaterinoslaw.
„...Auch Onkel Wilh. Giesbrecht, Turkestan, sowie sein Sohn Wilh., der in Amerika ist.“
Der ganze - Bericht.

 

21 März 1900, Nr. 12, S. 1 – ein Bericht von Johann G. Riffel aus Moundridge Kansas „den 5. März, 1900. Einen herzlichen Gruß an den Editor und alle Rundschauleser zuvor! Da du ein so sicherer Bote bist und so willig Nachricht von Freunden und Bekannten von hüben nach drüben vermittelst, so will auch ich dir einen kleinen Auftrag geben. Ich habe meine Verwandten, die am Kuban, in Rußland, wohnen, schon siebzehn Jahre nicht gesehen. Es sind da noch zwei Onkel, Peter und Franz Görzen. In welchem Dorfe sie wohnen, kann ich nicht bestimmt angeben. Sie sind Brüder meiner Mutter, die schon im Jahre 1885 in Asien starb. Sie war eine geborene Katharina Görzen aus Sparau, Rußland. Mein Vater heiratete zum zweiten Male eine geborene Margaretha Wiens. Bald nach der Hochzeit zogen wir von Asien nach Amerika. ...“
Der ganze - Bericht.

 

11 April 1900, S. 6 – ein Bericht von Jakob Dück aus Schönfeld
„... Weiter sind es in Asien die verwandten meiner Frau, Leonard Dücks und Wilhelm Giesbrechts. Die Frauen sind Tanten meiner Frau. Vielleicht wäre es auch möglich, ihr lieben Vettern und Nichten, auch etwas von euch hören zu lassen. Jahre liegen schon dazwischen, seit wir etwas von euch, und ihr etwas von uns vernommen habt... “
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1901

 

  1. Januar 1901, Nr. 4, S. 1 – eine Meldung von Jonas Quiring aus USA Medford,

 9 Januar1901 –
„...ein Aufsatz von Elisabeth Schulz, Dakota, von Jakob Janzen, Dakota, und später einer von Cor. D. Unruh, von Saskatchewan.... Es gefällt uns sonst hier recht gut, nur die Gemeinschaft, die wir einst in Asien hatten, fehlt uns immer noch. ... Bekommt ihr dort auch Nachrichten von Chiwa? Wir erhielten die Nachricht, daß Witwe. Nachtigal und die Frau Gerhard Löpp gestorben sind. Sonst schreibt Elisabeth Albrecht nicht viel Neues von dort. Unser alter Vater lebt immer noch und bindet Besen, wenn er kann. Von Peter Unruh habe ich in den Weihnachtstagen einen Gruß erhalten, da Leute aus jener gegend hier zu Besuch waren...“
Der ganze - Bericht.

 

8 Mai 1901, S.4 – ein Bericht von Wilhelm Giesbrecht aus Steinbach, Can. –
„Steinbach, den. 27. 1901.
Werter Editor, der „Rundschau!“ Bitte nehmen Sie diesen kleinen Bericht in der „Rundschau“ auf. Ich erhielt einen Brief von Rußland. Die ursprüngliche Adresse war: Hillsboro, Kansas, Reno Co. Doch hatte man dieselbe durchstrichen und zwischen den Reihen Steinbach, Manitoba, geschrieben. Also gelangte der Brief in meine Hände. Unter der Adresse auf dem Couvert steht: Turkestan Asiat. Russland.
Die Schreiberin schreibt von Andrejewka an ihren Bruder Wilhelm Giesbrecht, erwähnt auch Br. Peter. Berichtet von Eltern und Geschwister, Jakob, Heinrich, Justina und Maria. Ihre Eisenbahnstation nennt sie Taschkent.
Ich bin nicht derjenige, an den das Schreiben gerichtet ist, bin aber gerne bereit, der betreffenden Person den Brief zuzusenden. Anfragen sind zu richten an:
Wilhelm Giesbrecht, Steinbach, Man., Can“
Der ganze - Bericht.

 

11 September 1901, S. 1-2– Jakob Jakob Janzen aus Marion, Süddakota schreibt „...Jakob Schartners Bericht von Rußl. seiner Zeit in der „Rundschau“ gelesen. Meine Frau ist seine Cousine, geb. Susanna Becker, ihr Bruder Jakob ist auch hier mit Familie und geht es uns hier im Irdischen ganz gut. Meine Schwiegereltern Bernhard Beckers sind noch in Chiwa...“
Der ganze - Bericht. (s. auch Bericht.)

