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Neu-Osterwick (Pawlowka), Chortitza Kolonie

 

Interaktive Karte mit Chortitza und Jasykowo Kolonien.

 

 

 

Ortsname: Osterwick
Weitere Ortsnamen: Neu-Osterwick, Neuosterwick, Pawlowka, Pavlovka, Павловка; Остервик, Устребик, Nr. 15, К-зыБауэр“, „Идеал“, „Прогресс“, „Эрфольг“, им. Чубаря (1928-29), Dolinskoye (2004).

Ortsnummer: D0630
Kolonie (menn.): Chortitza
Mutterkolonie: Preussen
Admin. Zuordnung
: Gebiet Saporoshje.  до 1917 – Екатеринославская губ., Екатеринославский у., Хортицкий колон. окр.; Хортицкая вол.; в сов. период – Запорожская/ Днепропетровская обл., Хортицкий нем. р-н.
Gründungsjahr: 1812, 1943 verlassen.
Topografische Lage: [27 D7]; [43]; [44]; [45]; [46]

Dorfplan: Osterwick 1942; Osterwick 1914
Landfläche: 1885 дес. (1857; 29 двор. и 41 беззем. семья); 1.911 Deßj. (1859; 113 Häuser); 3.278 дес. (1914; 158 двор.); 3.504 ha (1818); 1.755 Deßj..
Einwohnerzahl: 29 Fam. (87m + 81w) 168 (1816), 168 (1818), 666 (1856), 723 (1858), 738 (1859), 855 (1885), 1.111/875 нем. (1897), 1.215/ 2.410 (1905), 900 (1908), 1.253 (1911), 1.500 (1912), 2.009 (1914), 1.550 (1914), 1.550/2.009? (1918), 1.100 (1919), 1.475 (1922), 1.394/1.123 нем. (1923), 1.370 (1926), 1.115/1.365 (1926), 1.310 (1930), 1.663/1.328 нем. (1941), 1.455/1191 нем. (1942; 93 нем. сем. или 31% без главы семьи).
Konfession: mennonitisch (Chortitza)

Industrie und Handel: 23 Betriebe. Fabrik Rempel Bernhard Wilhelm, Fabrik Schulz Dietrich Benjamin, Dampfmühle Harder Nikolas Peter, Putzmühlen- und Wagenbauwerkstatt Peters Franz Johann, Ziegelfabrik Peters Franz, Möbelwerkstatt Klassen Johann … [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 1.469 Mennoniten, die in Osterwick, Chortitza und 144 Mennoniten, die in Neu Osterwick, Chortitza geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 25 km im SSW von Saporoshje. Zahl der deutschen Einwohner:

