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Bilder und Fotos Opfer von Machno- und anderen Banden und des Bürgerkrieges

   
   
   
 

Diese Bilder und Fotos wurden uns 2010 von Anatolij Prosorow-Reger, Ehemann von der verstorbener Schriftstellerin Adina Reger übergeben. Einige diese Fotos erschienen in ihrem Buch "Diese Steine" aber in schwarz-weiss, einige (aus Chortitza Kolonie) hat sie mir schon 2002-03 zur Verfügung gestellt, und sind auf dieser Seite zu sehen. Der größte Teil wurde aber noch nicht veröffentlicht. Helene Bergen hat den Text abgeschrieben und die Bilder für das Web vorbereitet.

Später wurden hier auch Bilder aus anderen Quellen hinzugefügt. Das unerreichbare Ziel ist alle Bilder und Fotos zu diesem Ort erfassen (oder Hinweise in welcher Quelle es welche gibt) und die da abgebildete Personen eindeutig identifizieren (z. B durch Grandmanummer, Geburts- und Sterbedaten usw.). (0/37)

   
   
   
P63478. Peter Block (geb. 01.09.1863 Kronsgarten, Chortitza Kolonie, Russland - gest. am 26.10.1919 in Eichenfeld, Jasykowo Kolonie, Russland. Erschossen von den Machno Banden) (#408926) heiratete am 16.02.1889 in Eichenfeld, Jasykowo Kolonie, Russland Anna Rempel (geb. 27.02.1869 Chortitza, Chortitza Kolonie, Russland - gest. am19.12.1891) #146221. (Tochter von Heinrich Rempel (#228606) und Anna Sawatzky (#227301)) Peter Block heiratete am 05.07.1892 in Eichenfeld, Jasykowo Kolonie,
Russland Maria Hildebrand (geb. 15.12.1871 Neuendorf, Chortitza Kolonie - gest. am 24.06.1948 Dubowka, Tula Gebiet, Russland) #408953. (Tochter von Johann Hildebrandt (geb.19.01.1848 - ) (#397416) und Anna Dück (geb.14.06.1852 - gest. am 1912) (#519978). Похоронен вместе с сыном Johann Block (geb. 10.09.1899 - gest. am 06.11.1919 Eichenfeld, Jasykowo Kolonie, Russland) (#148370). Erschossen von den Machno Banden. Familie lebte 1890-1919 in Eichenfeld, Jasykowo Kolonie. Aus dem Buch "Block Peter; Petkau Viktor: Das Block Buch. Selbsverlag 2007." [39], [654]
   
P64574. Johann Anton Löwen (31.12.1843 - 17.01.1919) (#98414) geb. in Neuendorf, Chortitza. Als er später Anna Harder heiratete, zogen sie nach Nikolaipol (Nikolaifeld), Jasykowo. War 15 Jahre Lehrer. 1883 schließt er sich der Bürgergemeinde an. 1886 zog er mit seiner zweiten Frau nach Friedensfeld, wo er als Lehrer in der Sonntagsschule arbeitete. 1905 zog er nach Ignatjewka Nr. 5. Am 28.01.1919 wurde er von der Machnobande erschossen. Lebte 1858-68 in Neuendorf, Chortitza; 1869-85 in
Nikolaifeld, Yazykovo; 1886-89 in Friedensfeld, Borosenko Kolonie; zog 1903 nach Jekaterinowka, Ignatjewo; zog 1907 nach Nikolajewka, Ignatjewo Kolonie. [14]; [35]; [50 S. 210]
   

P64583. Abram Jakob Konrad mit Familie (23.01.1865 - 26.10.1918) (#109363) geb. in Rosenort, Molotschna. Hier besuchte er die Dorfschule beim Lehrer Holzrichter. Seine vollen vier Dienstjahre hat er auf der Försterei Alt-Berdjan bei Melitopol verbracht. Er heiratete die Tochter des Diakonen der Mennoniten Bürgergemeinde von Rückenau – Katharina Gerhard Braun (1869-1899) (#109364) geb. in Waldheim, Molotschna. Sie

