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Chortitza, Chortitza Kolonie

 

Interaktive Karte mit Chortitza und Jasykowo Kolonien.

 

 

 

Ortsname: Chortitza
Weitere Ortsnamen: Chortitz, Nr. 1, Khortitza, Обер-Хортица, Высшая Хортица, К-зыКолонист“, „Красный факел“, „Объединение“, „Першого травня“, „Согласие“ (1928-29), Verkhnyaya Khortitsa (2004), Верхняя Хортица (Stadtteil von Saporoshje, 2004).

Ortsnummer: D0617
Kolonie (menn.): Chortitza
Mutterkolonie: Preussen
Admin. Zuordnung
: Gebiet Saporoshje.  до 1917 – Екатеринославская губ., Екатеринославский у., Хортицкий колон. окр.; Хортицкая вол.; в сов. период – Запорожская/Днепропетровская обл., Хортицкий нем. р-н.
Gründungsjahr: 1789, Oktober 1943 verlassen.
Topografische Lage: [27 E6]; [43]; [44]; [45]; [46]

Dorfplan: Chortitza 1940; Chortitza 1915.
Landfläche: 2.580 Desj. 2535 дес. (1857; 39 двор. и 42 беззем. семьи), 2.993 Deßj. (1859; 83 Häuser), 3007 дес. (1914; 120 двор.).
Einwohnerzahl: 60 Fam. (185m + 177w) 362 (1816), 362 (1818), 694 (1856), 767 (1858), 777 (1859), 767 (1859), 977 (1885), 2.046/1134 нем. (1897), 2.105 (1905), 3.010 (1905; davon 700 Luth.?), 1.434 (1911), 1.594 (1912), 2861 (1914), 1.594 (1914), 1.594 (1918), 808 (1919), 1.031/981 нем. (1923), 2.580 (1926), 899 (1926), 2.178 (1940), 14.092/2.178 нем. (1941), 8205/2022 нем. (1942; 368 нем. сем. или 66% без главы семьи; davon 265 Fam. ohne Oberhaupt).
Konfession: mennonitisch (Chortitza)

Industrie und Handel: 81 Betriebe. Fabrik „Lepp und Wallmann“, Fabrik Koop Abram Jakob, Fabrik „Hildebrands und Pries“, Dampfmühlen Hermann Abram Niebuhr, Dampfmühle Niebuhr Jakob Abram, Dampfmühle Fast Peter Heinrich, Dampfmühle Heinrichs Peter Julius, Holzverarbetungsfabrik Dyck Johann Martin, Lebensmittelgeschäft Kampen Julius Peter, Bank Niebuhr und Co. … [103]

In der 2en Hälfte des 19. Jahrhunderts produzierte Chortitza Kolonie 75% der landwirtschaftlichen Maschinen in der Ukraine [216 S. 13]. 1879 war Chortitza der drittbedeutenste Ort in Russland nach der Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen [69 S. 76]. An erster Stelle Warschau mit 505.284 Rubel, die in dieser Zeit noch zu Russland gehörte und an zweiter Moskau mit 320.000 Rubel. W. Tschrenjaew schrieb sogar über Chortitza: "Wer hatte gedacht, das irgendwelches deutsche Dorf landwirtschaftliche Maschinen für 300.000 Rubel produziert, das ist mehr als in Moskau …" [137].

