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Nikolaifeld (Nikolaipol), Friesenow (Omsk) Kolonie

 

Friesenow (Omsk) Kolonie.

Ortsseiten, oder geplanter Aufbau von Karten und Ortsseiten auf dieser Webseite.

 

 

Ortsname: Nikolaifeld
Weitere Ortsnamen: Nikolaipol, Николайполь.

Ortsnummer: D0364
Kolonie (menn.): Friesenow
Mutterkolonie: gemischt
Admin. Zuordnung:
Oblastj Omsk/Rayon Gorkoje
Gründungsjahr: 1902/1908
Topografische Lage: [32 C2]; [85]; [143];
Landfläche:
Einwohnerzahl: 130 (1926)
Konfession: mennonitisch

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 135 Mennoniten, die in Nikolaifeld, Omsk geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 55 km im NNW von Poltawka. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet. Es gab eine 4-klassige Schule.

 

Das Dorf Nikolaifeld wurde im Jahre 1908 gegründet (womöglich auch noch etwas früher). Das ganze Land entlang der Eisenbahn gehörte damals den Kosaken und so gehörte auch das Land worauf Nikolaifeld gegründet wurde einem Offizier Namens „Nikolaj“. Noch bevor das Dorf gegründet wurde hieß das Land „Nikolaewskije Polja“ Im Jahre 1908 pachteten die Eheleute Jakob und Elisabeth Neufeld geh, Rempel Land bei diesem Offizier. Sie hatten zwei Kinder; Tochter Tinchen 4 Jahre alt und Söhnchen Jakob der nur etliche Monate alt war und bald darauf verstarb. Jakob Neufelds waren eine wohlhabende Familie, sie hatten eine große Wirtschaft und auch ein Haus. Die Wirtschaft blühte, aber nicht lange, nach drei Jahren verstarb Jakob Neufeld und wurde neben seiner Mutter und seinem Sohn begraben. Ein Jahr später heiratete die junge Witwe, die nun die eine Tochter noch hatte den reichen Gutsbesitzer von Nekljudowke den Witwer Franz Isaak, der aus der Ersten Ehe 6 Kinder mitbrachte. Nachher hatten sie noch gemeinsame Kinder. Elisabeth Neufeld verließ ihre Wirtschaft und zog zu ihrem Ehegatten. In das Haus zogen die Familien Isbrand Bergen und Abram Wiebe ein. Anfang der zwanziger Jahre, als das Gut ihnen enteignet wurde, kam die Familie Franz Isaak nach Nikolaifeld zurück und wirtschaftete weiter auf ihrem Land.

 

Im Frühjahr 1910 kam die Familie Johann imd Anna Käthler (geh. Wiebe) aus Rudnerweide an der Molotschna nach Nikolaifeld.

 

Kurz nach den ersten Einwohnern kam eine Witwe Maria Löwen mit ihren fünf Söhnen - Peter, Heinrich, Kornelius, Abram und Johann und Tochter Susanna - nach Nikolaifeld, Die Kinder heirateten später und blieben wohnhaft in Nikolaifeld. Weitere Familien die in Nikolaifeld wohnten waren: Dietrich Wiebe, der Junggeselle Leonard Adrian mit seinen zwei Neffen Peter der unverheiratet war und Nikolai, der eine Schmiede baute. Die Familie Isaak Harms war auch eine von den Ersten. Im Jahre 1916 kam die Kinderreiche Familie Peter Pätkau aus Tschukrawka nach Nikolaifeld und baute neben der Schule ein großes Haus mit Sommerküche und einen Brunnen im Stall. Im Jahre 1917 kam die Familie Peter Isaak nach Nikolaifeld. Er und auch sein Schwiegersohn Johann Bergen sind Lehrer in Nikolaifeld gewesen.


Quellen: [2 1964, S. 94); [26]; [14]; [186 S. 81 ]; [326 S. 66]

Buch: 1. Nikolaifeld. Geschichte und Erinnerungen. Nikolaifeld ... und es war die Heimat. 253 Seiten. 2. Buch "Gedenke des ganzen Weges ... . Johann Epp. Band 2. Die Geschichte der Familien Schellenberg, Pauls, Peters, Gooßen u. a. Lage. 1999."[360 S. 124

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2018. Beschreibung.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

32. Karte der deutschen Siedlungen in den Gebieten Omsk, Slawgorod (Kulunda-Steppe), Zelinograd (Akmolinsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

85. Karte “Mennonitische Siedlungen bei Omsk“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

143. Karte mennonitische Siedlungen in der Omsker Gegend, Sibirien (zwischen Petropawlowsk und Tatarskaja) in der ersten Hälfte des 20-sten Jahrhunderts.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P. with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004.

219. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 

220. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch)

326. Менонiтська архiтектура. Вiд минулого до прийдешнього. Фрiзен Рудi. Мелитополь. 2010. (ukrainisch)

   
   

 

Dorfplan von Nikolaifeld, Friesenow (Omsk) Kolonie 1918-20

Gezeichnet von Johann Epp.

 

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Dorfplan von Nikolaifeld, Friesenow (Omsk) Kolonie 1918-20. Gezeichnet von Johann Epp. Aus dem Buch "Gedenke des ganzen Weges ... . Johann Epp. Band 2. Die Geschichte der Familien Schellenberg, Pauls, Peters, Gooßen u. a. Lage. 1999." [360 S. 124]

 
 

 

Dorfplan von Nikolaifeld, Friesenow (Omsk) Kolonie 1929-30

Gezeichnet von Johann Epp.

 

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Dorfplan von Nikolaifeld, Friesenow (Omsk) Kolonie 1929-30. Gezeichnet von Johann Epp. Aus dem Buch "Gedenke des ganzen Weges ... . Johann Epp. Band 2. Die Geschichte der Familien Schellenberg, Pauls, Peters, Gooßen u. a. Lage. 1999."[360 S. 124]

 
 
 

 

Bilder und Fotos Nikolaifeld (Nikolaipol), Friesenow (Omsk) Kolonie.

Mennoniten aus Nicolaifeld, Omsk in den Passagierlisten des Flüchtlingstransports im Jahre 1930 nach Paraguay.

Nikolaifeld (Nikolaipol), Friesenow (Omsk) Kolonie in Google My Maps. Von Andreas Tissen und Viktor Petkau.

Nikolaifeld, Friesenow (Omsk) Kolonie im Buch: Friesen, Rudy P. and Edith Elisabeth Friesen. Building on the past: Mennonite architecture, landscape and settlements in Russia/Ukraine. Winnipeg: Raduga Publications, 2004. Updates. S. 81 (englisch) und dasselbe Buch: Фрiзен, Рудi. Менонiтська архiтектура. Вiд минулого до прийдешнього. ТОВ "Виробничий будинок ММД", г. Мелитополь. 2010 г. S. 66 (ukrainisch).

Nikolaipol, Sibirien, Russia. Russland; Koop, Abram. In der "Mennonitische Rundschau" vom 22 Dezember, 1909; S. 16:3.

Nicolaifeld in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

Nikolaifeld in der Liste der Mennoniten aus Russland, die nach Argentinien ausgewandert sind (nach Geburtsorte sortiert).

   
Zuletzt geändert am 11 Mai 2020