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Akdschar, bei Ak-Metschet Kolonie

Von Andreas Tissen (Email), alle seine Berichte.

 

 

Ortsname: Akdschar
Weitere Ortsnamen: Akdshar, auch Stepnoje.

Ortsnummer: D0743
Kolonie (menn.):
Mutterkolonie:
Admin. Zuordnung: Rayon Taschkent
Gründungsjahr: 1911
Topografische Lage: [31 D4];
Landfläche: 1.944 Desj.
Einwohnerzahl: 580 (1928)
Konfession: mennonitisch
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 200 km im SW von Dschambul. Die Kolonisten kamen aus dem Wolgagebiet und gehörten zu den Mennoniten. Mit Erlaubnis des damaligen Zaren Alexander II. zogen 1880 insgesamt 400 Mennoniten aus dem Wolgagebiet und aus der Molotschna über Uralsk, Aktjubinsk, Aralsk und Turkestan nach Taschkent. Dort traf der Zug 1881 ein. Ein Teil der Mennoniten zog unter der Losung „Auf nach Samarkand“ weiter. Der größere Teil blieb aber in der Umgebung von Taschkent und gründete 1882 die Kolonien Köppental, Nikolaipol, Gnadental und Gnadenfeld. Die vier Siedlungen bestanden insgesamt aus 95 Höfen auf 2.013 Desj. Land. Zu den vier genannten Siedlungen kamen in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts noch Orlowskoje und Konstantinowka hinzu. Die Gründung der Kolonie Akdschar im Jahre 1911 bildete den Abschluss. Die klimatischen Bedingungen im Siedlungsgebiet (extrem heiße Sommer) und die Bodenqualität forderten für eine ertragreiche Landwirtschaft regelmäßige Bewässerung und Düngung. Die Viehwirtschaft, insbesondere die Milchwirtschaft war dagegen ergiebiger. Für diese Produkte war der Absatzmarkt in Taschkent.
Quellen: [1]; [2 1964, S. 15, 87]; [4]; [67]; [390]

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001.

31. Karte der deutschen Siedlungen bzw. Siedlungsgebiete im asiatischen der Sowjetunion: Nord- (sibirien) und Mitteasien. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

67. Berichte, Fotos und Informationen von Andreas Tissen, alle seine Berichte.

390. Bemerkungen und Korrektur zu Aulie-Ata Kolonie von Robert Friesen.

   
   
Die Deutschen in Turkestan bis 1917. Viktor Krieger. Auf seiner Webseite.
   
Zuletzt geändert am 7 Oktober 2018