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Juschanlee, Molotschna Kolonie

   
 

Ortsname: Juschanlee
Weitere Ortsnamen: Kirovo, Юшанлы, Кирово; Корниса, Cornies, Янцена И.Д., Janzen, Лекаренка.
Ortsnummer: D0670
Kolonie (menn.): Molotschna
Mutterkolonie: Preussen
Admin. Zuordnung
: до 1917 – Таврическая губ., Бердянский у., Вознесенская вол.; в сов. период – Запорожская/Днепропетровская обл., Черниговский/Ротфронтовский (Вальдгеймский) нем./Молочанский (Гальбштадтский, Пришибско-Молочанский) нем. р-н.
Gründungsjahr: 1811/12/30
Topografische Lage: [45]; [46]; [125 S. 360];

Dorfplan:  Juschanlee 1852 E; Juschanlee 1852 D. [101 S. 47] 1852; [101 S. 48] 1852; [101 S. 49] 1912-14
Landfläche: 505 Deßj. (1859; 7 Häuser)/ 3.500 Deßj.

   

Einwohnerzahl: 58 (1864), 13 (1915), 43/19 нем. (1926).
Konfession: mennonitisch

Industrie und Handel: 1 Betrieb. Ziegelfabrik. [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 12 Mennoniten, die in Juschanlee, Molotschna geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: К юго-вост. от Молочанска. Назв. по р. Юшанлы. von Johann Cornies (1789-1848) (#44146) gepachtet (1812-36; 1836 bekam er es vom Zaren geschenkt) und als Musterwirtschaft aufgebaut: 2.200 Obstbäume, 1.750 Fruchtsträucher, 68.000 Waldbäume, Ziegelei, zahlreiche Stallungen und Wirtschaftsgebäude (dafür erhielt er 1860 vom Zar als Anerkennung 500 Deßj. geschenkt); 21.08.1845 fand hier eine Industrieausstellung statt; nach seinem Tod ging J. in den Besitz des Schwiegersohnes Philip Wiebe (1816-1870) (#53874) über; 1879 in fremden Besitz übergegangen, an die Stelle der alten Bauten wurde ein kleines Schloß errichtet.

1830 gründete Johann Cornies auf 500 Grundstücken, die er vermietet hat, einen Versuchsbauernhof von der Regierung. Er baute eine Musterfarm mit einem Komplex von Gebäuden zur Förderung der Viehzucht, und Plantagen und Gärten, um Bäume und andere Pflanzen anzubauen. Tabak, Seide und Honig wurde auch produziert. Eine Fliesenfabrik half, einige der anderen Unternehmen zu finanzieren .
Im Jahr 1836 gab Zar Nikolaus I. in Anerkennung seiner öffentlichen Arbeit Johann Cornies und seine Nachkommen das Land als privates Anwesen. Cornies vermietet zusätzliche 3.500 Dess. Entwickelte viele Aspekte der Landwirtschaft und experimentierte zuerst auf seinem eigenen Land. Zu einer Zeit hatte 2.000 Obstbäume, 1.750 Pflanzen von kleinen Früchten und ein Wald von 68.000 Bäumen. Als Cornies 1848 starb, wurde das Anwesen von Tochter, Ehefrau von Philipp Wiebe, geerbt. 1850 gründete Wiebe auf dem Anwesen eine Schule.

Im Jahr 1879 war offenbar das Anwesen gegen die Wünsche einiger Cornies-Familienmitglieder verkauft an Heinrich Reimer. Bald danach waren viele der ursprünglichen Gebäude abgerissen, und eine große schlossähnliche Residenz errichtet. Statuen des Besitzers,
Seine Frau und andere Familienmitglieder waren offenbar auf dem Anwesen verteilt. Es wurde dann von Heinrich Günther, Reimers Schwiegersohn, geerbt. Einer der Verwalter in den späteren Zeiten war Johann P. Dick. Janz war ein Lehrer auf einem großen Anwesen "in der Nähe von Kleefeld" 1900-1903, wahrscheinlich Juschanlee.
Juschanlee, Apanlee und Steinbach drehten zu Beginn des 20. Jahrhunderts inspirierende Seminare. Agnes A Reimer steuerte 500 Rubel nach Bethania für das Arrangieren der Küche Anfang 1912 bei. Anna Reimer steuerte 87 Rubel für bedürftige mobilisierte Mennoniten 1917 bei; Agnes Reimer leistete 1917 500 Rubel für Flüchtlinge in der Wolga und Sibirien.
Witwe A Reimer erhielt am 7. Januar 1918 die Nachricht, dass das Anwesen von ihr übernommen wurde

"Andere"; Mit der Zeit wurde es verstaatlicht und wurde Teil der Kolchose Mogutsheye. In den 1970er Jahren wurden viele Gebäude abgerissen. Eins verwendet als Zentrum für Kriegsveteranen. 1997 war die Reimer-Residenz Teil eines psychiatrischen Krankenhauses. Das Anwesen gehörte der Kollektiv Kirovo.

