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Rosengart (Nowoslobodka), Chortitza Kolonie

 

Interaktive Karte mit Chortitza und Jasykowo Kolonien.

 

 

 

Ortsname: Rosengart
Weitere Ortsnamen: Alt-Rosengart, Rosenpark, Raigorod, Nr. 3, Nowo-Slobodka, Nowoslobodka, Novoslobodka (2004), Popowka, Новослободка (2004), Альт-Розенгарт, Поповка, К-з „Пахарь“ (1928).

Ortsnummer: D0633
Kolonie (menn.): Chortitza
Mutterkolonie: Preussen
Admin. Zuordnung:
Gebiet Saporoshje/Rayon Chortitza.  до 1917 – Екатеринославская губ., Екатеринославский у., Хортицкий колон. окр.; Хортицкая вол.; в сов. период – Запорожская/ Днепропетровская обл., Хортицкий нем. р-н.
Gründungsjahr: 1824, 1943 verlassen.
Topografische Lage: [27 E6]; [43]; [44]; [45]; [46]

Dorfplan: Skizze Rosengart 1942
Landfläche: 1.457 Desj. 1755 дес. (1857; 27 двор. и 7 беззем. сем.), 1.793 Deßj. (1859; 48 Häuser), 1536 дес. (1914; 35 двор.).
Einwohnerzahl: 237 (1856), 237 (1858), 262 (1859), 256 (1885), 188 (1897), 213 (1905), 206 (1908), 237 (1911), 238 (1912), 260/296 (1914), 248 (1917), 260/296 (1918), 247 (1919), 265/265 нем. (1923), 265 (1926), 269 (1926), 249/ 265 (1926; N.-S./ Ros ), 526 (1940), 545/526 нем. (1941), 545 (1942), 486/475 нем. (1942; 61 нем. сем. или 50% без главы семьи).
Konfession: mennonitisch (Chortitza)

Industrie und Handel: 5 Betriebe. Ziegelfabrik Wiebe Jakob Peter, Windmühle Kasdorf David, Kleinhandel Johann Pries …  [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 545 Mennoniten, die in Rosengart, Chortitza geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 12 km im SW von Saporoshje. Zahl der deutschen Einwohner: 1914:260; 1920:300; 1926:330; 1930:370; 1936:445; 1941:526 in 121 Familien. Die Kolonie wurde auf vom Edelmanns Mikloschewski gekauftem Land von 22 Familien gegründet. Die Kolonie gehörte seit 1843 zum Gebietsamt Chortiza. Im Ort gab es eine 4-klassige Schule mit einer angeschlossenen 5. Klasse. das Land ist von tiefen Schluchten durchzogen; 184x Entdeckung eines gr Kalksteinlagers. Der Schulbesuch war zwar obligatorisch, aber sehr mangelhaft. So litt der Unterricht im Winter unter dem Mangel an Heizmaterial und wetterfester Kleidung. Außerdem wurde die Schule im Winter oft für die Einquartierung von Militäreinheiten genutzt. Im Frühjahr fehlten viele Kinder. Sie wurden zu Arbeiten in der Landwirtschaft herangezogen. Unterrichtssprache war bis 1938 Deutsch, danach Russisch. Deutsch wurde ab der 5. Klasse als Fremdsprache gelehrt. Im Ort gab es auch einen Kindergarten, allerdings war das Gebäude noch nicht fertig. Im Dorf gab es elektrischen Strom (220 Volt). 1918 bewirtschafteten 22 Vollwirtschaften rund 1.590 ha. Jede dieser Wirtschaften war ursprünglich mit 69 Desj. Land ausgestattet. Bei einigen gab es aber bereits eine Aufteilung des Landes. Es gab 1918 auch 12 landlose Anwohner. Der 1928 gegründete Kolchos bewirtschaftete 1.426 ha. Hinzu kamen noch rund 49 ha Hofland (je Hof 0,4 ha). Das Dorf war an eine Wasserleitung von der Bahn angeschlossen. Dazu gab es noch 40 Brunnen, von denen 8 Trinkwasser führten. Im Dorf wurde auf 7 ha Obst; auf 9 ha Gemüse und auf 3 ha Wein angebaut. Im Ort gab es 5 Ziegelhäuser, 6 Holzhäuser und 75 Lehmhäuser. Es gab 1 Schrotmühle, 1 Schmiede und 1 Tischlerei. Eine gepflasterte Straße verband das Dorf mit der Chaussee Chortitza-Saporoshje. Ansonsten gab es nur ungepflasterte Wege. Die relativ frühe Kollektivierung führte dazu, dass das Dorf als Beispiel für diesen Prozess genutzt wurde. Deshalb gab es hier keine „Entkulakisierung“ in größerem Umfang. „Nur“ eine Familie, die sich der Kollektivierung verweigerte, wurde 1931 hinter den Ural verbannt, wo sie umgekommen ist. Zwischen 1937 und 1940 wurden 12 Männer verhaftet und verbannt. Nur für zwei Personen wurde als Grund „Wirtschaftssabotage“ angegeben. Das Dorf wurde am 16.8.1941 evakuiert und gelangten am 12.9. in einem Ort in der Ostukraine an. Dort wurden 49 wehrpflichtige Männer mobilisiert. Das Vieh sollte nach Rostow getrieben werden. Am 11.10.1941 wurden die Fliehenden von der Wehrmacht überholt und kehrten mit dem Vieh in den Ort zurück. В 1923 эмигрировали 9 чел. В 1929-41 депортированы 65 чел.

