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Borosenko Kolonie

 

Karte mennonitische Kolonien in den Gouvernementen Jekaterinoslaw und Taurien 1914.

Ortsseiten, oder geplanter Aufbau von Karten und Ortsseiten auf dieser Webseite.

 

 

Borosenko war eine Siedlung bei Nikopol im russischen Gouvernement und Kreis Jekaterinoslaw, die 1865-66 von den Chortitza- Mennoniten (Alt-Kolonie) und der Kleinen Gemeinde aus der Molotschna Kolonie auf selbst gekauftem Lande angelegt wurde. Das Land wurde von einem russischen Edelmann Borsenko gekauft. Von den Alt-Koloniern wurden sechs Dörfer gegründet: Schöndorf, Nikolajthal, Ebenfeld, Felsenbach, Eichengrund und Hochstädt, von denen die größten Nikolajthal (Nowosofiewka) und Felsenbach (Mariapol) waren. Von der Kleinen Gemeinde wurden Heuboden, Blumenhoff, Annafeld, Steinbach, Rosenfeld und Neuanlage gegründet. Die ganze Kolonie besaß 12.000 Desjatin Land.

Ein Alt-Kolonier Jakob Fehr (1859-1952), später Haskett, Manitoba, Kanada, schrieb, dass viele Alt-Kolonier mit der Kleinen Gemeinde eine neue Siedlung gründen wollten, um dort eine bessere Gemeindeordnung einzuführen. Aber auch hier waren die Alt-Kolonier nicht immer mit der Kleinen Gemeinde gleichgesinnt, denn als 1872 die Nikolajthaler Wolost gegründet wurde, wirkte die Kleine Gemeinde dagegen, weil sie keine Ämter, in denen sie amtliche Aussagen gegen andere Personen machen müssten, bekleiden wollten. Sie wurden dann von solchen Aussagenmachungen freigesprochen.

Ein Alt-Kolonier Jakob Fehr (1859-1952), später Haskett, Manitoba, Kanada, schrieb, dass viele Alt-Kolonier mit der Kleinen Gemeinde eine neue Siedlung gründen wollten, um dort eine bessere Gemeindeordnung einzuführen. Aber auch hier waren die Alt-Kolonier nicht immer mit der Kleinen Gemeinde gleichgesinnt, denn als 1872 die Nikolajthaler Wolost gegründet wurde, wirkte die Kleine Gemeinde dagegen, weil sie keine Ämter, in denen sie amtliche Aussagen gegen andere Personen machen müssten, bekleiden wollten. Sie wurden dann von solchen Aussagenmachungen freigesprochen.

Bis 1869 siedelte fast die gesamte Siedlung "Markusland" (wegen Auslaufs des Pachtvertrages) nach Borosenko über, und Borosenko war jetzt das "Herz" der Kleinen Gemeinde.

Bis 1874 wohnten ungefähr 90 Familien der Kleinen Gemeinde in der Kolonie und noch 30 Familien in den Nebendörfern Friedensfeld und Grünfeld, sowie den Chutors Hochfeld und Sawatzky, die eigentlich nicht zu der Kolonie Borosenko gehörten, aber in der mennonitischen Geschichte zu der Kolonie gerechnet werden.

1874-75 wanderte die gesamte Kleine Gemeinde aus der Ansiedlung nach Kanada und in die Vereinigten Staaten aus, und seitdem gab es in Russland keine Kleine Gemeinde mehr.

Die Einwohnerzahl der 12 Dörfer in der Kolonie betrug 1915 600 Personen (120 Familien). Die Ansiedlung hatte eine eigene Wolostverwaltung in Nikolajthal. Während der Machno-Zeiten 1919 hat die Borosenko Kolonie am meisten gelitten. Südlich von der Kolonie, über den Fluss Soljonaja, sind Hügel, wo Eisenerz gewonnen wird.

 

Aus "Diese Steine, die Russlandmennoniten". Adina Reger und Delbert Plett. Manitoba. 2001. S. 375.

 

 

Ortsseite Annafeld (Schischkowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Blumenhof (Alexandrowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Ebenfeld (Uljanowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Eichengrund (Petrowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Felsenbach (Mariapol), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Friedensfeld (Gogolewka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Grünfeld (Seljonyj) , Borosenko Kolonie.

Ortsseite Heuboden (Marjino), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Ortsseite Hochstädt (Aleksandropol), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Neu-Anlage (Iwanowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Nikolaithal (Nowosofijewka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Rosenfeld (Jekaterinowka), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Schöndorf (Olgino), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Steinbach (Kusmitskoje), Borosenko Kolonie.

Ortsseite Hochfeld Chutor, Borosenko Kolonie.

 

 

Topografische Karte von Chortitza, Borosenko und Nepluewka Kolonien  1942. Mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben. (russisch)
   
Topographische Karten (Truppenkarten und Heereskarten) von Borosenko und Nepluyevka Kolonie aus dem Jahre 1943. Mit Überschriften (rot) von Viktor Petkau.
   
Karte Borosenko Kolonie und Umgebung. Mennonitische Orte von Adina Reger hervorgehoben. Von Anatolij Prosorow-Regehr.
   
Auszug aus der Karte Gebiet Dnepropetowsk 2012. Mit früheren Kolonien Schlachtin, Baratow, Judenplan, Sagradowka, Fürstenland, Nepljujewka, Borosenko und Miloradowka. (ukrainisch) frühere mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.
   
Karte Gebiet Saporoshje 2013. Mit früheren Kolonien Chortitza, Molotschna, Jasykowo, Jakowlewo, Schönfeld (Brasol), Markusland, Neplüjewka, Borosenko und Judenplan. (russisch) frühere mennonitische Orte von Viktor Petkau hervorgehoben.
   
Karte Borosenko Kolonie 1930. Einige Orte von Adina Reger hervorgehoben. Von Anatolij Prosorow-Regehr.

 

 

Bilder und Fotos Borosenko Kolonie.

Borosenko Kolonie im Buch "Diese Steine, die Russlandmennoniten". Adina Reger und Delbert Plett. Manitoba. 2001. S. 375.

Prediger in Borosenko und Nepluyevka Kolonien.

Karte “Borosenko Kolonie” by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

Karte “Schlachtin, Baratov, Borosenko und Nepluyevka Kolonie” by W. Schroeder. Mennonite Historical Atlas. First Edition. William Schroeder. Winnipeg. 1990.

Buch: Friesen, Rudy P. and Edith Elisabeth Friesen. Building on the past: Mennonite architecture, landscape and settlements in ssia/Ukraine. Winnipeg: Raduga Publications, 2004. Updates. S. 440 (englisch) und dasselbe Buch: Фрiзен, Рудi. Менонiтська архiтектура. Вiд минулого до прийдешнього. ТОВ "Виробничий будинок ММД", г. Мелитополь. 2010 г. S. 399 (ukrainisch).

Borsenko, Nikolaitaler, Wolost. Friedensstimme, Nr. 79 10. Oktober 1912, S. 7 - 8.

Wollost Nowosofiewka, Gouv. Jekater. K. Friedensstimme, Nr. 12 24. März 1907, S. 145 - 146.

Nowosofiewka bei Nikopol. Friedensstimme, Nr. 76 27. September 1914, S. 4 - 7.

Steinau, Borosenko, Russia. Aus mennonitischen Kreisen; Europa; Russland; Mennonitische Rundschau, 3 April, 1889; S. 1.

   
Zuletzt geändert am 11 November 2017