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 1.409 Mennoniten, die in Chortitza, Chortitza geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag 10 km im W von Saporoshje. Zahl der deutschen Einwohner: 1911: 2.861, 1926: 2.900, 1930 :2.600; 1933: 2.100, 1936: 2.215; 1941: 2.178, 1942: 2.022. Außerdem lebten im Ort noch 6.180 Ukrainer (1941 waren es noch 11.507) und 402 Juden im Ort. insgesamt 14.092 Einwohner. Ch. ist die älteste deutsche Kolonie in der Schwarzmeerregion. Im Ort gab es zwei 4-klassige Grundschulen und seit 1842 eine Zentralschule. Neben der Zentralschule gab es seit 1895 eine Mädchenschule. 1890 wurde die Zentralschule durch ein Gebäude zur Lehrerausbildung erweitert. 1899 Neubau der Zentralschule, Neben den Schulen gab es ein Päd.-Technikum bzw. eine Päd.- Fachschule. Es gab ein Kino mit 170 Sitzplätzen, das in der ehemaligen Kirche untergebracht worden war. Ab 1941 wurde das Gebäude wieder als Bethaus genutzt. Elektrischer Strom war vorhanden (220 Volt). Für die medizinische Versorgung gab es ein Krankenhaus mit 35 Betten. Hier waren ein Arzt, vier Hebammen, drei Arzthelfer und zehn Krankenschwestern tätig. Das Krankenhaus versorgte auch die umliegenden Dörfer des ganzen Rayons. Neben dem Krankenhaus gab es auch eine Apotheke. 1918 bewirtschafteten 74 Vollwirtschaften zusammen mit Rosental (jetzt eingemeindet) 5.212 ha. Neben diesen Wirtschaften gab es noch 200 Landlose. Durch den Kolchos wurden 3.150 ha bearbeitet. Die Wasserversorgung für die Fabriken erfolgte durch eine Wasserleitung. Die Höfe besaßen Brunnen. Im Ort wurde auf 111,5 ha Obst, auf 111,% ha Gemüse, auf 48 ha Wein, auf 8,2 ha Himbeeren und auf 3 ha Stachelbeeren angebaut. Im Ort gab es zwei Fabriken: a) die ehem. landwirtschftl. Fabrik Koops mit 270 Arbeitern, die Traktorenteile herstellten und b) eine Eisengießerei, ehemals Lepp u. Wallmann mit 250 Arbeitern. In der Maschinen und Traktorenstation waren 50 Arbeiter beschäftigt. Daneben gab es noch vier Schmieden und drei Stellmachereien mit insgesamt 52 Arbeitern. In der Böttcherei waren 15 Arbeiter und in der Walzmühle 11 Arbeiter tätig. Außerdem gab es noch eine Genossenschaftsmühle,einen Getreidestützpunkt am Bahnhof und zwei stillgelegte Ziegeleien. Die Hauptstraße Dnjepropetrowsk-Saporoschje war innerhalb des Ortes mit Kopfsteinpflaster gepflastert. In Chortitza ist in den Hungerjahren 1921/22 und 1933/34 niemand verhungert. Ermordet wurden im Bürgerkrieg 13 Einwohner. Verbannt wurden von 1929 bis Kriegsausbruch 327 deutsche Einwohner verbannt. Zwischen 1929 und 1936 wurden 47 Personen (8 Frauen und 39 Männer) verbannt. Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung in den Jahren 1937 und1938. In diesen zwei Jahren wurden 265 Einwohner (5 Frauen und 260 Männer) verhaftet. Nach Kriegsausbruch wurden noch einmal 193 Personen (55 Männer, 59 Frauen und 79 Jugendliche) verschleppt. Bereits 1792 wurde eine Armenkasse sowie ein Waisenamt geschaffen. Anfangs der 1790er Jahre wurde eine Brandkasse gegründet.

Quellen: [1];  [2 1957, S. 233]; [3]; [4 S. 260]; [11]; [19 S. 108]; [26]; [112]; [158 S. 97]; [167]; [186]

Buch: 1. Kroeker, N. J.: Erste mennoniten-Doerfer Russlands (Chortitza/Rosenthal), 1789-1943. D.W. Friesen, Cloverdale, BC 1981. 292 S. 2. Die ehemaligen Schueler der Chortitzer Zentralschule in Canada. Epp, Dietrich H. 1944. 41 S. 3. Redekopp, J. D.: Das Chortitzer Lehrerseminar. Asuncion, Volendam. Paraguay. Selbstverlag 1987. 42 S. 4. Winter, Henry H.: Ein Hirte der Bedrängten. Heinrich Winter, der letzte Älteste von Chortitza, Wheatley, Ontario 1988. 5. Fast, Gerhard: Das Ende von Chortitzsa. St. Catharines, Ontario: Selbstverlag, 1973. 151 S. 6. Buch: Diese Steine, die Russlandmennoniten. A. Reger, D. Plett. 2001. Manitoba. S. 97 (runterladen).

