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Ak-Metschet, Ak-Metschet Kolonie

Von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte und Andreas Tissen (Email), alle seine Berichte.

 

Ortsseite Ak-Metschet Kolonie.

 

Ortsname: Ak-Metschet
Weitere Ortsnamen: Ak-Metschetj, Ak Metchet, Ak Medschedj, Ak-Mechet, Ak Metchet  (englisch), Ак-Мечеть, Меннонитов поселок.

Ortsnummer: D0228
Kolonie (menn.): Ak-Metschet
Mutterkolonie: Am Trakt
Admin. Zuordnung:
Usbekistan/Rayon bei Chiwa.  до 1917 – Хивинское ханство, в сов. период – Узбекская ССР, Хорезмская обл., Янги-Арыкский (Багатский)/Ханкинский р-н.
Gründungsjahr: 1884, 1935 verlassen
Topografische Lage: [31 D4]; [69]; [70];

Dorfplan: Ak Metchet.
Landfläche: 60 га.; jede Familie bekam 5 ha (39 Familien).
Einwohnerzahl: 140 (1899), 112 (1902), 155 (1906), 137 (1911), 143 (1913), 150 (1914), 152/200
(1926); 174/174 нем. (1926), 200 (1928), 280 (1929).

Konfession: mennonitisch

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 10 Mennoniten, die in Ak Metchet, Khiva, Turkestan geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Am 16 April 1884 gründeten hier 39 mennonitische Familien die Kolonie Ak-Metschet. Sie kamen alle aus der Siedlung Lausan, die nach 1,5 Jahren aufgeben musste. Laut Franz Bartsch (Unser Auszug nach Mittelasien) war Ak-Metschet 12 Werst (ca. 12 km) von der Stadt Chiwa entfernt. „… Man fand bei dieser Oase einen bewässerten Garten und etwas Ackerland, das einem Mitglied der Familie des Chan gehörte. Hier wurde zunächst wieder gebaut und zwar zusammenhängend im Viereck, Haus an Haus, einen freien Platz umschließend, in dessen Mitte die Schule, die zugleich Andachtsort und Lehrerwohnung war, errichtet wurde“ Unser Auszug nach Mittelasien, Franz Bartsch. Seite 183
Die Mennoniten in Ak-Metschet waren gute Handwerker, so dass sie vom Chan in Chiwa immer wieder Aufträge bekamen. Das war auch nötig, denn jede Familie hatte nur 5 ha zugeteilt bekommen. Das war für den Ackerbau zu wenig. Die Kolonie wurde vor allem durch die kunstvollen Erzeugnisse der Etiumacher bekannt.
Ak-Metschet war die Endstation der Reisegruppe um Klaas Epp. Die Familien kamen hauptsächlich aus der Kolonie „Am Trakt“. Hier bauten sie Unterkünfte für Gläubige aus aller Welt, die in der Trübsal hier Zuflucht suchen würden. Der Prediger Klaas Epp hatte mit seinen chiliastischen Ansichten für das Jahr 1889 die Wiederkunft Jesu Christi berechnet. Sie befanden sich jetzt also bereits in der Zeit der Trübsale, in der sie die „Flüchtlinge“ erwarteten. Später sagte er auch seine eigene Himmelfahrt voraus. Doch nichts von all dem traf ein. Deswegen wurden seine Anhänger immer weniger. Viele verließen Ak-Metschet. 1925 beschwerte sich eine Abordnung erfolgreich bei Kalinin gegen die Übergriffe der örtlichen Behörden. Am 25.04.1935 wurden die Einwohner des Ortes in den Süden von Tadschikistan, an der afghanischen Grenze, zwangsumgesiedelt. Hintergrund war die Weigerung der Dorfbevölkerung, im Ort einen Kolchos zu gründen. In Tadschikistan gründetet sie Neu Ak-Metschet. In der GRANDMA-Online (GM17-09 Sep 2017) stehen 20 Personen, die in „Ak Metchet, Khiva, Turkestan“ geboren sind.
Quellen: [1];  [2 1964, S. 15 f, S. 87]; [4]; [11]; [26]; [48 S. S. 153-158]; [96 S. 138-153]; [112]; [342 S. 184-196, 333, 374]; [343 S. 183-184, 198-214]; [548]; [550 S. 108]; [554 S. 46]

Buch: 1. Auf den Spuren der Ahnen. 1882-1992. Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien,  Robert Friesen. Minden, 2000., S. 136. 2. Mennoniten in Mittelasien. Sammelband. Herausgegeben von Robert Friesen. Samenkorn. Steinhagen, 2011. S. 184-196, 333, 374. 3. Unser Auszug nach Mittelasien. Bartsch, Franz. Halbstadt, 1907. Steinbach Manitoba, Echo Buch 5, 1948. S. 183-184, 198-214. 4. Die Deutschen in Turkestan bis 1917. Viktor Krieger. Die Rußlanddeutschen - Gestern und heute. Köln. 1992. S. 108. 5. Durchs weite Turkestan. Hermann Janzen. Brunnen Verlag, Giessen/Basel. 2014. S. 46. 6. Als ihre Zeit erfüllt war. 150 Jahre Bewahrung in Russland. Walter Quiring, Helen Bartel. Saskatoon, Saskatchewan. 1963. S. 153-158.

 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

3. „Stumpp-Erhebungen 1941-1942“  in „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1956-1964.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

31. Karte der deutschen Siedlungen bzw. Siedlungsgebiete im asiatischen der Sowjetunion: Nord- (sibirien) und Mitteasien. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

48. Als ihre Zeit erfüllt war. 150 Jahre Bewahrung in Russland. Walter Quiring, Helen Bartel. Saskatoon, Saskatchewan. 1963.

