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Schumanowka (Amur) Kolonie

 

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Name der Kolonie: Schumanowka, Amur
Ortsnummer: D0533
Zahl der Orte: 10
Mutterkolonie: gemischt
Admin. Zuordnung:
Ost-Sibirien. Дальневосточный край, Амурский округ, Амуро-Зейский район (1926-30). Дальневосточный край, Дальневосточный экономический район, Амурская область (1932-91).
Gründungsjahr: 1927
Topografische Lage: [93]; [94]; [534]; [555]
Landfläche: Jede Familie erhielt 400 Rubel, und 5,5 Dessiatinen Land. [186 S. 66]
Einwohnerzahl: 867 Einwohnern (1929?) [787 S. 22]; 2.300 Pers. (1927) (alle? 3 Kolonien) [186 S. 66]; 2.287 Personen (1929?) (alle Amur Kolonien) [787 S. 22].
Industrie und Handel:

Grandma 5: In der "Grandma 5 " CD sind 34 Mennoniten, die in Shumanowka, Amur Kolonie geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Lag entlang des Flusses Amur, in der Nähe der Stadt Blagoveshchensk in Ostsibirien, 160 km südlich der Transsibirischen Eisenbahn. Die meisten Siedler kam aus Westsibirien. Laut [186 S. 67]; [326 S. 52] gab es am Amur noch eine Kolonie Newsorowka (Amur) mit 2 Orten Newsorowka und unbekannt, aber laut anderen Quellen lag (oder hatte einen alternativen Namen) der Ort Schumanowka "зем. участки Рубановка и Невзоровка".

Die Mennonitische Enzyklopädie gibt für die Gruppe Kleefeld, Friedensfeld, Lugovoe, Schumanowka, Belo-Berezovo, Memrik, Grünfeld, Ozernoe (Ebenfeld).

Die relativ früh wieder verlassenen Ortschaften Schumanowka, Newsorowka, Belo-Berezovo, Grünfeld und Ebenfeld. [787]

 

Die Kolonie lag etwa 55 km im SO von Blagoweschtschensk. Sie gehörte zu den Orten, die im Zuge der 1927 der vom Volkskommissariat für Landwirtschaft geplanten Besiedlung Sibiriens entstanden. Vorgesehen war die Ansiedlung von insgesamt 150.000 Personen. Im für den Getreideanbau besonders geeigneten Amurgebiet sollten 51.000 Siedler ihre neue Heimat finden. Wie bereits bei der 1907 unter der Regierung Stolypin angestrebten Besiedlung Sibiriens wurden den Siedlern eine Reihe von Privilegien in Aussicht gestellt. Als Starthilfe sollte jede Familie 400 Rubel erhalten, für den Transport von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten wurde ein günstiger Eisenbahntarif gewährt, jedem Umsiedler standen 15 Desj. Land zu. Außerdem wurde ihnen für 3 Jahre die Befreiung vom Militärdienst und von Steuern zugesichert. Nachdem Delegationen das vorgesehene Siedlungsgebiet besucht hatten, fuhren die ersten 260 Siedler im Frühjahr aus der Kulundasteppe 1926 ab. Sie erreichten am 12 April 1926 Blagoweschtschensk. Ihnen folgten weitere Transporte aus Slawgorod, der Ukraine und Orenburg. Sie alle hofften, im Siedlungsgebiet der aus den Hungerjahren 1924/25 resultierenden Not zu entkommen. Im Zuge der Besiedlung wurden am linken Ufer des Amur in drei Gruppen 17 Siedlungen gegründet. Es handelte sich dabei um die sogenannten Umansdörfer Blumenort, Eichenfeld, Memrik und Silberfeld sowie um die Kolonie Berjesowka, Ebenfeld, Gnadenfeld, Grünfeld, Halbstadt, Kleefeld, New York, Orechow, Osernoje, Pribreshnoje, Reinfeld, Rosental, Schönsee und Schumanowka. Der gesamte Landbesitz der deutschen Siedler wird auf etwa 500.00 ha geschätzt. Nach der Überwindung der Anfangsschwierigkeiten (Rodungsarbeiten, primitive Wohnverhältnisse, ungünstige Absatzmöglichkeiten für Getreide, da zum Teil sehr lange Transportwege bzw. fehlende Anbindung an die Eisenbahn) stellten sich bald erste wirtschaftliche Erfolge ein. Die Hoffnung vieler Siedler, in ihrer neuen Heimat den Entwicklungen zu entgehen, die in ihrer alten Heimat eingesetzt hatten, wurde aber enttäuscht. Auch in den Siedlungsgebieten begann Ende der 20er Jahre die Kollektivierung und der private Getreidehandel wurde eingeschränkt. Als Reaktion auf diese Maßnahmen reisten 1929 tausende Siedler aus Sibirien nach Moskau, in der Hoffnung, von dort ins Ausland ausreisen zu können. Dies gelang aber nur einem Teil, die Zurückgebliebenen wurde in die Heimatgebiete zurückgebracht, wo sie zumeist Restriktionen ausgeliefert waren. Ein zweiter Versuch, sich durch eine Ausreise der Entwicklung in der Sowjetunion zu entziehen, schlug 1930 fehl. Es blieb nur die Flucht ins Ausland. Diesen Weg wählten die Siedler aus Pribreshnoje und Schumanowka.