 
 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk.
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

3. „Stumpp-Erhebungen 1941-1942“  in „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1956-1964.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

19. Chortitza. Vor 200 Jahren wurde die erste Kolonie der Mennoniten in der Ukraine gegründet. Hildebrandt Gerhard.  In: Heimatbuch 1985-89. 108-120.

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

27. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Saporoshje, ehem. die Gebiete Taurien und der südliche Teil von Jekaterinoslaw (Dnepropetrowsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1957.

37. Mennonitendörfer aus der ganzen Welt. Hermann Schirmacher.

43. Karte „Chortiza Kolonie mit Jasykowo.

44. Karte „Chortitza Kolonie 1833“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

45. Topografische Karte Molotschna Kolonie ca. 1856.

 

46. KarteMolotschna Kolonie“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

 

69. Живи и помни… История меннонитских колоний Екатеринославщины/ Бобылева С.И., Безносов А.И., Безносова О.В. Днепропетровск, 2006.

 

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma Datenbank. CMHS Fresno, USA. 2016. Beschreibung.

137. Становление менонитского машиностроения на юге Украины (30-е гг. ХІХ ст. – 1900г.). Венгер Н. В. "Вопросы германской истории. 2004" с. 35.

158. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger, Delbert Plett. 2001. Manitoba. Von der "D. F. Plett Historical Research Foundation" runterladen.

167.  Hertha, Zeitschrift für Erd-, Völker- und Staatenkunde von Heinrich Karl Wilhelm Berghaus, Karl Friedrich Vollrath Hoffmann, Alexander von Humboldt. Veröffentlicht von In der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1825 Auszug.

186. Building on the Past: Mennonite Architecture, Landscape and Settlements in Russia/Ukraine. Friesen, Rudy P with Edith Elisabeth Friesen.  Winnipeg, Canada:  Raduga  Publications, 2004.

216. Вопросы германской истории. НЕМЦЫ В УКРАИНЕ. Материалы украинско-германской научной конференции. Днепропетровск, 26—29 сентября 1995 г. Днепропетровск: 1996.

   
 

Dorfplan Chortitza, Chortitza Kolonie 1940

 

Zum interaktiven Dorfplan Chortitza, Chortitza Kolonie 1940.

 

Bilder und Fotos Chortitza, Chortitza Kolonie.

Fotos: Privathäuser in Chortitza, Chortitza Kolonie.

Fotos: öffentliche Gebäude in Chortitza, Chortitza Kolonie.

Bilder und Fotos: Chortitza, Chortitza Kolonie heute.

Familienfotos aus Chortitza und Rosental. (62 Fotos)

Fotos Ehepaare, Brautpaare aus Chortitza und Rosental. (53 Fotos)

Fotos Personen aus Chortitza und Rosental. (49 Fotos)

Fotos Taufgruppen, Schüllergruppen, Chöre u. ä. aus Chortitza und Rosental. (53 Fotos)

Fotos Industrie in Chortiza Kolonie (15 Fotos). Fotos Industrie: Produkte. (8 Fotos).

Fotos Industrie: Besitzer in Chortiza Kolonie. (34 Fotos)

Fotos Industrie Gebäude in Chortiza Kolonie. (44 Fotos)

Fotos: Chortitza und Rosental. Hunger 1921-22, die "Amerikanische Hilfe" und anderes (15 Fotos)

Liste von Personen die in Chortitza wohnten, aber der Hof mir unbekannt ist.

Im Nord-Osten, hinter der Eisenbahn, lag Prigorod er gehörte zu Chortitza.

Karte Felder und landwirtschaftliche Bezirke von Chortitza, 1912. Gezeichnet von N. J. Kroeker nach W. Pauls.

Dorfplan Chortitza, Chortitza Kolonie 1915. Erstellt von A. Sudermann und Epp.

