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Die Gabenquittungen und ein Bericht von Abram Harder aus dem Waisenhaus in Großweide, in der „Friedensstimme“ Nr. 43 vom 21. Dezember 1919, S. 4.

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

 

Gabenquittungen.
Für das Waisenhaus in Großweide:
Durch „Raduga“ erhalten: Im August Monat, von Lehrer Abr. Isaak - Münsterhof aus seiner Schule 20 Rbl. Im September: Von K. Unger - New Jork 200 Rbl, Kronstaler Schule 100 Rbl. 50 K. Ungenannt 500 Rbl., von K. 2000 Rbl. Im Oktober: Ungenannt 50 Rbl., Herrn Rahn – Spat 20 Rbl. Im November: von K. Wiens – Muntau 250 Rbl., F.F. Rempel – Muntau 250 Rbl., Halbstädter Kircheng. Durch P.Unruh 1000 Rbl., Ungenannt 150 Rbl., Ungenannt 50 Rbl., Ungenannt 500 Rbl. In den oben genanten Monaten noch Spenden erhalten, welche bis jetzt nicht quittiert worden sind: von den Gußarower Sonntagsschüler 1000 Rbl., von Aelt. Nikkel – Großweide durch F.Friesen – Ohrloff 220 Rbl. und von der Ohrloffer Gemeinde 300 Rbl., durch H.Harder – Steinbach von der Lichtfelder Gemeinde 1500 Rbl., durch Pet. Friesen – Wiesenfeld von der Sonntagsschule und Jugenverein 800 Rbl., durch Jak. Dück – Steinbach von dem Petershagener Erntedankfeste 2202 Rbl., durch Lehrer Esau von Ungenannt – Münsterberg 100 Rbl.
Allen Gebern rufe ich ein „Vergelts Gott“ zu. Wenn die jetzige Zeit auch eine teure Zeit zu nennen ist, hat Gott der Herr Sein Wort nach Psalm 37, 19: „Sie werden nicht zu schanden in der bösen Zeit, und in der Teurung werden sie genug haben“, an unserer Anstalt doch wahr gemacht. Mancher Anstaltsfreund ist in dieser Zeit durch den Tod weggerafft worden, doch unser Vater im Himmel wußte immer wieder Freunde unserer Anstalt zu erwecken, so daß wir uns oft sagen müssen: Wie ist der Herr doch so treu, in mancher Hinsicht ist es unter den gegenwärtigen Verhältnissen viel schwerer als früher. Aber wir wissen laut Gottes Wort, daß wir uns auch in böser Zeit zu schicken haben. Wie schön war es früher, aks wir den Ofen in Eben – Ezer mit Kohlen heizen konnten, wogegen wir uns jetzt mit Mist behelfen müssen, ja zum Heizen dieses Ofens können wir das allergeringste „Mistgruß“ verwenden, welches der Bauer gewöhnlich aufs Feld fährt.
Auch unserer zweiten russischen Abteilung in Halbstadt, wo unsere Kinder A.Harder  arbeiten, hat der liebe Herr bis jetzt wunderbar geholfen. Wir freuen uns, daß es möglich gewesen ist, in der gegenwärtigen Zeit, wo unsere Mennoniten das Allerschwerste von unserem Landesvolk erfahren haben, eine solche Liebesstiftung zu gründen. Gott möge geben, daß dieser Zweig in Seiner Arbeit zu Seiner Verherrlichung aufblühen möchte.
Möchte noch allen Anstaltsfreunden hiermit zu wissen tun, daß die zweite Abteilung unseres Waisenhauses in Halbstadt ein selbstständiger Zweig ist und daß die Versorgung und Kasse der Anstalten geteilt und nicht zusammen gehalten werden. So bitten wir alle Freunde, die mit Spenden mitarbeiten, zu sagen oder zu berichten, wenn Spenden gesammelt oder abgegeben werden, nach welcher Anstalt sie gegeben oder geschickt werden sollen.
Hausvater des Großweider Waisenhauses: Abr. Harder.

   
Zuletzt geändert am 21 April, 2018