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Bilder und Fotos Tschongraw, Krim Kolonie

 

Ortsseite Tschongraw, Krim Kolonie.

Bilder und Fotos Krim Kolonie.

 

 

Das unerreichbare Ziel ist alle Bilder und Fotos zu diesem Ort erfassen (oder Hinweise in welcher Quelle es welche gibt) und die da abgebildete Personen eindeutig identifizieren (z. B durch Grandmanummer, Geburts- und Sterbedaten usw.). (32 Fotos)

 

   
P64557. Vertreter der Russland-Mennoniten: Peter Fr. Fröse, Benjamin H. Unruh und C. F. Klassen.

Peter Franz Froese (31.01.1892 - 23.09.1957) (#1026001) geb. in Memrik. Er besuchte die Dorfschule, bevor er in die Ohrloff Zentralschule ging. Nach seinem Abschluss begann er ein Ingenieurstudium an der Universität St. Petersburg, aber sein Studium wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1914 wurde er zum Sanitätsdienst eingezogen, wo er Bibelstunden für die Arbeiter durchführte. 1917 zog Peter nach Moskau. Dort gründeten sie eine mennonitische Vereinigung namens Mennobschestvo. Nach der Teilnahme am Allgemeinen Mennonitischen Kongress 1917 trat er dem United Council of Religious Brotherhoods and Groups bei, der bei den Prozessen gegen junge Männer half, die den Militärdienst abgelehnt hatten. Als 1921 das Allrussische Hilfskomitee organisiert wurde, wurde Peter als Mitglied des Komitees gewählt und diente ihm, bis die Tscheka die Organisation auflöste, die meisten Mitglieder verhaftete und ins Gefängnis brachte. Als die Hungersnot nach Russland kam, engagierte er sich für die Einwanderung von Mennoniten nach Nordamerika und half ihnen, Reisegenehmigungen für Russland und die Ukraine zu erhalten. Peter war Mitglied des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Vereins (AMLV), für den er später zum Vorsitzenden gewählt wurde. Am 15. Oktober 1929 wurde Froese verhaftet und ins Gefängnis Lubjanka gebracht. Er eine 10-jährige Haftstrafe, die später verlängert wurde. Am 15. Oktober 1940 wurde Peter aus dem Gefängnis entlassen. Er zog nach Jegorowik. Als die deutsche Armee im Oktober 1941 das Gebiet eroberte, wurde Peter nach Deutschland geschickt und ließ sich in Fellbach bei Stuttgart nieder.

Benjamin H. Unruh (4.09.1881 - 12.05.1959) (#133597) geb. in Philippstal, Krim. Er besuchte die Orloffer Zentralschule in der Molotschna. Er erwarb das Lehrerexamen an der russischen Mittelschule in Simferopol und 1899 das russische Staatsexamen in Charkow. Von 1900 bis 1907 besuchte er zwei Hochschulen in Basel, Schweiz, studierte an der Universität und in den frühen Jahren besuchte er parallel dazu ein Predigerseminar. Nach Russland zurückgekehrt, unterrichtete er an der Halbstadt Kommerzschule die Fächer Deutsch und Religion. In dieser Zeit schrieb er eine Bibelkunde für die mennonitischen Schulen in Russland. Aufgrund der sich verschlechternden Bedingungen in Russland durch den atheistischen Kommunismus, wurde Unruh 1920 von den Russlandmennoniten als Mitglied einer Studienkommission ausgewählt, die nach Möglichkeiten einer Auswanderung in andere Länder suchten. Seine Aufgabe führte ihn nach Nordamerika und Westeuropa, wo er sich 1920 dann in Deutschland in Karlsruhe niederließ. 1937 bekam er von der Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde in Theologie. Lange Jahre war er Lektor für russische Sprache und Literatur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Von Beginn seiner Zeit in Deutschland an half er als Kommissar des Canadian Mennonite Board of Colonization und später für das Mennonitische Zentralkomitee Mennoniten aus Russland bei der Auswanderung nach Kanada und Paraguay. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich unermüdlich für die vielen russlanddeutschen Flüchtlinge ein. Er war Mitglied in zahlreichen Organisationen, die die Rechte der Russlanddeutschen vertraten, darunter auch „Brüder in Not“ und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, wo er als Gründungsmitglied in den Beirat gewählt wurde.

