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Schönau, Sagradowka Kolonie

   
  Interaktive Karte Sagradowka Kolonie.
   
 

Ortsname: Schoenau Nr. 13
Weitere Ortsnamen: Schönau, Krasnowka, Krassnowa, Красновка (2014) , Шенау (1896).

Ortsnummer: D0210
Kolonie (menn.): Sagradowka (Sagradovka)
Mutterkolonie: Molotschna
Admin. Zuordnung:
Gebiet Nikolajew, Rayon Kronau. ), Nikolajew/ Sagradowka/ Orloff, до 1917 – Херсонская губ., Херсонский у., Орлофская (Кочубеевская) вол.; в сов. периодНиколаевская/Днепропетровская обл., Больше-Александровский/им. Фрица Геккерта (Высокопольский, Кронауский, Петровский) нем. р-н.
Gründungsjahr: 1878
Topografische Lage: [35 J3]; [68]
Landfläche: 2.055 ha (1918)
Einwohnerzahl: 274 (1887), дворов 29; жит. 358 (175 м. 183 ж.) (1896), 294 (1905), 302 (1906), 201 (1911), 271 (1912), 247 (1912), 247 (1914), 302 (1916), 311 (1918), 311 (1919), 363 (1926), 309?/364 (1926), 407 (1940), 427/407 нем. (1941), 417(1941), 410/397 нем. (1942; 39 нем. сем. или 39% без главы семьи)

   

Konfession: mennonitisch

Industrie und Handel: 9 Betriebe. Ziegelfabrik Penner und Siemens, Kleinhandel Franz Schroeder, Motormühle Friesen Isbrandt, Windmühle Reimer Abram, Mehlhandel Johann Pauls … [103]

Grandma 7: In der "Grandma 7" CD sind 280 Mennoniten, die in Schoenau, Sagradovka geboren sind, beschrieben.
Zusatzinformationen: Die Kolonie lag etwa 30 km im W von Kronau. Пруд; церковно-приходская школа, уч-ся 56 (35 м. 21 дев.) (1896); уeздный город 120 верст; волость 11 верст; зем. поч ст. Шестерня 15 верст; ст. ж. д. Ново-Полтавка 40 верст; пароходная пристань Малыя Гирлы 73 верст. Das Dorf wurde als Tochterkolonie der Gemeinde Neu-Schönau aus demselben Kreisgebiet gegründet, da dort wegen Zustroms vieler Familien aus dem Molotschnaer Gebiet Landmangel entstanden war. Die Kolonie gehörte zu den insgesamt 28 Siedlungen (17 menn./11 ev. bzw. kath.), die auf den 21.276 Desj. entstanden, die von Molotschnaer Kolonien vom Fürsten Kotschubei für Landlose gekauft wurden. Die Gemeinde gehörte zum Kirchspiel Kronau. Im Ort gab es 1941 eine 7-klassige Schule. Bis 1938 war Deutsch Unterrichtssprache, danach Russisch. Deutsch wurde ab der 5. Klasse als Fremdsprache unterrichtet. Bis 1941 gab es drei deutsche und einen ukrainischer Lehrer, die 126 Schüler unterrichteten. Der regelmäßige Besuch der Schule litt unter unzureichender Kleidung und fehlendem Schuhwerk der Kinder. Im Alltag wurde Danziger Platt gesprochen. Im Ort gab es eine Lesehalle mit Bücherei. Ein Wanderkino kam in unregelmäßigen Abständen in den Ort. Elektrischer Strom war vorhanden. Im Dorf gab es ein Geburtshaus und eine Kinderkrippe. Jeder Hof besaß einen Brunnen für Brauchwasser. Für die Trinkwasserversorgung konnten aber nur fünf Brunnen genutzt werden. Der Kolchos bewirtschaftete Obstgärten mit einer Gesamtfläche von 16,5 ha. Hier wurden Pflaumen, Aprikosen, Äpfeln, Birnen und Kirschen angebaut. Außerdem hatte jeder Hof einige Obstbäume. An Feldfrüchten wurden Getreide und Sonnenblumen angebaut. Die Wohnhäuser wurden von zwei und mehr Familien bewohnt. Im Dorf gab es eine Ziegelei, eine elektrische Mühle, eine Windmühle, eine Schmiede und eine Werkstube. 59 Höfe; Bei einem Überfall der Machno-Bande wurden 14 Einwohner des Dorfes (13 Männer, 1 Frau) ermordet. Während der Hungersnot 1921/22 kamen insgesamt 7 Einwohner (3 Männer, 1 Frau, 3 Jugendliche) ums Leben. Während der Hungersnot 1933/34 kamen 34 Einwohner (10 Männer, 4 Frauen und 20 Jugendliche) ums Leben. Zwischen 1931 und 1940 wurden insgesamt 46 Personen verbannt (37 Männer, 2 Frauen, 7 Jugendliche). Den Höhepunkt stellte dabei das Jahr 1938 dar. In diesem Jahr wurden 28 Männer und 1 Frau verbannt. Bevor der Ort durch die heranrückende Wehrmacht besetzt werden konnte, wurden alle Männer zwischen 16 und 60 Jahren deportiert. Die meisten konnten sich aber im Durcheinander des russischen Rückzugs wieder befreien und zurückkehren. Убиты махновскими бандами 12 чел. (1919); умерли от голода 7 чел. (1921-22), 34 чел. (1932-33); в 1929-41 депортированы 46 чел.
Quellen: [1];  [2 1958, S. 195]; [3]; [4]; [6 S. 24]; [11]; [26]; [99]; [112]; [262]; [263]