hatten 4 Kinder. Er war ein erfolgreicher Bauer und vergrößerte seine Wirtschaft in Alexanderkrone. Im Dorf hat er sehr viel Unternommen. Z.B. war er zusammen mit Heinrich Fast lange Zeit Verwalter der Gesellschaftsmühle. Beim Bauen der Zentralschule half er mit Baumaterialbeschaffung. Zweite Frau Katharina Johann (geb. Dirks) (1866-1949) (#109371) geb. in Bruderfeld, Krim. Sie hatten noch 8 Kinder. 1914 zog Abram nach dem Kaukasus, wo er in Kalantarowka ein großes Stück Land kaufte. Das Land war sehr fruchtbar, so dass er zum Wohlstand kam, was in den späteren Jahren ihm zum Verhängnis wurde. Die Kommunisten haben unter der Anleitung eines Feldschers (Gehilfsarzt) einen Überfall auf die Familie vorbereitet. Dabei wurde Abram erschossen. Seine Familie, außer zwei Kindern, wanderte 1924-1926 nach Kanada aus. Familie lebte 1894-1914 in Alexanderkrone, Molotschna; 1914-19 in Kalantarowka, Kuban. [14]; [35]; [50 S. 144]
   
P64580. Gerhard Isaak Neufeld (29.09.1885 - 28.09.1920) (#55647) geb. in Waldheim, Molotschna. Er war der Sohn des Fabrikbesitzers Isaak Johann Neufeld (1849-1922) (#55645). 1920 flüchtete er mit seinem Bruder Heinrich nach Berdjansk am Asowschen Meer. Als die Weiße Armee sich der Stadt näherte, nahm die Rote Armee etliche Geiseln, unter dessen auch Gerhard mit Heinrich Neufeld waren. Das Schicksal von ihm ist unbekannt. Aus Erzählungen von überlebenden Geiseln, wurden beide Brüder eines
Nachts rausgeführt und vermutlich erschossen. Lebte 1914-16 in Waldheim, Molotschna; 1920 in Berdjansk. [14]; [35]; [50 S. 183]
   

P64578. Heinrich Isaak Neufeld (13.06.1877 - 28.09.1920) (#55646) geb. in Waldheim, Molotschna. Wahrscheinlich mit der zweiter Frau Elisabeth Jakob Reimer (1884-1950) (#110321) und Sohn. Sie heirateten 1904 in Telentschi, Krim. Heinrich war der Sohn des Fabrikbesitzers Isaak Johann Neufeld (1849-1922) (#55645). 1920 flüchtete er mit

seinem Bruder Gerhard nach Berdjansk am Asowschen Meer. Als die Weiße Armee sich der Stadt näherte, nahm die Rote Armee etliche Geiseln, unter dessen auch Gerhard mit Heinrich Neufeld waren. Das Schicksal von ihm ist unbekannt. Aus Erzählungen von überlebenden Geiseln, wurden beide Brüder eines Nachts rausgeführt und vermutlich erschossen. Famlie lebte 1905, 1908-09 in Waldheim, Molotschna; 1920 in Berdjansk. [14]; [35]; [50 S. 183]
   
P64577. Bernhard Johann Fast (29.07.1857 - 16.10.1917) (#491686) geb. in Halbstadt, Molotschna. Er lebte später in der Ansiedlung Terek, Nordkaukasus, wo das Gebirgsvolk, die Mohammedaner, versucht haben 1917 die zugezogene Russen und Deutsche durch Überfälle aus Kaukasus zu vertreiben. Als es zu einer Versammlung der Christen und Mohammedaner kam, fuhr Bernhard auch zu diesem Treffen nach Chassaw-Jurt. Von diesem Treffen ist er nicht zurückgekommen. Er wurde zusammen
mit seinen Begleitern mit Dolchen erstochen. Sie wurden auf dem Kirchhof des Dorfes Nr. 7 beerdigt. Bernhard war 27 Jahren Lehrer, 10 Jahre Prediger und 5 Jahre Prediger-Ökonom auf der Forstei Asow gewesen. Lebte 1889-96 in Franzthal, Molotschna. [14]; [35]; [50 S. 190]
   
