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Brief von H. J. Janzen aus Aulie-Ata, Turkestan in der "Mennonitische Rundschau" vom 22. Oktober 1913, Seite 14

 

Abgeschrieben von Elena Klassen (Email), alle ihre Berichte.

 

Kopie der Zeitung "Mennonitische Rundschau" vom 22. Oktober 1913, Seite 14. (gotisch) von Elena Klassen.

 

Aulie – Ata, Turkestan, den 9 September 1913. Einige kurze Mitteilingen: Die Ernte ist außergewöhnlich schwach, fast zur Mißernte geworden. Der Gesundheitszustand im allgemeinen ist gut. In der vorigen Woche starb Jakob Pauls` jüngstes Kind. Es vebrühte sich tödlich, indem es zum Samowar (Man sagt auch „Theemaschine“) kroch und den Hahn herauszog. Es starb nach nicht ganz zwei Tagen. Jetzt liegt Gerh. Reimers Tochter Susanna (Giesbrecht) schwer nieder. Sie hat sich vor dem Herdfeuer sehr verbrannt. Man kann den Ausgang noch nicht wissen. Sie begann die Schule zu besuchen.
Brot- und Futterpreise steigen. Wir hatten aus dem Mai bisher noch keinen Regen, folgedessen aber viel Staub. Noch einen innigen Gruß an Kousine Koop, Korn. Oklahoma. O, ich kann mitfühlen; aber laß den Herrn nicht los. Er hat verheißen ein Berater der Witwen und ein Vater der Waisen zu sein. Wir haben viel an euch gedacht. Hoffentlich kommt bald nähere Nachricht über den Verlauf der Krankheit des lieben Br. Heinrich Koop und über sein Abscheiden. Wir haben ja manche Stunden zusammen verlebt. Er triumphiert und wir sind noch angewiesen, zu kämpfen. Wer weiß, wie lange noch, dann tönts von uns: „ Ausgekämpft!“
Wir schrieben einen Brief an Geschwister J.Martens, Mountain Lake, Minn.,  der kam zurück. Warum wohl?
H.J.Janzen.

   
Zuletzt geändert am 11 März, 2017