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Deutschendorf (Iwanowka), bei Sagradowka Kolonie

 

Sagradowka Kolonie.

 

 

Ortsname: Deutschendorf
Weitere Ortsnamen: Iwanowka, Karl Liebknecht, Ивановка; Карл Либкнехт.
Ortsnummer: D0744
Kolonie (menn.):
Mutterkolonie:
Admin. Zuordnung
: Gebiet Nikolajew/Rayon Kronau. в сов. период –Николаевская/Днепропетровская обл., Больше-Александровский/Кронауский (им. Фрица Геккерта, Высокопольский, Петровский) нем. р-н.
Gründungsjahr: 1928
Topografische Lage: [35 J4]
Landfläche: 2.192 ha (после коллективизации).
Einwohnerzahl: 545/537 нем. (1942; 84 нем. сем. или 56% без главы семьи).
Konfession: katholisch/mennonitisch/lütherisch
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 11 km im SW von Kronau. Die katholische Gemeinde gehörte zur Pfarrei Kronau. Bis 1938 war Deutsch Unterrichtssprache, danach war es Russisch und Ukrainisch. Die meisten Einwohner sprachen in ihrer Mundart platt und schwäbisch; teilweise auch ukrainisch. Eine Deutsche Volksschule wurde erst 1942 organisiert. 4 Lehrer mit 104 Schülern in 2 Schulgebäuden. Es war kein elektrischer Strom vorhanden. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurden die im Ort lebenden jüdischen Einwohner deportiert. An ihrer Stelle wurden Deutsche aus Deutschendorf (Rayon Beresnigowatnaja), Alexanderfeld (Rayon Nowo-Woronzewo), Archangelsk und Hanowka (Nikolajewer Gebiet) angesiedelt. 1942 gab es im Ort 167 Wirtschaftshöfe, jeder Hof beaß durchschnittlich 30 ha Land. Fast auf jedem Hof war ein Brunnen (6-12 m tief). Auf 24,5 ha wurde Gemüse, auf 7,3 ha Wein und auf 9,5 ha Obst angebaut. Im Ort gab es eine Molkerei. Außer Getreide wurden noch Sonnenblumen und Hirse angebaut. Bei einem Überfall durch die Machno-Bande kamen 1919 zwei Einwohner ums Leben. Während der Hungersnot 1921/22 kamen 7 Einwohner (2 Männer, 3 Frauen, 2 Jugendliche)ums Leben. 1933/ 34 verhungerten 13 Dorfbewohner (6 Männer, 1 Frau, 6 Jugendliche). Zwischen 1929 und 1939 wurden 24 Einwohner (23 Männer, 1 Frau) verhaftet und verbannt. Allein 1937/38 wurden 17 Männer verhaftet. Nach dem Ausbruch des Krieges wurden 97 Einwohner (87 Männer, 6 Frauen, 4 Jugendliche) verschleppt. Von ihnen konnten 61 (54 Männer, 5 Frauen, 2 Jugendliche) fliehen und ins Dorf zurückkehren. verhungert: 7 Pers. (1921/22), 13 (1932/33); verbannt von 1929-42: 26 (25 Männer); 2 Pers. 1919 durch Machno-Bande ermordet. Im Familienverzeichnis des Dorfes Ebenfeld von K. Stumpp 1942 sind 165 Ehen aufgelistet.
Quellen: [2 1958; S. 193]; [4 S. 266]; [6 S. 24]; [11]; [243]
 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2018. Beschreibung.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001.

6. Die deutschen Siedlungen des Kronau-Orloffer Gebietes. Stumpp, K. In: Heimatbuch, 1959, S.22-29.

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009.

35. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Nikolajew. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1958.

243. Liste von Mennoniten die 1942 in nicht mennonitischen Dörfer lebten. Aus dem Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

 

 

 

Dorfplan Deutschendorf (Iwanowka), bei Sagradowka Kolonie 1942

Gezeichnet von der K. Stumpp Gruppe.

Dorfplan vergrößern.

Dorfplan Deutschendorf (Iwanowka), bei Sagradowka Kolonie 1942. Gezeichnet von der K. Stumpp Gruppe. Auf der Webseite ЦГЭАУ.

 

 

 

Kopie vom Archivdokument Dorfbericht von Deutschendorf (Iwanowka), bei Sagradowka Kolonie von K. Stumpp 1942. Auf der Webseite ЦГЭАУ. 45 Seiten. Hinweis von Viktor Petkau.

Familienverzeichnis Deutschendorf mit 165 Ehen. Von Elli Wise.

Familienverzeichnis des Dorfes Deutschendorf (in der Nähe von Sagradovka) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942 mit Geburtsjahr. (165 Ehen).

Zuletzt geändert am 14 Mai 2019