69. Karte “Weg nach Mitteasien 1880“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

70. Karte “Khiva Region“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

96. Auf den Spuren der Ahnen (1882-1992), Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien. Robert Friesen. Minden. 2000.

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2017. Beschreibung.

342. Mennoniten in Mittelasien. Sammelband. Herausgegeben von Robert Friesen. Samenkorn. Steinhagen, 2011.

343. Unser Auszug nach Mittelasien. Bartsch, Franz. Halbstadt, 1907. Steinbach Manitoba, Echo Buch 5, 1948.

548. Global Anabaptist Mennonite Encyclopedia Online (GAMEO). (englisch) Ak-Mechet (Uzbekistan).

549. Aus Preußen über Russland und Turkestan nach Amerika. Tagebücher von Elisabeth Schultz (geb. Unruh) 24. Sept. 1866- 1. Sept. 1943 und Johannes Jantzen 6. Okt. 1823 - 5. Mai 1903. Überarbeitet und herausgegeben von Robert Friesen. Lichtzeichen, Lage, 2015.

550. Die Deutschen in Turkestan bis 1917. Viktor Krieger. Die Rußlanddeutschen - Gestern und heute. Köln. 1992. S. 108

554. Durchs weite Turkestan. Hermann Janzen. Brunnen Verlag, Giessen/Basel. 2014. S. 46

   
 

Bilder und Fotos Ak-Metschet, Ak-Mechet Kolonie.

Album zu Ak-Metschet und Umgebung von Ratliff, Walter R. auf Flickr.

Dorfplan Ak Metchet von William Schroeder (nach Franz Pauls). Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

Der große Treck nach Mittelasien in Google My Maps. Von Andreas Tissen.

Карта Хивинского Ханства и низовьe Аму-Дарьи 1873. Turkestan mit Chiwa und Ak-Metschet, wo später die Mennoniten lebten. (russisch) von Viktor Petkau.

Lageplan der Wirtschaften in Ak-Metschet 1935. Zusammengestellt und aufgezeichnet von Franz Pauls. Im Buch: Auf den Spuren der Ahnen (1882-1992), Die Vorgeschichte und 110 Jahre der Deutschen im Talas-Tal in Mittelasien. Robert Friesen. Minden. 2000. S. 138.

Foto Emil von Riesen und Chan in Ak-Metchet, Chiva, Turkestan, 1913. Von Elena Klassen.

Ak-Metschet in "Список населенных пунктов Узбекской ССР 1928 года. Часть 1. Округ Хорезм. г. Самарканд. Издание ЦСУ УзССР. 1929 г." und 2 Karten. (russisch) von Viktor Petkau.

Film "Through the Desert Goes Our Journey" (2008) von Ratliff, Walter R. (57 Min.) bei Amazon. Mennoniten in Zentralasien. Emmy Award Gewinner 2010. Ausschnit auf Youtube (3:31 Min.) aus dem Film. (englisch)

Die Gemeinde Christi. Jubiläumsgedicht zum 50-jährigen bestehen von Ak-Metschet (1934), von Gustav Töws (Jun.). Zugeschickt von Andreas Tissen.

Reisebericht des Predigers C. F. Kliewer, Russ. Polen (später als Lehrer in Ak – Metschet), in der „Friedensstimme“ Nr. 41, vom 11. Oktober 1908, S. 4-5. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Reisebericht des Predigers C. F. Kliewer, Russ. Polen (später als Lehrer in Ak – Metschet), in der „Friedensstimme“ Nr. 42, vom 18. Oktober 1908, S. 2-3. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Bericht von C. F. Kliewer, über seine Ankunft in Ak-metschet, Chiwa, Asien aus der „Friedensstimme“ Nr. 51 vom 21. Dezember 1908, S. 4. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von E. Riesen aus Ak-Metschet in der "Mennonitische Rundschau" vom 8. April 1903. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von E. v. Riesen aus Ak-Metschet in der "Mennonitische Rundschau" vom 9. Mai 1906. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von Heinrich Nachtigal aus Ak-Metschetj, Asien in der "Mennonitische Rundschau" vom 11. März 1908. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 11. März 1908, Seite 12. (gotisch) von Elena Klassen.

Brief von Emil Riesen aus Ak-Metschet in der „Friedensstimme“, Nr. 12 vom 22 März 1908. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von E. Riesen aus Ak-Metschet in der „Friedensstimme“, Nr. 36, 9 Mai 1912. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Brief von E. v. Riesen aus Ak-Metschetj, Asien aus dem „Gemeindeblatt“ in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 17 vom 23. April 1890. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" Nr. 17 vom 23. April 1890, Seiten 1-3. (gotisch) von Elena Klassen.

Brief von E. v. Riesen aus Ak-Metschetj, Chiva in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 44 vom 30. Oktober 1901. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" Nr. 44 vom 30. Oktober 1901, Seite 1. (gotisch) von Elena Klassen.

Briefauszug von Gerhard Löpp aus Chiva in "Unser Blatt" Nr. 4 vom Januar 1927. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Bericht "Die Mennoniten in Chiva (Mittel-Asien) und ihre Umgebung" von G. A. Peters in der "Mennonitische Rundschau" 1925 in 10 Teilen. Abgeschrieben von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 4. März 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 11. März 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 18. März 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 25. März 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 1. April 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 8. April 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 15. April 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 22. April 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 29. April 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 6. Mai 1925, Seite 13. (gotisch) von Elena Klassen.

Last Oasis: The Mennonite Refuge in Khiva. Walter Ratliff. Spring. 2008, vol. 63 no. 1. (englisch)

 
Zuletzt geändert am 21 Januar 2018