Willi Vogt. Mennonitische Ahnenforschung



Gemeindebericht 1848, das Molotschnaer Mennonitengebiet

 

Gemeindebericht 1848, Mennonitenkolonien.

6. Fischau

Die Kolonie wurde 1804 angelegt, doch gelangten die Haeuser in diesem Jahr nur unvollkommen zum Ausbau. Sie liegt am linken Ufer der Molotschna in einer Niederung und ist von Melitopol 38 Werst entfernt. Der etwas salzige Boden der Niederung ist fuer den Graswuchs besonders in trockener Zeit nicht sehr guenstig. Die mit etwas Lehm vermischte Schwarzerde der Steppe ist sehr fruchtbar und liefert reichliche Ernten. Die Kolonie Fischau hat ihren Namen von einem Ort in Preussen durch den Oberschulzen Klaus Wiens erhalten.
Die 22 hier angesiedelten Familien stammen aus dem Danziger, Elbinger und Tiegenhofener Bezirke im Koenigreich Preussen. Von Anfuehrern bei der Einwanderung werden ausser Klaus Wiens, Jakob Neumann und Jakob Wiens namentlich angefuehrt. Diese Steppe ist den Einwanderern von einen Hofrat v. Scholkow angewiesen worden.

Schulz Daniel Boschmann
Beisitzer Abraham Isaak, Abraham Goertzen
Schullehrer Peter Doerksen
Fischau, den 4. Mai 1848.



Quelle: Odessaer Zeitung. 42. Jahrgang, 1904, Nr. 172


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Zuletzt geaendert am 1 Mai 2008