Cornelius F. Klassen (3.08.1894 - 8.05.1954) (#414023) geb. in Dolinsk, Neu Samara. Er besuchte die Dorfschule in Donskoi, Neu-Samara, wo seine Familie ab 1900 lebte. Von 1907 bis 1910 besuchte C. F. Klassen die mennonitische Zentralschule in Karassan auf der Krim. Im Sommer 1911 ließ er sich in der Mennoniten-Brüdergemeinde in Lugowsk taufen. 1912 nahm er eine Stellung im Büro der Otto Deutz Co. in Moskau an. 1913–1914 studierte Klassen in Sankt Petersburg und arbeitete dann ein Jahr lang als Privatlehrer. Statt wie er es wünschte Medizin zu studieren, wurde er 1915 in den Forsteidienst einberufen, wo er bis 1917 seinen Dienst verrichtete. Er war aktives Mitglied der Mennoniten-Brüdergemeinde in Kanada ab 1928, war eine führende Persönlichkeit der mennonitischen Hungerhilfe und der mennonitischen Auswanderung und Kolonisierung in Russland, Kanada und Europa. 1945–1954 war er der Direktor der Abteilung für Flüchtlinge und Ansiedler in dem Mennoniten Central Komitee (MCC) in Europa für die Flüchtlinge aus Russland und Danzig. [14]; [Wikipedia]; [35]; [50 S. 410, 415]

   

P64562. Vorne links Prediger Abram Heinrich Unruh (5.04.1878 - 15.01.1961) (#213418) geb. in Temir Bulat, Krim. Abram und Katharina zogen 1903 nach Barwenkowo, wo er als Lehrer tätig war. 1924 schafte die Familie nach Kanada auszuwandern, wo Abram eine Bibelschule gründete. 1945 Umzug nach Winnipeg, MB.

Hinten links seine Frau Katharina Franz Toews (1876-1963) (#213419) geb. in Klippenfeld, Molotschna. Familie lebte 1903, 1910, 1917 in Barvenkovo, Kharkov; 1920 in Karassan, Krim; in Tschongraw, Krim. Heirat 1900 in Menlertschik, Krim.

Vorne rechts Gerhard Peter Fröse (26.07.1867 - 29.06.1955) (#110620). Mit 26 Jahren zog er von Andreasfeld nach Barmenkowo und gründete mit Brüder Peter und A. Lepp eine Dampfmühle. Nach 10 Jahren konnten sie eine noch viel größere Dampfmühle bauen. Da sich hier sehr viele Mennonitische Familien niederließen, wurde ein großes Versammlungshaus gebaut. In dieser Zeit zog Lehrer und Prediger Abram Unruh dazu und wurde Lehrer in der Schule. Bruder Gerhard Fröse war lange Zeit Kassierer der M.B. Konferenz für russische und bulgarische Mission. 1909 wurden Gerhard Fröse und Abram Unruh verhaftet, kamen aber nach 20 Tagen frei. Nach vielen Schikanen, konnte Gerhard Fröse 1929 nach Kanada flüchten.

Hinten rechts seine Frau Annna Johann (geb. Penner) (1870-1958) (#110628) geb. in Adelsheim, Yazykovo. Familie lebte 1892-93 in Andreasfeld, Ekaterinoslav; 1895-1913 in Barvenkovo; 1921 in Tchongrav, Krim. [14]; [35]; [50 S. 357]

   
Foto 105. Bibelschule in Tschongraw, Krim; einer der Lehrer Karl Friedrichsen. [83]
   
P8515. Bibelschule in Tschongraw, Krim 1924. Vorne, zweite Reihe, von links: 1. Prediger Gerhard Isaak. 2. Gerhard Peter Fröse (1867-1955) (#110620). Prediger der Brüdergemeinde in Barvenkovo. Mühlbesitzer (mit 2 anderen Teilnehmern) in Barvenkovo. Wurde 1909 wegen Missionsarbeit unter Russen, zusammen mit Unruh
Abram, verhaftet. 3. Gerhard J. Reimer. 4. Prediger Johann G. Wiens. 5. Prediger Abram H. Unruh, Lehrer und Prediger der Brüdergemeinde in Barvenkovo. Seine Frau war eine Katharina. Wurde 1909 wegen Missionsarbeit unter Russen, zusammen mit Froese Gerhard verhaftet. 6. Peter G. Warkentin. Konnte Prediger in Fuerstenland sein. [14]; [48 S. 109]
   
