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Bericht über Aulieata in der „Mennonitische Rundschau“ aus „Chr. Brüder Bote“, Nr. 48, vom 26. November 1890

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" Nr. 48, vom 26. November 1890, Seite 1. (gotisch) von Elena Klassen.

 

Asien

Laut brieflichen Nachrichten geht es den von Rußland nach dem Innern Asiens ausgewanderten Mennoniten, dem Aeußern nach, wenn auch nicht glänzend, doch aber ziemlich gut. Wie bekannt, hat sich ein Theil derselben in Russisch Asien bei dem Städtchen Aulieata angebaut, und scheint sich diese Colonie zu halten und sich sogar durch Zuzug aus den älteren mennonitischen in Rußland zu heben. Durch bereits fertige und noch zum Theil zu erbauende Eisenbahnen wurden diese Gegenden dem Weltverkehr näher gebracht und bekommen die erzeugten Producte mehr Werth. Es ist somit zu hoffen, daß diese Colonie einer mehr gesicherten Zukunft entgegengeht. Der andere Theil, der sich im Chanat Chiwa angebaut hat, ist im Ganzen weniger günstig gestellt, indem dort nicht wie bei den Ersteren Landwirthschaft getrieben wird, sondern mehr die verschiedenen Handwerke als Erwerbsmittel dienen. In Bezug auf ihre Glaubenshoffnungen legen die Letzteren aber eine große Fertigkeit an den Tag. Sie glauben bestimmt, daß die Zukunft des Herrn nahe ist. Nachdem das für die Zukunft des Herrn bezeichnete Jaht 1889 verstrichen ist, glaubt man, daß das Jaht 1891 in dieser Hinsicht maßgebend sein wird. Unter solchen Verhältnissen halten sie an dieser Hoffnung fest und legen damit wohl ein Zeugniß ab von ernster Glaubenstreue und Hintansetzung (? – E.K.) alles dessen, was dieses Leben an Bequemlichkeit und Wohlgenuß bietet.

(„Chr. Brüder Bote“)
   
Zuletzt geändert am 27 Januar, 2017