1912:1.500, 1918:1.550, 1922:1.475, 1926:1.365, 1930:1.310, 1941:1.328, 1942:1.191. Das zu besiedelnde Land wurde vom Edelmann Mikloschewsky gekauft. Auf diesem Land wurde 1803 Burwalde und Nieder-Chortitza sowie 1809 Kronsweide und 1812 Osterwick gegründet. 20 Gründerfam. (aus den Mutterkolonien), Zunächst gab es im Ort nur eine Dorfschule, das neue Schulgebäude wurde 1904 gebaut. Das alte, 1863 gebaute Schulgebäude wurde seitdem als Kirche genutzt. Die Gemeinde gehörte zum Kirchspiel Chortitza. 1912 wurde eine Zentralschule gegründet. Nach 1918 gab es im Dorf eine 10-klassige vollständige Mittelschule. Bis 1938 war Deutsch Unterrichtssprache, danach Russisch. Deutsch wurde ab der 5. Klasse in 2 Wochenstunden als Fremdsprache unterrichtet. 1942 gab es acht Lehrer, die 284 Schüler unterrichteten. Zu Hause wurde Deutsch mit plattdeutschem Dialekt gesprochen. Die Kirche wurde 1935 geschlossen. Im Ort gab es einen Filmvorführapparat und auch elektrischer Strom war vorhanden. Es gab ein Entbindungsheim mit einer Hebamme und einen Feldscher. 1918 existierten im Dorf 30 Vollwirtschaftshöfe zu 65 Desj. Ein Teil der Höfe war aber schon aufgeteilt. Für Anwohner (landlose Einwohner) wurden 1.200 Desjatinen gepachtet. Der Kolchos bewirtschaftete 3.005 ha. Dazu kamen insgesamt 100 ha Hofland (je Hof 0,30 ha). Auf 62 ha wurde Obst angebaut und auf 35 ha Gemüse. Daneben wurden 27 ha für den Weinanbau genutzt. Fast auf jedem Hof gibt es einen Brunnen, aber nur wenige führten Trinkwasser. 75 Prozent der Häuser waren aus Lehm gebaut. 20 Prozent waren mit Stroh gedeckt, die anderen mit Ziegeln oder Schindeln. 1863 wurden durch eine Feuersbrunst 61 Bauernhöfe eingeäschert. Die ehemalige Schulzfabrik für landwirtschaftliche Geräte diente nach der Revolution als Kollektivgebäude. Im Ort gab eine Mühle, eine Ziegelbrennerei, eine Schmiede und eine Tischlerei. Insgesamt waren 37 Arbeiter in den Betrieben beschäftigt. Eine der zwei Hauptstraßen hatte einen mit Ziegelsteinen gepflasterten Bürgersteig, sonst nur ungepflasterte Straßen und Wege. Zwischen 1929 und 1941 wurden 81 Personen verschleppt. Nach Kriegsausbruch wurden 213 Personen deportiert. В 1919-20 умерли от тифа 75 чел. Убиты махновскими бандами 3 чел. (1919), в 1929-41 депортированы 217 чел. В 1923 эмигрировали 454 чел.

Fotos: Neu-Osterwick
Quellen: [1];  [2 1957, S. 242]; [3]; [4]; [11]; [26]; [37]; [112]; [158 S. 183]; [167]; [186]

Buch: 1. Neudorf, J.J., Neudorf, H.J.: Osterwick 1812-1943. Clearbrook, British Columbia, Kanada 1971. 224 S. 2. The Neudorf Family. Johann J. Neudorf. Heinrich J. Neudorf. David J. Neudorf. Canada. 1967. 71 S. (deutsch). 3. Buch: Diese Steine, die Russlandmennoniten. A. Reger, D. Plett. 2001. Manitoba. S. 183 (runterladen). 4. Buch "Erinnerungen" von Hermann Niederleid, (Autor geboren in Chortitza, lebte in Osterwick)

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

3. „Stumpp-Erhebungen 1941-1942“  in „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1956-1964.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

27. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Saporoshje, ehem. die Gebiete Taurien und der südliche Teil von Jekaterinoslaw (Dnepropetrowsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1957.

37. Mennonitendörfer aus der ganzen Welt. Hermann Schirmacher.

43. Karte „Chortiza Kolonie mit Jasykowo.

44. Karte „Chortitza Kolonie 1833“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

45. Topografische Karte Molotschna Kolonie ca. 1856.

 

46. KarteMolotschna Kolonie“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

 

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

158. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger, Delbert Plett. 2001. Manitoba. Von der "D. F. Plett Historical Research Foundation" runterladen.

167.  Hertha, Zeitschrift für Erd-, Völker- und Staatenkunde von Heinrich Karl Wilhelm Berghaus, Karl Friedrich Vollrath Hoffmann, Alexander von Humboldt. Veröffentlicht von In der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1825 Auszug.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004.

   
 

Dorfplan Neu-Osterwick (Pawlowka), Chortitza Kolonie 1942

 

Dorfplan vergrößern.

Diese Karte wurde wahrscheinlich von Heinrich Johann Neudorf (1902-) erstellt, einem von den Autoren des Buches "Osterwick 1812-1943" von 1973. Neu-Osterwick wurde meistens Osterwick genannt, da es in Russland kein anderes Dorf mit so einem Namen gab, ist auch eine Verwechslung nicht möglich.

