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Brief von Jakob Janzen aus Aulieata, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" Nr. 6 vom 7. Februar 1883, Personalnachrichten und eingegangene Gaben für die Gemeinde in Central-Asien vom 15. Dezember 1882 und 10. Januar 1883

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" Nr. 6 vom 7. Februar 1883, Seite 1. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 15. Dezember 1882, Seite 3. (gotisch) von Elena Klassen.

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 10. Januar 1883, Seite 3. (gotisch) von Elena Klassen.

 

Centralasien. Aulieata, 24 November 1882.
An die werthe Redaktion und die theuren Leser der „Rundschau.“ Gottes reichen Segen zuvor! Habe heute die von Wehmuthsgefühl untermischte Freude gehabt, die erste Sendung Eurer Liebesgaben bestehend in einhundertundneunzig Rbl.S. zu erhalten. Wehmuthsgefühl? – Ach, in dem Stande zu sein, nehmen zu müssen, - Geben muß doch seliger sein. Im Namen unserer theuren Gemeinde sage ich: Gott unser Helfer vergelte Euch Eure Liebe schon hier in dieser Zeit, mehr aber in der Auferstehung der Gerechten.
Diese Zeilen schreibe ich in stiller Mitternacht in enger Nachtherberge in unserer Kreisstadt Aulieata, umgeben von einigen Brüdern, die sich bereits zur Ruhe begeben. Unsere Aussichten lassen nur nach dem Glauben eine Durchsicht, den der Erzvater Abraham hatte, von dem es heißt: „Er hoffte, wo nichts zu hoffen war.“ Wir waren eben mit einem unserer Jünglinge (Tobias Daridow Schmidt, fr. Waldheim), in Taschkent zur Besichtigung, indem ihn in der alten Heimath das Loos zum Dienen getroffen. Die Aerzte haben ihn wegen Brustschwäche auf ein Jahr zurückgestellt, und so hilft uns Gott der Herr eben demnach, wie Er uns bitten lehrt: „Unser täglich Brot gib uns heute.“ Bis dahin hattenAlle, die zum Loose kamen (wohl ihrer fünf) entweder Familienrecht oder sie trafen eine zu hohe Nummer, daß also noch Niemand eingezogen wurde.
Was in No. 19 der “Rundschau” gesagt ist, daß wir nach Ablauf der 15 Freijahre zum vollen Soldatendienst verpflichtet wären, davon ist nichts bekannt. Das muß sich auf eine Depesche beziehen, welche z.Z. die Brüder erhielten, die nach Buchara wollten. Darin war ihnen, falls sie nach Rußland kämen, der volle Soldatendienst angedroht.*) Nun laßt mich abbrechen.
Euer in Jesu verbundener
Jakob Janzen.

*) Die betreffende Nachricht hatten wir dem „Wächter“ entnommen, und uns jeglicher Bemerkung dazu enthalten.
Edr.

Personalnachrichten –

Abraham Hiebert, Montain Lake, Cottonwood Co., Minn., schreibt: “Den lieben Freunden Peter Wiensen in Central Asien, und allen Lieben in dem Herrn Jesu, die sich meiner aus der alten Heimath noch erinnern, eine herzl. Gruß! Es freut mich, in der „Rundschau“ etwas von Euch lesen zu können. Euern Schmerz und Leid fühle ich mit, und Euer Trost und Muth und zuversichtliche Glaubensfreudigkeit veranlassen auch mich, die gütige Vaterhuld Gottes  zu preisen und mich mit Euch zu freuen. Wir Geschwister Hieberts wohnen alle in Mountain Lake, Minn., außer Schwester Elisabeth und Br. Peter, die noch in Rßl. sind. Bei Sparsamkeit und Gottes Segen haben wir reichlich unser täglich Brot. Danken wir Gott und eilen wir der Zukunft des Herrn entgegen.
Euer Bruder A.H.”

 

„Mennonitische Rundschau“ vom 15.12.1882

Für die mennonitische Gemeinde unter Aeltester Jakob Janzen in Centarl-Asien sind uns folgende Gaben zugegangen:

Durch C.P.W. von seinen Glaubensgenossen in Marion C., Kansas, 52 Doll.
Durch Aelt. A. Sch., Kansas, von den Gemeindegliedern in seiner Umgebung 75 Doll. (wovon 15 Doll. für Wwe. D.Wiens und 10 Doll. für S.Görz, Asien, besonders bestimmt sind.)
Durch P.R. Hampton, Nebr., von der M.Brüdergem. 43 Doll.
Total 170 Doll.

„Mennonitische Rundschau“ vom 10 Januar 1883

Für die mennonitische Gemeinde unter Aeltester Jakob Janzen in Centarl-Asien sind uns folgende Gaben zugegangen:

Durch Aeltest. Isaak Peters von seiner Gemeinde 45 Doll. 80 Cents.

   
Zuletzt geändert am 1 Dezember, 2016