Fotos: Rosengart
Quellen: [1];  [2 1957, S. 243]; [3]; [4 S. 471]; [11]; [26]; [37]; [112]; [158 S. 161]; [186]

Buch: 1. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger, Delbert Plett. 2001. Manitoba. S. 161

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

3. „Stumpp-Erhebungen 1941-1942“  in „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1956-1964.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

27. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Saporoshje, ehem. die Gebiete Taurien und der südliche Teil von Jekaterinoslaw (Dnepropetrowsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1957.

37. Mennonitendörfer aus der ganzen Welt. Hermann Schirmacher.

43. Karte „Chortitza Kolonie mit Jasykowo.

44. Karte „Chortitza Kolonie 1833“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

45. Topografische Karte Molotschna Kolonie ca. 1856.

 

46. KarteMolotschna Kolonie“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

 

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

158. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger, Delbert Plett. 2001. Manitoba. Von der "D. F. Plett Historical Research Foundation" runterladen.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004.

   
 

Skizze Rosengart (Nowoslobodka) 1942, Chortitza Kolonie

 

 

Diese Karte wurde von der K. Stumpp Gruppe aufgenommen. Quelle: Chortitza Colony Atlas. Heinrich Bergen. Canada 2004

 

 

Bilder und Fotos Rosengart, Chortitza Kolonie.

Bilder Rosengart, Chortitza Kolonie.

Liste der Hausbesitzer in Rosengart, Chortitza Kolonie aus dem Jahre 1848.

Rosengart, Chortitza Kolonie im Chortitza Gemeindebericht von 1848.

Liste von Personen aus Rosengart, Chortitza Kolonie die 1852 ausserhalb der Chortitza Kolonie wohnten.

Liste von Personen in Rosengart, Chortitza Kolonie aus dem Jahre 1858.

Liste der Familienhaupten in Rosengart, Chortitza Kolonie aus dem Jahre 1863.

Liste von Personen aus Rosengart, Chortitza Kolonie in der Volkszaehlung 1897 in Naumenko Kolonie.

Liste von Personen aus Rosengart, Chortitza Kolonie in "Familienlisten der Orenburger Kolonie 1923".

Liste von Personen aus Rosengart, Chortitza Kolonie in dem "Gesamter Eheregister der Orenburger (Deyevka) Kolonie".

Liste von über 139 Ehen im Familienverzeichniss Rosengart, Chortitza Kolonie 1942. Aus dem Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (deutsch)

Familienverzeichnis des Dorfes Rosengart, Chortitza im Dorfbericht von K. Stumpp 1942 mit Geburtsjahr.

Liste von über 139 Ehen im Familienverzeichnis aus Rosengart, Chortitza Kolonie im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von 345 Verschleppten ab Juni 1941 aus Rosengart, Chortitza Kolonie im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von 14 Verbannten und Verschleppten aus Rosengart, Chortitza Kolonie im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Personen aus Rosengart in den Akten der Einwanderungszentralstelle (EWZ) 1943-45. (von Richard D. Thiessen)

Personen aus Rosengart in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

Personen aus Rosengart in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

   
Zuletzt geändert am 30 Januar 2017