Auf der Karte steht folgender Text: Osterwick wurde 1812 mit 167 Einwohnern gegründet. Nach hundert Jahre waren es fast 1600 Einwohner. Osterwick hatte eine Kirche, 2 Dorfschulen, eine Zentralschule, eine Fabrikschule, 2 Fabriken für landwirtschaftliche Maschinen, 3 Windmühlen, 2 Getreidemühlen, 2 Laden, eine Ziegelei, zwei Lehmfliesenfabriken und andere kleinere Unternehmen. Es gab eine Post, Apotheke, Schmiede, einen Schneider, einen Schumacher und andere Werkstätte.

1863 sind 62 Gebäaeude wärend eines Feuers vernichtet worden.

Im Winter 1919-20 sind 160 Personen an der Typhusepidemie gestorben. 6 Personen wurden ermordet und um die 300 Personen in den zwanziger Jahren nach Canada ausgewandert. 302 Personen verbannt.

Im 2. Weltkrieg wurden 33 junge Männer in die Rote Armee eingezogen und 40 in die deutsche Wermacht. 1943 wurde der Rest nach Deutschland evakuiert.

 

Dorfplan Neu-Osterwick (Pavlovka), Chortitza Kolonie 1914

Gezeichnet von Heinrich Johann Neudorf

 

Dorfplan verfrößern.

Gezeichnet von Heinrich Johann Neudorf (1902-1992) (#174893) in seinem Buch: Osterwick 1812-1943. Neudorf, J. J., Neudorf, H. J. Clearbrook, British Columbia, Kanada. 1971. S. 27.

Später nachgedrückt in 1. Klassen, Clara. Klassen genealogy: from the land of revolution and war to the land of freedom and peace. Abbotsford, B.C.: Author, 1989. S. 10. 2. Die Geschichte und die Familienregister unserer Vorfahren. Hermann Schirmacher. Leopoldshöhe. 1998. S. 220.

 

Bilder und Fotos Neu-Osterwick, Chortitza Kolonie.

Bilder Osterwick, Chortitza Kolonie.

Fotos Osterwick heute 2002.

Fotos Osterwick-Kronstal heute 2010 von Architekt Sergey Didenko (Saporoshje)

Landplan von Osterwick, Chortitza Kolonie 1914.

Liste von Personen die 1920 in Osterwick, Chortitza Kolonie lebten. (von Jakob Quiring).

Osterwick, Zeitleiste 1789-1819.

Ältester und Prediger des Osterwicker Kirchspiels.

Liste der Hausbesitzer in Osterwick aus dem Jahre 1848.

Osterwick im Chortitza Gemeindebericht von 1848.

Liste von Personen aus Osterwick die 1852 ausserhalb der Chortitza Kolonie wohnten.

Liste von Personen in Osterwick aus dem Jahre 1858.

Liste der Familienhaupten aus dem Jahre 1863.

Liste von Personen aus Osterwick in der Volkszaehlung 1897 in Naumenko Kolonie.

Liste von Personen aus Osterwick in "Familienlisten der Orenburger Kolonie 1923".

Liste von Personen aus Osterwick in dem "Gesamter Eheregister der Orenburger (Deyevka) Kolonie".

Dorfbeschreibung Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von über 350 Ehen im Familienverzeichnis aus Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Familienverzeichnis des Dorfes Osterwick, Chortitza im Dorfbericht von K. Stumpp 1942 mit Geburtsjahr.

Liste von 81 Verbannten Personen aus Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von 81 Verbannten Personen aus Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste der Kirchenbücher Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von 33 Personen in der Roten Armee aus Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von 3 ermordeten Personen aus Osterwick im Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (englisch, von Judith Rempel).

Liste von Personen aus Osterwick, die sich in der Einwanderungszentralstelle (EWZ) 1943-45 beworben haben.

Personen aus Osterwick in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

Personen aus Neu Osterwick in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

Personen aus Neu-Osterwick in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

Personen aus Pavlovka in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)

Industrie und Gewerbe in Osterwick.

Tagebuch von Sara Neudorf 1943-1964 (Osterwick).

Tagebuch. Die Wanderschaft von Maria Vogt (geb. Martens) aus Osterwick (1943-1970). Zugeschickt von Jelisaweta Motsenok (geb. Martens).

Neuosterwick in der "Mennonitische Rundschau" 1880-1939. (6 Einträge)

   
Zuletzt geändert am 28 Februar 2017