 

Die Cornies Nachkommen waren später im Besitz vom Gut Stokopani (D1022).

Fotos [125 S. 417

Fotos: Juschanlee

Quellen: [4]; [11]; [26]; [112]; [154]; [155]; [529, S. 113, 148, 198]; [539 10. Januar 1918 S. 5, 7]; [540 30. Juni 1954]; [529 V. 8, 1990, S. 76-78]; [186 S. 608-610]; [81 S. 286-291]; [210 9. Juni 1912 S. 7]; [125 S. 96, 303]

Buch: 1. "Die Molotschnaer Mennoniten. Ein Beitrag zur Geschichte derselben." Franz Isaak. Halbstadt. 1908. (gotisch). 2. Die Molotschna Ansiedlung. Entstehung, Entwicklung und Untergang. Heinrich Görz. Steinbach, 1950-51.

       
    Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
       
   
Quellen:
4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001
     

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

45. Topografische Karte Molotschna Kolonie ca. 1856.

46. KarteMolotschna Kolonie“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

101.  Molotschna historical atlasHuebert, Helmut T. Winnipeg. 2003.

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma 7 CD-ROM. CMHS Fresno, USA. 2012. Beschreibung.

151. Mennonitische Orte in Russland in Google My Maps. Von Andreas Tissen und Viktor Petkau.

154. Die Molotschna Ansiedlung. Entstehung, Entwicklung und Untergang. Heinrich Görz. Steinbach, 1950-51.

155. "Die Molotschnaer Mennoniten. Ein Beitrag zur Geschichte derselben." Franz Isaak. Halbstadt. 1908. (gotisch)

   
 
       
   
Plan vom Vorwerk Juschanlee 1852
   
Aus "Unterhaltungsblatt" Mai 1852 von G. Walter.
   
    Dorfplan vergrössern.
     
     
   

Bilder und Fotos Juschanlee, Molotschna Kolonie.

Luftbilder von einer Drohne vom ehemaligen Juschanlee, Molotschna Kolonie 2018. Von Jakob Barch.

DorfplanJuschanlee 1852 “ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990. und in Molotschna historical atlasHuebert, Helmut T. Winnipeg. 2003 S. 47

Gebäude auf Juschanlee 1852 in Molotschna historical atlasHuebert, Helmut T. Winnipeg. 2003 S. 48

Juschanlee 1912-14 in Molotschna historical atlasHuebert, Helmut T. Winnipeg. 2003 S. 49

Interaktive Karte Molotschna Kolonie.

Bericht "Ein Mann, der Segen schuf: Johann Cornies" von Gerhard Walter im "Heimatbuch der Deutschen aus Russland, 1985-1989". Von und mit Genehmigung des Autors Gerhard Walter.

4 Artikel über Johann Cornies 1789-1848. Von Viktor Petkau.

Johann Cornies, geboren den 29. Juni 1789, gestorben den 13. März 1848. Agronom Gavel. Beilage zum Unterhaltungsblatte, Oktober 1848. (gotisch) von Gerhard Walter (Webseite).

Статья "Хутор Юшанле." Вибе Филипп. Журнал сельского хозяйства 1853, в. 3, С.299-307. (altrussisch) von Margarita Dick in Wernadski Bibliothek in Kiev entdeckt.

3 Dokumente über Johann Martin Cornies aus den Jahren 1786-1814. Von Margarita Dick.

Artikel "Gutshof Juschanle (Bauernhof Juschanle)" von Philip Wiebe. 1853. Original "Хутор Юшанле." Вибе Филипп. Журнал сельского хозяйства 1853, в. 3, С.299-307. Aus dem russischen ins deutsche übersetzt von Helene Janzen.

Bericht über Juschanlee (Kirow), Molotschna Kolonie: "En Ukraine sovietque un Vilage. Regards. 6 Mars 1939." (französisch) von Alexander Panjko.

Juschanlee, Molotschna im Buch "Diese Steine, die Russlandmennoniten". Adina Reger und Delbert Plett. Manitoba. 2001. S. 286

Johann Cornies (1789-1848), Sozialreformator im Buch "Diese Steine, die Russlandmennoniten". Adina Reger und Delbert Plett. Manitoba. 2001. S. 289

Juschanlee, Molotschna in Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland (in "Suchen" Ortsnummer "D0670" eingeben).

Cornies, Johann (1789-1848), Ohrloff und Juschanlee, Molotschna im Mennonitisches Lexikon. Band V.

Ortsseite Gut Stokopani (Johann Wiebe), am Asowschen Meer.

     
   
Zuletzt geändert
     
am 4 Dezember 2017