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Bericht aus Aulieata in der „Friedensstimme“, Nr. 10, 2 Februar 1913

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

Ein Bekenntnis des verstorbenen Claas Epp
in Chiwa wurde uns vor einigen Wochen durch Herrn Emil Riesen in Chiwa zugesandt. Damals lebte Epp noch. Der Einsender bemerkt in dem Begleitschreiben: „Es ist nicht das Bekenntnis der Gemeinde in Ak-Metschet, - das würde nur einige seine wenigen Getreuen ihm nacherzählen können – es ist Epps allereigenstens Nachwerk“. Das „Bekenntnis“ stammt aus dem Jahre 1899. Es beginnt: „Im Namen  des heiligen Geistens, des Vaters, des Sohnes, Sohnes und heiligen Geistes,“ und ist unterschrieben: „Der Elia des ewigen Bundes Claas Epp.“
Für einen und den andern, der sich besonders für die Auswanderungsbewegung nach Mittelaisen interessiert hat, dürfte der Inhalt des „Bekenntnisses“ nicht uninteressant sein, aber für unsern großen Lesekreis hat er nach unserm Erachten wenig Wert. Es ist wenig Sinn drinn und es scheint dem Gehirn eines an regiliösem Größenwahn leidenden, vielleicht dazu noch altersschwachen Wanne entsprungen zu sein. Dieser hat jetzt seine Rolle ausgespielt. Mehr Interesse würde es haben, wenn jemand kurz un objektiv die Entwicklung seiner Gemeinde in den letzten 10-15 Jahren mitteilte. Übrigens gibt uns über seine Person und die Geschichte der Ansiedlungbei Chiwa das Buch von Fr.Bartsch: „Unsere Auswanderung nach Mittelasien“ fast bis in die neueste Zeit genügende Auskunft. Preis 60 Kop.

Aulieata, Syrdarja Gebiet, 13 Januar 1913.

Einer Depeschennachricht zufolge ist Claas Epp *1) (Ak-Metschet, Chanstwo Chiwa) am 6 Januar den Weg alles Fleisches gegangen. Er nannte sich ja schon einige Zeit den zweiten Sohn Gottes – und jetzt diese Ende. Er hat seine Rollehier auf Erden ausgespielt. Wie sein Ende gewesen, wird höchstwahrscheinlich von Ak-Metschetaus berichtet werden. Am 1 Jan. starb seine Frau.
Am 27 Dez. v.J. starn die Gattin des Corn. Gooßen, früher Lindenau, Süd-Russland und wurde den 30.Dez. beerdigt. Sie lag nur 8 Tage krank darnieder, entsclief aber in gewisser Hoffnung und getrostem Glauben an ihrem Erlöser. Ihre Kinder waren alle am Sarge, außer Corn. Gooßen *2), der älteste Sohn, der weilt in Corn.Oklahoma, N.-Amerika.

*1) Es handelt sich um Claas Epp, der auf dem Foto S. 64 abgebildet ist. (s. das Buch von R. Friesen „Auf den Spuren der Ahnen“ – E.K.)

*2) ohne Gewähr – wahrscheinlich handelt sich im die Fam. Corn. Gossen, der auf dem Foto S. 195 abgebildet ist (s. das Buch von R. Friesen „Auf den Spuren der Ahnen“ – E.K.)
   
Zuletzt geändert am 25 Juni, 2016