Foto 31. Tschongrawer Bibelschule: Lehrer und Schüler und Schulkomitee mit ihren Frauen. Das Bild wurde am 5. Dezember 1924 aufgenommen, am Tage vor der Abreise von Lehrer Abram Unruh nach Kanada. Von links nach rechts, erste Reihe: Heinrich Driediger, Mariechen Froese, Nickolai Siemens, Jakob Funk, Gertrude Hildebrandt,
Anna Thiessen. Zweite Reihe von unten: Gerhard Isaak, Gerhard Froese, Gerhard Reimer, Johann Wiens, Abram Unruh, Peter Warkentin, Johann Wiens. Dritte Reihe: Susanna Isaak, Frau Abr. Peters, Fr. Johann Sperling, Frau Margarete Reimer, Frau Wiens, Frau Katharina Unruh, Helene Harder, die nächsten zwei nicht leserlich. Vierte Reihe, oben: Abr. Peters, Agnes Schellenberg, Johann Schellenberg, Johann Sperling, Corn. Voth, Heinrich Voth, Anna Reimer, Abraham Goerzen, Agathe Unger, Peter Loewen. Am 10 März, 1924 wurde die Bibelschule von der Regierung geschlossen. Eingesandt von Maria Froese, Winnipeg. [54 S. 107]
   
Foto 39. Dr. Abraham H. Unruh (1878-) geb. in Timir-Bulat. Bruder von oben. Mit 17 Jahren
Lehrer im Dorfe Menlertschik, wo er acht Jahre tätig war. 2 Jahre leitender Lehrer der Zentralschule in Karaßan. 1920-24 in der Bibelschule in Tschongraw. 1925 Canada. [54 S. 157]
   
Foto 64. Familienbild, 1926 in Tschongraw. Die Eltern, Johann Wiens; hinten Abram Ens mit seiner Braut Agathe Schellenberg. Er war von meinen Eltern angenommen, als er 15 Jahre alt war. Suse Kröker, auch mit 13 Jahren angenommen, links meine Schwester Liese, in der Mitte mein adoptierter Bruder Heinrich. Ihn übernahmen die Eltern von Kornelius Wilms, als er 8 Monate alt war. Eingesandt: Hans Wiens. [54 S. 261]
   
Foto 72. Jakob Nikolai Wiens (1897-1920) (#478907), Kiptschak, wurde mit 23 Jahren erschossen, hatte die Tchongrawer Bibelschule besucht. [54 S. 270]; [14]
   
Foto 79. Schülerinnen eines Nähkursus in Tschongraw, mit ihrer Lehrerin M. Tjart (links vorne). [54 S. 280]
   
Foto 83. Dieses Bild ist an der väterlichen Scheune in Tschongraw. Stehend von rechts nach links: Mein Bruder Gerhard Hübert, Cousin Hans (Gerhard) Wiens, Bruder Peter Hübert, Cousin Hans Wiens (Missionars Sohn), Bruder Nikolai, auf Stühlen sitzend von rechts Cousin Heinrich Janzen, Cousin Peter Rogalsky und ganz vorne mein Bruder Heinrich Hübert. Eingesandt: Katharina Warkentin, geb. Hübert. [54 S. 281]
   
Foto 84. Tschongraw, 1926. Meine Eltern, Jakob und Katharina Wiens, sitzend, vorne stehen, meine Schwester Lena und Bruder Abram. Hinten: Greta Fast. Liese und Abram Dueck, meine Frau Agatha und ich, Jakob Wiens, und Bruder Peter. Eingesandt: Jakob Wiens, Waterloo. [54 S. 282]
   
Foto 86. Meine Großeltern Gerhard und Maria Wiens, Tschongraw, 1901. Eingesandt: Jakob Wiens, Waterloo. [54 S. 283]
   
Foto 87. Prediger Johann Wiens, Tschongraw, mit Frau Maria, geb. Isaak, und Kindern Hans und Maria. 1926. Eingesandt: Hans Wiens, Vancouver. [54 S. 284]
   
Foto 89. Tschongraw Chor, Dirigente Jakob Janzen und Gerhard Hildebrandt. Jakob Martin Janzen, (1888-1942) (#466635) war der Ehemann und Vater vom Foto 88. [54 S. 324]; [17]
   
