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Gutshöfe der Familie Regehr (Blumenheim, Schönfeld; Blagodatnoje, Neu-Samara und andere)

 

Übersetzt von Andreas Tissen (Email), alle seine Berichte.

 

 

Die Familie Jacob (1826-1894) (#102852) und Maria Regehr (1823-1901) (#102213) lebte auf dem Gut Blumenheim, Schönfeld, Ukraine. Hier besaßen sie etwa 2400 ha Land. 1899 kaufte Frau Maria Regehr in der Nähe von Neu Samara etwa 4800 ha Land. Das Land befand sich südöstlich von Kuterlja. Sie teilte es zwischen ihren fünf Kindern auf. Nachzulesen in der Biographie von Jakob Jakob Wieler 1865-1956. Dadurch entstanden in diesem Gebiet mindestens 5 Gutshöfe:

1. Tochter Anna Regehr (1854-?) mit Heinrich Thiessen (?-?) verheiratet, das war vermutlich für beide die zweite Ehe: Name und genaue Lage des Gutes unbekannt. Beschreibung des Gutes hier unter „Johann Thießen“ nachzulesen. Nachfahren lebten laut GRANMA teilweise auf Gut Blagodatnoje, später in Kuterlja, Neu Samara.

2. Tochter Maria Regehr (1859-1929) mit Nikolaj Thiessen (1858-1910) verheiratet: Gut Nikolaj J. Thiessen. 1040 Dess. (1910). Sohn Jakob Thiessen (1885-1958) kaute oder erbte 198 Dess. Von seinem Vater und gründete Gut Blagodatnoje. Vermutlich wurde die Fläche später deutlich vergrößert.

3. Tochter Katharina Regehr (1862-?) mit Tobias Voth (1865-?) verheiratet: Gut Tobias M. Voth. 1000 Dess. (1910). 1909 zogen sie auf ihr Gut in Neu Samara.

4. Sohn Franz Regehr (1863-1930) mit Susanna Löwen (?-1951) verheiratet: Gut Franz J. Regehr. 1000 Dess. (1910). Ihm gehörten außerdem noch 154 Dess. auf Gut Blumenheim, Schönfeld, Ukraine. Vermutlich lebten sie nur kurz auf ihrem Gut bei Neu Samara. Laut GRANDMA zogen sie 1920 nach Sibirien.

5. Tochter Elisabeth Regehr (1872-1913) verheiratet mit Jakob Wieler (1865-1956):Gut Jakob J. Wieler. 700 Dess. (1910). Elisabeth gehörtem außerdem noch 154 Dess. Auf Gut Blumenheim, Schönfeld, Ukraine. 1908 zogen sie auf ihr Gut bei Neu Samamara. Nur wenige Jahre später bauten sie sich in Podolsk, Neu Samara ein Haus (in dem Haus befindet sich heute ein Museum).

 

Nach der russischen Revolution 1918 wurde die Lage für die Gutsbesitzer und andere wohlhabende Bürger immer unsicherer, so dass fast alle Regehr-Nachfahren nach Kanada ausgewandert sind. Somit wurden alle Gutshöfe Anfang der 1920er Jahren wieder aufgelöst. Außer Gut Blagodatnoje existierte noch ein paar Jahre länger, laut "Allgemeine Volkszählung von 1926" lebten 1926 aber kaum noch Mennoniten in Blagodatnoje.

 

 

Quellen:
Biographie von Jakob Jakob Wieler 1865-1956 auf neu-samara.de.
Mennonitische Orte und Guts im Gebiet Samara in "Cписок населенных мест Самарской Губернии. Самара. Губернская типография. 1910." (russisch) von Viktor Petkau.
Mennonite Estates in Imperial Russia. Second Edition rev. and expanded. Helmut Huebert. Winnipeg, Canada. 2008. Seite 14, 15, 369
Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2017. Beschreibung.

   
Zuletzt geändert am 22 Juli, 2018