Quellen: [1]; [2]; [4]; [11]; [14]; [15]; [26]; [38]; [151]; [186 S. 67]; [322]; [326 S. 52]; [383]; [787]

   
   
Quellen:
14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2019. Beschreibung.
 

1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001.

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь. Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009.

15. Die russlanddeutschen Flüchtlinge in China. Walter. In: Der Wanderweg der Russlanddeutschen, Jahrbuch Stuttgart.

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

38. Grandma 5 CD-ROM. CMHS Fresno USA. 2006. Beschreibung.

93. Karte “Region Amur“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

94. Karte “Von Shumanovka nach Kani-fu am 16 Dezember 1930“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

151. Mennonitische Orte in Russland in Google My Maps. Von Andreas Tissen und Viktor Petkau.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P. with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004. Updates.

216. Die Flucht über den Amur. Ein mennonitisches Dorf flüchtet (1930) aus dem sowjetrussischen Sibirien in die chinesische Mandschurei. Skizziert von Abraham Friesen, bearbeitet und erweitert von Abraham J. Loewen. Echo Verlag - Buch 2, Steinbach, 1946. 66 S. Zweite Ausgabe: Fulda. 2008, 122 S.

322. Orenburg am Ural. Geschichtsskizze einer deutschen Ansiedlung im Gouv. Orenburg, Russland. Bernhard Harder. In "Der Mennonit 1955-1964". Internationales mennonitisches Gemeindeblatt. Frankfurt am Main.

326. Менонiтська архiтектура. Вiд минулого до прийдешнього. Фрiзен Рудi. Мелитополь. 2010. (ukrainisch)

383. Vater Abram. Von der Ukraine über Sibirien und China nach Paraguay und Kanada. Ein mennonitischer Lebensweg. G. Ratzlaff. Paraguay. 2004.

534. Karte “Siedlungen am Amur“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

555. Karte der deutschen Siedlungen bzw. Siedlungsgebiete im asiatischen der Sowjetunion: Nord- (sibirien) und Mitteasien. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

787. Die Mennnoniten-Dörfer im Amurgebiet. Verlauf und Entwicklung der letzten grösseren deutschen Mennonitenkolonisation in Russland. Klaube, Manfred. In: Forschungen zur Geschichte und Kultur der Rußlanddeutschen 11 (2000).

   
   

 

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P63355. Dorfplan von Schumanowka, Schumanowka (Amur) Kolonie. Gezeichnet von Gerhard Ratzlaff.
   
P63358. Dorfplan von Friedensfeld, Schumanowka (Amur) Kolonie 1940. Nach Informationen von Heinrich Unger.
   
