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Saratowka, Barnaul (Saratov) Kolonie

Von Margarete Pasytsch.

 
Mennonitische Kolonien in der Region Slawgorod mit einer interaktiven Karte.
 

Ortsname: Saratowka

Weitere Ortsnamen: Saratow Nr. 89, Saratovka, Saizewo, Зайцево, Саратов, К-з им. Тельмана.

Ortsnummer: D0493
Kolonie (menn.): Barnaul (Saratov) (70er - 80er Dörfer)?
Mutterkolonie: gemischt
Admin. Zuordnung:
Okrug Slawgorod.  до 1917 – Томская губ., Барнаульский у., Славгородская вол.; в сов. периодАлтайский край, Табунский/Кулундинский (Ново-Киевский)/Славгородский р-н (в наст. времяТабунский р-н).
Gründungsjahr: 1912
Topografische Lage: [32 L4]; [91]; [130]
Landfläche:
Einwohnerzahl: 325 (1926), 349 (1926), 307/305 нем. (1980; 78 Höfe), 274/271 нем. (1987; 75 Höfe), 178 (2006).
Konfession: MK Choroscheje / MB Saratowka.

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 109 Mennoniten, die in Saratovka, Barnaul geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 35 km im SO von Slawgorod. Sie wurde von Schwarzmeerdeutschen gegründet und war ein Zentrum der Brüdergemeinde. Die MB baute in Saratowka 1914 ein Gebetshaus. Im Ort gab es einen Saatgut- und einen Viehzuchtkolchos und eine vierklassige Schule. In den 1937/1938 Jahren wurden 18 Personen verhaftet, 11 davon erschossen.
Quellen: [1];  [2 1964, S. 97]; [4]; [11]; [26]; [112]; [218]; [219]; [220]

Buch: 1. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 2. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch).

 
Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
   
Quellen:
1. „Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk“ unter http://www.schuk.ru/1/katalog/map.html
 

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

32. Karte der deutschen Siedlungen in den Gebieten Omsk, Slawgorod (Kulunda-Steppe), Zelinograd (Akmolinsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1964.

91. Karte “Siedlungen im Slavgorod Gebiet“ by W. Schroeder, und Beschreibung dazu. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

112. Grandma 7 CD-ROM. CMHS Fresno, USA. 2012. Beschreibung.

130. Topografische Karte Barnaul, Siebziger-Achtziger (Saratovka) Siedlung, 2001.

218. Korrektur und Erweiterungen von Margarete Pasytsch (geb. Schmidt), alle ihre Berichte.

219. In den Steppen Sibiriens. Fast, Gerhard. Rosthern, SK: J. Heese, 1957. 

220. Книга "В степях Сибири". Гергард Фаст. Ростгерн, Канада, 1956. Перевод на русский язык Ирина Гейнце. Германия, 2013. (russisch)

   
 

Saratowka wurde auch Sajzewo (Зайцево) genannt. (A. Löwen „Gesammelte Werke“)

 

Bemerkungen zur Konfession:
In jedem Dorf gab es Mitglieder der Mennoniten Kirchengemeinde und der Mennoniten Brüdergemeinde. Bis Gebetshäuser gebaut waren, versammelte man sich in Privathäusern. Die Mennoniten Kirchengemeinden versammelten sich oft in der Schule.
In jedem Dorf gab es einen Chor der Mennoniten Kirchengemeinde, einen Chor der Mennoniten Brüdergemeinde und einen Dorfchor in dem alle Mitsingen konnten. Der Dorfchor sang auf verschiedenen Veranstaltungen des Dorfes.
 
Kirchengemeinde Choroscheje Nr. 87 (Хорошее)  gegründet 1912
Sie hatte vier Dörfer: Choroscheje Nr. 87 (Хорошее), Nikolajewka Nr. 75 (Николаевка), Saratowka Nr. 89 (Саратовка) und Silberfeld Nr. 86 (Сереброполь). Erster Leitender war Prediger Dietrich Görzen. Weiter arbeiteten die Prediger Jakob Harder, Abram Penner, Johann Derksen, Johann Krüger, Peter Voth, Jakob Enns, Abram Wiebe und Salomon Derksen. Als Diakone dienten Johann Krüger und Abram Wiebe, später noch Jakob Regehr. 1921 baute man in Choroscheje eine Kirche.
G. Fast „In den Steppen Sibiriens“

Mennoniten Brüdergemeinde Saratowka Nr. 89 (Саратовка) gegründet 1912
Dazu gehörten alle vier Dörfer: Saratowka Nr. 89 (Саратовка), Choroscheje Nr. 87 (Хорошее), Nikolajewka Nr. 75 (Николаевка) und Silberfeld Nr. 86 (Сереброполь).
Prediger waren Bernhard Wiens (erster Leitender), Heinrich P. Löwen (zweiter Leitender), dann noch Daniel Heide, der später als Ältester gewählt und ordiniert wurde. Weitere Prediger waren Peter Löwen, Jakob Dück, David Löwen und David Nachtigall.
Bruder Daniel Heide war 1929 auch in Moskau, wurde aber zurückgeschickt und soll umgekommen sein.
1914 baute man in Saratowka ein Gemeindehaus, in dem aber nur einmal monatlich die Hauptversammlungen der Gemeinde stattfanden. Sonst hatte man für die anderen Dörfer auch kleine Bethäuser gebaut, in denen an gewöhnlichen Sonntagen auch Gottesdienste stattfanden. G. Fast „In den Steppen Sibiriens“.

 

Bilder und Fotos Saratowka, Barnaul (Saratow) Kolonie.

Die Siebziger – Achtziger Mennonitendörfer (Saratow Siedlung), Altai, Westsibirien in der "Friedensstimme". Aus dem gotischen ins lateinische umgewandelt von Margarete Pasytsch.

Archivdokument "Разные документы про общину Кулундинского меннонитского братства Барнаульского уезда, апрель-июль 1914". (russisch) Konstantin Kraevsky (Moldova).

Prediger, Diakone, Dirigenten, Lehrer, Sonntagschullehrer der Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Von Margarete Pasytsch.

Verbannung aus der Slawgoroder Siedlung nach Narym, Nord-Sibirien 1931. Von Margarete Pasytsch.

Lehrer in den Mennonitendörfern der Slawgoroder Siedlung, Altai, Westsibirien von 1909 - 1938. Von Margarete Pasytsch.

Gesundheitswesen Slawgoroder Siedlung Altai, Westsibirien. Hebammen und Ärzte seit der Gründung der Siedlung 1908. Von Margarete Pasytsch.

   
Zuletzt geändert am 28 November 2016