 

 

Mennonitische Rundschau 1902

 

26 März 1902, S. 9 – ein Bericht von Peter u. Anna Warkentin aus Waldheim
„Waldheim, 7 Februar 1902. ...das unsere liebe Mutter nicht mehr unter den lebenden weilt. Es war am 10. Nov. abends, Mutterchens Vetter, Johann Regehr von Turkestan, war gerade hier.... “
Der ganze - Bericht.

 

18 Juni 1902, S. 5 – ein Bericht von Susanna u. Andreas Köhn aus Kol.Kaltan, Station Gorotschinskaja, Gouv. Samara, Russia.
„...so möchte ich durch Dich etwas von meinen Freunden erfahren. Kornelius Reimers, die Frau ist meine Tante, zogen von Wernersdorf nach Turkestan und von Turkestan nach Amerika. Die Tante Reimer ist eine geborene Katharina Köhn, David Köhns Tochter und Schwester des Jakob Köhn, welcher mein Vater ist....  “
Der ganze - Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1903

 


28 Oktober 1903, S. 5 – ein Bericht von Abr. Bärgen aus Michailowka, Rußland.
„...den ich suche die Kinder meines verstorbenen Bruders Johann Bärgen, früher von Turkestan nach Amerika gezogen. Ihre Mutter war eine geborene Aganeta Wiebe, Tochter von Paul Wiebe, Altenau, Molotschna...“
Der ganze - Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1904

 

30 März 1904, S. 5 – eine Meldung aus USA...? von J.C.K.
„...Heute wurde die alte Großmutter Martin Klassen, Mutter unseres Aeltesten M. Klaassen begraben. ..es war die liebe Mutter unseres lieben Aeltesten und eines Predigers  und Schwiegermutter eines anderen Predigers.... Sie war, ....eine Maria Klaassen, geb. Hamm, Orloff, Westpreussen. Anno 1848 von Aeltester Jak. Wiebe Ladekopp (West preußen) getauft; im Jahre 1852 mit ihren Eltern nach Rußland ausgewandert; an der Wolga angesiedelt; im Jahre 1855 mit Martin Klaassen des späteren Lehrers zu Kleppenthal in die Ehe getreten; im Jahr 1880 nach Central Asien ausgewandert. Auf dieser Reise, an der russischen Buch. (Bucharische – E.K.) Grenze, starb am 25. November 1881 ihr Gatte. ....Dieses diene allen Freunden und Bekannten der Verstorbenen zur Nachricht, sowohl in Rußland wie in Central Asien....  “
Der ganze - Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1906


21 Februar 1906, S. 3 - 4 –  ein Brief von Jakob Janzen aus Marion, Süddakota „...Vorgestern, den 4 .d. M. erhielten wir einen Brief mit einem schwarzen Rand aus Chiwa, Asien, mit der Nachricht, daß unser lieber Vater,  meiner Frau Vater, Bernhard Becker, in seliger Hoffnung des ewigen Lebens heimgegangen ist. Er ist einen Monat krank gewesen, festgelegen 16 Tage. Alt geworden 68 Jahre und 10 Monate. Weil die lieben Eltern viele Freunde und Bekannte in Rußland und Amerika haben, dachte ich, wäre es vielleicht gut, wenn es durch die liebe „Men. Rund.“ Bekannt würde, denn viele Schartners in Rußland zertreut, sind Brüder und Freunde der lieben Mutter. Ein Bruder Karol Schartner wohnt in Oklahoma...“ (s. auch –  Bericht )
Der ganze – Bericht.

 

28 Februar 1906, S. 2 – Ein Meldung von Helena Warkentin aus Hillsboro-
„...Erstens von meinen lieben Eltern Heinrich Gräwe. Sie wohnen in der Stadt Gössel, ....Daß Mütterchen auf der Reise nach Asien gestorben ist, habt ihr wohl schon gehört, auch mein 20jähriger Bruder Heinrich ist gestorben.... “
Der ganze – Bericht. (s. auch – Bericht und Bericht.)

 

18 April 1906, S. 2 – eine Meldung von Benjamin Eck aus Tampa Kann., Ronte Nr. 2-
„...wo meine liebe Schwester Helena sind aufhält. Sie war eine geb. Helena Eck..... Nun gehe ich noch nach Asien. Da hat mein lieber Bruder Kornelius Eck auch gewohnt, und er ist etliche Jahre zurück gestorben; dort müssen auch noch Kinder geblieben  sein, einer heisst Hein. Eck...“
Der ganze - Bericht.