Buch: 1. Sagradowka. Die Geschichte einer Mennonitischer Ansiedlung im Süden Russlands. Lohrenz, Gerhard. Rosthern: Echo-Verlag Buch 4, Rosthern, Sask., Kanada 1947. 2. Sagradowka. Die Geschichte einer Mennonitischer Ansiedlung im Süden Russlands. Lohrenz, Gerhard. Nachdruck. Lichtzeichen. Lage. 2011.

       
    Information und Quellen aus Orte in den Mennoniten in Russland bis 1943 lebten.
       
   
Quellen:
1. „Ortsliste auf der Seite des Dorfes Schuk“ unter http://www.schuk.ru/1/katalog/map.html
     

2. Heimatbuch die Deutschen aus Russland. (HB) Stuttgart: Landmannschaft die Deutschen  a. Russland. 1954-2007.

3. „Stumpp-Erhebungen 1941-1942“  in „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1956-1964.

4. Handbuch Russland-Deutsche (mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete). Mertens, Ulrich. Nürnberg.  2001

6. Die deutschen Siedlungen des Kronau-Orloffer Gebietes. Stumpp, K. In: Heimatbuch, 1959, S.22-29.

11. Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энциклопедический словарь.  Сост. В.Ф. Дизендорф. Москва, 2006. 2-е переработанное Интернет-издание. - 2009. http://wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.pdf 

26. Compilation of Mennonite Villages in Russia. Tim Janzen. 2001, 2004  und seine Daten in „Mennonitische Dörfer in Russland“.

27. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Saporoshje, ehem. die Gebiete Taurien und der südliche Teil von Jekaterinoslaw (Dnepropetrowsk). Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1957.

35. Karte der deutschen Siedlungen im Gebiet Nikolajew. Bearbeitet von Dr. K. Stumpp. In „Heimatbuch der Deutschen aus Rußland“ 1958.

68. KarteSagradovka Kolonie“ by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

99. Mennonitische Orte in "Spisok naselennych mest Chersonskoj guberniji". Cherson. 1896. (altrussisch)

103. Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland.

112. Grandma 7 CD-ROM. CMHS Fresno, USA. 2012. Beschreibung.

262. Sagradowka. Die Geschichte einer Mennonitischer Ansiedlung im Süden Russlands. Lohrenz, Gerhard. Rosthern: Echo-Verlag Buch 4, Rosthern, Sask., Kanada 1947.

263. Sagradowka. Die Geschichte einer Mennonitischer Ansiedlung im Süden Russlands. Lohrenz, Gerhard. Nachdruck. Lichtzeichen. Lage. 2011.

     
     
    Bilder und Fotos Schönau, Sagradowka Kolonie.
    Familienverzeichnis des Dorfes Schönau, Sagradovka Kolonie. Aus dem Dorfbericht von K. Stumpp 1942. (von Elli Wise)
    Familienverzeichnis des Dorfes Schönau, Sagradowka im Dorfbericht von K. Stumpp 1942 mit Geburtsjahr. (111 Ehen)
    Personen aus Schoenau in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)
    Personen aus Schonau in den Akten der Einwanderungszentrale (EWZ) 1943-45. (von Elli Wise)
    Buch: Das Mennonitentum in der Ukraine; Schicksalsgeschichte Sagradowkas. Neufeld, D. Emden: Selbstverlag, 1922. 40 S.
    Трагедия колонии Заградовка. Украина. 1919 год. Леонард Ремпель. Über Gnadenfeld, Reinfeld, Münsterberg und Schönau, Sagradowka Kolonie. Von Leonard Rempel auf seiner Webseite. (russisch)
    Buch: Sagradowka. Die Geschichte einer Mennonitischer Ansiedlung im Süden Russlands. Lohrenz, Gerhard: Rosthern: Echo-Verlag Buch 4, Rosthern, Sask., Kanada 1947. 113 S.
    Schönau, Sagradowka in Liste der mennonitischen Industrie- und Handelsunternehmen in Russland (in "Suchen" Ortsnummer "D0210" eingeben).
    Sagradowka, Schönau. Peter Voth. in Friedensstimme, Nr. 7 13. Februar 1910, S. 8 - 10.
    Schoenau, Sagradowka, Russia. Aus mennonitischen Kreisen; Europa; Russland; in der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 16 Oktober, 1889; S. 1.
    Schoenau, Sagradowka, Russia. Correspondenzen; Europa; Russland; in der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 15 Februar, 1882; S. l- 2.
    Schonau u, Sagradowka, Aus Mennonitischen Kreisen; Russland; Mäkelborger, David u. Anna; in der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 12 Februar, 1902; S. 3:2.
    Schonau, Sagradowka, Russia. Russland; Enns, P.; in der Zeitung "Mennonitische Rundschau" 7 März, 1906; S. 9:3 - 10.
     
   
Zuletzt geändert
     
am 21 April 2017