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Dolinowka, Barnaul (Swistunowo) Kolonie

Von Margarete Pasytsch.

 

Mennonitische Kolonien in der Region Slawgorod mit einer interaktiven Karte.

 

Ortsname: Dolinowka

Weitere Ortsnamen: Долиновка, Долино-Чернявка, Dolino-Tschernjawka (diese zwei Dörfer sind zusammen gewachsen).

Ortsnummer: D0498.

Kolonie (menn.): Barnaul (Swistunowo)

Mutterkolonie:

Admin. Zuordnung: Oblastj Slawgorod/Rayon Lenki, Slawgorod/ Lenki,

Gründungsjahr: 1911,

Topografische Lage: [32 M3]; [91]

Landfläche:

Einwohnerzahl: 156 (1928)

Konfession: MK Swistunowo / MB Swistunowo

Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 110 km im NOO (ist Svistunovo) von Slawgorod. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet. In den 1937/1938 Jahren wurden aus den beiden Dörfern Dolinowka und Tschernjawka 82 Personen verhaftet, 50 davon erschossen.

Quelle: [1]; [2 1964, S. 89]; [4]; [38]; [218]; [219]; [220]

Buch: 1. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 2. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch).

 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. „Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk“ unter http://www.schuk.ru/1/katalog/map.html
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

32. Karte der deutschen Siedlungen in den Gebieten Omsk, Slawgorod (Kulunda-Steppe), Zelinograd (Akmolinsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

38. Grandma 5 CD-ROM. CMHS Fresno USA. 2006. Beschreibung.

91. Karte “Siedlungen im Slavgorod Gebiet“ by W. Schroeder, und Beschreibung dazu. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

218. Korrektur und Erweiterungen von Margarete Pasytsch (geb. Schmidt), alle ihre Berichte.

219. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 

220. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch)

   
 

Die Siedlung Swistunowo bestand aus zwei Dörfern. Leider konnte ich bis jetzt kaum Informationen über die Dörfer finden.
Dolinowka –               1911
Tschernjajewka –        1911
Die Dörfer wuchsen zusammen, so dass es nur noch ein Dorf war, es wurde Dolinka  (oder auch Dolino-Tschernjawka) genannt.
Gründungsjahr konnte ich nicht feststellen, die erste Erwähnung der Siedlung fand ich in der Zeitschrift „Friedensstimme“ 33 / 1912 – J. Kröker schreibt:
„Die Siedlungen Tschajatschi und Swistunowo sind zwar nicht weit voneinander, sind aber im Frühjahr überhaupt lange durch die Überschwemmungen getrennt.“ 
Das heißt, dass die Dörfer spätestens 1911 gegründet wurden. In den Berichten in der Zeitschrift „Friedensstimme“ wird Swistunowo immer zusammen mit Tschajatschi erwähnt, deshalb nehme ich an, dass die gleichzeitig besiedelt wurden. Sie lagen gegenüber am Ufer des Flusses Kulunda ( M.P).

 

Bemerkungen zur Konfession:
In jedem Dorf gab es Mitglieder der Mennoniten Kirchengemeinde und der Mennoniten Brüdergemeinde. Bis Gebetshäuser gebaut waren, versammelte man sich in Privathäusern. Die Mennoniten Kirchengemeinden versammelten sich oft in der Schule.
In jedem Dorf gab es einen Chor der Mennoniten Kirchengemeinde, einen Chor der Mennoniten Brüdergemeinde und einen Dorfchor in dem alle Mitsingen konnten. Der Dorfchor sang auf verschiedenen Veranstaltungen des Dorfes.
 
Kirchengemeinde Swistunowo (Свистуново) 1911
Zu dieser Gemeinde gehörten die beiden Dörfer Dolinowka (Долиновка) und Tschernjajewka (Черняевка).Die Gottesdienste fanden in den Schulen statt. Die Namen der Prediger konnten nicht ermittelt werden. G. Fast „In den Steppen Sibiriens“.

Mennoniten Brüdergemeinde Swistunowo (Свистуново)  gegründet 1911
Dazu gehörten zwei Dörfer: Dolinowka (Долиновка) und Tschernjajewka (Черняевка). Hier arbeitete ein Prediger Jakob Löwen, wohl auch sein Bruder Wilhelm Löwen. G. Fast „In den Steppen Sibiriens“.

 

Эмиграционное движение в 1930х годах в сёлах Долино-Чернавка, Николаевка, Татьяновка, Глядень 3, Глядень 4 Благовещенского района и пос. Александровка, Немецкого района, Алтайского края в архивных документах. (russisch) von Jakob Razlaf.

Archivdokument "Переписка проповедников менонитского вероучения Гизбрехт В. Г. и Винс Г. Я. участка Чаячий (Tschajаtschi) и участка Свистуново с Губернатором Томской Губернии. Июнь 1913г." (russisch) von Jakob Razlaf.

Prediger, Diakone, Dirigenten, Lehrer, Sonntagschullehrer der Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Von Margarete Pasytsch.

Verbannung aus der Slawgoroder Siedlung nach Narym, Nord-Sibirien 1931. Von Margarete Pasytsch.

Dolinowka (Sibirien.) Jakob Löwen. Friedensstimme, Nr. 18 1. März 1914, S. 5 - 8.

Dolinowka, Kreis Barnaul. Jakob Löwen. Friedensstimme, Nr. 21 12. März 1914, S. 6 - 7.

   
Zuletzt geändert am 28 November 2016