 

8 August 1906, S. 5 – 6 – Eine Meldung von A.W. aus Samara, Rußland -
„...Den 17. starb hier ein Heinrich Penner, Donskoje, stammt von Klippenfeld....Reden wurden gehalten von Lehrer Janzen, Turkestan....In Lugowsk ....ein Fest. Vormittags wurde die Festrede gehalten von Lehrer Janzen, Turkestan,... “
Der ganze -

22 August 1906, S. 10 – „...Nahe Aulieata, Turkestan, fiel das vierjährige Mariechen in die hölzerne Zuflußrinne der Wassermühle und wurde als Leiche gefunden. Geschwister Jakob Giesbrechts Söhnlein fiel in den Bewässerungsgraben und ertrank.“
Der ganze – Bericht.

 

5 Dezember 1906, S. 2 – ein Bericht von Helena u. Joh. Warkentin aus Hillsboro. „...Bernhardt Wiebs, meiner Schwester Kinder, sind auch schon groß. Heinrich der älteste, den Du auf der Asienreise auch manchmal auf dem Arm getragen hast, ...Wo sind wir alle zerstreut, wir Asiaten? ...Wie oft durchziehen die Gedanken doch die lieben Asiaten...“
Der ganze – Bericht. (s. auch – Bericht und Bericht.)

 

 

Mennonitische Rundschau 1908

 

12 Februar 1908, S. 9 – kleine Meldung in der Zeitung: „Franz Bartsch hat ein Buch geschrieben, welches in der Druckerei H. J. Braum, Halbstadt, Rußland, gedruckt wird. Das Buch ist von Pred. Wilh. Penner, Asien, durchgesehen und korrigiert worden. Der Titel ist: „Unsere Reise nach Mittelasien.“ Die Reise mit ihren vielen Beschwerden wird vom Verfasser als Augenzeuge geschildert; auch wie es ihnen im laufe der 25 Jahre in Chiwa und Turkestan ergangen ist. Das Buch hat 104 Seiten und wird 40 Cents per Stück kosten. Sobald die Bücher hier sind, werden wir unsere Meinung darüber sagen. Bestellungen können jetzt schon bei uns gemacht werden.“
Der ganze –  Bericht.

 

26 Februar 1908, S. 8 – kleine Meldung in der Zeitung: „Vorige Woche erhielten wir die erste Sendung der nagelneuen Bücher: „Unser Auszug nach Mittelasien.“ Das Buch ist wert gelesen zu werden. In ungezwungener Weise schildert der Schreiber Bartsch den Anfang und das verkehrte Auftreten des Klaas Epp, wie er, obzwar seine Prophezeihungen sich nicht erfüllten, doch Anhänger gewann und wie die Reisen angetreten und unter großen Strapazen ausgeführt wurden. Wir sind wirklich froh für diese klaren Beweise, wie Klaas Epp in seinen Anmaßungen und geistlichen Titeln, welche er sich selbst beilegte, zu Schanden wurde, so wie Dowie hier in Amerika auch. Doch er muß sehr beredt gewesen sein, sonst hätte er unmöglich Männer wie Wilh. Penner und andere so lange im Wahn und in der nachfolge halten können. Das Buch hat 104 Seiten, ist broschiert und kostet portofrei 40 Cents per Stück.“
Der ganze - Bericht.

 

18 März 1908, S. 2 – Eine Meldung von J .J. und H. Warkentin aus Hillsboro, Kansas
„...auch von den Schwiegereltern Heinrich Gräwen. Meiner Frau Schwester Katharina, nämlich Bernhard Wieben von Oklahoma,... Die Trauung vollzog Aelt. Jakob Töws, welcher auch einst auf der Asienreise die Eltern des Bräutigams getraut hat in einer mohammedanischen Moschee, ohne jeglicher Schmuck...Da der Editor wieder eine Sendung Bücher „Unser Auszug nach Mittel – Asien“ erhalten, und weil meine liebe Frau damals die Reise mitgemacht hat, so interessieren wir uns für dasselbe; ....Senden noch einen Gruß an alle Asier, wo immer sie sein mögen. J. J. u. H. Warkentin.“
Der ganze -  Bericht.   (s. auch – Bericht und  Bericht.)

Notizen von E.K. – womöglich sind es: Heinrich Gräwe # 265716; Johann Warkentin # 88940; Bernhard Wiebe # 265091 – die Angaben sind ohne Gewähr

 

14 Oktober 1908, S. 10 – „...Am 12 August fuhr Br. Joh. Wedel, Nikolaipol, bei Aulieata, Turkestan, früher Waldheim, aufs Feld, um mit der Haspelmaschine zu mähen. Die Pferde scheuten und Br. W. fiel vor die Messer, worauf ihm der linke Arm mit einem Stück von der Brust abgeschnitten wurde. Am Kopf und Bein hatte er drei klaffende Wunden. Die Pferde standen bald und der Knecht spannte eins aus und ritt schnell ins Dorf, Hilfe zu holen. Zu spät, man fand den lieben Bruder als Leiche! Er ist 45 Jahre alt geworden. Seine Gattin starb vor zwei Jahren. Drei Kinder beweinen den herben Verlust.“
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1909

 

13 Januar 1909, S. 11 – „... Vater Franz Böse, früher Chiwa, Asien, starb am 11. Dezember, am 13. war das Begräbnis.“
Der ganze - Bericht.