P63357. Dorfplan von New-York (Lugowoje), Schumanowka (Amur) Kolonie 1940. Nach Informationen von Hermann Klassen.
   
   

 

Bilder und Fotos Shumanowka, Amur Kolonie.

Buch: Vater Abram: von der Ukraine über Sibirien und China nach Paraguay und Kanada: ein mennonistischer Lebensweg. Ratzlaff, Gerhard. Asuncion, Paraguay: Selbstverlag, 2004. 150 S.

Die Mennnoniten-Dörfer im Amurgebiet. Verlauf und Entwicklung der letzten grösseren deutschen Mennonitenkolonisation in Russland. Klaube, Manfred. In: Forschungen zur Geschichte und Kultur der Rußlanddeutschen 11 (2000). 57 S.

Schumanowka (Amur) Kolonie im Buch: Friesen, Rudy P. and Edith Elisabeth Friesen. Building on the past: Mennonite architecture, landscape and settlements in Russia/Ukraine. Winnipeg: Raduga Publications, 2004. Updates. S. 67 (englisch) und dasselbe Buch: Фрiзен, Рудi. Менонiтська архiтектура. Вiд минулого до прийдешнього. ТОВ "Виробничий будинок ММД", г. Мелитополь. 2010 г. S. 52 (ukrainisch).

? Kolonie in Google My Maps. Von Andreas Tissen und Viktor Petkau.

Artikel История с интонацией. Амурская правда. 05.07.2011. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Artikel Штерн социалистического труда. Немецкие колхозы в Приамурье истребляли по ночам. Амурская правда. 04.06.2011. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Artikel Немцы в русских фуфайках. Амурская правда. 09.06.2011. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Artikel Урожай на костях. Амурская правда. 25.06.2011. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Artikel История с интонацией. Амурская правда. 05.07.2011. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Artikel Как целая деревня немцев сбежала от смерти за Амур. Амурская правда. 08.02.2015. Auf der Webseite "Амурская правда". (russisch) Hinweis von Elena Klassen.

Bericht von Barbara Kornelius Pauls aus dem Amurgebiet in der Zeitung „Mennonitische Rundschau“ vom 10. Juli 1929, S. 11-12. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 10. Juli 1929, S. 11-12. (gotisch) von Elena Klassen.

Bericht von G. G. Friesen aus dem Amurgebiet in der Zeitung „Mennonitische Rundschau“ vom 16. Januar 1929, S. 9. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 16. Januar 1929, S. 9. (gotisch) von Elena Klassen.

Bericht von Peter G. Schellenberg aus dem Amurgebiet in der Zeitung „Mennonitische Rundschau“ vom 20. Februar 1929, S. 5. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 20. Februar 1929, S. 5. (gotisch) von Elena Klassen.

Bericht von Barbara Korn. Pauls aus dem Amurgebiet in der Zeitung „Mennonitische Rundschau“ vom 25. März 1931, S. 7. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 25. März 1931, S. 7. (gotisch) von Elena Klassen.

Bericht von J. C. Dück aus dem Amurgebiet in der Zeitung „Zionsbote“ vom 31. Juli 1929, Seiten 10-11. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung „Zionsbote“ vom 31. Juli 1929, Seiten 10-11. (gotisch) von Elena Klassen.

Blumenort in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

Friedensfeld in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

Grünfeld in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

Kleefeld in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

Die Geschichte Isaaks. Isaak Boleac (1927-2007) aus Friedensfeld, Sagradovka und Schoensee, Amur. Englisch. Auf der Webseite von Irene Plett. 

Delegation Mennoniten in Amur Gebiet 1859 in "Муравьев-Амурский по его письмам, оффициальным документам, рассказам современников и печатным источникам. Барсуков Иван Николай Николаевич. Книга вторая. Москва. 1891." (altrussisch) von Viktor Petkau.

   
Zuletzt geändert am 12 Januar, 2021