P64572. Heinrich Adrian. Im Sommer 1919 wurden in den Mennonitischen Dörfern Pferde von der Roten Armee eingesammelt. Dafür mussten Männer aus den Dörfern die Pferde zum Sammelpunkt nach Neu-Halbstadt bringen. Zehn Männern: Heinrich Adrian, Peter Enns, David Wölk aus Fischau und Abram Wiebe, Jakob Wiens, Johann Hildebrandt, Johann Isaak, Jakob Mandtler und Gerhard Riediger kamen danach nicht zurück. Wie sich später rausstellte, wurde alle in dem Russendorf Almeljnik mit Säbeln zerhackt und in Löchern vergraben. [35]; [50 S. 227]
   
P64571. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester
Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [50 S. 231]
   
Foto 4. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester

Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [13 S. 125];

   
P8662. Franz Daniel Peters (18.09.1843 - 5.11.1919) (#266891) geb. in Petersdorf, Jasykowo. Er besaß 2000 Desjatin Land. Er war in den 90er Jahren in Nikolaipoler Wolost 6 Jahren Oberschulze. Danach wurde er Nachfolger von Isaak Dyck aus Rosental für 6 Jahre Prediger in der Mennonitischen Försterei. Mehrere Jahre war er Mitglied im Landschaftsrat in Jekaterinoslaw. Am 5.11.1919 wurde sein Haus von Machnobande überfallen, die mit Säbeln in Stücke zerhackt haben. Am 18.11.1991 wurde sein ältester

Sohn Daniel und sein großsohn Franz Unrau (22 Jahre) in Nikolaipol ermordet. Sein jüngster Sohn Kornelius wurde vor der Tür erschossen. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [48 S. 54];

   
P64570. Johann Johann Peters (30.11.1864 - 5.11.1919) (#266892) geb. in Petersdorf, Jasykowo mit Frau Aganetha, geborene auch Peters (6.09.1866 - 15.09.1932) (#595095). Er war Christ, was der nicht viel von seinem Christentum sprach, aber versuchte es auszuleben, nach den Worten des Apostels: „Wandelt im Licht“. Er hatte ein warmes
Herz und war Mitglied im Verwaltungsrat von der Nervenheilanstalt „Bethania“. Im Januar 1919 begannen die brutalen Überfälle auf Petersdorf. Die schwer bewaffnete Machno Banditen haben alles mitgenommen, was sie für wertvoll hielten. Viele Menschen aus dem Dorf, wurden schwer misshandelt und ermordet. Als Johann eins von seinen letzten Pferden den Banditen übergab, wurde er ohne Grund erschossen. Im Dezember 1919 wurden alle Bewohner von Petersdorf gezwungen das Dorf zu verlassen. Im Frühjahr 1920 haben die Russen aus der Umgebung die Häuser abgebaut und mitgenommen. Das war das Ende von dem schönen Mennonitischen Dorf – Petersdorf. Seine Frau starb 1932 in der Verbannung am Ural. Familie lebte 1864-1919 in Petersdorf, Yazykovo. [14]; [35]; [50 S. 237]
   
P64569. Massengrab in Blumenort, Molotschna. Am 27.10.1919 wurde im Dorf stationierte Soldaten der Roten Armee von Banditen überfallen und einige erschossen. Als am nächsten Tag Verstärkung kam, wurden 8 unschuldige Dorfbewohner verhaftet und beschuldigt den Überfall organisiert zu haben. Es waren: Lehrer und Prediger
Peter J. Schmidt, Prediger Jakob D. Sudermann, Daniel D. Sudermann, Senior und Junior Johann Wall, Schulze Abram Regier, seine Söhne Peter (16 J.) und Jakob (18 J.). In den Keller, in dem alle eingesperrt waren, wurden erst Handgranaten eingeworfen und danach wurden die Überlebende mit einem Säbel getötet. Als nächste wurden erschossen: Abram J. Fast von Schönbrunn, Gerhard G. Neufeld, Jakob J. Epp, Jakob Schmidt, Kornelius Wall, Nikolai Teichröb und Abram G. Wiens. [35]; [50 S. 249]
   
P64568. Jakob Enns mit seinen 3 Töchtern und einer Schneiderin Fräulein Kremser. Friedensruh, Krivoj Rog. Er war viele Jahre Verwalter auf der Ökonomie des Gutsherrn und Edelmanns mit Namen „von Ritter“ gewesen. Er und seine davor verstorbene Frau, gehörten zu der Bürgergemeinde Friedensfeld (Sagradowka oder Neu-Rosengart
Kolonie). Sein Haus wurde nachts von Banditen überfallen. Er und seine zwei anwesende Töchter wurden erschossen. Auch die Schneiderin, die zum Kleidernähen bestellt war, wurde nicht verschont. Überlebt hat eine Tochter (hinten links), die sich versteckt hat und sein Sohn, der nicht zu Hause war. [35]; [50 S. 279]
   