P9069. Anna Janzen (geb. Froese) (1893-1953) (#466634) geb. in Andreasfeld, Ekaterinoslav mit ihren Töchtern Anni (1925-2014) (#466640) (Frau Daniel Koop) und Margarete (1930-1995) (#466644) (Frau Bruno Kliewer). Die Familie lebte 1925-30 in Tchongrav, Krim. [17]
   
P9074. Chor in Tschongraw, Krim. Dirigente Jacob Martin Janzen und Gerhard Hildebrandt. Jacob Martin Janzen (1888-1942) (#466635) geb. in Ebenthal, Memrik, lebte 1925-30 in Tschongraw, Krim. [17]
   

Links: Prediger Unruh Abram H. mit Frau Katharina. Seit ca 1899 Prediger der Brüdergemeinde in Barvenkovo. Lehrer. Rechts: Froese Gerhard Peter (1867-1955) (#110620) mit Frau Anna Penner (1870-1958) geb. in Adelsheim, Yazykovo. Prediger der Brüdergemeinde in Barvenkovo. Mühlbesitzer (mit Brüder Peter und A. Lepp) in Barvenkovo. Wurde 1909 wegen Missionsarbeit unter Russen, zusammen mit Unruh

Abram, verhaftet. Gerhard Froese lebte 1892-93 in Andreasfeld, Ekaterinoslav; 1895-1913 in Barvenkovo; 1921 in Tchongrav, Krim. [14]
   
P8524. Schule in Tschongraw, Krim. [48 S. 108]
   
Foto 28. Tschongraw, Krim. Die Bibelschule, Kirche, Schule, 1920. [54 S. 105] [54 S. 324 ]
   
Foto 29. Tschongraw Chor. Eingesandt Johann Janzen. [54 S. 105]
   
Foto 13. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Ein ehemaliges mennonitisches Gut, wo heute die Kolchosverwaltung drin ist. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 14. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Heute "Dom Kultury", man sagt - früher war hier die Kirche. Die Hofseite. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 15. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Heute Bibliothek. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 16. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Es sieht nach einem Getreidespeicher aus. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 17. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Ein Teil eines mennonitisches (deutsches) Gebäudes. Nach dem Krieg war hier der Klub. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 18. "Tschongraw" - Kolodesnoje.Heute eine Kolchosverwaltung, früher ein mennonitisches Gut: Das Wohnhaus (links) und Pferdeställe (rechts). Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 19. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Heute "Dom Kultury", man sagt früher war hier die Kirche. Die Straßenseite. Foto: Juli 2002
   
Foto 20. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Ein mennonitisches Gebäude. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 21. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Frau Maja Worobjowa, Uliza Lenina 19 97061 Kolodesnoje, R-n Krasnogwardeiskij, Krim. Sie wohnte auch in einem ehemaligen mennonitischen Gebäude. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 22. "Tschongraw" - die Einfahrt ins Dorf. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 23. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Hier war mal ein großer mennonitischer Brunnen. Das Wasser wurde mit den Pferden gezogen. Heute wird das Wasser mit der Pumpe gepumpt. Foto: Juli 2002. [1]
   
Foto 24. "Tschongraw" - Kolodesnoje. Ein alter mennonitischer Keller, wahrscheinlich stand hier mal ein Haus. Foto: Juli 2002. [1]
   
   
Quellen:
1. Fotos von Anatolij Prosorow-Reger mit Informationen von Adina Reger.
 

14. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2018. Beschreibung.

17. Fotos und Information von Willi Janzen (Email), alle seine Berichte.

35. Berichte, Dokumente und Fotos von Willi Frese, alle seine Berichte.

48. Als ihre Zeit erfüllt war. 150 Jahre Bewahrung in Russland. Walter Quiring, Helen Bartel. Saskatoon, Saskatchewan. 1963.

50. Mennonitische Märtyrer der Jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Band 2. Der grosse Leidensweg. Gesammelt und bearbeitet von Aron A. Toews. North Clearbrook. 1954.

54. Die Krim war unsere Heimat. Durksen Martin. Winnipeg, Manitoba, Selbstverlag, 1977.

83. Fotos und Informationen von Maria Martens.

   
Zuletzt geändert am 20 Juli, 2019