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Gut Wintergrün (Jakob Goossen), bei Schönfeld Kolonie

 

Ortsseiten mennonitische Guts und Gutbesitzer in Russland.

Mennonitische Guts und Gutbesitzer in Russland. Von Viktor Petkau.

Bilder und Fotos mennonitische Gutbesitzer und Guts (Chutors) in Russland.

 

 

Gutsname: Wintergrün
Weitere Gutsnamen:
Wintergruen.
Ortsnummer: D1310
Koordinaten:
Admin. Zuordnung:
Alexandrovsk Ujesd,
Erworben: 1830er Jahren
Topografische Lage:
Landfläche:
Einwohnerzahl:

Zusatzinformationen: Teil von Silberfeld Gut, 30  Werst nordllich von Schoensee, Molotschna. 14 Werst ESE von Orechov, Adresse Karlovka, Taurida, Gerichtsbarkeit von Halbstadt Wolostj.
Ursprünglich von Heinrich Janzen in den späten 1830er Jahren gegründet. Ein Teil dieses Anwesens wurde Wintergruen.
Später im Besitz von Johann Johann Goossen (1817-1891) (#27826) geb. in Schoensee, Molotschna.
Dann im Besitz seines zweiten Sohnes Jakob Johann Goossen (1858-1920) (#166229).
Ehefrau Aganetha (geb. Kaethler) (1861-1946) (#166228), 13 Kinder, von denen sechs das Erwachsenenalter erreichten.
Hatte eine Gouvernante, Fräulein Schneider, um bei der Grundschulbildung zu helfen.
Geräumiges einstöckiges Haus, große helle Räume. Vier Zimmer an der Vorderseite: Salon,
Büro, Wohnzimmer und Esszimmer. 4-5 Diener lebten in einem separaten Flügel. Garten vor dem Haus, umgeben von einem Lattenzaun. Hinter dem Haus großer Garten, lange Fußwege, kleiner Weinberg, kleiner Wald; hatte Gärtner und Helfer.
Jakob war ein begeisterter Jäger, hatte 8-10 Windhunde, jagte Fuchs.
Die Familie gehörte der Gemeinde Schoensee; war dort für besondere Feierlichkeiten,
Kinder haben ihre Ausbildung in Chortitza und Halbstadt fortgesetzt.
Im Jahr 1899 scheint es, als Teil von Wintergruen auch 5 getrennte Güter gegeben zu haben Belogorye genannt:
1. Goossen, Jakob Johann 791 Dess.
2. Janzen, Heinrich Abraham und Witwe Kätler 640 Dess.
3. Janzen, Johann Jakob 334 Dess.
4. Janzen, Wilhelm Heinrich 150 Dess.
5. Wallmann, Jakob Peter und Wallmann, Johann Peter 1.200 Dess.
Familie verließ das Anwesen 1906 während der unruhigen Zeiten für lange Ferien in Europa
und Nordamerika. Besuchte Jakobs Bruder in Henderson, Nebraska.
Kam im Juni 1907 zurück. 2.747 Dess. im Jahre 1908
Raub mit vorgehaltener Waffe 6. Januar 1918; Familie zog nach Großweide
Zurück nach Wintergruen im April 1918 mit der deutschen Besatzung. Vieles gestohlen.
Verließ das Gut für den 28. Oktober 1918, als die deutschen Truppen evakuierten
Grundstück wurde am 10. Dezember 1918 von Banditen geplündert. Sie luden die benachbarten Dorfbewohner ein, mitzumachen der Raub "im Dienst von Batyko Makhno."
Jakob Goossen starb am 4. August 1920 an Krebs. Familie schließlich nach Krim und Kanada

Foto. Fotos [125 S. 454]

Quellen: [125 S. 245, 454], [186 S. 644-645]; [210 14. Dezember 1918 S. 7]; [333 S. 11]; [540 22. September 1954 S. 4]

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2018. Beschreibung.
 

125. Mennonite Estates in Imperial Russia. Second Edition rev. and expanded. Helmut Huebert. Winnipeg, Canada. 2008.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004. Updates.

210. Zeitschrift "Friedensstimme, ein christliches Volks- und Familienblatt". Herausgeber Abraham J. Kröker. Druckerei Braun in Halbstadt. Erschienen 1906-1914. Berichte.

540. Zeitung "Der Bote" 1924-2008.

 
 
Bilder und Fotos Gut Wintergrün (Jakob Goossen), bei Schönfeld Kolonie.
 
Zuletzt geändert am 15 Dezember 2018