P64676. Jakob Jakob Dick (1890 - 26.10.1919) (#225752) geb. auf dem Gut Telentschi, Krim. Nach Beendigung der Zentralschule besuchte er in Ilmenau in Deutschland ein Technikum. Hier wurde er Mitglied „Christlicher Verein junger Männer“. Später Ingenieur in Berlin, wo er die Leitung Abteilung Ingenieure übernahm. Im August 1914 kehrte er nach Russland zurück und trat freiwillig den Sanitärdienst in Moskau an. Er bekam den Vertraungsposten als Gehilfe des Leitenden der mennonitischen Sanitäter
Abteilung. Mit großem Jubel begrüßte er 1917 die Religionsfreiheit. Nach dem Krieg beschloss er mit seinen Getreuen die Soldaten in ihre Dörfer zu folgen. Dazu bekamen sie 5 Zelte vom Roten Kreuz. Mit 26 Brüdern und Schwestern begann die Arbeit. Sie hielten Versammlungen, übten die Seelenpflege, Predigten und teilten Medizin aus. In einem Dorf Eichenfeld wurden die Zeltmissionare von Machno Männern überfallen und zusammen mit 80 Personen im Alter 15-75 Jahren hingerichtet. Das Verbrechen ist vermutlich am 26 Oktober 1919 geschehen (siehe Seite 138) [14]; [35]; [49 S. 130]
   
P64675. Johann Johann Schellenberg (28.05.1866 - 26.10.1919) (#50384) geb. in Osterwick, Chortitza. Gest. in Eichenfeld, Jasykowo. Nach der Ausbildung in der Chortitzer Zentralschule und Pädagogischen Klassen war er 12 Jahre Lehrer in: Sacharin, Reinfeld, Rosengart, Neuendorf und Ignatjewka. Nach der Ausbildung als Apotheker in Ekaterinoslaw, war er 3 Jahre in einer Apotheke beschäftigt. Er studierte Naturgeschichte, Pflanzen und Tierreich, lernte besser die russische Sprache und Latein.
1904 wurde er als Prediger der Mennoniten Bürgergemeinde vom Ältesten David Dürksen ordiniert. Viel Jahre war er Reiseprediger in Orenburg, Sibirien und Turkestan. 1916 wurde er Lehrer an der Zentralschule in Ignatjewka. Er arbeitete mit Jakob Dick in der Zeltmission mit. Lebte 1889-96, 1902-13 in Reinfeld, Yazykovo; 1900 in Helenenfeld, Taurida. [14]; [35]; [49 S. 137]
   
P64647. Heinrich Dietrich Neufeld (20.01.1884 - 29.11.1919) (#406064) geb. in Orloff, Sagradovka. Nach der Schule besuchte er die Zentralschule in Neu-Schönsee. Später besuchte er den Pädagogischen Kursus in Neu-Halbstadt, Molotschna. Er arbeitete 2 J. in Reinfeld und dann in Altonau. 1906 studierte er in Basel, Schweiz in der Predigerschule. 1910 arbeitete er in der Handelsschule in Alexanderkrone, Molotschna. 1914 wurde er in der Nikolaifelder Kirche in Sagradowka Kolonie zum Prediger ordiniert. Am 29.11.1919 wurde die Schule,
in der er sich befand, von Banditen überfallen und alle die sich in der Schule befanden, grausam getötet. Lebte 1904 in Reinfeld, Sagradovka; 1906 in Altonau, Sagradovka; 1910 in Alexanderkrone, Sagradovka; 1912 in Lugovsk, Neu Samara, 1913-15 in Schoenfeld Kolonie; dann in Schönwiese und Chortitza, Chortitza Kolonie; 1917-19 in Orloff, Sagradovka. [14]; [35]; [49 S. 329]
   
