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Brief von Jakob Janzen aus Asien in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 17 vom 25. April 1883

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" Nr. 17 vom 25. April 1883, Seite 1. (gotisch) von Elena Klassen.

 

Asien.
Br. Jakob Janzen berichtet unterm 10. Febr., daß die in Händen befindlichen 1195 Rbl. S. aus Amerika ihren Zweck in schöner Weise erfüllten. Die Noth habe wohl schon bei Manchem an die Thür geklopft, aber so ganz heimisch im Hause habe sie sich noch nicht machen dürfen. Der l. (liebe – E.K.) Bruder drückt dann noch wiederholt gegen alle l. (lieben – E.K.) Geber den wärmsten dank aus. Weiter heißt es: „Der Winter ist, obzwar seit dem 15. Dezember recht viel Schnee liegt, sehr erträglich gewesen, nur dann und wann bis

20 G. R. Frost, Schneestürme keine, dafür aber oft sehr angenehme Tage mit Sonnenschein. Brennmaterial knapp, doch für Geld billig zu haben. Das Futter ist bewunderungswürdig nahrhaft; viele Brüder, die befürchten, der Futtervorath möchte um Weinachten verzehrt sein, haben heute noch ihr Vieh zu sättigen. Der Gesundheitszustand ist leider durch die Pocken (Blattern) gestört worden und bis jetzt sind zwei Kinder unter drei Jahren denselben erlegen, nämlich Aron, Sohn der Geschwister Kornelius Wallen, fr. Friedensruh, und Anna, Tochter der Geschwister Joh. Wedels, fr. Waldheim. Am 20. d.Mts. hielten wir Lehrerwahl und sind zu Lehrern gewählt: Peter Wiebe, jun., fr. Wernersdorf, und Franz Abrahams, Wolga. Am Sonntag darauf, als wir das heilige Abendmahl feierten, haben sie beide ihre Antrittsreden gehalten. Möge der Herr sie zu würdigen Werkzeugen ausrüsten.“
   
Zuletzt geändert am 11 Dezember, 2016