 

11 August 1909, S. 15  ein Bericht von Heinr. Löwen aus Kraßikow, Samara –
„... Es trug zu einer Zeit Thomas Koopen ihr Sohn Gerhard, früher Tiegerweide, später Turkestan,  “
Der ganze - Bericht.

 

1 Dezember 1909, S. 15 –  ein Bericht von Elisabeth Schulz aus Waldheim, Saskatchewan Canada - Unser lieber Vater ist 69 Jahre, 2 Monate und 21 Tage alt geworden. Kinder gezeugt neun, drei sind ihm vorangegangen; Großkinder 39, wovon 5 gestorben sind; Urgroßkinder drei. Im Glauben gelebt 30 Jahre; im Jahre 1886 schloß er sich der Krimer Menn.Br.- Gemeinde an. In Rußland hat er im Dorf Gnadenheim gewohnt, dann in Asien; von dort zog er nach Amerika und vor 10 Jahren nach Saskatchewan, Canada. Dieses diene dem Bruder und Schwester des Vaters in Oklahoma zur Nachricht, sowie ihren Kindern, auch den Lieben in Rußland, Krim, Sibirien, und Eppen Kinder in Aulie, Asien. Bitte schreibt alle einen Brief an die liebe Mutter....
Der ganze – Bericht.

 

1 Dezember 1909, S. 15 – ein Bericht von Kath. Fast aus Fielding, Sask. – „.. Grüße noch alle Freunde und Bekannte hier in Canada, sowie in den Ver. Staaten, Rußland und Asien.
Der ganze – Bericht.

 

 

Mennonitische Rundschau 1910

 

11 Mai 1910, S. 14 – eine Meldung von Peter und Marg. Peters aus Olgafeld – „...Schw. Koop von Memrik, schrieb neulich,  daß Schwager Wall von Turkestan, samt seinen Kindern im Januar war bei ihnen gewesen, wegen seinen Krebs an der Nase. “
Der ganze – Bericht.

 

28 Dezember 1910, S. 8 – Suchanzeige von David Unruh – „David Unruh, früher Marienthal, frägt ob sein Schwager Heinrich Funk, früher Turkestan, gegenwärtig in Amerika, noch lebt. Dann berichtet er: „Meine Frau Anna Funk starb vor drei Jahren an den Pocken. Heinrich Unruh ist aus der Krim nach Sibirien gezogen. Meine Adresse ist: Sibirien, Omsk, Ljubinsk, Smoljernowka.““
Der ganze - Bericht.

 

Mennonitische Rundschau 1914


11 Ferbuar 1914, S. 11 – J.K. und Eva Reimer aus Korn, Oklahoma, schreibt –„Weil wir gedenken von hier wegzuziehen, so möchten wir alle Geschwister und Freunde durch dieses Schreiben wissen lassen, daß unsere Adresse nach dem 30. Januar „Inola, Oklahoma“, sein wird.  Auch die Geschwister in Asien möchten sich dies merken und uns einmal Brief schreibe.... Gruß J.K. und Eva Reimer“
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20 Mai 1914, S. 9 – ein Bericht von Jakob Bartel aus Marinowka. –
Jakob Bartel, Sohn des Peter Bartel, Marinowka (Nordheim), Memriker Ansiedlung, bittet seine Onkel in Amerika um ihre Adresse!
Um das Jahr 1881 siedelte aus dem Dorf Wernersdorf Molotschna, Taurien, Südrußland, mein Großvater Peter Wiebe über nach dem Turkestan, wo er starb. Seine Söhne, Sie also, liebe Onkel Peter, Jakob, Bernhard und Kornelius Wiebe, sind nach Amerika gezogen. Wie ich erfahren habe, ist Onkel Peter Wiebe schon gestorben. Ich möchte Sie, lieber Onkel, hiermit bitten, mir Ihre Adressen mitzuteilen. Wir möchten hier gerne etwas Näheres von Ihnen erfahren und bitte Sie darum, uns Ihre Adressen direkt ins Haus zu schicken.... Meine Adresse ist: Jakob Bartel, Dorf Marinowka, Post Selidowka, Gouv. Jekaterinoslaw, Russia.“
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Mennonitische Rundschau 1922