P64643. David Jakob Dick (29.06.1860-18.10.1919, laut Grandma am 29.06.1861 geb.) (#65177) und Frau Katharina, geb. Schmidt (15.11.1860-16.10.1919) (#65169). Er hat in drei Jahren die Zentralschule in Gnadenfeld absolviert und wurde Mitglied der M.G. bei Halbstadt. Am 21.10.1887 heiratete er Katharina Schmidt und wohnten in Steinbach bis 1894. Dann zogen sie auf ihr Erbgut Apanlee, wo sie bis zum Ende in großem
Wohlstand lebten. Er war ein leidenschaftlicher Landwirt. Er züchtigte erstklassiges Zuchtvieh, das er aus dem Ausland kaufte. In seinem Haus versammelten sich Prediger und andere Dienstboten, manchmal bis 40-50 Personen. Die kamen aus der eigen Mitte, Deutschland, Schweiz, England und Ostseeprovinzen. David war der Gründer und Initiator des ersten mennonitischen christlichen Traktatvereins und bis 1914 der Vorsitzender des Vereins. Von 1904-1910 war er Präsident über alle mennonitischen Forsteien in Russland. Auch auf dem Gebiet Schulwesen hat er hervorragendes geleistet. Er war Vorsitzender des Schulvereins. 1918-1919 wurde er verhaftet. Weil er so beliebt war, haben russische Nachbarn mit 7000 Unterschriften und er wurde entlassen. Am 16.10.1919 kamen schwer bewaffnete Männer ins Haus und raubten alles aus und erschossen David und Katharina. [14]; [35]; [49 S. 369]
   
P64640. Hermann Abram Bergmann (12.06.1850 - 3.02.1919) (#311360) geb. in Dirschau, Gross Werder, Preußen. Mit 12 Jahren wanderte seine Familie nach Russland, wo sein Vater im Russendorf Soljonoe, Land kaufte. Von da kam Herman nach Rosenhof, Taurien. Später wurde er Gutsbesitzer und besaß ein enormes Vermögen. Er wurde in verschiedene Ämter gewählt. Hermann blieb bis zum Schluss in dieser seiner öffentlichen Tätigkeit. Im Januar 1919, als die Rotearmee näher kam, fuhr Hermann in
die Alte Kolonie, dann über Nikopol weiter nach Taurien. In einem Russendorfe wurde er zusammen mit dem Mann seiner Enkelin Peter Riediger und anderen Begleitern gefangen genommen und später umgebracht. Er war 69 Jahre alt. Lebte 1874 auf dem Gut Solennoje; 1879, 1884 auf dem Gut Bergmannstal. [14]; [35]; [49 S. 384]
   

P64961. Herman Abram Bergmann (1850-1919) (#311360). Mitglied der 3. Reichsduma in die er seit 1906 bis zur Revolution immer wieder gewählt wurde. H. Bergmann war Gutsbesitzer in Bergmannstal, Ekaterinoslav und kam 1919 auf der Flucht um, ebenso mehrere seiner Söhne und Verwandten. Lebte 1874 auf dem Gut Solenoje, Yazykovo; 1879, 1884 auf dem Gut Bergmannstal, Ekaterinoslav; 1901, 1919 auf dem Gut Rosenhof-Brodsky, Taurida. [14]; [35]; [95 S. 521]

   
P65264. Нейфельд Екатерина Ивановна (1871-1918) (#266579). Она была из богатой семьи, (vom Gut Felsenburg). Замужем за Госсеном Яковом Яковлевичем (1864-1918) (#266578). В их семье было 6 детей. Её родители и муж были убиты махновцами. Когда погромы стихли она, оставив детей у сестры мужа Агнессы Госсен (1875-1964) (#1111829) решила наведаться к родительскому дому. Позже муж Агнессы Генрих Левен (1866-1942) (#726224) нашёл её у дороги с простреленной головой. [14]; [400]
   

Foto 15. Meine Urgroßeltern in Altonau, Molotschna, Wilhelm Penner  (21.09.1865 – 30.10.1919) (#1090413) geb. in Karolswalde, Volhynia, erschossen von Machno Bande in Altonau, Molotschna und Aganette (geb. Wilms)  (10.10.1860 – 22.04.1931) geb. und gest. in Altonau, Molotschna. [70]; [14]

Братская могила с. Блюменорт, ноябрь 1919 было убито 20 меннон. Massengrab in Blumenort. Im November 1919 wurden in Blumenort 20 Mennoniten ermordet. [71]