Karte Der Dnepr bei Chortitza und Rosental.

Karte Werchnjaja Chortitza 2002.

Chortitza, Zeitleiste 1789-1819.

Liste der Hausbesitzer in Chortitza aus dem Jahre 1848.

Liste von Personen in Chortitza aus dem Jahre 1858.

Liste der Familienhaupten in Chortitza aus dem Jahre 1863.

Liste von Personen aus Chortitza in der Volkszaehlung 1897 in Naumenko Kolonie.

Liste von Personen aus Chortitza in dem "Gesamter Eheregister der Orenburger (Deyevka) Kolonie".

Bericht der Chortitzer Wolostverwaltung über Seelenzahl und Landbesitz der Dorfsgemeinden 1908. (von Richard D. Thiessen)

Mennonitische Todesfälle, die vom Chortitza Dorfsovet 1925-28 registriert wurden. Von Glenn H. Penner.

Dorfbeschreibung Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Liste von 188 Ehen im Familienverzeichnis aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Familienverzeichnis des Dorfes Chortitza (mit Rosental), Chortitza im Dorfbericht von K. Stumpp 1942 mit Geburtsjahr. (736 Ehen)

Liste von 327 Personen, Verbannten bis Juni 1941 aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Liste von 193 Personen, Verbannten nach Juni 1941 aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Altersaufbau, Liste von 629 Familienhaupten aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Liste von 51 Personen, die in der Roten Armee dienten aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Liste von 13 ermordeten Personen aus Chortitza (mit Rosental) im Dorfbericht von K. Stumpp 1942.

Personen aus Chortitza, die sich in der Einwanderungszentralstelle (EWZ) 1943-45 beworben haben. (von Richard D. Thiessen)

Personen aus Chortitiza in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. 23 Personen. (von Elli Wise)

Personen aus Chortitza in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. 3.624 Personen. (von Elli Wise)

Personen aus Chortiza in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. 48 Personen. (von Elli Wise)

Die Eiche stirbt ab. Aus dem Ukrainischen übersetzt und eingesandt von Juri Roshko.

Bericht "Damals in Chortitza" von Franz Fröse und 3 Berichte über Franz Fröse und Chortitza von Juri Roshko in der Zeitung "Neues Leben" aus den Jahren 1982-1988. Von und mit Genehmigung des Autors Juri Roshko (Saporoshje).

Chortiza. Gedicht von David Löwen. Zugeschickt von Juri Roshko (Saporoshje).

Bericht "Wovon die Chortizaer Eiche rauscht" von Franz Fröse in "Neues Leben" Nr. 4, 21. Januar 1987. Zugeschickt von Juri Roshko (Saporoshje).

Das wahren meine Vorfahren. Von Nikolai Rempel.

Geschäfte, Kleinbetriebe, Handwerker in Chortitza und Rosental.

Kirchen und Prediger in Chortitza Kolonie.

Verwaltung in Chortitza Kolonie.

Schulwesen in Chortitza Kolonie.

Gesundheitswesen in Chortitza.

Bericht über die Umgebung von Chortitza heute (2011). (russisch)

"Einige Informationen und Fotos" von Anna Waskowski.

Chortitza in der "Mennonitische Rundschau" 1880-1939. (55 Einträge)

Fernsehsendung aus der Ukraine "Меноніти на Хортиці" auf "You Tube". 2013, (26 Min.) (ukrainisch/russisch)

Меннониты Верхней Хортицы. Fensehsendung ТВ-5. Планшет. Рубрика "Неизвестные истории". Dashka Seleena.  2013. (5:14 Min.) (russisch)

История Запорожья (документальный фильм). (46:57 Min.) (russisch). Bericht über Mennoniten ab der 13:05 Minute.

Дом на могильных плитах. Videobericht vom 29.09.2016 im ukrainischem Fernsehen, über das Gebäude auf dem Hof von David Petkau in Chortitza, wo 1936 die Grabsteine von Chortizer Friedhof als Baumaterial benutzt wurden. (2:26 Min). (russisch)

   
Zuletzt geändert am 29 Januar 2017