 

7 Juni 1922, S. 13 - Ein Brief von C. Klassen* (z.Zt. in Samara), über den Schicksal der Fam. Heinrich Jantzen (Sohn von Hermann Jantzen aus Turkestan) -
Samara, März 31. 1922.
Herrn Prof. Alvin Miller,
American Mennonite Relief, Moskau.
L. Br. Miller! Heute ging an Ihre Adresse durch die A.R.A. hier ein Telegramm ab mit der Bitte, eine Order zu schicken, um am Lager der A.R.A. hier für $ 25 Produkte zu bekommen. Jetzt möchte ich Ihnen genauer darüber berichten.
Ende Dezember oder anfangs Januar kamen 2 mennonitische Familien aus Sibirien nach Samara: Heinrich Jantzen mit Frau Amanda und Sohn Alexander, Karl Kauke mit Frau Helene und Tochter Frida.
Heinrich Jantzen ist ein Sohn von Herrman Jantzen, Turkestan, den Sie ja bereits kennen. Diese beiden Familien wollten von Sibirien nach Turkestan fahren, erkrankten aber hier alle am Typhus und wurden von der Bahn ins Krankenhaus gebracht. Unter jämmerlichen Verhältnissen haben sie hier den Typhus durchgemacht. Während der Krankheit wurden ihnen nun noch rein alle Sachen weggestohlen. Zu verkaufen hatten sie dann nichts mehr und mußten sehr hungern.Zufellig fand Jantzen dann Quartier und so erfuhr auch ich dann zu Anfang meiner Krankheit von ihnen. Ab und zu gab ich den Leuten dannGeld ( 5.000.000.) und auch etwas Brot. Aber das ist ja bei den heutigen Preisen natürlich leider wenig. Deshalb wandte ich mich an die A.R.A. hier, um auf Rechnung der A.M.R. für $ 25 Produkte zu erhalten, aber Mr. Schafroth ist nicht da, und die andern wollten dieses nicht ohne Order aus Moskau tun. Hab ich richtig gehandelt? Ich wußte sonst keinen Ausweg. Nun hoffe ich bestimmt, daß in etlichen Tagen von Ihnen eine positive Antwort eintreffen wird, und wir die Leute somit vom Hungertode retten werden. Anders sind sie verloren, denn sie hungern sehr.
Kauke hat man einen Fuß abgenommen und vom andern 3 Zehen. Die Tochter ist ihnen gestorben. Er und Frau befinden sich noch im Krankenhaus, aber morgen will man sie rauswerfen, trotzdem sie noch ganz schwach sind, keine Kleider haben, kein Geld und kein Brot. Jantzen geht etwas herum, hat aber ganz dick angeschwollene beine von der schmalen Kost. Seine Frau liegt auch im Krankenhaus. Sie kann sich noch immer nicht von Typhus erholen und hat zudem noch ein schweres Frauenleiden. Ich habe an das Alexandertaler Komitee geschrieben, sie möchten etwas Produkte schicken, aber der Weg wird schlecht und das Fahren hört sich auf. Heute erhielt ich für mich von der mediz. Abteilung der A.R.A. hier etliche Medikamente. Wenns geht, will ich aber morgen oder übermorgen weiter fahren.
Hätte sehr gern einmal Nachricht von Ihnen
Mit herzl. Gruß
Ihr C. Klassen.
P.S. Einen schönen Gruß für Mr. Reimer

* Bemerkung von Elena Klassen - ohne Gewähr, wahrscheinlich handelt es sich um Cornelius Klassen (s. Gut Franz Klassen, bei Neu Samara Kolonie.)“
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Mennonitische Rundschau 1923

 

28 Februar 1923, S. 8 – ein Auszug aus dem Bericht von einem unb., eingesandt Br. Heinrich A. Bekker, Moundridge, Kans.  „...Es möchte den Missionsfreunden in Amerika interessieren, etwas über unsern Missionsverein zu erfahren.... um den verschiedenen Völkern Rußlands das Evangelium zu bringen. ...Der Verein erhielt Namen „Majak“ (Leuchtturm)...In Turkestan haben die Mennoniten schon längere Zeit unter den Mohammedanern gearbeitet. Jetzt hat auch der „Majak“ diese Arbeit übernommen. Ein bekehrter Kirgisenjüngling von dort in diesen Tagen hier eingetroffen, um die russische Sprache zu erlernen. Er soll in Deutschland  als Missionar ausgebildet werden, um dann unter seinem Volke arbeiten zu können...“
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Zuletzt geändert am 4 November, 2019