   
Меннонитский отряд самообороны 1918 или 1919 г. Selbstschutz 1918. Mitglieder aus Blumenort, Tiege, und Ohrloff, Molotschna Kolonie. [71]
   
P9750. Johann Isaak Klassen (1863-1919) (#425435) geb. in Burwalde, Chortitza, und Frau Helena (geb. Enns) (1865-1944) (#197790) aus Nikolaipol, Jasykowo. Viele Jahre Oberschulze der Ansiedlung. Wurde ermordet. [11 S. 162]; [14]
   
P67007. Anna Warkentin (1892-1919) (#1105506) aus Grünfeld, Borosenko. Anna wurde während des Massenmordes in Steinbach, Borosenko am 7. Dezember 1919, ermordert. Foto aus Preservings, Nr. 16, Seite 90. [81 S. 401]; [14]
   
P67006. Jakob Bergen (1872-1941) (#266130) geb. in Schoenhorst, Chortitza und Katharina (geb. Teichröb) (1872- 1919) (#266131) geb. in Ebenfeld, Borozenko mit ihren Kindern Johann (1895-1919) (#498499) und Jakob (1897- 1991) (#171101). Katharina (geb. Teichröb) wurde auf eine brutale Weise von den Machnowzy am 04.12.1919 ermordet. Familie lebte 1895-97 in Steinbach, Borosenko; 1898-1913 in Ebenfeld, Borozenko; 1941 in Schoenhorst, Chortitza. In seinen "Erinnerungen"
schrieb Abram A. Enns von dem Massenmord in Steinbach und Ebenfeld: ,,Am 2. Nov. 1919 kammen die Banditen nach Ebenfeld und forderten Kleider von Kornelius Loewen. Sie warfen ihn zu Boden und prügelten ihn schrecklich. Nachts schossen sie ihn durch den Körper. In seiner Not kroch er zu den Nachbarn. Bei den Nachbarn vergewaltigten die Banditen seine Frau vor ihm. Dann schloss er seine Augen für immer....Etliche Tage später haben die Bandtien Frau Jakob Bergen, die nach Felsenbach geflüchtet war, ermordet. Erst hackten sie ihr die Hand ab. Den nächsten Morgen haben sie sie erschossen." Aus Preservings, Nr. 16, Seiten 88-89. Foto aus Preservings, Nr. 11, Seite 41. [81 S. 399]; [14]
   
P67005. Johann Bergen (1895-1919) (#498499) geb. in Steinbach, Borosenko, und ermordet in Ebenfeld, Borozenko, am 7. Dezember, 1919. Foto aus Preservings, Nr. 11, Seite 42. [81 S. 398]; [14]
   

P67002. Die Dampfmühle in Felsenbach, Borosenko Kolonie am Südende des Dorfes. Peter (Isaak) Derksen schreibt in seinem Buch "Es wurde wieder ruhig", dass sie einem Franz Fröse, der 1919 von den Machnowzy auf dem Eis zerhackt wurde, gehörte. Diese Mühle hatte schon

einen Benzinmotor, aber wurde immer noch Dampfmühle genannt. Franz Froese (1874-1919) (#216289) geb. in Hochfeld, Yazykovo. Lebte 1899-1909 in Felsenbach, Borozenko. Foto: Mai 2000. [81 S. 394]; [14]
   
Johann Loewen 31.12.1843-27.1.1919 (#98414) geboren in Neuendorf, Chortitza. Hatte mit 1. Frau Anna Harder 5 Kinder bis sie starb, heiratete 1877 eine Susanna Friesen, seit 1883 mitglied der Brüdergemeinde. Seine 2 Frau starb 1898. Heiratete 1900 die Witwe von Johann Siemens. Lebte 1864-68 in Neuendorf, Chortitza; 1869-85 Nikolaifeld, Yazykovo; 1886-89 in Friedensfeld, Borosenko). Zog 1905 nach Jekaterinowka Nr. 5, Ignatjewo, zog 1907 nach Nikolajewka Nr. 5, Ignatjewo, 1919 ermordet. [14]; [50 S. 210]
   

P8660. Johann Peters (1864-1919) (#266892) und Frau Anganetha (geb. Peters) (1866-1932) (#595095) Gutbesitzer von Petersdorf. Johann Peters war viele Jahre Mitglied im Verwaltungsrat der Nervenheilanstalt "Bethania" und wurde 1919 von Machnobanden ermordet und seine Frau starb 1932 in der Verbannung am Ural. Familie lebte 1864-1919 in Petersdorf, Yazykovo. [48 S. 54]; [76]; [14]

   

Foto 3. Johann Peters (1864-1919) (#266892) und Frau Anganetha (geb. Peters) (1866-1932) (#595095) Gutbesitzer von Petersdorf. Kinder: 1. Johann Peters (1888-1919) (#738230). 2. Anganeta Peters (1890-1971) (#455625). 3. Franz Peters (1892-1932) (#738229). Der Vater wurde 1919 von Machnobanden ermordet und seine Frau starb 1932 in der Verbannung am Ural. Familie lebte 1864-1919 in Petersdorf, Yazykovo. [13 S. 126]; [14]

   
Foto 4. Franz Daniel Peters (1843-1919) (#266891) Gutbesitzer, er wurde ermordet. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [13 S. 125]; [14]
   
P8662. Franz Daniel Peters (1843-1919) (#266891) Gutbesitzer, er wurde ermordet. Lebte 1864-88 in Petersdorf, Yazykovo. [48 S. 54]; [14]
   

Foto 5. Johann Johann Peters (1888-1919) (#266894) und Frau Maria (geb. Siemens) geb. in Nieder-Chortitza, Chortitza. Gutbesitzer, er wurde erschossen. Familie lebte 1915-19 in Petersdorf, Yazykovo. Seine Witwe trat in den zweiten Ehestand und lebte in Winnipeg. [13 S. 125]; [14]

   
P8664. Johann Johann Peters (1888-1919) (#266894) und Frau Maria (geb. Siemens) geb. in Nieder-Chortitza, Chortitza. Gutbesitzer, er wurde erschossen. Familie lebte 1915-19 in Petersdorf, Yazykovo. Seine Witwe trat in den zweiten Ehestand und lebte in Winnipeg. [48 S. 54]; [14]
   
Schellenberg Johann (1866-1919) (#50384) geb. in Osterwick, Chortitza. Seit 1904 Prediger der MB in Reinfeld, Jasykowo, war auch Reiseprediger. Während des Massakers in Eichenfeld ermordet. Lebte 1889-96, 1902-13 in Reinfeld, Jasykowo; 1900 in Helenenfeld, Taurida.
   
       
       
   
Quellen:
1. Fotos von Anatolij Prosorow-Reger mit Informationen von Adina Reger Weissenthurm, Deutschland.
     

11. Damit es nicht vergessen werde. Bildband zur Geschichte der Mennoniten Preussens und Russlands. Lohrenz, Gerhard: Winnipeg: CMBC Publications, 2nd rev. edition in 1977.

14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

35.  Berichte, Dokumente und Fotos von Willi Frese, alle seine Berichte.

39. Berichte, Karten, Dokumente und Fotos von Viktor Petkau, alle seine Berichte.

48. Als ihre Zeit erfüllt war. 150 Jahre Bewahrung in Russland. Walter Quiring, Helen Bartel. Saskatoon, Saskatchewan. 1963.

49. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. Band 1. Winnipeg. 1949.

50. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954.

70. Fotos und Informationen von Andreas Regehr (Email), alle seine Fotos.

71. Fotos und Dokumente von Nikolaj und Alla Krylow, Universität Melitopol, alle ihre Berichte.

81. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger und Delbert Plett. Manitoba. 2001. Von der "D. F. Plett Historical Research Foundation" runterladen.

95. Buch "Die Alt-Evangelische Mennonitische Bruderschaft in Rußland (1798- 1910) im Rahmen der mennonitischen Gesamtgeschichte. Peter M. Friesen. Halbstadt, Odessa. 1911." Teil 1a, Seiten 1-393. Teil 1b, Seiten 394-776. Teil 2, Mennoniten in Nord-Amerika. Seiten 1-160. (gotisch)

400. Berichte, Fotos und Informationen von Roman Klassin, alle seine Berichte.

654. Das Block Buch. Block Peter; Petkau Viktor. Selbstverlag. 2007.

       
 
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am 3 August, 2020